<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975</id><updated>2011-07-31T02:23:50.080-07:00</updated><title type='text'>Sarah está no  Brasil!</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>49</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-7538543187869664488</id><published>2009-06-20T21:04:00.001-07:00</published><updated>2009-06-20T21:04:47.158-07:00</updated><title type='text'>Der zweite Ausflug: Três de Maio</title><content type='html'>&lt;p&gt;Auch dieser zweite kleine Ausflug am 4.6. diente wieder nur Arbeitszwecken… Für diesen Ausflug nach “Dritter Mai”, das ist der Name der Stadt übersetzt, musste ich mal wieder früh aufstehen, da ich den Transfer der UNIJUUI nutzen wollte um nach Três de Maio zu kommen. Es gibt einen Minibus, der die Studenten von Ijuí zum Campus der UNIJUI in Santa Rosa fährt und Três de Maio liegt auf dem Weg von Ijuí nach Santa Rosa, etwa 80 km von Ijuí entfernt. Na ja, und dieser Minibus fuhr eben schon um 6:30 ab, zum Glück nur 5 Fußminuten von der Pensao entfernt.&amp;#160; …aber es war ganz schon kalt an diesem Morgen, so 0-1°C… ich zog mit meiner kompletten deutschen Winterausrüstung los.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Das Interview in der COTRIMAIO, der Genossenschaft von Três de Maio hatte ich für 10:30 Uhr vereinbart, ankommen in Três de Maio tat ich um 7:40 Uhr… und es war immer noch kalt. Zum Glück hatte ich schon auf dem Weg von der Fernstraße ins Zentrum des 24.000-Einwohner-Städtchens eine Bäckerei ausgemacht, die Padaria Schneider, wo ich mir erst mal ein langsames Frühstück aus einem Milchkaffe und einem Schinken-Käse-Sandwich (das heißt hier torrada [tohada, “Getoastete”] und in dem Rest von Brasilien, den ich kenne, misto quente [misto kentsch, “heißer Gemischter”] für umgerechnet etwa 0,90€ gönnte. Aber auch damit brachte ich nicht mehr als eine Stunde rum. Zumindest war jetzt aber schon die Uhrzeit, zu der die Läden in der Stadt, die für ihre Größe doch recht viele und nette und Läden hatte, öffneten und so nutzte ich die Chance um ein bisschen zu bummeln und das ein oder andere, das ich sowieso gerne kaufen wollte, besorgte. Bei der Gelegenheit informierte ich mich denn auch, wie ich am besten zu der COTRIMAIO käme, denn wenn ich schon so viel Zeit hatte, brauchte ich mir ja nicht unbedingt ein Taxi nehmen um dorthin zu kommen und allzu weit konnte es bei der Größe der Stadt ja eh nicht sein. Und so war es denn auch. Obwohl die COTRIMAIO am Ende der Stadt lag und ich so langsam lief, dass ich fast rückwärts lief, brauchte ich nicht mehr als 20 oder 25 Minuten um dorthin zu kommen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Glücklicherweise sind die Leute in Brasilien ja recht flexibel und so konnte das Interview zeitlich ein wenig vorgezogen werden. Dieses Interview führt ich sogar gleich mit zwei Personen der COTRIMAIO, Marcos und Joao Carlos. Eigentlich wollte ich nur einen und auch meine Methodologie ist nur für einen Interviewpartner gedacht, aber der zweite kam dann nach einigen Minuten eben noch hinzu und da wollte ich nicht sagen: “Nee, mit dir will ich nicht reden.” Und im Endeffekt war es sogar gut, denn Joao, der als zweites kam, war schon etwa 10 Jahre dienstälter als Marcos und hatte so einiges mehr zu erzählen. Die Tage habe ich auch eine Zeitschrift bzgl. Soja gelesen und darin wurde Joao an einigen Stellen zitiert. Ohne es zu wissen habe ich also mit einer quasi-Prominenz gesprochen ;)&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Nach dem Ende des Interviews fragte ich nach der Uhrzeit für den nächsten Bus nach Ijuí und nach einem kurzen Anruf bei der Rodoviária von Três de Maio erhielt ich die Info: 15 Uhr&amp;#160;&amp;#160; …und zu diesem Zeitpunkt war es gerade&amp;#160; 11:30 Uhr… Also nochmal Zeit vertreiben…. Und dabei schließen die Läden hier in der Region auch noch so gut wie alle brav in der Mittagszeit von 12 bis 13:30 Uhr… Gut,&amp;#160; also erst mal Mittagessen in einer andern Bäckerei, die auf dem Weg ins Stadtzentrum lag. Dann zur Rodoviária und schon mal das Ticket kaufen (und sichergehen, dass es auch tatsächlich noch so lange bis zum nächsten Bus dauern würde, was denn auch so war…) und dann ein bisschen in der Sonne auf einer Bank chillen und ein paar SMS nach Deutschland schreiben. Mittlerweile war es auch ganz schön warm geworden (etwa 17 Grad im Schatten und praller Sonnenschein) und ich schwitzte mir fast einen ab mit meinem Wintermantel, aber mich über Sonne und Wärme zu beschweren, wäre so ziemlich das letzte, was ich tun würde. Als die Läden dann wieder öffneten, nutzte ich die Gelegenheit schon mal ein paar Mitbringsel zu kaufen :)&amp;#160; …und natürlich auch das ein oder andere für mich *g*   &lt;br /&gt;Insgesamt ist Três de Maio eine sehr gepflegte Stadt und noch sicherer als Ijuí (man sieht das immer daran, wie viel Zaun etc. oder auch nicht um die Häuser herum montiert ist und in Três de Maio gab es davon so gut wie gar keinen), und so genoss ich die kleine Shoppingtour. Und da die Stadt so klein war, war es auch echt einfach sich hier zurechtzufinden. Das einzige, was hier gefährlicher war als in Ijuí, waren die Autos… in Ijuí halten die Autos, an den Zebrastreifen, die es im Zentrum gibt und nehmen auch sonst ein wenig Rücksicht auf die Fußgänger. In Três de Maio werden Zebrastreifen hingegen als Stadtverschönerungsmaßnahme betrachtet und die Fußgänger, ja die werden sich schon in Luft auflösen, wenn die da mitten auf der Straße sind und man unerwartet um die Ecke geschossen kommt. Man muss nur ordentlich auf sie zuhalten, dann erledigt sich das schon…&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Nachdem mein Bus um 15 Uhr denn endlich abgefahren war, brauchte er ca. 2 Stunden um die 80 km bis Ijuí hinter sich zu bringen, denn er hielt alle paar Kilometer an, sowas wie die Regionalbahn auf Reifen.&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;Von Três de Maio hab ich leider keine Bilder gemacht, dafür aber ein Landschaftsbild aus dem “Regional-Express-Bus”&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;a href="http://lh6.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sj2xV0KdT1I/AAAAAAAAAxQ/1yhOD6__Lx0/s1600-h/03%20paisagem%5B3%5D.jpg"&gt;&lt;img title="03 paisagem" style="border-right: 0px; border-top: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-left: 0px; margin-right: auto; border-bottom: 0px" height="294" alt="03 paisagem" src="http://lh5.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sj2xXF0fADI/AAAAAAAAAxU/Uk4kLutNKhE/03%20paisagem_thumb%5B1%5D.jpg?imgmax=800" width="391" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Am folgenden Freitag (5.6.) führte ich dann noch ein weiteres Interview in Ijuí, wieder mit einer recht prominenten Figur: Mit Rui, der seit ca 20 Jahren der Präsident der FecoAgro ist, dem Dachverband der Genossenschaften von Rio Grande do Sul (nicht aller, aber doch der meisten Genossenschaften). Unter der Woche residiert er in der 450km bzw. 6-7 Stunden entfernten Bundesstaatshauptstadt Porto Alegre, hat aber seinen eigentlichen Wohnsitz in Ijuí (welch ein Glück für mich :) ) und, natürlich, ist er mit meinem Betreuer Walter befreundet (wie schon mal gesagt, Walter kennt Gott und die Welt in dieser Branche). &lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-7538543187869664488?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/7538543187869664488/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=7538543187869664488' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/7538543187869664488'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/7538543187869664488'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2009/06/der-zweite-ausflug-tres-de-maio.html' title='Der zweite Ausflug: Três de Maio'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh5.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sj2xXF0fADI/AAAAAAAAAxU/Uk4kLutNKhE/s72-c/03%20paisagem_thumb%5B1%5D.jpg?imgmax=800' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-8859727739633152827</id><published>2009-06-20T20:14:00.001-07:00</published><updated>2009-06-27T14:18:23.595-07:00</updated><title type='text'>…und noch mehr Interviews</title><content type='html'>&lt;p&gt;Diese erste Juni-Woche war bisher die kälteste Woche, die ich hier erlebt habe. Nachts / morgens zwischen 0 und 3 Grad, tagsüber zwischen 8 und 13 und eben keine große Möglichkeit vor den Temperaturen zu flüchten. Man kann sich nachts zwar schön zudecken und ne Wärmeflasche mitnehmen (die ich mir diese Woche zugelegt habe), aber das hat eben auch seine Grenzen, nämlich unterhalb des Kinns. Und so wacht man denn mit diesen Temperaturen morgens immer mit ein bisschen Halsschmerzen auf, die sich aber nach dem Frühstück mit heißem Kaffee wieder geben.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Diese Woche begann am Montag (1.6.) mit einem Interview mit Seu Modesto, einem Sojagroßproduzenten mit an die 500 Hektar Land. Der war eine superherzliche Person und total nett und das obwohl ich aus seinem Namen immer “Domesto” statt “Modesto” machen wollte und obwohl ich ihm eben mal 10 Jahre zu viel gegeben hatte (am Anfang des Interviews frage ich immer das Alter der Interviewpartner ab und auf Portugiesisch verwechsle ich öfter mal die Sechzig mit der Siebzig und so notierte ich denn 74 statt der wirklichen 64 Jahre… ups!  Aber er scheint’s mir nicht über genommen zu haben :)   ). Aber er war restlos begeistert von genmanipulierter Soja und von dem Sojaanbau generell und sah das alles ganz optimistisch.  &lt;br /&gt;Und er war bisher auch bei weitem nicht der Einzige, der Gensoja toll fand. Die große Mehrheit fand das eigentlich ne ganz gute Sache, mit gewissen Einschränkungen natürlich, aber insgesamt sehen sie das als etwas Positives. Und na ja, man unterhält sich also, als kleine angehende Umweltwissenschaftlerin, mit diesen Leuten, die Gensoja total toll finden und kannst diese Leute noch nicht mal abscheulich finden, weil es im Grunde herzensgute Menschen sind, wenn man sie so kennenlernt. Und die, mit denen ich bis jetzt gesprochen habe, vertreten auch alle nicht die Interessen von Monsanto &amp;amp; Co, sondern machen das eben aus anderen Gründen, vor allem eben weil die Produktion der Gensoja (immer noch) günstiger ist als die von konventioneller Soja und der Verkaufspreis ist der gleiche, egal ob für konventionelle oder Gensoja... und manche argumentieren sogar damit, dass es besser für die Umwelt ist, weil eben nicht mehr 5 verschiedene Hammer-Herbizide angewendet werden müssen sondern eben "nur" noch Round-up / Glyphosat.&lt;br /&gt;Das hat mich eine Zeit lang beschäftigt, denn sonst stellt man sich die Landwirte, die genmanipulierte Kulturen anpflanzen, als "böse Menschen" vor und dann lernt man diese Leute kennen und merkt, dass da nichts Diabolisches an ihnen dran ist. Es gibt andere Gründe, warum sie die Gensoja anbauen und wenn diese Gründe nicht gut wären, dann würden die Landwirte auch nicht den Fakt in Kauf nehmen, dass sie sich in die Hand der Multis geben.   &lt;br /&gt;Übrigens wurden hier allerdings ein paar Vorsichtsmaßnahmen getroffen: In der FUNDACEP, so ziemlich der größten Agrarforschungseinrichtung von Rio Grande do Sul, werden jedes Jahr aufs Neue die konventionellen Sojasorten angebaut und die Samen geerntet, auch wenn diese Samen im Moment so gut wie niemand haben will, um die genetischen Ressourcen zu erhalten für den Fall das Monsanto die Latte der Abgaben (“Royalties”) für die Nutzung “ihres” Gens der Roundup-Ready-Soja oder auch für ihr Totalherbizid Roundup zu hoch hängt oder sonstige Probleme auftreten. Auf diese Weise kann, zuallermindest in der Theorie, wieder zum konventionellen Sojaanbau zurückgekehrt werden.  &lt;br /&gt;Es gibt ja auch den Einwand, dass sich das Erbgut der genmanipulierten Pflanzen mit denen der wildwachsenden Pflanzen bzw. der der einheimischen Sorten der Pflanzen vermischen könne , was im Prinzip auch richtig ist (z.B. ist das nämlich mit Bt-Mais in Mexiko passiert und das obwohl dort noch nicht mal Bt-Mais angebaut, aber dennoch aus den USA importiert und dort verkauft wird....) Nur im Falle von Soja in Brasilien bzw. in Südamerika ist dieses Risiko recht gering, denn die aus China stammende Soja ist hier sowieso keine native Pflanze und hat hier in der Natur auch keine nahen Verwandten, in die sie sich “einmischen” könnte.    Gut, aber das ist nur ein Manko, dass man im Falle der Gensoja in Brasilien ausklammern kann.&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 153);"&gt;(Wen's interessiert: &lt;/span&gt;&lt;a style="color: rgb(0, 0, 153);" href="http://video.google.com/videoplay?docid=-7781121501979693623"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 153);"&gt; gibt's eine Doku von Arte über Monsanto, seine Pflanzenschutzmittel und Genmanipulation)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Ach ja, und glaubt euch bloß nicht sicher vor der Gensoja, die hier produziert wird. Europa ist, neben China, der größte Abnehmer der brasilianischen Soja und die Viehzucht (und dabei ist jegliches Vieh gemeint: Rinder, Schweine, Hühner) in Niedersachsen ist auch ganz groß dabei... Allerdings ist es nur hier in Rio Grande do Sul so, dass nahezu 100% der Landwirte Gensoja anbauen. In Mato Grosso, dem Bundesstaat mit der größten Sojaproduktion in Brasilien, werden bisher etwa “nur” 50% der Sojaanbauflächen mit Gensoja bebaut. Tendenz jedoch steigend….&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Am Mittwoch (3.6.) war ich richtig fleißig, da hab ich sogar gleich 2 Interviews geführt: Vormittags mit Júlio, dem Landwirtschaftssekretär der Stadt Ijuí. Dieses Interview war auch sehr nett und interessant und Júlio auch ein sehr aufgeschlossener Mann. Nachdem Interview haben wir sogar noch ca. 1 Stunde weitergequatscht (wobei ich da die ganze Zeit dachte, dass ich dem guten Mann die Zeit raube, aber es war auch hauptsächlich er, der redete, insofern…). Und am Nachmittag dann mit Volnei von der EMATER/RS Regional, deren Büro glücklicherweise auch nur 300m entfernt von meiner Pensao liegt (für die anderen Interviews musst ich nämlich meistens fast die ganze Stadt durchqueren). Die Emater ist eine private Firma, die jedoch vom Bundesstaat dafür bezahlt wird die Landwirte zu beraten und ihnen Know-How zu vermitteln. Das Interview mit Volnei war eines der Interviews ,bei denen ich am meisten dazugelernt und verstanden habe, weil er superviel erklärt hat, vor dem Interview und nach dem Interview und auch von ihm hab ich ein Büchlein zu meinem Thema bekommen :) und auch mit ihm hab ich nach dem Interview noch ein bisschen gequatscht. Viele meiner Interviewpartner sind doch recht neugierig, wie das denn so ist in Deutschland oder erzählen mir von den Sachen, die sie gemacht haben, als sie schon mal in Deutschland waren. &lt;br /&gt;Ich könnte jetzt auch nochmal wiederholen, dass auch Volnei supersympathisch war, aber ich belasse es jetzt einfach mal dabei zu sagen, dass die meisten Leute, mit denen ich Interviews geführt habe, sehr interessante Personen waren (sonst wären sie wohl alle auch nicht in den Positionen, wo sie sind) und dass sie eigentlich alle nett waren. Das gilt jetzt den auch für die nächsten Personen, die im Folgenden noch genannt werden.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;So und hier noch ein paar Fotoleins (auch wenn sie nicht zum Kontext passen):&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;Szene in der Nähe der Pensao   &lt;br /&gt;Die Sonne scheint hier eigentlich meistens, aber es wird halt nicht so wirklich warm, außer in der prallen Sonne, so wie man das sonst aus Brasiien kennt&lt;/em&gt;&lt;a href="http://lh6.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sj2lXSMHlMI/AAAAAAAAAw4/rh_4r_KNm18/s1600-h/04%20perto%20da%20pensao%5B3%5D.jpg"&gt;&lt;img title="04 perto da pensao" style="border: 0px none ; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto;" alt="04 perto da pensao" src="http://lh6.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sj2lYlRK4uI/AAAAAAAAAw8/0c-ysu-2VPY/04%20perto%20da%20pensao_thumb%5B1%5D.jpg?imgmax=800" border="0" width="391" height="294" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;em&gt;Das hier ist der “Speisesaal”. Als ich das Foto gemacht habe, war gerade Frühstück aufgedeckt (und ich war wohl so ziemlich die erste, die zum Frühstücken kam), deswegen steht der Tisch auch an der Wand, denn die Leute kommen sowieso nur tropfenweise zum Frühstück, da braucht man nicht so viel Platz. Zum Mittag- und Abendessen wird der Tisch dann weiter in die Mitte gezogen. Rechts sieht man auch die Fensterläden vom ursprünglichen Holzhaus, an das der Speisesaal und auch die Küche im Hintergrund angebaut wurden.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;a href="http://lh5.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sj2lapT1XWI/AAAAAAAAAxA/FhTeyGphXKc/s1600-h/11%20sala%20de%20caf%C3%A9%2C%20almoco%20e%20janta%5B3%5D.jpg"&gt;&lt;img title="11 sala de café, almoco e janta" style="border: 0px none ; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto;" alt="11 sala de café, almoco e janta" src="http://lh3.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sj2lclKLzbI/AAAAAAAAAxE/qE8fIoTI1RA/11%20sala%20de%20caf%C3%A9%2C%20almoco%20e%20janta_thumb%5B1%5D.jpg?imgmax=800" border="0" width="391" height="294" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;Und das ist Dona Ilses Küche, wo unser Essen immer gemacht wird.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;a href="http://lh4.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sj2lfCayrSI/AAAAAAAAAxI/rIVpd2zPLpk/s1600-h/12%20cozinha%20da%20Dona%20Ilse%5B3%5D.jpg"&gt;&lt;img title="12 cozinha da Dona Ilse" style="border: 0px none ; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto;" alt="12 cozinha da Dona Ilse" src="http://lh4.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sj2lgpq88bI/AAAAAAAAAxM/3BQcusXq3cc/12%20cozinha%20da%20Dona%20Ilse_thumb%5B1%5D.jpg?imgmax=800" border="0" width="391" height="294" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-8859727739633152827?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/8859727739633152827/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=8859727739633152827' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/8859727739633152827'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/8859727739633152827'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2009/06/und-noch-mehr-interviews.html' title='…und noch mehr Interviews'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh6.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sj2lYlRK4uI/AAAAAAAAAw8/0c-ysu-2VPY/s72-c/04%20perto%20da%20pensao_thumb%5B1%5D.jpg?imgmax=800' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-8442647599714079127</id><published>2009-06-20T17:48:00.001-07:00</published><updated>2009-06-20T17:48:10.904-07:00</updated><title type='text'>Der erste Ausflug: Santo Cristo</title><content type='html'>&lt;p&gt;Und am Samstag (30.5.) musste ich auch schon wieder früh aufstehe, richtig früh sogar, denn um 7 Uhr morgens holten mich Sidnei und seine Frau Marlene mit dem Taxi ab. Wir fuhren zur Rodoviária, wo wir um 7:20 den Bus nach Santo Cristo nehmen wollten, der dann um 7:50 auch endlich kam. Gut 2,5 Stunden später standen wir dann vor dem Haus von Sidneis Eltern in Santo Cristo,&amp;#160; einer 14.000 Einwohner-Stadt (14.000 wenn man die im Umland wohnenden Menschen mitzählt), welche etwa 120 km von Ijuí und nur etwa 40 km von der argentinischen Grenze entfernt liegt. Hier wurden wir von Sidneis Mutter Ilse in Empfang genommen. Das Haus hatte eine etwas seltsame Aufteilung, z.B. kam man von der Garage direkt ins Wohnzimmer. Das lag aber daran, dass das Haus nach und nach so gewachsen war. Ursprünglich handelte es sich bei dem Haus um eines dieser alten und typischen Holzhäuser dieser Region hier und ursprünglich stand es auch gar nicht an diesem Platz. Es war früher das Haus des Lehrers einer der Schulen im Umland. Die Schule wurde irgendwann aufgrund von Schülermangel geschlossen (die Folgen der Landflucht) und so wohnte auch kein Lehrer mehr in diesem Haus. Sidneis Vater entschloss das Haus zu kaufen, wollte aber ungern an dem Ort wohnen, wo das Haus stand. Also wurde das Haus flugs auf einen LKW gepackt und nach Santo Cristo an seinen jetzigen Standort bugsiert. Von Nutzen hierbei war, dass diese Holzhäuser immer schon so konstruiert wurden, dass man sie problemlos in 2 Hälften aufteilen konnte (die Zimmer in der Mitte wurden also durch 2 Wände getrennt, je eine Wand gehörte zu je einer Haushälfte). Und nach und nach wurden dann noch alle möglichen Teile an das Haus drangebaut, so dass das Holzhaus von außen fast nicht mehr sichtbar ist.    &lt;br /&gt;Innen war das Haus ziemlich vollgestopft mit bemalten Küchentüchern und Tupperdosen, Häkeldeckchen und Handtüchern mit Spitzen- oder Häkelborde. Diese Dinge herzustellen, darin üben sich die Frauen hier in der Region sehr gerne und auch wenn es für uns (Deutsche) ziemlich kitschig wirken mag, die Leute hier finden das total hübsch und sind restlos von solchen Sachen begeistert. Sogar Sidnei, also ein Mann, erzählte mir ganz begeistert, dass seine Mutter ihm und seinem Bruder je einen Vorleger gehäkelt habe (Respekt, ich bekomm noch nicht mal nen Topflappen hin….) und wie toll dieser doch sei. Na ja, andere Länder, andere Sitten&amp;#160; ….und Geschmäcker. So ist es hier auch so, dass die brasilianischen Frauen teils Klamotten und Accessoires toll finden, die bei uns nur 13-Jährige benutzen würden, weil sie für den Rest zu lila, rosa, pink und blumig-kitschig für unseren Geschmack wären.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Das Wetter war an diesem Wochenende richtig mies, erinnerte an November in Deutschland, nur einen Tick wärmer. Es regnete fast die ganze Zeit, der Himmel war mit dicken, grauen Wolken verhangen und die Tagestemperaturen bewegten sich müde um die 10 Grad herum (bitte immer bedenken, dass es in den Häusern nicht wesentlich wärmer ist. In Deutschland würde ich auch über 10 Grad lachen, aber hier ist das was anderes). Gut, aber ich war ja eigentlich auch nicht aus touristischen Gründen gekommen, sondern der Arbeit wegen. Sidnei hatte 3 Interviews mit Leuten von hier für mich vereinbart. Das war überaus nett von ihm, denn über Walter, meinen Betreuer hier, hatte ich fast ausschließlich Kontakte in Ijuí und es geht mir ja um die ganze Region hier und nicht nur um Ijuí.    &lt;br /&gt;So stand bald nach unserer Ankunft auch schon der erste Interviewtermin in der örtlichen Filiale der Genossenschaft COTRIROSA an, wo Sidneis Vater Neri auch arbeitet und die praktischerweise auf der anderen Straßenseite lag. Hier redete ich mit Luciana, der Geschäftsführerin der Filiale. Das war das erste Interview, bei dem ich etwas mehr nachfragen und zum Reden anregen musste, da Luciana nicht auf jede Frage mit einem 5 bis 10-minütigem Monolog reagierte. Aber ich würde sagen, es war ein gutes und lockeres Interview (mitlerweile hatte ich ja auch schon ein bisschen Übung bekommen :)&amp;#160;&amp;#160; ), auch wenn es etliche Male durch Telefonanrufe und hereinkommende Leute unterbrochen wurde, aber ich meine, letztlich halte ich die Leute ja von ihrer Arbeit ab… Und die Tonqualität der Aufnahme ist wohl auch nicht so die beste, weil der Regen die ganze Zeit lautstark auf das Dach trommelte…&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;Luciana und ich beim Interview. Man beachte die Anwesenheit des Chimarrão und meines WINTERmantels ;)&lt;/em&gt;&lt;a href="http://lh3.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sj2DLIw9PcI/AAAAAAAAAwY/rr_DvTG6qwU/s1600-h/01SaraheLuciana4.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;img title="01 Sarah e Luciana" style="border-top-width: 0px; display: block; border-left-width: 0px; float: none; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; margin-right: auto; border-right-width: 0px" height="294" alt="01 Sarah e Luciana" src="http://lh6.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sj2DML4AU7I/AAAAAAAAAwc/Cs6ryZ5DdMw/01SaraheLuciana_thumb2.jpg?imgmax=800" width="391" border="0" /&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Auch wenn man’s ihr nicht unbedingt ansieht, Luciana ist deutscher Abstammung (heißt mit Nachnamen Talheimer Heinen).&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Nach dem Mittagessen bei Sidneis Eltern und ein paar Runden Chimarrao und Gesprächen vor dem Fernseher ging es eine kurze Autofahrt zusammen mit Sidnei, Marlene und Sidneis Eltern aus Santo Cristo hinaus in das Umland zum Hof von Sidneis Tante Leni, Sekretärin (NICHT im Sinne von Sachbearbeiterin!) des Sindicato de Trabalhadores Rurais de Santo Cristo. &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;em&gt;Ich zusammen mit Neri &amp;amp; Ilse und natürlich mit Chimarrao :)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;a href="http://lh5.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sj2DNQs6mkI/AAAAAAAAAwg/c08Xyr2ab-c/s1600-h/07%20Sarah%20com%20Ilse%20e%20Neri%5B3%5D.jpg"&gt;&lt;img title="07 Sarah com Ilse e Neri" style="border-right: 0px; border-top: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-left: 0px; margin-right: auto; border-bottom: 0px" height="294" alt="07 Sarah com Ilse e Neri" src="http://lh3.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sj2DOKDx3qI/AAAAAAAAAwk/zOZkV8E7mwI/07%20Sarah%20com%20Ilse%20e%20Neri_thumb%5B1%5D.jpg?imgmax=800" width="391" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Vor der Arbeit das Vergnügen und so wurde vor dem Interview erst mal ne Weile ausgiebig gequatscht und noch ein paar Runden Chimarrao getrunken. Schließlich war’s ja auch ein kleines Familientreffen. Bei den Gesprächen flogen auch ab und zu mal ein paar Deutsche bzw. Hunsrücker Worte durch die Luft, denn auch Sidneis Familie ist deutschstämmig. Leni ist eine total nette und freundlich-fröhliche Person und so war das Interview mit ihr auch sehr nett. Sie war etwas nervös, weil sie nicht daran gewöhnt war Interviews zu geben, so dass ich zwischendurch öfter mal die Aufnahme anhalten musste. Ich habe sie eigentlich in ihrer Funktion als Vertreterin des Syndikats der Kleinbauern und Landarbeiter befragt, aber da sie selbst Landwirtin auf kleiner Fläche ist, kam auch das teilweise zur Sprache. Sie selbst baut auch Soja an und auch genetisch manipulierte. Es war aber keineswegs so, dass sie das tat, weil sie von dieser Soja überzeugt war, im Gegenteil, sie machte sich viele Gedanken um die potentiellen Gefahren genetisch veränderter Kulturen auf die Gesundheit des Menschen. Ihr Hauptgrund für den Anbau der Roundup-Ready-Soja war der Mangel an Arbeitskraft aufgrund der Landflucht in der Region. Und transgene Soja macht eben doch wesentlich weniger Arbeit als konventionelle…&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Nach dem Interview gab’s dann nochmal Chimarrao und Kuchen und Kekse und ein Foto von Leni und mir &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;a href="http://lh3.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sj2DPJWV76I/AAAAAAAAAwo/ag8x1GcQFl0/s1600-h/03SaraheLeni3.jpg"&gt;&lt;img title="03 Sarah e Leni" style="border-top-width: 0px; display: block; border-left-width: 0px; float: none; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; margin-right: auto; border-right-width: 0px" height="391" alt="03 Sarah e Leni" src="http://lh5.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sj2DP5AMpYI/AAAAAAAAAws/p6Jh7Fmccyo/03SaraheLeni_thumb1.jpg?imgmax=800" width="294" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; bevor wir weiter zum Hof von Sidneis Großmutter und Onkel Ivo fuhren, mit dem ich ein Interview in seiner Funktion als Kleinbauer führen sollte / wollte. Als wir auf dem Hof ankamen, war Ivo jedoch noch nicht mit seinem Tagewerk fertig und so hielten wir erst mal ein Schwätzchen mit Sindeis Großmutter. Diese war als Kind von deutschen Immigranten in Brasilien geboren worden und noch auf Deutsch alphabetisiert worden. Und so unterhielten wir uns denn auch die ganze Zeit am Anfang, als Sidneis Frau Marlene, die kein Deutsch spricht, noch etwas zusammen mit Sidneis Tante erledigte, auf Deutsch. Na ja, so wirklich Hochdeutsch war es nicht, was Sidneis Großmutter da sprach sondern eher Hunsrücker Dialekt (vor allem aus dem Hunsrück sind damals viele Deutsche nach Rio Grande do Sul emigriert und außerdem war der Dialekt von Sidneis Großmutter dem Pfälzischen, also “meinem” Dialekt, sehr ähnlich, so dass es nahe liegt, dass auch eine räumliche Nähe der Ursprungsregionen der Dialekte vorliegt) in den sie auch so ein kleines bisschen Portugiesisch eingeflochten hat. Aber insgesamt war sie sehr gut zu verstehen (…außer vielleicht für eine(n) Norddeutsche(n), aber für alle anderen Deutschen schon ;)&amp;#160;&amp;#160; )&amp;#160;&amp;#160; Bei Sidneis Eltern und Sidnei selbst war das allerdings schon wieder ein bisschen was anderes. Deren Deutsch war hatte doch schon einige Veränderungen erfahren durch die Weitergabe durch die Generationen im portugiesischsprachigen Umfeld.    &lt;br /&gt;Auch das Deutsch von Sidneis Onkel Ivo war schon recht “portugisiert”, aber dennoch sprach er recht flüssig Deutsch, so dass ich vorschlug das Interview mit ihm auf Deutsch zu machen, wogegen er auch nichts einzuwenden hatte. Die Interviewführung hat das nicht unbedingt erleichtert, denn dadurch, dass ich alles bisher immer nur auf Portugiesisch gesagt hatte, hatte ich gar nicht das Deutsche Vokabular für diesen Bereich. Aber auf jeden Fall wird es mir die Nachbereitung erleichtern, denn natürlich fällt mir die Transkription eines deutschen Interviews leichter als die eines portugiesischen Interviews. Zunächst dachte ich mir auch, dass ich mir die Übersetzung sparen könnte, aber dazu sind doch ein bisschen zu viel portugiesische und Dialektausdrücke in Ivos Deutsch. Aber zumindest werde ich nicht jedes Wort und jeden Satz übersetzen müssen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;em&gt;Ivo und ich beim Interview (ich weiß nicht, wie ihm NICHT die Füße abgefallen sind vor Kälte, nur mit den Fliflops…)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;a href="http://lh5.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sj2DROU_62I/AAAAAAAAAww/c0IZ8WBs7z8/s1600-h/06%20Sarah%20e%20Ivo%5B3%5D.jpg"&gt;&lt;img title="06 Sarah e Ivo" style="border-right: 0px; border-top: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-left: 0px; margin-right: auto; border-bottom: 0px" height="294" alt="06 Sarah e Ivo" src="http://lh5.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sj2DSG8T-4I/AAAAAAAAAw0/94YX2a4gdvY/06%20Sarah%20e%20Ivo_thumb%5B1%5D.jpg?imgmax=800" width="391" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Mit Ivo als Interviewpartner hatte ich auch einen ganz schönen Glücksgriff gemacht, denn außer, dass er eine sehr intelligente und lustige Person ist, ist er ist ein Biobauer (und außerdem Lehrer) und baut auch seine Soja biologisch an. Von solchen Biosojabauern findet man heute in der Region hier nicht mehr allzu viele, vor allem seit der Einführung der genmanipulierten Soja. Vorher war für viele Landwirte der Anreiz Biosoja zu produzieren gewesen, dass diese zwar teurer und arbeitsintensiver in der Produktion ist, dies aber durch wesentlich höhere Verkauspreise der Biosoja als der konventionellen Soja mehr als ausgeglichen wird und so eine gute Gewinnspanne mit Biosoja erzielt werden kann. Mit der Einführung der transgenen Soja änderte sich das Bild jedoch, da diese mit weniger Arbeitseinsatz und geringeren Kosten zu produzieren ist und so auch bei geringerem Verkaufspreise als dem von Biosoja genug Gewinn abwirft. Tja, und sie ist halt leicht zu handhaben die genmanipulierte Soja…&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Außer den Interviews passierte an diesem Wochenende dann auch nicht mehr besonders viel. Aber wer hat auch schon Lust bei Regen und Kälte irgendwas Großes vom Zaun zu brechen? So stand am Sonntag nur noch Ausschlafen unter 10.000 Decken und Churrasco zum Mittagessen auf dem Plan, bevor Sidnei Marlene und ich wieder zurück nach Ijuí fuhren.   &lt;br /&gt;Churrasco, also Gegrilltes, gibt’s bei den Gaúchos jeden Sonntag zum Mittagessen. Gut, einen gemauerten, festen Grill besitzt sowieso fast jedes Haus in Brasilien und in Rio Grande do Sul ist der Grill eben oft so platziert, dass man ihn auch bei schlechtem Wetter, also im Winter, benutzen kann. Im Fall vom Haus von Sidneis Eltern war das in der Garage. Die Brasilianer sind generell alle große Grill-Fans, aber das Churrasco Gaúcho ist angeblich das beste von allen und es ist auch tatsächlich sehr lecker. Und man kann das Fleisch auch besseren Gewissens essen, denn die Rinder hier haben wenigstens wirklich ein Rinderleben und verbringen ihr Leben auf der Weide. Für diese Weiden werden, zumindest hier in Rio Grande do Sul, auch keine Wälder abgeholzt, denn die Viehzucht befindet sich hauptsächlich als extensive Viehwirtschaft auf den natürlicherweise vorkommenden Grasflächen der Pampas im Süden des Bundesstaates.&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-8442647599714079127?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/8442647599714079127/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=8442647599714079127' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/8442647599714079127'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/8442647599714079127'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2009/06/der-erste-ausflug-santo-cristo.html' title='Der erste Ausflug: Santo Cristo'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh6.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sj2DML4AU7I/AAAAAAAAAwc/Cs6ryZ5DdMw/s72-c/01SaraheLuciana_thumb2.jpg?imgmax=800' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-3240751373575436522</id><published>2009-06-18T20:27:00.001-07:00</published><updated>2009-06-24T14:44:56.677-07:00</updated><title type='text'>Interviews, Interviews, Interviews  ...und Chimarrão</title><content type='html'>&lt;p&gt;Tja, diese Woche drehte sich, wie die Überschrift schon sagt, fast alles nur um meine Interviews.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Am Montag (25.5.) ging’s mir nach 14 Stunden Schlaf nach dem Desaster vom Wochenende wieder soweit gut, aber so ein bisschen angeschlagen war ich noch und so ließ ich den Vormittag ruhig angehen (das ist der Vorteil bei freier Zeiteinteilung :)  ), denn am frühen Nachmittag hatte ich meinen nächsten Interviewtermin, diesmal mit Prof. Argemiro [arschemihro], Dozent der Ökonomie an der UNIJUI. Der war selbst auch was angeschlagen, weil ihm am Vormittag ein Zahn gezogen worden war. Das hinderte ihn aber nicht daran sich fast 2 Stunden lang mit mir zu unterhalten und dabei 98% des Redeparts zu übernehmen, während des eigentlichen Interviews sogar 99% (geht ja beim Interview schließlich auch um das, was die interviewte Person denkt, nicht darum, was ich denke). Argemiro hat insofern was mit Sojaanbau zu tun, als er ständig Marktanalysen, nicht für Soja, sondern auch Weizen und Mais macht und die Ergebnisse dieser Analysen kostenlos zugänglich macht. Für die Bauer sind diese Infos extrem wertvoll, da sie auf der Grundlage dieser Analysen entscheiden können, wann sie denken, dass sie ihre Produktion am Besten verkaufen können. Nach dem Interview fragte ich Argemiro, ob er mir ein paar Tipps geben könne, wo ich noch Literatur über die neuere Geschichte des Sojaanbaus in der Region finden können. Statt Tipps gab er mir ein von ihm über dieses Thema geschriebenes Buch zum Geschenk. Sehr großzügig! Und praktisch :)&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Das nächste Interview hatte ich am Mittwochmorgen (27.5.) mit Luiz, dem Vize-Präsidenten der COTRIJUI (Genossenschaft von Ijuí), der dieses Amt auch schon seit 12 Jahren bekleidet. Bemerkenswert ist, dass Luiz selbst “nur” ein Kleinbauer mit etwa 25 ha Land ist. Seiner Aussage nach ist es eher selten, dass ein Kleinbauer ein so hohes Amt in einer Genossenschaft innehat, da sie bei den großen Produzenten nicht so gut angesehen sind, da sie tendenziell ja doch etwas weniger gebildet sind und eine einfachere Sprache sprechen als die “Großen” und die Großproduzenten dann doch lieber jemanden aus ihren Reihen im Vorstand sehen.  &lt;br /&gt;So ein Vize-Präsident ist natürlich immer viel beschäftigt, mehr noch, wenn der Präsident selbst gerade nicht da ist und der Vize-Präsident so dessen Aufgaben mit übernehmen muss. So hatten wir planmäßig nur eine halbe Stunde Zeit, zum Schluss wurden es dann aber doch 45 Minuten, da sich der nächste Besucher verspätete. Gut, aber das half mir nicht so viel weiter, denn Luiz redete schon von sich aus fleißig los, über Gott und die Welt, ohne dass ich überhaupt was gefragt hatte… Allein für den Vortrag über Gott und die Welt gingen also schon mal 10-15 Minuten drauf. Dann konnte ich endlich mein Aufnahme beginnen und meine erste Interviewfrage stellen. Auf diese Frage hin redete Luiz dann aber auch munter drauf los, was ja an sich gut ist, die Leute sollen ja reden, aber er hörte auch so schnell nicht mehr mit dem Reden auf… Gut, ich gab dann irgendwann meine Methodologie, die ich normalerweise auf die Interviews anwende (dazu gehört ein bestimmter Satz an Fragen und außerdem noch das gemeinsame, schrittweise Ausfüllen eines Bogens), etwas verzweifelt weitgehend auf, da mir Luiz nicht mehr wirklich die Chance zum Fragen anderer Fragen gab, da er eben so fleißig vor sich hinplauderte. Gut, was er gesagt hat, das kann ich trotzdem verwenden, da war trotzdem viel für mich relevantes dabei, aber so ganz regelkonform war es denn eben nicht. Aber halb so wild.   &lt;br /&gt;Was noch etwas erschwerend dazu kam, war die doch sehr undeutliche Aussprache von Luiz. Ich hab das meiste doch schon verstanden, aber die Transkription des Interviews war, trotz dass es nicht so lange war, doch ein ganzes Stück Arbeit (sogar Daniel hat manches von den Sachen, die ich nicht identifizieren konnte, nicht verstehen können…)&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;An Diesem Mittwochabend bin ich Feli und Nádia zum Chimarrão-Trinken, Popcorn-Essen und Schnaken besuchen gegangen.  &lt;br /&gt;Was ist Chimarrão? Chimarrão ist sowas wie das Nationalgetränk der Gaúchos, also der Bewohner des Bundesstaates Rio Grande do Sul. Und man kann durchaus Nationalgetränk sagen, denn erstens wird der Chimarrão in Brasilien fast ausschließlich in Rio Grande do Sul getrunken und zweitens fühlen sich die Gaúchos mehr als Gaúchos als als Brasilianer (ein bisschen wie die Bayern in Deutschland; man sieht das auch daran, dass die ganze Stadt am Brüllen und Gröhlen und Feuerwerke Loslassen ist, wenn “Inter” oder “Grêmio”, die beiden hochrangigen Fußballteams von Rio Grande do Sul, ein Tor schießen. Bei Länderspielen der brasilianischen Seleção bleibt die Stadt hingegen ruhig…). Wie auch immer, der Chimarrão begleitet die Gaúchos immer und überall, ob in der Uni in den Vorlesungen, bei der Arbeit, sogar im Fitnessstudio oder auf Wanderungen (wenn sie sonst nichts mitnehmen, aber der Chimarrão und die zugehörigen 2 Liter heißes Wasser in der Thermokanne müssen sein). Ganz kurz gefasst könnte man den Chimarrão als Mate-Tee bezeichnen. Aber ist nicht einfach nur Mate-Tee. Es gehört ne ganze Menge an Bräuchen und speziellem Zubehör dazu. Zunächst braucht man als Trinkgefäß die cuia, ein aus einer Kalebasse hergestellter “Becher”. Dazu kommt noch die bomba, ein Strohhalm aus Metall mit abgeflachtem Mundstück an einem und einem Sieb am anderen Ende. Beide Zubehörteile sind in der Regel noch verziert und ausgeschmückt. Dann das Wichtigste: die erva mate, das Mateblätter-Pulver. Davon kommt ne ganze Menge in die cuia und wird auf eine bestimmte Weiße festgedrückt, so dass es sich vertikal statt horizontal in der cuia festsetzt. Man steckt die Bomba dazu, füllt das Ganze mit kaltem Wasser auf (das soll der “Konstruktion” mehr Festigkeit verleihen), zieht das kalte Wasser durch den Strohhalm wieder ab und spuckt dieses Wasser wieder aus. Es enthält nämlich noch jede Menge loses Mate-Pulver und kalter Tee ist sowieso nicht so der Renner, ne? Danach ist der Chimarrão soweit einsatzbereit. Man füllt ihn also mit heißem Wasser auf und dann beginnt der “Spaß”. Den ersten Chimarrão drinkt immer die Person, die ihn zubereitet hat (ich erklär mir das als Garantie dafür, dass das auch kein Gift drin ist), aber danach geht der Chimarrão reihum und wird von allen Anwesenden Personen konsumiert. Ja, alle mit dem gleichen “Strohhalm”. Es gibt auch eine Reihe von Regeln, die beim Trinken des Chimarrão zu beachten sind:&lt;/p&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;Nicht um Zucker bitten.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Sich nicht darüber beschweren, dass es unhygienisch sei, wenn alle aus dem selben Gefäß mit dem selben Trinkhalm trinken.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Sich nicht darüber beschweren, dass der Chimarrão zu heiß ist.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Nicht die Hälfte übriglassen, sondern den Chimarrão immer ganz leer trinken.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Sich nicht für das Schlürfgeräusch am Ende Schämen.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Nicht mit der &lt;span style="font-style: italic;"&gt;bomba&lt;/span&gt; im Chimarrão rumstochern.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Nicht die Reihenfolge, in der der Chimarrão von einer Person an die nächste gegeben wird, ändern.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Nicht mit dem Chimarrão in der Hand "einschlafen".&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Nicht den Hausherren dafür verdammen, dass er den ersten Chimarrão trinkt.&lt;br /&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;p&gt; Aufgrund dieser ganzen Regeln fragen die Leute hier einen auch, ob man schon “gelernt” hat Chimarrão zu trinken anstatt einfach zu fragen, ob man schon mal einen getrunken hat. An den Rezeptionen in Rio Grande do Sul, wo im restlichen Brasilien immer eine Kanne mit Kaffee bereitsteht, so dass sich die Besucher einen cafezinho, einen kleinen Kaffee, gönnen können, steht in Rio Grande do Sul zusätzlich / ausschließlich ein betriebsbereiter Chimarrão und eine Thermokanne mit heißem Wasser.&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;und das ist mein erster selbstgebastelter UND funktionierender Chimarrão. Ja, ganz so einfach ist das nämlich nicht denn zu machen. Oft sieht man es auch, dass die Leute ein kleines Figürchen zur Verzierung auf diesen grünen Teil aus Mate stecken. Sehr putzig.&lt;/em&gt;&lt;a href="http://lh5.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SjsFhm7rZsI/AAAAAAAAAwA/JcbOJSdLX5g/s1600-h/12meuprimeirochimarraodeverdade4.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;img title="12 meu primeiro chimarrao de verdade!" style="border-width: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto;" alt="12 meu primeiro chimarrao de verdade!" src="http://lh5.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SjsFj32mObI/AAAAAAAAAwE/es_Prtj1270/12meuprimeirochimarraodeverdade_thum.jpg?imgmax=800" border="0" width="294" height="390" /&gt;&lt;/p&gt; Aber wenn’s kalt ist, ist so ein Chimarrão auf jeden Fall eine feine Sache :) (wobei die Gaúchos ihn auch bei 40 Grad im Schatten trinken) &lt;br /&gt;&lt;p&gt;…und mit diesem Abend ging dann auch der wohl letzte warme Tag zu Ende, denn bereits auf dem Rückweg von Feli und Nádia, die  nur etwa einen halben km von meiner Pensao entfernt wohnen, war es ziemlich kühl und das hat sich seitdem auch nur unwesentlich geändert. Winteranfang also. Aber na ja, ich bin froh, dass es überhaupt noch so lange warm und sommerlich hier in Südbrasilien war.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Am Donnerstag (28.5.) musste ich denn auch früh aufstehen, für das nächste Interview mit Carlos vom Sindicato de Trabalhadores Rurais de Ijuí, dem Syndikat der Landarbeiter und Kleinbauern (v.a. der Kleinbauern mit Familienbetrieben). Mit Carlos lief das Interview wesentlich besser als das vom Vortag mit Luiz. Insgesamt wirkte Carlos ein bisschen desinteressiert auf mich, auch wenn er viel erzählt hat, aber das mag auch einfach daran gelegen haben, dass er so langsam gesprochen hat (die Transkription seiner 50 Minuten Interviewaufnahme ergaben genauso viel Text wie die 38 Minuten von Luiz; die Transkription hat das sehr erleichter :)  ). Und vielleicht hat’s auch an meinen, wie ich im Nachhinein bei der Transkription festgestellt habe, teils recht idiotischen Nachfragen… War halt doch etwas spät gewesen, als ich von Feli nachhause kam und die Aufmerksamkeit entsprechend nicht ganz so üppig… Musste mich sogar zurückhalten während des Interviews nicht zu gähnen… peinlich. &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Und am Freitagmorgen (29.5.), an dem es ganz schön kalt war, so etwa 4 Grad…, folgte dann auch direkt das Interview mit Valdir, dem Präsidenten des Sindicato Patronal Rural de Ijuí, dem Syndikat der Landwirte mit großen und mittleren Betrieben (also mehr als 50 Hektar Land). Auch Valdir mochte das Reden gerne, hat mir am Anfang erst mal einen Einführung in die Entwicklung des Sojaanbaus in der Region gegeben und mir insgesamt meine längste Interviewaufnahme beschert (1:38 h) und dabei auch noch ganz schnell geredet (schätze ich werde 3 komplette Tage an der  Transkription sitzen….), war dabei aber äußerst sympathisch. Und ich konnte auch alle meine Fragen stellen und alle Teile meiner Methodologie abhaken. Eigentlich hätten wir nur bis um 9.30 Uhr Zeit gehabt, denn dann hätte er zu einem anderen Termin los gemusst, aber das hat ihn nicht so sehr gestört und so war es 10:20 Uhr, bis ich aus seinem Büro kam. Nach dem Interview hat er mir dann noch einen Kuli und einen Schlüsselanhänger vom Syndikat geschenkt und auch meiner Bitte mich mit einem Soja-Großproduzenten für ein Interview in Verbindung zu bringen, kam er direkt nach und leitete das Ganze in die Wege.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Und hier noch ein paar mehr Fotos:&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;em&gt;Mara, die 2 Nächte pro Woche in der Pensao wohnt und in der Schauspielgruppe der UNIJUI spielt, weshalb ich immer von den Aufführungsterminen erfahre :), und ich, als es noch warm war…&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;a href="http://lh4.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SjsFlKYEzKI/AAAAAAAAAwI/Jl4l1IgSDTY/s1600-h/10Maraeeu3.jpg"&gt;&lt;img title="10 Mara e eu" style="border-width: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto;" alt="10 Mara e eu" src="http://lh6.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SjsFmQ7NmqI/AAAAAAAAAwM/-ghEsvY2Dqw/10Maraeeu_thumb1.jpg?imgmax=800" border="0" width="391" height="294" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;Minikreisel gibt es nicht nur in Haßloch!! Die hier haben sogar noch ein “Wattestäbchen” in der Mitte drauf und haben den Verkehrsfluss tatsächlich verbessert…&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;a href="http://lh6.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SjsFn2ojmbI/AAAAAAAAAwQ/SyuVwQyRMeI/s1600-h/02minirtula3.jpg"&gt;&lt;img title="02 mini rótula" style="border-width: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto;" alt="02 mini rótula" src="http://lh3.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SjsFowSQspI/AAAAAAAAAwU/DlMF2ARNJfU/02minirtula_thumb1.jpg?imgmax=800" border="0" width="391" height="294" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-3240751373575436522?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/3240751373575436522/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=3240751373575436522' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/3240751373575436522'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/3240751373575436522'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2009/06/interviews-interviews-interviews.html' title='Interviews, Interviews, Interviews  ...und Chimarrão'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh5.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SjsFj32mObI/AAAAAAAAAwE/es_Prtj1270/s72-c/12meuprimeirochimarraodeverdade_thum.jpg?imgmax=800' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-6707127533980687270</id><published>2009-06-07T19:20:00.001-07:00</published><updated>2009-06-07T19:20:58.591-07:00</updated><title type='text'>Ein kleines Desaster</title><content type='html'>&lt;p&gt;Am Samstagmorgen musste ich früh aufstehen, denn ich fuhr mit Tati zu ihrer Pneumatik-Vorlesung auf dem Campus der UNIJUI in Panambi (ihr erinnert euch an die Tanzgruppe aus Panambi? Ja, genau, die mit dem “Kavalier” ;)&amp;#160; ). Um 7:20 holte uns ein Kommilitone von Tati bei Tati zu Hause ab, d.h. aufstehen um 6:45 und das am Samstag und nach nur etwa 5:30 Stunden Schlaf, denn ich hatte bei Tati geschlafen und wie Mädels nun mal so sind, haben wir ewig lang gequatscht… Na ja, aber es ging.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Der Campus in Panambi ist wirklich winzig (ja, kleiner als alle Campi der Uni Lüneburg!) und im Vergleich zu der Bibliothek in Panambi ist die Bibliothek in Ijuí geradezu riesig (ich hab übrigens herausgefunden, dass in Ijuí doch tatsächlich über 160.000 Bücher ihren Platz gefunden haben! Wesentlich mehr als ich dachte): In Panambi passt die Bibliothek in ein größeres Zimmer…    &lt;br /&gt;Und stolz war ich auch auf mich, denn wider meiner Erwartungen hab ich in der Pneumatik-Vorlesung sogar was verstanden, besonders viel sogar im 2ten, praktischen Teil der Vorlesung, wo der Dozent ein pneumatisches System montierte, demonstrierte und erklärte. Aber auch im Theorieteil hab ich nicht nur Bahnhof verstanden, beschäftigte mich aber die erste Zeit damit mitzuzählen, wie oft der Dozent “no caso” (im Falle) sagte. Bei 150 hatte ich keine Lust mehr und da war noch nicht mal die Hälfte der Stunde um. Ja ja, ich weiß das sind Kindereien, aber für mich ging’s ja um nix und es ist eigentlich auch schon echt lange her, dass ich in einer “normalen” Vorlesung war (mehr als 1,5 Jahre schon. Hab die letzten Semester zwar noch immer das ein oder andere gemacht, aber das waren meist Sprachkurse oder irgendwelche Seminare).     &lt;br /&gt;An diesem Samstag bekamen die Studenten auch ihre Prüfung von der Vorwoche wieder. War nicht so wirklich gut, alle hatte 3,0 oder 4,5 oder sowas (von 10), aber Tati hatte wohl die beste Arbeit, mit 8,0&amp;#160; :)&amp;#160; (aber der Dozent bewertete auch wirklich streng…)&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Für Samstagabend hatten Tati und ich große Pläne: Freibier-Party im Absoluto, DER Disko here in town und nur 5 Fußminuten von meiner Pensao entfernt. Die Karten hatten wir bereits für nur R$ 15 (ca 5€) im Vorverkauf erworben (wären wir Jungs, hätten wir R$ 25 bezahlt. In Brasilien ist es fast Standard, dass die Männer mehr bezahlen als die Frauen). Um die Sache zu vereinfachen, hatte ich Dona Ilsa gefragt, ob Tati an diesem Abend in der Pensao übernachten könne, da sie doch ein ganzes Stückchen weiter entfernt wohnt, und das war kein Problem und zwei Betten hab ich ja sowieso schon im Zimmer :)    &lt;br /&gt;Ziemlich zu Beginn der Party lernten wir zwei Mädels im Alter von ungefähr 16 oder 17 Jahren kennen (überhaupt war der Großteil des Publikums unter 20…). Zuerst war ich beeindruckt davon, wie nett die beiden waren: Zuerst boten sie uns bei ihnen am Tisch zu sitzen, als sie sahen, dass wir keinen Platz fanden, und später meinten sie: “Wir gehen jetzt tanzen. Wollt ihr mitkommen?” und da wir ja auch nur zweit waren, nahmen wir das Angebot gerne an. Aber dann, nach einer Weile bemerkten wir, dass die eine nur jemanden brauchte, den sie rumkommandieren kann (“Wir gehen jetzt was zu trinken holen. Kommt mit!” “Nee, hier ist es doof zu tanzen. Wir gehen jetzt dort rüber!”) Und die andere brauchte nur ein Anhängsel, damit sie nicht so verloren und allein aussah bei ihren Streifzügen durch die Disko auf der Suche nach einem Typen “para agarrar”, also zum Knutschen (Dafür hatte sie sich vor allem Tati ausgesucht). &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;An dieser Stelle ist vielleicht ein Einschub über das Verhältnis der Brasilianer zum Knutschen angebracht: Während man in Deutschland ja ne ganze, ganze, ganze Weile braucht, bis man jemanden küsst bzw. schon quasi seine Bereitwilligkeit auch zu anderen Dingen zeigt, wenn man jemanden direkt auf einer Party küsst, auf der man diese Person kennengelernt hat, läuft das in Brasilien ganz anders. Einer der Hauptzwecke von Partys ist es hier eigentlich mit mindestens einer Person zu knutschen (sofern man Single ist oder auch wenn man nicht allzu viel auf Treue gibt). Und je nachdem wie man (nee, eigentlich eher frau) drauf ist, müssen davor auch nicht viele Worte gemacht werden. Aber oft wollen die Mädels doch zumindest ein bisschen umworben werden, wohingegen viele Männer darauf hoffen mit “Hallo, wie geht’s? Ich würde dich sooooo gerne küssen.” zum Ziel zu kommen. Gut, aber im Gegenzug, dass sie so schnell mit dem Küssen dabei sind, bleibt es im Normalfall auch &lt;strong&gt;nur&lt;/strong&gt; beim Küssen. Es wird auch leidenschaftlich geküsst und alles, aber die Hände benehmen sich. Mit allem Anderem würde Mann eine Ohrfeige riskieren. Ja, und so ein Kuss ist hier auch total unverbindlich. Nachdem man eine Person geküsst hat, sagt niemand was dagegen, wenn man noch 2 oder 3 oder 4 andere küsst. Mit so einem Verhalten würde man in Deutschland direkt als Schlampe / Arschloch kategorisiert. Hier ist man eben jemand, der sich vergnügt. Das führt dann auch oft zu Missverständnissen, wenn Brasilianer(innen) nach Deutschland kommen (und ich glaube hier kommt auch das Klischee her das Brasilianerinnen schnell in die Kiste springen würden): Die Brasilianerin küsst einen deutschen Mann in der Disko, mit aller Hingabe, so wie sie’s aus Brasilien kennt, denkt aber an nix weiter. Der deutsche Mann denkt: “Oh, da geht was heute Abend!” und schickt auch bald seine Hände auf Wanderschaft, woraufhin er von der Brasilianerin eine Ohrfeige und ein “Was denkst du von mir??” erntet und sie sich empört von ihm abwendet.    &lt;br /&gt;Ebenso gibt es auch Unterschiede in der Art und Weise, wie es zu Beziehungen kommt. In Deutschland beginnt eine Beziehung eher konkludent: Man geht mehrmals zusammen aus, irgendwann kommt es dann zum Kuss und dann ist man eigentlich mehr oder weniger zusammen. Es wird kein Wort darüber verloren, sondern aus dem Verhalten abgeleitet, dass man jetzt zusammen ist. In Brasilien ist das anders: Da kann man mit jemandem zusammen ausgehen, auch oft, sich küssen und alles, aber bevor der Mann die Frau nicht fragt, ob sie mit ihm zusammen sein will, hat keiner der beiden weder Rechte noch Pflichten gegenüber dem anderen. Man macht also eine Art Probefahrt, bevor man sich festlegt.    &lt;br /&gt;Gut, natürlich bestimmen Ausnahmen die Regel, aber das ist eben, wie es meistens abläuft.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Gut, aber Tati und ich dachten uns, dass wir uns wirklich nicht von zwei Minderjährigen herumkommandieren lassen müssen und machten uns also aus dem Staub.&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;Tati und ich im Absoluto&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;a href="http://lh4.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Six1bS1ajsI/AAAAAAAAAvw/E3xGqj2Vwos/s1600-h/IMG_1213%5B3%5D.jpg"&gt;&lt;img title="IMG_1213" style="border-right: 0px; border-top: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-left: 0px; margin-right: auto; border-bottom: 0px" height="294" alt="IMG_1213" src="http://lh6.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Six1doWPnNI/AAAAAAAAAv0/Oa0asr6-seI/IMG_1213_thumb%5B1%5D.jpg?imgmax=800" width="391" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;em&gt;Ich mit den beiden seltsamen Mädels (die in der Mitte war die “Kommandantin” und die rechts diejenige, die immer nur jemanden zum Rumknutschen suchte)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;a href="http://lh5.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Six1fw5NjEI/AAAAAAAAAv4/IN2FqHJEBBw/s1600-h/IMG_1212%5B3%5D.jpg"&gt;&lt;img title="IMG_1212" style="border-right: 0px; border-top: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-left: 0px; margin-right: auto; border-bottom: 0px" height="294" alt="IMG_1212" src="http://lh6.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Six1h2Qe_ZI/AAAAAAAAAv8/O-fuzqB3dLE/IMG_1212_thumb%5B1%5D.jpg?imgmax=800" width="391" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; Kurze Zeit später entdeckten wir dann auch, dass das Bier, das ausgeschenkt wurde, abgelaufen war… Anfangs war das Bier direkt aus der Flasche in die Becher ausgeschenkt worden, aber irgendwann begannen sie kleine Bierflaschen auszuteilen und als wir in der Schlange für die Toilette standen, meinte ein Mädel zu uns, auf unsere Bierflasche deutend: “Trinkt das nicht, das ist abgelaufen!” Und tatsächlich, das Ablaufdatum auf der Flasche war schon seit einem Monat überschritten und als wir die Flasche gegen das Licht hielten schwammen da auch ein paar Flocken drin rum… Lecker… Also kein Bier mehr, aber da hatten wir auch nicht so viel dagegen und tanzten fröhlich weiter. Etwas später boten uns auch ein paar Jungs (welche die über 20 waren!) Smirnoff Ice an, was wir dann auch gerne als Ersatz annahmen. Ein bisschen misstrauisch war ich anfangs schon, denn nachdem ich einen Schluck aus der Flasche genommen hatte, wollte ich die Flasche an ihren Besitzer zurückgeben, damit dieser weiter trinken konnte, aber der lehnte ab und meinte, dass ich die Flasche behalten könne, weil er das Zeug nicht so gerne möge. Ich fragte mich warum er es dann überhaupt gekauft hatte… Ich bot ihm aber so lange wieder die Flasche an, bis er endlich auch was davon trank, denn ich dachte, wenn er auch was davon trinkt, kann nix drin sein, wenn nicht, dann werde ich Flasche wohl besser schnell wieder los. Aber da er dann auch was davon trank (oder vielleicht tat er auch nur so…), war ich beruhigt und so tranken Tati und ich fröhlich weiter mit den Jungs, die auch immer mehr und mehr Smirnoff Ice beischafften.    &lt;br /&gt;Gegen vier Uhr morgens kamen wir in die Pension zurück und kaum, dass wir dort angekommen waren, musste sich Tati auch schon übergeben und sackte ganz schön ab. Ich hatte hingegen keine Probleme, duschte meine eigenen Füße ab und machte auch Tatis Füße sauber (in der Disko war der Boden ganz schon eklig geworden, weil alle ihr warm gewordenes Bier auf den Boden kippten (brasilianisches Bier ist oberhalb von 5 Grad nicht mehr wirklich lecker)). Bäh!), steckte sie, als das Schlimmste vorüber war ins Bett und versorgte sie noch mit einem Kotzpott und Wasser, bevor ich mich selbst ins Bett begab. Mich überkam’s erst, als ich einige Stunden später aufwachte und auf die Toilette gehen wollte. Zunächst dachte ich: “Hmmm, doch ein bisschen übertrieben gestern Abend…. Na, dann wird dich die Toilette noch drei oder viermal rufen und dann wird’s gut sein.” Aber es blieb nicht bei drei oder vier Mal und auch Tati machte, als sie aufwachte dort weiter, wo sie vor dem Schlafengehen aufgehört hatte. Auch das Anti-Kotz-Medikament, das uns Sandra, die auch in der Pension wohnt, gab, half rein gar nichts. Und überdies sackte mein Kreislauf auch immer weiter ab und mit der Zeit sackte mein Kreislauf immer weiter ab. Ich wurde komplett blass und schaffte es auch schon nicht mir wirklich gut wach zu bleiben. So entschied Sandra dann irgendwann am frühen Nachmittag uns ins Krankenhaus zu bringen. Und das war auch gut so, vor allem in meinem Fall (Tati hatte sich ja schon Abends von einer ganzen Menge “befreit” und daher ging’s ihr nicht ganz so schlecht, aber immer noch schlecht genug). Wir waren beide schon sehr dehydriert und ich hatte auch schon einige Schockerscheinungen. Der Arzt meinte auch, dass da wohl was in unseren Getränken drin gewesen war, denn alleine vom Alkohol könne das kommen (und so sehr übertrieben hatten wir es nun auch wirklich nicht), auch nicht von abgelaufenem Bier… Aber nach den Medikamenten, einem Liter Infusion und ein wenig Schlaf, während die Infusion sich ihren Weg bahnte, waren wir wieder halbwegs hergestellt, so dass wir nach Hause konnten. &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Na ja, seitdem war ich auch nicht mehr wirklich auf einer Party hier, aber für die nächste(n) hab ich auf jeden Fall aus dieser Geschichte gelernt…&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-6707127533980687270?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/6707127533980687270/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=6707127533980687270' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/6707127533980687270'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/6707127533980687270'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2009/06/ein-kleines-desaster.html' title='Ein kleines Desaster'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh6.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Six1doWPnNI/AAAAAAAAAv0/Oa0asr6-seI/s72-c/IMG_1213_thumb%5B1%5D.jpg?imgmax=800' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-1510825800625690711</id><published>2009-06-02T17:19:00.001-07:00</published><updated>2009-06-02T17:19:23.157-07:00</updated><title type='text'>Die Praxisphase beginnt</title><content type='html'>&lt;p&gt;In dieser meiner zweiten Woche hier, in der das Wetter sich wieder von seiner sonnigen, warmen, “brasilianischen” Seite zeigte widmete ich mich eher zu Hause den Büchern als in der Bibliothek, denn einige Bücher von Sidnei, die er mir geliehen hatte, wollten schnell wieder an ihn zurück gegeben werden.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Am Montagabend (18.5.) traf ich mal wieder Feli, diesmal aber zudem mit Nádia, (eine Brasilianerin, die mit Feli in der WG wohnt und die deutscher Abstammung ist und auch die deutsche Sprache mitgeliefert bekommen hat bzw. den Hunsrücker Dialekt, in den sie ab und zu auch mal ein portugiesisches Wort eindeutscht. Außerdem ist sie ein exzellentes Beispiel, dass nicht alle Leute die Informatik studieren Nerds sind und keine Ahnung vom “real life” haben), Johannes (ein anderer Deutscher aus Karlsruhe, der in Ijuí Verwandte hat und hier im Kinderheim Praktikum macht. Trotz der Verwandschaft hier spricht er aber (noch) kaum Portugiesisch (war auch erst seit einem Monat in Brasilien) und wenn, dann mit badenser Akzent hehehehe sehr lustig! So ist es mir zum Beispiel erst am nächsten nächsten Tag gedämmert, was es mit dem “Lahdakriannsa” auf sich hat, wo er arbeitet –&amp;gt; lar da criança [lar (das r bitte auch aussprechen) da kriahnssa] = Kinderheim) und Michael, einem Freund von Johannes und Studienkollege von Feli.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Am Dienstagmorgen (19.5.) hatte ich dann endlich mein erstes Interview und zwar in der COTRIJUI, der landwirtschaftlichen Kooperative / Genossenschaft von Ijuí. Dort hatte ich einen Termin mit Léo, der im Bereich Saatguthandel der Kooperative tätig ist und hierbei insbesondere für den Verkauf von Saatgut zuständig ist und der außerdem lange Jahre Nachbar und in der Kooperative auch Kollege von Walter, meinem Betreuer hier war. Meine Interviewkontakte bekomme ich hier alle über Leute, die ich kenne, die dann wieder jemanden kennen und so weiter. Ein bisschen doof, wenn man niemanden kennt, aber das kommt eigentlich nicht vor. Über ein paar Ecken findet man immer jemanden und die Leute sind hier eben auch einfach hilfsbereit. Und das informelle Kontakte Knüpfen hat noch einen Vorteil: Die Leute nehmen dich auf diese Weise sehr gerne in Empfang und sind noch hilfsbereiter.    &lt;br /&gt;Das erste Interview ist natürlich immer ein bisschen holprig, aber insgesamt war’s eigentlich gar nicht schlecht.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Ich bat Léo dann auch gleich mich mit einem Sojasaatgut produzierenden Landwirt in Kontakt zu bringen, was er auch prompt (wirklich prompt) tat. Und so traf ich mich am selbigen Nachmittag, wieder in der COTRIJUI, mit Cláudio. Der hatte aber etwas Zeitdruck und so unterhielten wir uns kurz (sehr sympathischer Herr) und vertagten das Ganze dann auf einen Tag an dem’s regnet. Klingt komisch, hat aber den Sinn. dass er an diesen Tagen nicht auf dem Feld arbeiten muss / kann und daher dann Zeit hat (bis jetzt hat’s dann immer nur am Wochenende geregnet und da wollte ich ihn nun auch nicht anrufen…)&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Der Mittwoch war der Schönheit gewidmet: Ich ging mit Tati zur Friseurin (war langsam auch echt nötig…). Waschen, schneiden, föhnen und viele Haarpflegetipps für R$15 (ca. 5€)! Nur um meine Strähnchen am Ansatz nachzufärben, da wollte sie R$70 haben (ca 24€) und das noch ohne Färbemittel und da dachte ich mir dann, dass das mit ner Strähnchenpackung aus der Drogerie in Deutschland auch billiger geht.   &lt;br /&gt;Als die Friseurin mir sagte, dass für mich ganz so lange Haare nicht geeignet seien, weil ich so eine große Person sei und durch die langen Haare nur noch größer wirken würde, musste ich mir ein Lachen verkneifen. Das mit der Größe ist relativ und als groß werde ich nur hier erachtet, in Deutschland hingegen sogar als ein bisschen klein… Gut, aber ich fand auch, dass die Haare zu lang waren.    &lt;br /&gt;Insgesamt gibt es hier in Brasilien äußerst selten Friseursalons wie bei uns, mit mehreren Friseuren, mehr oder weniger schick eingerichtet etc. Zumindest hab ich noch keinen bewusst gesehen. Hier sind das meistens ganz kleine Lädchen oder die Leute machen es bei sich zu Hause, gestalten ihre Garage um oder bauen sich ein Häusschen in den Garten, so wie es bei unserer Friseurin der Fall war (was jetzt aber nicht heißen soll, dass ihr “Salon” nicht schick war, im Gegenteil!)&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Joah, und am Donnerstag (21.5.) da hatte Tati Geburtstag und ich war nachmittags zum Kaffee mit den Nachbarn und Nachbarinnen eingeladen. Gut, das Tati von mir aus gesehen auf der anderen Seite vom Zentrum wohnt, denn so hatte ich noch Gelegenheit auf dem Weg zu ihr ein Geschenk zu kaufen. Gar nicht so einfach etwas für jemanden zu finden, denn man noch nicht mal 2 Wochen lang kennt. Aber mission completed :)&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Apropos “auf dem Weg”: Ich glaube schon alleine durch die Strecken, die ich hier zurücklege, weil ich immer alles zu Fuß erledige, bräuchte ich schon fast kein Fitnessstudio mehr. Aber jetzt hab ich’s schon bezahlt und eigentlich tut es auch ganz gut nach einem ganzen Tag an meinem “riesigen” Schreibtisch sich zu bewegen!&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;So, und hier gibt’s jetzt noch ein paar mehr Bilder von meiner Pensao:&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;Das hier ist die Rua Henrique Knudsen, wo sich auf der linken Seite meine Pensao befindet (das Bild hab ich am Anfang der Straße stehend gemacht, ist also eine sehr kleine Straße)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;a href="http://lh4.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SiXBR8Ofr6I/AAAAAAAAAvQ/4g0gXAxHQJ8/s1600-h/07%20Rua%20Henrique%20Knudsen%5B4%5D.jpg"&gt;&lt;img title="07 Rua Henrique Knudsen" style="border-right: 0px; border-top: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-left: 0px; margin-right: auto; border-bottom: 0px" height="294" alt="07 Rua Henrique Knudsen" src="http://lh6.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SiXBUjaadFI/AAAAAAAAAvU/sPl3A0dx4p4/07%20Rua%20Henrique%20Knudsen_thumb%5B2%5D.jpg?imgmax=800" width="390" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; Die Hauptstraßen in der Stadt sind alle schon und gut asphaltiert, aber die Nebenstraßen sehen eigentlich alle so aus, mit “Hacksenbrechern” gepflastert.&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;Das hier ist denn auch die rechte Seite der Straße; links das für die Region typische Holzhaus der “Oma”, der Mutter von Dona Ilse, die mit ihren 75 Jahren noch kräftig im Pensionsbetrieb mitarbeitet und zum Beispiel die Wäsche der Pensionsbewohner (zu sehen auf der Wäscheleine im Vorgarten ;)&amp;#160;&amp;#160;&amp;#160; ) bügelt) und rechts, weiter unten, die Pension selbst.&lt;/em&gt;&lt;a href="http://lh4.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SiXBWw3nN7I/AAAAAAAAAvY/GAN5CnlZkhw/s1600-h/08%20casa%20da%20Oma%20e%20pensao%5B3%5D.jpg"&gt;&lt;img title="08 casa da Oma e pensao" style="border-right: 0px; border-top: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-left: 0px; margin-right: auto; border-bottom: 0px" height="294" alt="08 casa da Oma e pensao" src="http://lh6.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SiXBY4wVP3I/AAAAAAAAAvc/G_lubqQshA0/08%20casa%20da%20Oma%20e%20pensao_thumb%5B1%5D.jpg?imgmax=800" width="391" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;em&gt;Und das ist die Pension selbst. Die Zimmer befinden sich im dem 2-stöckigen Hintergebäude (oben die Jungs, unten die Mädels). Im vorderen Haus befindent sich das Wohnhaus der Familie, die Küche und der Speiseraum (da wo links die Glastüren sind und die Leuts auch gerade am Mittagessen sind). Das Originalhaus kann man nicht mehr sehen, denn der Teil mit Küche und Speiseraum wurde um das ursprüngliche Holz-Wohnhaus der Familie herumgebaut. D.h. beim Essen sitzen wir vor den Fenstern der Zimmer der Familie, wo auch noch die Fensterläden und sogar die Gitter dran sind.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;a href="http://lh5.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SiXBb8wAmII/AAAAAAAAAvg/oqhsq9ZqDaA/s1600-h/09%20pensao%20do%20Bosque%5B3%5D.jpg"&gt;&lt;img title="09 pensao do Bosque" style="border-right: 0px; border-top: 0px; display: inline; border-left: 0px; border-bottom: 0px" height="294" alt="09 pensao do Bosque" src="http://lh4.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SiXBeHS-jhI/AAAAAAAAAvk/1U9t722VWcI/09%20pensao%20do%20Bosque_thumb%5B1%5D.jpg?imgmax=800" width="391" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;Und das sind Mara und ich. Mara wohnt nur zwei Nächte pro Woche in der Pension, ist Mitglied in der Theatergruppe der UNIJUI&amp;#160; und gerade dabei ihren Master abzuschließen (und ich musste ein wenig in die Knie gehen für das Foto. Soviel zu meiner “Größe” hehehehe)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;a href="http://lh4.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SiXBgrNgGsI/AAAAAAAAAvo/R0jZlmCLe_s/s1600-h/10%20Mara%20e%20eu%5B3%5D.jpg"&gt;&lt;u&gt;&lt;font color="#88bb22"&gt;&lt;/font&gt;&lt;/u&gt;&lt;img title="10 Mara e eu" style="border-right: 0px; border-top: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-left: 0px; margin-right: auto; border-bottom: 0px" height="294" alt="10 Mara e eu" src="http://lh4.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SiXBiMxmrzI/AAAAAAAAAvs/Vus4D9IEu7g/10%20Mara%20e%20eu_thumb%5B1%5D.jpg?imgmax=800" width="391" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-1510825800625690711?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/1510825800625690711/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=1510825800625690711' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/1510825800625690711'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/1510825800625690711'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2009/06/die-praxisphase-beginnt.html' title='Die Praxisphase beginnt'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh6.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SiXBUjaadFI/AAAAAAAAAvU/sPl3A0dx4p4/s72-c/07%20Rua%20Henrique%20Knudsen_thumb%5B2%5D.jpg?imgmax=800' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-2985329748657712941</id><published>2009-05-27T06:24:00.001-07:00</published><updated>2009-06-14T14:04:37.004-07:00</updated><title type='text'>Das erste (komplette) Wochenende in Ijuí</title><content type='html'>&lt;p&gt;Mein erstes vollständiges Wochenende in meiner temporären Heimat habe ich, vorbildlich, mit früh Aufstehen und einen Spaziergang zum Campus, mal wieder in die Bibliothek, begonnen. Die Bibliothek hat samstags nur vormittags geöffnet und ich war an diesem Samstagvormittag auch so ziemlich die einzige Besuchern, zu allermindest die Einzige, außer den HiWis, die sich länger als 3 Minuten darin aufgehalten hat. Vielleicht lag’s daran, dass es da drin kalt wie im Kühlschrank war!? Na ja, zumindest hab ich durch meine konsequenten Nachmittagsbesuche der Bibliothek schon einen gewissen Grad an Bekanntheit erlangt und so wusste der eine HiWi, schon bevor ich ihm meinen Zettel mit den Codes, der Bücher, die ich brauchte, in die Hand drückte, dass ich das Deutsch-Portugiesische Wörterbuch wollte und holte es sogleich (…gut, er hat das Englisch-Portugiesische gebracht, aber das sieht auf den ersten Blick genauso aus, wie das Deutsch-Portugiesische). Also ich dann nach etwa 3 Stunden wieder aus der Bibliothek rauskam um mich auf den Rückweg zur Pension zu machen, wo es bald Mittagessen geben würde, war es draußen wesentlich wärmer als drinnen, so dass ich beim nach Hause Laufen wenigstens wieder einigermaßen auftaute.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Am Abend hatte ich dann volles Programm: Erst kam Sidnei mit seiner Frau vorbei und ließ mir einen Stapel Bücher, mit denen ich vielleicht was anfangen könnte, zur Lektüre da (sehr nett von ihm). Dann kamen als bald auch Tati und ihre Mutter vorbei gefahren, um mich abzuholen. Auf dem Weg zu Tati nach Hause statteten wir der Mutter einer Freundin von Tati noch einen kurzen Besuch ab (die Freundin von Tati selbst ist seit 1 oder 2 Monaten in Deutschland bei ihrem Verlobten), dann gab es schnell Abendessen, bevor wir dann auch schon los mussten zum Theater, wo wir uns ein Stück von Auto de Compadecido anschauten, aufgeführt von der Theatergruppe der UNIJUI (erfahren hatte ich von dieser Aufführung von Mara, einem Mädel, nein besser: einer Frau – schließlich ist sie schon 34 – die Mitglied in besagter Theatergruppe ist und 2 Nächte pro Woche in meiner Pension übernachtet). Das Stück war sehr amüsant. Es spielte im Nordosten Brasiliens, der einem von hier unten im Süden aus gesehen fast wie ein anderes Land vorkommt, und im Groben ging es darum wie ein paar $$$ doch die Gemüter ändern können. Mit ein paar mehr dieser $$$ in der Tasche hatte der Pfarrer auf einmal gar kein Problem mehr den verstorbenen Hund der Bäckersfrau auf dem Friedhof und mit lateinischer Litanei zu begraben, wogegen er sich anfangs aufs Äußerste gesträubt hatte. Ebenso sah auch der Bischof, als er um ein paar $$$ reicher war, kein Problem mehr darin. Und schlussendlich erwies sich sogar die Jungfrau Maria als bestechlich. Zu dem, dass das Stück gut und gut gespielt war, gewann das Theater noch einen Pluspunkt, denn dort drinnen war es schön warm :)&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Nach dem Theater gingen wir denn in einen nahen Pub, wo man R$ 5 Eintritt zahlen musste, wo aber dafür bis Mitternacht Bier, Wodka und andere Späße umsonst waren (u.a. auch ein Cachaça mit Erdbeer. Sehr lecker, aber eigentlich hätten 2 Schluck davon gereicht, denn das Zeug war furchtbar süß). &lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;Tati und ich im Pub&lt;/em&gt;&lt;a href="http://lh4.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sh0-dp5gW9I/AAAAAAAAAs8/MIw_mPz_LD0/s1600-h/Tatieeu.jpg"&gt;&lt;img title="Tati e eu" style="border-width: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto;" alt="Tati e eu" src="http://lh5.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sh0-ehmBmYI/AAAAAAAAAtA/gQfylKVECkk/Tatieeu_thumb.jpg?imgmax=800" border="0" width="391" height="294" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Im Pub trafen wir auch noch auf ein, zwei Studienkollegen von Tati (Tati studiert Maschinenbau, da hat sie also reichlich StudienkollegEN). Und da der Getränkefluss ab Mitternacht nicht mehr umsonst war, leerte sich der Pub gegen 00:30-1:00 auch recht spontan  …da konnte auch der Sänger, der eine halbe Stunde zuvor mit seinem Programm angefangen hatte, nicht viel ändern. Irgendwie tat er mir leid… Tati und ich hatten noch nicht so die große Lust schon nach Hause zu gehen und so schlossen wir uns Diego [in Brasilien spricht sich das Dschi-ehgo], einem von Tatis Kollegen, an und fuhren mit ihm, seinem Bruder und einem weiteren Freund von ihm, zum Baile Gaúcho, einem Tanzball mit traditioneller, regionaler Musik auf dem Messegelände etwas außerhalb der Stadt. “Tanzball” hört sich für viele wohl nach Abendkleider etc an und, wie man auf obigem Foto sieht, waren wir nicht gerade damit ausgestattet, aber bei einem baile gaúcho ist das nicht unbedingt der Fall. Dort kommen durchaus nicht wenige Leute mit den Trachten des Gaúchos (des Mannes in Trachten) und der Prenda (der Frau in Trachten) , aber Pflicht ist das nicht, es waren auch sehr viele Leute in “normalen” Kleidern anwesend. Hauptsächlich geht es eben darum, dass auf diesen Bällen Gaúcho-Musik gespielt und Gaúcho-Tänze getanzt werden (hier versteht sich “Gaúcho” als generelle Bezeichnung für die Leute aus dem Bundesstaat Rio Grande do Sul).&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;Ein paar, nicht ganz so gut gelungene Impressionen vom baile gaúcho&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;a href="http://lh4.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sh0-fwgr5jI/AAAAAAAAAtE/1AkpbipUVr4/s1600-h/0033.jpg"&gt;&lt;img title="003" style="border-width: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto;" alt="003" src="http://lh3.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sh0-hKHBWyI/AAAAAAAAAtI/bpcihlbgT8Y/003_thumb1.jpg?imgmax=800" border="0" width="391" height="294" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://lh4.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sh0-iqxU3FI/AAAAAAAAAtM/KZIOkyDI-fM/s1600-h/0043.jpg"&gt;&lt;img title="004" style="border-width: 0px; display: inline;" alt="004" src="http://lh3.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sh0-kdqgqiI/AAAAAAAAAtQ/5kyvfc_Tftk/004_thumb1.jpg?imgmax=800" border="0" width="391" height="294" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;Und auch ich hab mich im Tanzen geübt und hab’s nach 1,5 Tänzen dann sogar hinbekommen. So schwer isses auch nicht, 2 rechts, 1 links&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;a href="http://lh6.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sh0-m-39LxI/AAAAAAAAAtU/x8bbrcHM_GA/s1600-h/0073.jpg"&gt;&lt;img title="007" style="border-width: 0px; display: inline;" alt="007" src="http://lh5.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sh0-ny0IQSI/AAAAAAAAAtY/fCFuBw2Ogzs/007_thumb1.jpg?imgmax=800" border="0" width="391" height="294" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Auf dem Baile Gaúcho lief ich denn auch noch einem anderem der HiWis aus der Bibliothek über den Weg. Tati war am Samstag zuvor mit ihm zum Unterricht in Panambi gefahren und hatte erzählt, dass sie abends eine Deutsche vom Busbahnhof abholen würde, und als er dann sah, dass ich in der Bibliothek das deutsch-portugiesische Wörterbuch benutzt hatte, dachte er sich schon, dass das dann wohl ich gewesen war, die Tati abgeholt hatte. Er fragte auch, was ich da eigentlich mache, dass ich soviel Zeit in der Bibliothek verbringe und meinte, dass es sein Traum sei, Praktikum o.Ä. in Deutschland zu machen und ob ich denn Fotos von Deutschland auf meinem Computer hätte, den ich immer in der Bib dabei habe usw. So verräterisch sind Wörterbücher ;)&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Allzu lange blieben wir jedoch nicht, denn wir waren beide schon seit 6:30 morgens auf den Beinen (ich ja um in die Bibliothek zu gehen, Tati, weil sie samstagsvormittags eine Vorlesungs hat) und so fuhren wir nach 1,5 oder 2 Stunden wieder nach Hause, wo uns ein kuschelig …kaltes Zimmer erwartete… In jener Nacht hatte es zwischen 3 und 6 Grad (und die Häuser haben auch immer noch keine Isolierung), aber mit einem langen Schlafanzug, einem dicken Fleecepulli, Socken und 3 Decken konnten wir doch schlafen ohne zu erfrieren ;)&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;…und am nächsten Tag erwärmte die Sonne die Luft auch schon wieder auf angenehme 20 Grad :) Nach dem Ausschlafen nutzten Tati und ich die Gelegenheit und fuhren wieder zum Messegelände, denn dort fand an diesem Wochenende das Rodeo von Ijuí statt, anlässlich dessen auch der Baile Gaúcho stattgefunden hatte. Auf diesem Messegelände hat jede Ethnie, die irgendwann mal in die Region hier eingewandert ist, ihr Häusschen und zelebriert dort auf der Messe, die immer im Oktober stattfindet, ein wenig ihrer Ursprungskultur.&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;Hier z.B. das österreichische Haus&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;a href="http://lh6.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sh0-pRfXXzI/AAAAAAAAAtc/d3Jwdcl0AWA/s1600-h/011eueacasaaustraca3.jpg"&gt;&lt;img title="011 eu e a casa austríaca" style="border-width: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto;" alt="011 eu e a casa austríaca" src="http://lh5.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sh0-qR7CgWI/AAAAAAAAAtg/JfHnsBX00sY/011eueacasaaustraca_thumb1.jpg?imgmax=800" border="0" width="391" height="294" /&gt;&lt;/a&gt;  &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Außer dem Rodeo an sich, das ich im Endeffekt gar nicht gesehen habe, gab es Aufführungen von Gaúcho-Tänzen bzw. eigentlich Wettbewerbe. Hier ein paar Impressionen:&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;a href="http://lh5.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sh0-rozZ_XI/AAAAAAAAAtk/ISy2duRJVKI/s1600-h/0133.jpg"&gt;&lt;img title="013" style="border-width: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto;" alt="013" src="http://lh4.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sh0-spnUghI/AAAAAAAAAto/L8iMLlnAibo/013_thumb1.jpg?imgmax=800" border="0" width="391" height="294" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;Das hier ist ein bisschen wir Schuhplattler über einer auf dem Boden liegenden Stange tanzen ohne diese dabei zu berühren und außerdem möglichst viel Imponiergehabe gegenüber dem Anwesenden Konkurrenten, mit dem man im Wechsel tanzt (ganz rechts im Bild), an den Tag legen.&lt;/em&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;a href="http://lh3.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sh0-uLwxU6I/AAAAAAAAAts/dMqzI1LyMDg/s1600-h/0153.jpg"&gt;&lt;img title="015" style="border-width: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto;" alt="015" src="http://lh4.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sh0-vHt-JRI/AAAAAAAAAtw/7BJ1Ft2TA1I/015_thumb1.jpg?imgmax=800" border="0" width="391" height="294" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;  &lt;div class="wlWriterEditableSmartContent" id="scid:5737277B-5D6D-4f48-ABFC-DD9C333F4C5D:d1b74a11-8ed6-49ec-9932-9b1eb05d8254" style="margin: 0px auto; padding: 0px; display: block; float: none; width: 432px;"&gt;&lt;div id="cb463c11-1ed9-43f4-af4e-d61da0c6bb2c" style="margin: 0px; padding: 0px; display: inline;"&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://video.msn.com/video.aspx?vid=7246805d-1e1a-4de5-a2b6-0dfa039e4997&amp;amp;from=writer" target="_new"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SiUj5EjN1oI/AAAAAAAAAu0/90woLpbltV8/video09180ad186bf%5B2%5D.jpg?imgmax=800" style="border-style: none;" galleryimg="no" onload="var downlevelDiv = document.getElementById('cb463c11-1ed9-43f4-af4e-d61da0c6bb2c'); downlevelDiv.innerHTML = &amp;quot;&amp;lt;div&amp;gt;&amp;lt;embed src=\&amp;quot;http://images.video.msn.com/flash/soapbox1_1.swf\&amp;quot; quality=\&amp;quot;high\&amp;quot; width=\&amp;quot;432\&amp;quot; height=\&amp;quot;364\&amp;quot; wmode=\&amp;quot;transparent\&amp;quot; type=\&amp;quot;application/x-shockwave-flash\&amp;quot; pluginspage=\&amp;quot;http://macromedia.com/go/getflashplayer\&amp;quot; flashvars=\&amp;quot;c=v&amp;amp;v=7246805d-1e1a-4de5-a2b6-0dfa039e4997&amp;amp;from=writer&amp;amp;mkt=de-DE\&amp;quot; &amp;gt;&amp;lt;\/embed&amp;gt;&amp;lt;\/div&amp;gt;&amp;quot;;" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="clear: both; font-size: 0.8em;"&gt;Das ist die Konkurrenz&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;  &lt;div class="wlWriterEditableSmartContent" id="scid:5737277B-5D6D-4f48-ABFC-DD9C333F4C5D:179fd238-5d2e-4900-baba-3c9ddae76a15" style="margin: 0px auto; padding: 0px; display: block; float: none; width: 432px;"&gt;&lt;div id="3bf9828c-ad40-45c3-a54a-8f2eb974dee3" style="margin: 0px; padding: 0px; display: inline;"&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://video.msn.com/video.aspx?vid=2a00f66e-2ecd-49c3-8eae-5d64da2d6d0e&amp;amp;from=writer" target="_new"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SiCDju5gmpI/AAAAAAAAAu4/XNAAARq2ORU/video1ede4f3055ea%5B2%5D.jpg?imgmax=800" style="border-style: none;" galleryimg="no" onload="var downlevelDiv = document.getElementById('3bf9828c-ad40-45c3-a54a-8f2eb974dee3'); downlevelDiv.innerHTML = &amp;quot;&amp;lt;div&amp;gt;&amp;lt;embed src=\&amp;quot;http://images.video.msn.com/flash/soapbox1_1.swf\&amp;quot; quality=\&amp;quot;high\&amp;quot; width=\&amp;quot;432\&amp;quot; height=\&amp;quot;364\&amp;quot; wmode=\&amp;quot;transparent\&amp;quot; type=\&amp;quot;application/x-shockwave-flash\&amp;quot; pluginspage=\&amp;quot;http://macromedia.com/go/getflashplayer\&amp;quot; flashvars=\&amp;quot;c=v&amp;amp;v=2a00f66e-2ecd-49c3-8eae-5d64da2d6d0e&amp;amp;from=writer&amp;amp;mkt=de-DE\&amp;quot; &amp;gt;&amp;lt;\/embed&amp;gt;&amp;lt;\/div&amp;gt;&amp;quot;;" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="clear: both; font-size: 0.8em;"&gt;Und das hier ist richtig gut&lt;/div&gt;&lt;/div&gt; …und das hier ist die “Band”, die die Begleitmusik zu dem Ganzen spielte:  &lt;p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;a href="http://lh5.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sh0-wj_d-PI/AAAAAAAAAt0/3c8CyQ32wdw/s1600-h/0173.jpg"&gt;&lt;img title="017" style="border-width: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto;" alt="017" src="http://lh4.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sh0-xieQsoI/AAAAAAAAAt4/cZhWSlYtKr4/017_thumb1.jpg?imgmax=800" border="0" width="391" height="294" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;em&gt;Gruppenpaartanzwettbewerb mit “Prendas” und “Gaúchos”, Gruppe aus der Stadt Panambi (dort befindet sich ein weiterer Campus der UNIJUI und dort studiert Tati auch größtenteils) – also ich bin ja Fan von den Prenda-Kleidern (im Allgemeinen). Die sind toll!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;a href="http://lh6.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sh0-zCbcYbI/AAAAAAAAAt8/WhvFn4_Hyuw/s1600-h/0253.jpg"&gt;&lt;img title="025" style="border-width: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto;" alt="025" src="http://lh5.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sh0-0c--u_I/AAAAAAAAAuA/arM0TLbBVHY/025_thumb1.jpg?imgmax=800" border="0" width="391" height="294" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;  &lt;div class="wlWriterEditableSmartContent" id="scid:5737277B-5D6D-4f48-ABFC-DD9C333F4C5D:247d7995-c3fe-43fe-b88a-35cec4c345e8" style="margin: 0px; padding: 0px; display: inline; float: none;"&gt;&lt;div id="89cc22c3-2205-4f52-ae9d-3d44ef22d39f" style="margin: 0px; padding: 0px; display: inline;"&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://video.msn.com/video.aspx?vid=67fddfe2-91ca-42d0-8a85-05b41d35f848&amp;amp;from=writer" target="_new"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SiNPpLVkLkI/AAAAAAAAAvA/6OsU1wO4sKU/video5dae7af21128%5B2%5D.jpg?imgmax=800" style="border-style: none;" galleryimg="no" onload="var downlevelDiv = document.getElementById('89cc22c3-2205-4f52-ae9d-3d44ef22d39f'); downlevelDiv.innerHTML = &amp;quot;&amp;lt;div&amp;gt;&amp;lt;embed src=\&amp;quot;http://images.video.msn.com/flash/soapbox1_1.swf\&amp;quot; quality=\&amp;quot;high\&amp;quot; width=\&amp;quot;409\&amp;quot; height=\&amp;quot;345\&amp;quot; wmode=\&amp;quot;transparent\&amp;quot; type=\&amp;quot;application/x-shockwave-flash\&amp;quot; pluginspage=\&amp;quot;http://macromedia.com/go/getflashplayer\&amp;quot; flashvars=\&amp;quot;c=v&amp;amp;v=67fddfe2-91ca-42d0-8a85-05b41d35f848&amp;amp;from=writer&amp;amp;mkt=de-DE\&amp;quot; &amp;gt;&amp;lt;\/embed&amp;gt;&amp;lt;\/div&amp;gt;&amp;quot;;" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;  &lt;p align="left"&gt;Ist euch aufgefallen, dass das Mädel im blauen Kleid rechts im Bild hinfällt und ihr Tanzpartner ihr nicht mal hilft aufzustehen? (Tati und ich haben das erst auf dem Video entdeckt, bei der Show haben wir noch nicht mal gesehen, dass das Mädel hinfällt) …dabei ist das Ideal eines Gaúchos sehr “männlich” zu sein, wozu es auch gehört ein Kavalier zu sein. Gut, der hier hat das Ideal wohl noch nicht so verinnerlicht. Aber es mag auch daran liegen, dass es die Gruppe aus Panambi ist. Laut Tati, die ja dort studiert und teils auch dort wohnt, sind die Leute dort etwas sehr seltsam. Es gibt dort viele deutschstämmige Leute, die deren Vorfahren wohl zu Zeiten eingewandert sind, als man dachte, dass man sich etwas darauf einbilden könne blond und blauäugig zu sein und das hat sich wohl gehalten. &lt;span style="color: rgb(0, 0, 153);"&gt;NEU: Jetzt habe ich auch in einem Buch gelesen, dass Panambi 1899 von einem gewissen Hermann Meyer in einem weit vorgeschobenen Waldauslieger, also schön weit weg von den bereits bestehenden Kolonien, als ethnisch-einheitliche Musterkolonie mit dem Namen Neu-Württemberg gegründet wurde. Es handelte sich dabei um ein Kolonisationsprojekt privater Trägerschaft, das im Gegensatz zu den staatlichen Kolonisationsprojekten im Nordwesten von Rio Grande do Sul stand, die eine ethnische Durchmischung der Siedeler vorsahen. &lt;/span&gt;Die Bewohner aus Panambi mistrauen jedem, der nicht deutsch aussieht (dazu gehört zum Beispiel auch schon Tati…) und wenn die Person obendrein noch nicht mal aus Panambi kommt, dann ist sie wohl die Verkörperung des Bösen. Tati meinte, dass die Leute die Fensterläden schließen, wenn sie durch die Straße geht… Und einmal ist sie richtig heftig hingefallen, als sie aus dem Bus gestiegen ist, hat sich das Knie aufgeschlagen und ihre Hand blutete und die Leute, die drum rum standen haben einfach NIX gemacht., nicht geholfen, nicht nachgefragt, ob alles ok war, nichts. Sowas ist für Brasilien extrem untypisch! Also, echt seltsames Volk.  &lt;br /&gt;Da hat es uns allerdings auch sehr gewundert, das in der Tanzgruppe von Panambi eine Afro-Brasilianerin mitmachen “durfte”.&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;Die Gruppe aus Passo Fundo: &lt;/em&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;a href="http://lh4.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sh0-1yhztBI/AAAAAAAAAuE/otbl8q9Cx54/s1600-h/0333.jpg"&gt;&lt;img title="033" style="border-width: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto;" alt="033" src="http://lh4.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sh0-3N0yvLI/AAAAAAAAAuI/ERw37eGt_ls/033_thumb1.jpg?imgmax=800" border="0" width="391" height="294" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://lh6.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sh0-49hp1WI/AAAAAAAAAuM/UmcatKnzsj8/s1600-h/IMG_11513.jpg"&gt;&lt;img title="IMG_1151" style="border-width: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto;" alt="IMG_1151" src="http://lh4.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sh0-56ZvpzI/AAAAAAAAAuQ/qf03DOrcQUA/IMG_1151_thumb1.jpg?imgmax=800" border="0" width="391" height="294" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;  &lt;div class="wlWriterEditableSmartContent" id="scid:5737277B-5D6D-4f48-ABFC-DD9C333F4C5D:d1382396-4fe5-4660-89e0-7f63781fe9f7" style="margin: 0px auto; padding: 0px; display: block; float: none; width: 415px;"&gt;&lt;div id="5a15ab4b-f0c4-4002-97de-17da95464e4e" style="margin: 0px; padding: 0px; display: inline;"&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://video.msn.com/video.aspx?vid=41c7ddfa-dcbf-45bb-ab63-8019f894128f&amp;amp;from=writer" target="_new"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SiUj8uZkX0I/AAAAAAAAAvI/TQQ3WjqkP-M/videoe0d83598a6ba%5B3%5D.jpg?imgmax=800" style="border-style: none;" galleryimg="no" onload="var downlevelDiv = document.getElementById('5a15ab4b-f0c4-4002-97de-17da95464e4e'); downlevelDiv.innerHTML = &amp;quot;&amp;lt;div&amp;gt;&amp;lt;embed src=\&amp;quot;http://images.video.msn.com/flash/soapbox1_1.swf\&amp;quot; quality=\&amp;quot;high\&amp;quot; width=\&amp;quot;415\&amp;quot; height=\&amp;quot;350\&amp;quot; wmode=\&amp;quot;transparent\&amp;quot; type=\&amp;quot;application/x-shockwave-flash\&amp;quot; pluginspage=\&amp;quot;http://macromedia.com/go/getflashplayer\&amp;quot; flashvars=\&amp;quot;c=v&amp;amp;v=41c7ddfa-dcbf-45bb-ab63-8019f894128f&amp;amp;from=writer&amp;amp;mkt=de-DE\&amp;quot; &amp;gt;&amp;lt;\/embed&amp;gt;&amp;lt;\/div&amp;gt;&amp;quot;;" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;  &lt;p align="center"&gt;  &lt;em&gt;Und die Gruppe aus Cascavel im Nachbarstaat Paraná:&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;a href="http://lh4.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sh0-7ldgl5I/AAAAAAAAAuU/FmMVTsoCefE/s1600-h/IMG_11583.jpg"&gt;&lt;img title="IMG_1158" style="border-width: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto;" alt="IMG_1158" src="http://lh3.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sh0-8pkvt8I/AAAAAAAAAuY/7EzQPOVpayQ/IMG_1158_thumb1.jpg?imgmax=800" border="0" width="391" height="294" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-2985329748657712941?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/2985329748657712941/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=2985329748657712941' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/2985329748657712941'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/2985329748657712941'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2009/05/das-erste-komplette-wochenende-in-ijui.html' title='Das erste (komplette) Wochenende in Ijuí'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh5.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sh0-ehmBmYI/AAAAAAAAAtA/gQfylKVECkk/s72-c/Tatieeu_thumb.jpg?imgmax=800' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-7757772374141526448</id><published>2009-05-18T03:47:00.001-07:00</published><updated>2009-05-19T20:31:55.935-07:00</updated><title type='text'>Noch mehr Tage in Ijuí</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;font color="#008000"&gt;Im letzten Eintrag “Erste Tage in Ijuí” gibt es einen neuen Teil!&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Nachdem es die ersten beiden Tage noch sommerlich heiß gewesen war, traf am Dienstag der von allen hier lange ersehnte Regen ein. Ich war ja nicht soooo sehr begeistert davon, aber alle Leute hier freuten sich richtig, denn hier hatte es ungefähr schon 3 Monate lang nicht mehr geregnet und dementsprechend gingen hier die Wasservorräte schon stark dem Ende entgegen. Die Leute in Ijuí konnten noch nicht mal mehr, man soll es nicht für möglich halten, ihre Einfahrten und Höfe und Gehsteige vor dem Haus mit dem Wasserschlauch saubermachen. Eine Katastrophe! (In Brasilien ist es gängige Praxis einmal pro Woche den Hof mit jeder Menge Wasser zu säubern… Ist ja auch wichtig, dass man theoretisch vom Boden der Einfahrt Mittag essen kann, da reicht es eben nicht den Besen zu benutzen…) Eine Frau, die’s trotzdem gewagt hatte, wurde auch gleich von der Polizei, zu Recht, mit einer Geldstrafe von R$600 (ca 200€) belegt.&amp;#160;&amp;#160;&amp;#160;&amp;#160;&amp;#160;&amp;#160; Nein, aber ohne Spaß, in Ijuí hielt sich das Ganze noch in Grenzen, aber in anderen Gemeinden in der Region war die Situation doch etwas ernster. Da hatten die Leute nur 2 Stunden pro Tag fließend Wasser…&amp;#160;&amp;#160;&amp;#160;&amp;#160;&amp;#160; Das ist wirklich eine Realität, die einem in Deutschland völlig unbekannt ist… Selbst im Megasommer 2003 hatten wir immer noch Wasser, während es in Brasilien doch ab zu mal zu Engpässen kommt, gerade auch bei solchen Events wie Karneval, während dessen in manchen Städten, wo sonst nur vielleicht 30.000 Leute wohnen, für 5 Tage dann eben mal 120.000 Menschen unterwegs sind.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Gut, nun regnete es aber, Problem gelöst. Und da brasilianischer Regen richtig nass macht, nicht so wie der deutsche Herbst-Pieselregen, hab ich den ganzen Tag in der Pensao an meinem üppigen Schreibtisch verbracht und eines der Bücher, die mir Walter aus seinem Bestand geliehen hatte (quasi antike Stücke), in meine Diplomarbeit gewurstet.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;So kam’s auch, dass ich an diesem Tag so gut wie nicht redete, zumindest was echte Face-to-Face-Konversationen angeht, denn die Jungs der Pension, die den Großteil der Belegung hier ausmachen, reden nicht wirklich mit mir bzw. nur sehr sporadisch (mit den Mädels geht es, aber das sind eben nur 2 Stück, manchmal 3). Das ist für Brasilianer eigentlich ein ganz seltsames Verhalten, denn ich bin a) eine Frau, b) eine Ausländerin, c) blond und spreche d) Portugiesisch… Normalerweise &lt;em&gt;kleben&lt;/em&gt;, gerade die Herren, an Exemplaren wie mir. Aber ich bin mit dieser Erfahrung nicht alleine. Feli, eine andere Deutsche, die seit August hier in Ijuí ist und die die ersten 6 Wochen auch in der Pensao do Bosque gewohnt hat, hat die gleiche Erfahrung gemacht. Und mittlerweile hat es sich auch schon ein kleines bisschen gebessert :)&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Nach den ersten 2 Tagen mit viel Hitze kamen 2 Tage mit viel Regen und so regnete und gewitterte es auch am Mittwoch kräftig. Diesmal half aber alles nix, ich musste raus, denn ich hatte einen Termin im Zentrum, mit Sidnei. Was ich mit diesem Termin sollte, wusste ich eigentlich gar nicht so richtig. Als ich am Montag in der UNIJUI war beschlossen Walter und Uli, dass es gut wäre, wenn ich mit Sidnei reden würde und bevor ich viel sagen konnte hatte Uli auch schon den Telefonhörer in der Hand und Sidnei am Apparat, sagte nur: “Hallo Sidnei, hier ist Uli. Sarah ist hier; ich geb sie dir mal, damit ihr einen Termin ausmachen könnt.” und schon hatte ich die Hörmuschel am Ohr: “Hallo Sarah, alles klar? Bist du gut angekommen? Wann würde es dir denn passen?” Trotz meiner Überrolltheit habe ich es geschafft doch RELATIV souverän einen Termin für Mittwochmorgen zu vereinbaren, ohne genau zu wissen, für was eigentlich. Nach dem Telefonat klärte mich Uli noch darüber auf, wo Sidnei zu finden ist (die UNIJUI hat nämlich auch ein paar Büros im Stadtzentrum und dort sitzt auch Sidnei) und dass Sidnei mit &lt;em&gt;processamento geológico&lt;/em&gt; (= GIS = Geoinformationssystem) arbeitet, was mir zumindest mal einen Hinweis gab.&amp;#160;&amp;#160; So traf ich denn am Mittwochmorgen Sidnei, einen Albino-Mann in der 2ten Hälfte der 30er&amp;#160; (…das war das erste Mal in meinem Leben, dass ich einen Albino-Menschen live gesehen habe). Das treffen mit Sidnei, der sehr sympathisch war, ebenfalls schon 3 Jahre in der Pensao do Bosque gelebt hat, auch schon ein Praktikum in Deutschland gemacht hat (in einer kleinen Stadt zwischen Pforzheim und Stuttgart), gerade dabei ist seinen Master abzuschließen um dann seine Doktorarbeit in Deutschland beginnen zu können, erwies sich aber sogar als sehr fruchtbar! Unverhofft kommt oft. Außer einigen nützlichen Datensätzen über die Landwirtschaft in der Region gab er mir noch etliche Buchtipps, und nicht nur Tipps, er brachte mir die Bücher am Samstag sogar gleich noch vorbei! Außerdem werde ich wohl an einem Wochenende mit ihm und seiner Ehefrau nach Santa Rosa, einer Stadt ganz in der Nähe der argentinischen Grenze, fahren um dort ein paar Interviews zu machen. Sidnei kommt aus der Gegend dort, weswegen er und seine Frau dort öfter hinfahren, und hat auch Kontakte zu der dortigen Kooperative / Genossenschaft.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Am Mittwochnachmittag war dann auch endlich meine Bibliothekskarte fertig, die ich auch sogleich ausprobiert habe. Das Zeitschriftenarchiv hatte ich durch die zahlreichen “Botengänge” zu der Dame, die meine Karte gemacht hat, kennengelernt. Nun also mit Hilfe meiner nagelneuen Karte durch das Drehkreuz in die Bibliothek&amp;#160; …die viel kleiner ist, als ich mir das vorgestellt hatte… eigentlich besteht sich nur aus einem einzigen großen Saal mit vielen Bücherregalen, aber soooooo vielen dann auch wieder nicht, und ein paar Arbeitstischen und insgesamt befanden sich auch nicht sooooo viele Studenten in der Bibliothek, nicht so, wie ich das aus Lüneburg gewohnt bin. Überhaupt hatten sich meine Erwartungen mehr oder weniger am Lüneburger Maßstab, der nicht überragend gut und groß aber auch nicht schlecht ist bemessen, denn immerhin hat die UNIJUI etwa die gleiche Studentenanzahl wie die Uni Lüneburg und in Ijuí befindet sich, wie in Lüneburg auf dem Hauptcampus, der zentrale Teil der Bibliothek.&amp;#160; Tja, so ist das mit den unreflektierten Erwartungen… Was es außerdem nicht gibt sind Kopierer, Scanner und anderes Vervielfältigungswerkzeug. Aber zum Ausgleich gibt’s zwei studentische Hilfskräfte, denen man einen Zettel in die Hand drückt mit den Nummern der Bücher, die man haben möchte, und die sammeln die Bücher dann für einen zusammen. Genauso räumen sie auch wieder die Bücher weg, die man nach getaner Arbeit einfach an seinem Arbeitsplatz liegen lassen kann. Das wiederum ist für mich Luxus.&amp;#160;&amp;#160; Joa, und eigentlich kann man in der Bibliothek auch ziemlich gut arbeiten, hab ich festgestellt, gerade weil eben nicht so besonders viel los ist und die wenigen, aber dafür großen Arbeitstische, auf denen man sich schön ausbreiten kann, tun ihr Übriges.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Am Mittwochabend traf ich mich dann mit oben erwähnter Feli(citas) aus Tübingen, die 2 Semester an der UNIJUI studiert (geplant war nur eins, aber dann sind’s eben doch 2 geworden :)&amp;#160;&amp;#160; ) in der “Metamorfose”, einer Pastel-Bar 10 Fußminuten von der Pensao entfernt (die Betonung liegt hier auf “Fuß”, denn bei kurzen Strecken kann man sich hier in Ijuí, anders als in Campinas, auch bei Dunkelheit alleine auf die Socken machen).&amp;#160; Es war immer noch kräftig am Schütten und Gewittern, was einen Stromausfall in der ganzen Stadt verursachte, so dass wir ca. 15 Minuten im Dunkeln saßen. Auch sowas, was man aus Deutschland nicht sooooo sehr kennt. Nach dem Stromausfall wurde die Bar immer voller und voller und platzte zum Schluss fast aus den Nähten, denn in der Metamorfose wurde auf Großleinwand das Spiel von Grêmio, einem der beiden Fußballteams aus Südbrasilien. Demnach waren alle Gesichter gebannt auf die Leinwand gerichtet, nur Feli und ich ließen uns nicht beirren und schnackten munter weiter über gleiche und unterschiedliche Erfahrungen, die wir mit Brasilien gemach hatten. Ein Unterschied war vor allem, dass die Menschen in Rio Grande do Sul anscheinen konservativer sind als in Sao Paulo, denn Feli meinte, dass die Gaúchos, wenn sie eine(n) Freund(in) haben, nicht mehr alleine abends weggehen, sondern immer nur mit Anhang. Das hat auch damit zu tun, dass die Leute hier, was Beziehungen angeht, extrem eifersüchtig sind… Wenn man dann doch mal alleine weggeht, vermuten alle gleich, dass die Beziehung passé ist oder man sich zumindest gestritten hat (so wie es Feli, die einen brasilianischen Freund in Ijuí hat, oft passiert ist). Aus Campinas kannte ich so ein Verhalten nur in ein paar Fällen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Nachdem es nun 2 Tage richtig heiß gewesen war und dann 2 Tage lang richtig viel geregnet hatte, folgten nun 3 Tage kalte Wintervorbotentage. Wenn ich über die tatsächlichen Temperaturen rede, lacht sich jeder Deutsche wohl kaputt, aber das Ding ist eben, wie ich in meinem ersten Beitrag erwähnt habe, der Mangel an Isolation und Heizsystemen und wenn Isolation + Heizung = 0, dann folgt daraus Außentemperatur = Innentemperatur. So fühlen sich denn auch 12 Grad ziemlich kalt an, erst recht, wenn man seine Tage am Schreibtisch sitzend verbringt.&amp;#160;&amp;#160; Ein Mittel dagegen ist es, sich zu bewegen und so ging ich am Donnerstagabend auch ins nahe Fitnessstudio, wo ich mich am Vortag angemeldet hatte und dem ich gedenke 3 mal pro Woche einen Besuch abzustatten (bis jetzt hab ich durchgehalten!). Schließlich will ich diesmal nicht so enden wie nach meinem Aufenthalt in Campinas und nicht mal mehr in der Lage sein den Bockels”berg”, auf dem der Uni-Campus in Lüneburg liegt, mit dem Fahrrad hochzukommen. Außerdem tut es echt gut sich nach dem ganzen Rumgesitze am Schreibtisch mal zu bewegen. Das Ganze kostet mich, für 2 Monate und 3 mal die Woche, R$100, also etwa 35€. Am Donnerstag wurde ich dann erst mal evaluiert, also in allen möglichen Kategorien vermessen (Größe, Gewicht, Fett- und Muskelanteil) und bekam dann mein persönliches Trainingsprogramm gezeigt. …für einige von euch mag das altes Bier sein, aber ich hab noch nie &lt;em&gt;wirklich&lt;/em&gt; ein Fitnessstudio besucht.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Was ich dann am Wochenende so getrieben habe, das kommt in den nächsten Tagen!&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-7757772374141526448?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/7757772374141526448/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=7757772374141526448' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/7757772374141526448'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/7757772374141526448'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2009/05/noch-mehr-tage-in-ijui.html' title='Noch mehr Tage in Ijuí'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-3548161997989726923</id><published>2009-05-11T19:10:00.001-07:00</published><updated>2009-05-18T03:44:56.491-07:00</updated><title type='text'>Erste Tage in Ijuí</title><content type='html'>&lt;p&gt;Hier erst einmal ein paar Bilder meiner Bleibe:&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;Mein 8qm-Reich (sind zwar 2 Betten drin, aber wohnen tu nur ich in diesem Zimmer)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;img title="01 meu quarto" style="border-top-width: 0px; display: block; border-left-width: 0px; float: none; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; margin-right: auto; border-right-width: 0px" height="391" alt="01 meu quarto" src="http://lh4.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SgjaXy28qiI/AAAAAAAAAqc/WTLVj77rFMQ/01%20meu%20quarto_thumb%5B1%5D.jpg?imgmax=800" width="294" border="0" /&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;Mein Zimmer von oben gesehen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;a href="http://lh3.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SgjaZmmQfTI/AAAAAAAAAqg/wlLy9Px6-1w/s1600-h/02%20meu%20quarto%20de%20cima%5B3%5D.jpg"&gt;&lt;img title="02 meu quarto de cima" style="border-top-width: 0px; display: inline; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px" height="294" alt="02 meu quarto de cima" src="http://lh4.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SgjabxeErCI/AAAAAAAAAqk/kzrRVGvZj6U/02%20meu%20quarto%20de%20cima_thumb%5B1%5D.jpg?imgmax=800" width="391" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;…und nicht zu vergessen: mein Büro ;)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;a href="http://lh4.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sgjac2-gVqI/AAAAAAAAAqo/uvYOUpMuorU/s1600-h/03%20meu%20escrit%C3%B3rio%5B4%5D.jpg"&gt;&lt;img title="03 meu escritório" style="border-top-width: 0px; display: inline; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px" height="390" alt="03 meu escritório" src="http://lh3.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sgjad1xLFdI/AAAAAAAAAqs/Plw-_Qd1hfc/03%20meu%20escrit%C3%B3rio_thumb%5B2%5D.jpg?imgmax=800" width="294" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;Eins der 2 Bäder für die Mädels&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;a href="http://lh5.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SgjafIdcrFI/AAAAAAAAAqw/_QCOz4QKm1c/s1600-h/04%20um%20dos%20banheiros%5B3%5D.jpg"&gt;&lt;img title="04 um dos banheiros" style="border-top-width: 0px; display: inline; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px" height="391" alt="04 um dos banheiros" src="http://lh5.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SgjagNnI-lI/AAAAAAAAAq0/wH1qySNXBIo/04%20um%20dos%20banheiros_thumb%5B1%5D.jpg?imgmax=800" width="294" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;Der Aufenthaltsraum der Mädels&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;a href="http://lh4.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/Sgjahop1GJI/AAAAAAAAAq4/HnRks26tOkc/s1600-h/05%20a%20sala%20das%20meninas%5B3%5D.jpg"&gt;&lt;img title="05 a sala das meninas" style="border-top-width: 0px; display: inline; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px" height="294" alt="05 a sala das meninas" src="http://lh5.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SgjaivyqOZI/AAAAAAAAAq8/ls_XoCBI0fw/05%20a%20sala%20das%20meninas_thumb%5B1%5D.jpg?imgmax=800" width="391" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;…mit Küche für die Selbstverpflegung samstagsabends und sonntags&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;a href="http://lh3.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SgjakYN1UrI/AAAAAAAAArA/a2pi-Z9aeO0/s1600-h/06%20...com%20cozinha%20para%20os%20fds%5B3%5D.jpg"&gt;&lt;img title="06 ...com cozinha para os fds" style="border-top-width: 0px; display: inline; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px" height="294" alt="06 ...com cozinha para os fds" src="http://lh3.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SgjalFGydOI/AAAAAAAAArE/7dd7V3xnINg/06%20...com%20cozinha%20para%20os%20fds_thumb%5B1%5D.jpg?imgmax=800" width="391" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;  &lt;p align="left"&gt;Die Pension verfügt auch noch über einen eigenen Bereich für die Jungs, von denen hier wesentlich mehr hier wohnen als Mädels.&lt;/p&gt;  &lt;p align="left"&gt;Die Hausherrin Dona Ilse, die die Pension schon seit 20 Jahren führt, ist deutschstämmig und spricht daher auch etwas Deutsch, allerdings nicht zu gut. Warum das so ist, das hat seine eigenen Geschichte: In ihrem Elternhaus wurde ausschließlich Deutsch gesprochen und so lernte Ilse bis zum Schuleintritt nichts anderes als Deutsch. Jetzt war der Unterricht in der Schule aber auf Portugiesisch und so blieb sie in der ersten Klasse erst mal sitzen. Im folgenden Jahr hatte sie Glück und hatte eine Lehrerin, die auch Deutsch sprach und ihr sehr half. Zu dieser Zeit schwor sie sich nie wieder Deutsch zu sprechen, da die Sprache ihr das Leben so schwer gemacht hatte. Viele Jahre später war Ilse dann auf Jobsuche und bewarb sich in einer Bäckerei in der Stadt, in der jeder arbeiten wollte. Beim Bewerbungsgespräch fragte der Chef dann, ob sie auch Deutsch spreche, und da musst sie leider nein sagen. Sie verstand zwar noch so ziemlich alles und konnte auch noch sprechen, aber nicht mehr fließend…&lt;/p&gt;  &lt;p align="left"&gt;Dona Ilse und ihr Mann sind sehr nett, wie ich ihre beiden Töchter einschätzen soll, weiß ich noch nicht so recht, die sind irgendwie nicht ganz so offen und freundlich, aber das mag auch daran liegen, dass sie einfach schon fast ihr ganzes Leben lang an das Kommen und Gehen der Menschen in der Pension gewöhnt sind und sich daher aus der einzelnen Person nicht allzu viel machen, zumal ich ja auch nur 2 Monate bleibe.&lt;/p&gt;  &lt;p align="left"&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;  &lt;p align="left"&gt;Am Sonntagnachmittag lernte ich dann zusammen mit Tati ein bisschen die Stadt kennen, die VIEL ruhiger und sicherer als Campinas oder auch Belo Horizonte ist. Hier haben die Häuser zwar auch Zäune, aber viel niedrigere als in Campinas und bis jetzt hab ich auch noch keinen Elektrozaun oder Stacheldraht entdecken können. Auf den breiten, wie in den USA immer schön im rechten Winkel zueinander angelegten Straßen ist vergleichsweise wenig los und die Autofahrer beachten manchmal sogar die Zebrastreifen! ;) Und überhaupt erlaubt die Größe der Stadt es auch so gut wie alles zu Fuß zu erledigen, auch wenn man dafür schon mal ein bisschen unterwegs ist und bergauf und ab laufen muss, aber im Endeffekt dauert es auch nicht länger als wenn man eine halbe Stunde oder länger mit dem Bus fahren muss um ins Zentrum gelangen.&lt;/p&gt;  &lt;p align="left"&gt;Ich hoffe also hier selbstständiger sein zu können als in Campinas, wo ich sehr oft und vor allem auch abends auf Leute angewiesen war, die über ein Auto verfügten.&lt;/p&gt;  &lt;p align="left"&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;  &lt;p align="left"&gt;Joa und heute (Montag-)Morgen ging’s dann auch direkt los: Um 9 Uhr holte mich mein hiesiger Betreuer Walter Frantz, der nur 50 m von der Pensao entfernt wohnt, ab und wir fuhren zur UNIJUÍ (wohin man zu Fuß von meiner Pensao auch nur etwa 20 Minuten braucht). Einen besseren Betreuer als Walter, der seinen Doktor in Deutschland gemacht hat und daher fließend Deutsch spricht (er versucht zwar Portugiesisch mit mir zu sprechen, fällt dann zwischendurch aber immer mal wieder ins Deutsche zurück), hätte ich fast nicht treffen können. Er kennt jede Menge Leute, die in der Region mit Soja zu tun haben, so dass das Kontakteknüpfen mit Interviewpartnern wohl kein Problem darstellen wird :)&amp;#160;&amp;#160; Das erleichtert mich schon mal sehr!&lt;/p&gt;  &lt;p align="left"&gt;&amp;#160;&lt;font color="#008000"&gt;An der UNIJUI hab ich dann auch Uli (alias Ulrich Dressel) kennengelernt, den Menschen, der an der Uni für die Ausländerangelegenheiten zuständig und …ebenfalls fließend Deutsch spricht. Na ja, eigentlich ist er nämlich auch ein Deutscher. Sein Vater war Pfarrer, der zum Missionieren nach Brasilien gekommen war und hier denn auch 15 Jahre lang geblieben ist. Während dieser Zeit kam Uli auf die Welt und ist also in Brasilien aufgewachsen und als seine Familie zurück nach Deutschland gegangen ist, konnte der Brasilien einfach nicht vergessen und hat sich nach rund 20 Jahren dann entschieden zurückzukommen. Heute betrachtet er sich auch eher als Brasilianer als als Deutscher. Er hat zwar noch beide Staatsbürgerschaften, würde seine deutsche aber auch abgeben. Trotz dass er sich wie ein Brasilianer fühlt, merkt aber doch ziemlich den deutschen Einfluss. Uli ist eine wirklich nette und hilfsbereite Person, aber irgendwie doch sehr distanziert, was man sonst von den Brasilianern nicht so gewohnt ist (wobei die Leute hier doch eine Spur distanzierter sind als in den Teilen Brasiliens, wo ich den überwiegenden Teil meines letzten Aufenthaltes verbracht habe).&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p align="left"&gt;&lt;font color="#008000"&gt;Gut, Uli und ich haben dann auch gleich den organisatorischen Kram geregelt, was vor allem bedeutete zu sehen, wie ich Zugang zur Uni-Bibliothek bekomme, denn ich bin ja keine offizielle, immatrikulierte Studentin der UNIJUI, sondern hab dort einfach nur einen Betreuer. Aber zum Glück gibt’s ja auch sowas wie Gastzugangskarten. Kostet R$30 pro Semester (etwa 10€), nochmal R$5 um die Karte machen zu lassen (also nochmal knapp 2€) und ein wenig Laufarbeit: Zuerst zum Bibliotheksschalter um im Allgemeinen mal nachzufragen, von dort wird man durch das Zeitschriftenarchiv und ein Büro hindurch zu einer Dame geschickt, die einem die ganze Sache mit dem Gastzugang erklärt und einem sagt, dass man dazu zunächst mal im Internet so ein Formular ausfüllen und abschicken muss. Also zurück in Ulis Büro, das Formular ausgefüllt und abgeschickt …funktionierte nicht. Nach mehrmaligem Versuchen dann Anruf bei der Dame. Anweisung: das Ganze ausdrucken und wieder zu ihr kommen. Also wieder zurück zur Bibliothek, durch das Zeitschriftenarchiv und das Büro ins Büro dieser Dame. Die drückt einem dann 2 Zahlungsanweisungen in die Hand (einmal für die 30 und einmal für die 5 Reais), mit denen man zur Kasse der Uni geht, die wieder, wie auch Ulis Büro, in einem ganz anderen Teil des Hauptgebäudes liegt. Also zur Kasse, Geld abdrücken und dann mit den Zahlungsbestätigungen wieder den ganzen Weg zurück zu der Dame, die einem dann sagt, dass die Karte innerhalb von 2 Tagen fertig sein wir. Beleza*.&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p align="left"&gt;&lt;font color="#008000"&gt;Der Nachteil meiner Gastkarte: Ich kann damit nur in die Bibliothek rein, kann aber keine Bücher ausleihen. Das ginge theoretisch auch, aber dafür bräuchte ich dann wieder einen Brief von irgendeiner Dozentin und im Endeffekt ist mein “Arbeitszimmer” in der Pensao ja auch nicht so groß und praktisch und ein bisschen Bewegung tut ja auch gut, so dass ich mich dazu entschieden hab mir den Aufwand zu sparen und dann lieber öfter mal den Spaziergang zum Unicampus unternehme und in der Bibliothek arbeite.&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p align="left"&gt;&lt;font color="#008000"&gt;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p align="left"&gt;&lt;font color="#008000"&gt;Der Montagnachmittag begann nach dem Mittagessen in der Pensão damit, dass mir Uli, der nach eigenen Aussagen im Moment nicht so furchtbar viel Arbeit hat, eine Privatführung im Museu Antropológico Diretor Pestana Fidene, dass nur 5 Gehminuten von der Pensão entfernt liegt, gab. Das kleine Museum, wo Uli in irgendeiner Weise auch mit involviert ist, erzählt die Geschichte der Region, angefangen bei den Indianern, den ersten Siedlern, dem Hin- und Her der Region als Teil von ich glaube Paraguay und dann doch wieder Brasilien, den Jesuitenmissionen (den “Sete Povos” [ssetschi pohwos, 7 Völker], von den Jesuiten gegründet um die ansässigen Indianer zu missionieren, zivilisieren und auch um sie vor den skrupellosen Bandeirantes, die die Indianer gerne mal umbrachten oder als Sklaven mitnahmen, zu schützen) und schließlich der Besiedlung der Region durch Europäer, vor allem Deutsche, Italiener und Polen, aber auch Araber und andere Europäer wie Franzosen, Holländer, Östreicher, Spanier. Das alles mal gehört zu haben war sehr interessant und hilfreich, denn schließlich ist es diese Geschichte, die den Hintergrund von allem hier in der Region, also auch von meiner Arbeit, bildet.&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p align="left"&gt;&lt;font color="#008000"&gt;In dem Zusammenhang erklärte mir Uli auch das Dasein der UNIJUI. Die UNIJUI ist weder eine staatliche noch eine private Hochschule (diese Aufteilung ist sonst üblich in Brasilien, wobei die staatlichen Hochschulen besser und angesehener sind als die “Bildungssupermärkte” der privaten Hochschulen), sondern eine “Universidade comunitária”, deren Träger weder der Staat, noch irgendwelche gewinnorientierten Privatpersonen sind, sondern eine Stiftung. Und “Stiftung” bedeutet hier nicht, dass da jemand zu viel Geld übrig hatte und dachte mal was Gutes tun zu müssen, sondern einfach eine juristische Figur, ein Zusammenschluss von Personen, etwa so wie ein Verein. Diese Form der Universität gibt es hauptsächlich im Süden Brasiliens und sie bedeutet im Endeffekt für die Studenten, dass sie ihr Studium selbst bezahlen müssen (je nachdem, was man studiert und wie viele Fächer man belegt, kostet das Ganze in der Regel R$1000-1200 pro Monat, also zwischen 300 und 400€), dass dieses Geld aber nicht irgendeinem/-einer UnternehmerIn zugute kommt. Notwendig war es die Universität auf diese Weise zu gründen, da die europäischen Einwanderer um die Bedeutung der Bildung wussten und auch Wert darauf legten, der Staat aber in diesem abgelegenen Winkel Brasiliens nicht daran dachte eine Universität hinzustellen. Also mussten sich die Menschen hier selbst helfen und die UNIJUI mit ihren ca. 10.000 Studenten und 4 Campi (der Hauptcampus liegt in Ijuí, die restlichen 3 in Panambi, Santa Rosa und Três Passos) der ist das Resultat dieser Selbsthilfe.&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p align="left"&gt;&lt;font color="#008000"&gt;Nach der Privatführung durch Uli hab ich noch schnell dem Museumsarchiv einen Besuch abgestattet, wo mir zuständige Dame schon mal gezeigt hat, was es an Material gibt, das interessant für mich sein könnte. Gut, aber das Durchstöbern des Archivs hebe ich mir für später auf, erst mal werde ich die Bibliothek durchforsten und eben meine Interviews machen.&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p align="left"&gt;&lt;font color="#008000"&gt;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p align="left"&gt;&lt;font color="#008000"&gt;Den Rest des Nachmittages habe ich dann dazu genutzt einige organisatorische Dinge im Stadtzentrum, das einmal Hügel hoch, Hügel runter und wieder Hügel hoch, 20 Laufminuten von der Pensão entfernt liegt – bei 33°C kommt man auf diesem Weg durchaus ins Schwitzen. Eines der Dinge, die ich erledigen wollte, war es einen Stadtplan von Ijuí zu besorgen, denn es normalerweise ja bei der Touristeninformation gibt. Zu der selbigen hab ich mich denn auch begeben. Als ich dort nach einem Stadtplan fragte, holte einer der Mitarbeiter nach einigem Suchen einen solchen hervor, breitete ihn auf dem Tisch aus und fragte, nach welcher Straße ich denn suchte. “…ähm, ich brauche einen ganzen Plan, nicht nur eine Straße… Ich bin nicht von hier…” “Ach so! Wo kommst du denn her?” “Aus Deutschland.” “Hmmmm, also wir haben hier nur diese eine Karte… Es gibt zwar auch welche in den Läden zu kaufen, aber die Leute sagen, dass die nicht besonders komplett und aktuell sind… Was machen wir da bloß!?… Ach, weißt du was: Nimm einfach diese Karte hier mit, wir kommen schon ohne sie zurecht!” “Sicher?” “Ja ja, nimm sie nur mit. Wir wollen ja nicht, dass du dich verläufst. Wir kommen schon ohne die Karte zurecht.”&amp;#160; “…ok, vielen Dank dann. Das ist sehr nett.” “Keine Ursache. Und verlauf dich nicht!”&amp;#160;&amp;#160;&amp;#160;&amp;#160;&amp;#160; Das ist sie, die bekannte brasilianische Hilfsbereitschaft :)&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;font color="#000040" size="1"&gt;*”Beleza” bedeutet eigentlich “Schönheit”, wird aber sehr oft für “Alles klar”, “in Ordnung” usw. verwendet.&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-3548161997989726923?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/3548161997989726923/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=3548161997989726923' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/3548161997989726923'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/3548161997989726923'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2009/05/erste-tage-in-ijui.html' title='Erste Tage in Ijuí'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh4.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SgjaXy28qiI/AAAAAAAAAqc/WTLVj77rFMQ/s72-c/01%20meu%20quarto_thumb%5B1%5D.jpg?imgmax=800' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-1501611573250744304</id><published>2009-05-10T19:51:00.001-07:00</published><updated>2009-05-17T16:49:36.366-07:00</updated><title type='text'>Und noch mehr Neuigkeiten</title><content type='html'>Mittlerweile bin ich in Ijuí angekommen, aber zunächst will ich mal noch erzählen, was die letzten Tage noch so los war.&lt;p&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 51, 255);"&gt;Im letzten Eintrag "Erstes Lebenszeichen" gibt's jetzt auch mehr Fotos und einen kleinen &lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 51, 255);"&gt;Zusatz!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Am Dienstag haben Selma und ich einen kleinen Ausflug gemacht, zur Gruta do Maquiné [Grutta du Mackinäh] bei Cordisburgo [Kordschisburgo], einer Tropfsteinhöhle etwa 120 km von Belo Horizonte entfernt.&lt;/p&gt;    &lt;div class="wlWriterEditableSmartContent" id="scid:84E294D0-71C9-4bd0-A0FE-95764E0368D9:fda73941-ed31-45cc-860b-2be3822081c0" style="margin: 0px; padding: 0px; display: inline; float: none;"&gt;&lt;a href="http://maps.live.com/default.aspx?v=2&amp;amp;cp=-19.10754%7E-44.3676&amp;amp;lvl=5&amp;amp;style=r&amp;amp;sp=aN.-19.11533_-44.35318_Cordisburgo_&amp;amp;mkt=en-us&amp;amp;FORM=LLWR" id="map-dd21452b-c007-4f15-a7f8-b9872cdce01b" alt="Klicken, um diese Karte auf Live.com anzuzeigen" title="Klicken, um diese Karte auf Live.com anzuzeigen"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SgeSMSQHaQI/AAAAAAAAAo4/Z3CpPY4eW4o/map-ab242693676a.jpg?imgmax=800" alt="Kartenbild" width="320" height="240" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;    &lt;p&gt;Ein paar Impressionen gibt es hier:&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;Der Eingang der Tropfsteinhöhle&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;a href="http://lh4.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SgeSOtV6fUI/AAAAAAAAAo8/a9cSAZA-xFY/s1600-h/036%5B9%5D.jpg"&gt;&lt;img title="036" style="border: 0px none ; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto;" alt="036" src="http://lh3.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SgeSP5BUKxI/AAAAAAAAApA/BPpRoEPlsBI/036_thumb%5B7%5D.jpg?imgmax=800" border="0" width="400" height="301" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;em&gt;Eine Höhlenmalerei&lt;/em&gt; &lt;a href="http://lh3.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SgeSRhopdLI/AAAAAAAAApE/RPwRFWw86e0/s1600-h/038%5B6%5D.jpg"&gt;&lt;img title="038" style="border: 0px none ; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto;" alt="038" src="http://lh5.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SgeSSxCmNQI/AAAAAAAAApI/JJ9jyRMiccM/038_thumb%5B2%5D.jpg?imgmax=800" border="0" width="390" height="294" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;Ein Engel&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;a href="http://lh6.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SgeSTzoHlFI/AAAAAAAAApM/UncRROz1Vy8/s1600-h/042%5B5%5D.jpg"&gt;&lt;img title="042" style="border: 0px none ; display: inline; width: 275px; height: 365px;" alt="042" src="http://lh4.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SgeSVXPv6vI/AAAAAAAAApQ/XBtMIVJwgpg/042_thumb%5B3%5D.jpg?imgmax=800" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;…ganz schön groß, die Höhle&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;a href="http://lh6.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SgeSWkRE0HI/AAAAAAAAApU/fCEX85Uil4Y/s1600-h/046%5B6%5D.jpg"&gt;&lt;img title="046" style="border: 0px none ; display: inline;" alt="046" src="http://lh6.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SgeSXoW0UVI/AAAAAAAAApY/3EUN4MyCfQA/046_thumb%5B4%5D.jpg?imgmax=800" border="0" width="390" height="294" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/ShChVxiAcTI/AAAAAAAAArY/LRhk3o_jgN4/s1600-h/Imagem+202.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 267px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/ShChVxiAcTI/AAAAAAAAArY/LRhk3o_jgN4/s400/Imagem+202.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5336942953879335218" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/ShChVtEFHVI/AAAAAAAAArQ/4Y-RAJBjR3w/s1600-h/Imagem+193.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 267px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/ShChVtEFHVI/AAAAAAAAArQ/4Y-RAJBjR3w/s400/Imagem+193.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5336942952680070482" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/ShChVY8hfNI/AAAAAAAAArI/Q3J0A5Pxcts/s1600-h/Imagem+094.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 266px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/ShChVY8hfNI/AAAAAAAAArI/Q3J0A5Pxcts/s400/Imagem+094.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5336942947279666386" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;      &lt;p&gt;&lt;a href="http://lh3.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SgeSY9YA8_I/AAAAAAAAApc/TUhHcuBjtQE/s1600-h/047%5B3%5D.jpg"&gt;&lt;img title="047" style="border: 0px none ; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto;" alt="047" src="http://lh6.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SgeSaH8SREI/AAAAAAAAApg/vHQUlecKWeQ/047_thumb%5B1%5D.jpg?imgmax=800" border="0" width="391" height="294" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;a href="http://lh3.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SgeScL0_n_I/AAAAAAAAApk/azQGmWAx3bE/s1600-h/058%5B3%5D.jpg"&gt;&lt;img title="058" style="border: 0px none ; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto;" alt="058" src="http://lh3.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SgeSdHsDfXI/AAAAAAAAApo/fq2FZGK-6OY/058_thumb%5B1%5D.jpg?imgmax=800" border="0" width="391" height="294" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;a href="http://lh3.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SgeSeu2hDyI/AAAAAAAAAps/9mgFDrfzUVY/s1600-h/061%5B3%5D.jpg"&gt;&lt;img title="061" style="border: 0px none ; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto;" alt="061" src="http://lh3.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SgeSgCIHRnI/AAAAAAAAApw/jlCa1N4XuNY/061_thumb%5B1%5D.jpg?imgmax=800" border="0" width="391" height="294" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Schick, ne?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/ShCh20BzXNI/AAAAAAAAAro/OkaIGPfTKiY/s1600-h/Imagem+247.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 273px; height: 365px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/ShCh20BzXNI/AAAAAAAAAro/OkaIGPfTKiY/s400/Imagem+247.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5336943521485249746" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;Selma und ich vor einem Haufen …Schlagsahne?!&lt;/em&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;a href="http://lh6.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SgeSha2x3uI/AAAAAAAAAp0/ab0uGEsdsUg/s1600-h/069%5B3%5D.jpg"&gt;&lt;img title="069" style="border: 0px none ; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto;" alt="069" src="http://lh5.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SgeSiawYHkI/AAAAAAAAAp4/nNIAUmmQu0o/069_thumb%5B1%5D.jpg?imgmax=800" border="0" width="391" height="294" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;…und wieder am Ausgang der Höhle&lt;/em&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;a href="http://lh5.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SgeSkCG9M7I/AAAAAAAAAp8/61M3mRZI3iU/s1600-h/075%5B3%5D.jpg"&gt;&lt;img title="075" style="border: 0px none ; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto;" alt="075" src="http://lh6.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SgeSl1AHJ0I/AAAAAAAAAqE/diHDEuken7U/075_thumb%5B1%5D.jpg?imgmax=800" border="0" width="391" height="294" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Abends, zurück in Belo Horizonte, gab es dann noch Besuch von einer Freundin von Selma und ihrer Tochter, die mich unbedingt kennenlernen wollten. Die beiden waren sehr nett, nur wollte mir die Ähnlichkeit zwischen den beiden irgendwie nicht so recht ins Auge springen: Die Mutter war relativ hellhäutig, doch recht moppelig und hatte fast Korkenzieherlocken;  die Tochter war eine typische Mulattin, dunkelhäutig, groß, schlank und glattes schwarzes Haar. Ich tippte darauf, dass der Vater denn wohl dominante Gene ins Spiel gebracht hätte, aber später erklärte mir Selma, dass auch der Vater vom selben Typ wie die Mutter sei. Trotz allem, bestehe die Mutter darauf, dass es sich um ihre leibliche Tochter handele. …entweder liegt hier also ein extremer Fall von Erbsprung vor oder ein extremer Fall von Verdrängung…&lt;/p&gt;  &lt;p&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Am Mittwochvormittag hatte ich “frei” (und Zeit den ersten Blogeintrag zu schreiben), da an diesem Tag auch Selma vormittags arbeiten musste und Nachmittags lernte ich einen weiteren Teil von Alans Familie kennen, den väterlichen Teil, zu dem Selma immer noch sehr viel Kontakt hat, abgesehen von Alans Vater selbst. Alle waren super herzlich und Alans Oma und Tante Cida haben mich reichlich mit pão de queijo [paun(g) de ke-ischo; “Käsebrot”] und selbstgemachten Keksen für meine “Heimreise” nach Campinas am Abend eingedeckt. Außerdem hab ich noch eine Zahnbürste mit Werbeaufdrück von Tante Cidas Zahnarztpraxis bekommen :)  &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Beim Stichwort “Zahnbürste” fällt mir noch etwas ein: Hier in Brasilien nimmt die Mehrheit der Menschen den zahnärztlichen Hinweis, sich 3 mal täglich die Zähne zu putzen, ernst und putzt sich auch nach dem Mittagessen die Zähne. Vorbildlich!&lt;/p&gt;  &lt;p&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Am Donnerstagmorgen kam ich wieder in Campinas an.&lt;/p&gt;  &lt;div class="wlWriterEditableSmartContent" id="scid:84E294D0-71C9-4bd0-A0FE-95764E0368D9:993b7a80-bf89-487b-a987-5b1336f1e95f" style="margin: 0px; padding: 0px; display: inline; float: none;"&gt;&lt;a href="http://maps.live.com/default.aspx?v=2&amp;amp;cp=-21.17673%7E-45.94482&amp;amp;lvl=6&amp;amp;style=r&amp;amp;sp=aN.-22.80562_-47.0929_Campinas%2520%252f%2520Bar%25u00e3o%2520Geraldo_&amp;amp;mkt=en-us&amp;amp;FORM=LLWR" id="map-442c51dc-7584-4ff5-b444-e789f9bd411d" alt="Klicken, um diese Karte auf Live.com anzuzeigen" title="Klicken, um diese Karte auf Live.com anzuzeigen"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SgeSm1nLAtI/AAAAAAAAAqI/eSLyMPLDnDM/map-4c2135298058.jpg?imgmax=800" alt="Kartenbild" width="320" height="240" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;  &lt;p&gt;Fast verpasste ich meinen Ausstieg, da Campinas, seit ich das letzte Mal hier war (endlich) eine neue, extrem schicke Rodoviária bekommen hat, deren Wiedererkennungswert für mich recht gering war, und außerdem hatte ich so tief und fest und gut im Bus geschlafen, dass ich gar nicht bemerkte, dass der Bus angehalten hatte. Gut, aber als dann alle anderen Leute auch aus dem Bus stürmten, hab dann auch ich gemerkt, dass wir da sind.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;An diesem Tag habe ich nicht viel mehr gemacht, nur Mittagessen mit Alessandra in der Mensa der UNICAMP und am Abend Kino im Shopping Dom Pedro* zusammen mit Alessandra und einer Freundin von ihr, die vor Filmbeginn noch schnell ihre Muttertagseinkäufe im Shoppingcenter erledigten.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Den Freitag verbrachte ich zum Großteil an der UNICAMP: vormittags Treffen, Philosophieren und schwarzen Tee trinken mit Dirceu, dann Besuch bei Alessandra in ihrem Labor und Abschied :(, dann Mittagessen mit Yulios, später eine Portion Açaí** gegen Kopfschmerzen (wirkt echt Wunder!), dann Treffen mit Eduardo und Abfahrt auf dem Motorrad ins Zentrum von Campinas (etwa 10 km von der UNICAMP entfernt) zum Pastel***-Essen. Da es schon früher Abend war, kamen wir direkt in den dicken Feierabendverkehr von Campinas. Auf dem Motorrad kommt man jedoch trotzdem recht schnell voran, man muss halt nur den Platz zwischen den Autos ausnutzen, die vor der roten Ampel Schlange stehen oder auch mehr oder weniger langsam rollen… Ist schon ein kleines Erlebnis, so eine Motorradfahrt in der Abenddämmerung im Feierabendverkehr einer brasilianischen Großstadt.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Nach dem Pastel-Essen wieder “nach Hause” zu Karinas Haus, Abschiedstelefonat mit Karina, die eigentlich an diesem Abend hatte nach Hause kommen wollen, um nochmal zusammen ausgehen zu können, diesen Plan aber aus verschiedenen Gründen aufgeben musste, und später dann Ausgehen in die Salsa-Bar “Rudá” mit Yulios, wo wir auch noch ein paar Freunde von Yulios trafen. &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Nur zur Erinnerung: Nicht Salsa, sondern Samba kommt aus Brasilien! Salsa ist in Brasilien also ähnlich exotisch wie in Deutschland auch. Deswegen gab es in der Salsa-Bar, bevor die Liveband zu spielen begann, erst mal eine Einführung in Merengue, Bachata und eben Salsa, genau wie bei vielen Noches Latinas in Deutschland.  …aber Brasilien wäre nicht Brasilien, wenn die Leute hier keinen Rythmus und Optimismus im Blut hätten und so lernten die Brasilianischen “Schüler” alles wesentlich schneller, als das in Deutschland der Fall ist, und außerdem ohne Gejammer seitens der Herren der Schöpfung.&lt;/p&gt;  &lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;Salsa-Unterricht im “Rudá” (die verwischte Person in der Mitte ist der Salsa-Lehrer)&lt;/em&gt;&lt;a href="http://lh5.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SgeSoOyx8bI/AAAAAAAAAqM/fwa9WOm5Rng/s1600-h/11%20Rud%C3%A1%20-%20aula%20de%20salsa%5B3%5D.jpg"&gt;&lt;img title="11 Rudá - aula de salsa" style="border: 0px none ; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto;" alt="11 Rudá - aula de salsa" src="http://lh5.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SgeSpGKlphI/AAAAAAAAAqQ/ys1b2yaa18A/11%20Rud%C3%A1%20-%20aula%20de%20salsa_thumb%5B1%5D.jpg?imgmax=800" border="0" width="391" height="294" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Aber warum in aller Welt gehe ich nun in Brasilien Salsa tanzen? Bei meinem letzten Aufenthalt in Brasilien war ich schon einmal mit Yulios (= Peruaner) Salsa tanzen gegangen ohne wirklich Ahnung von Salsa zu haben. Ich hatte gedacht, dass sich das schon so erledigen würde, denn den brasilianischen Forró hatte ich ja auch einfach so gelernt. …nur dass ich eben unterschätzt hatte, dass Salsa doch eine Ecke komplexer ist als Forró und so habe ich mich an dem Abend recht blamiert. Zurück in Deutschland bemerkte ich, dass mir nur noch wenige Semester bis zum Studiumsende blieben und dass ich bisher das tolle Angebot des Hochschulsports noch gar nicht wirklich ausgenutzt hatte. Also belegte ich unter anderem einen Salsa-Kurs und so gerüstet wollte ich denn nun meine Ehre retten und hab es glaube ich auch geschafft! :)&lt;/p&gt;  &lt;p&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Nach diesem Abend blieben mir noch ganze 2 Stunden Schlaf, bevor mich Karinas Eltern um 5:30 Uhr zum Flughafen in Campinas brachten (…das mit den nur 2 Stunden Schlaf vor einer langen Reise scheint Gewohnheit zu werden…), von wo aus ich einen Flug nach Porto Alegre, der Hauptstadt des Bundesstaates Rio Grande do Sul, nahm.&lt;/p&gt;  &lt;div class="wlWriterEditableSmartContent" id="scid:84E294D0-71C9-4bd0-A0FE-95764E0368D9:66460516-145b-4623-b34e-6d093989509e" style="margin: 0px; padding: 0px; display: inline; float: none;"&gt;&lt;a href="http://maps.live.com/default.aspx?v=2&amp;amp;cp=-26.19488%7E-47.94434&amp;amp;lvl=5&amp;amp;style=r&amp;amp;sp=aN.-30.0156_-51.19354_Porto%2520Algre_&amp;amp;mkt=en-us&amp;amp;FORM=LLWR" id="map-304891c0-d013-4acd-be0d-c45855e39647" alt="Klicken, um diese Karte auf Live.com anzuzeigen" title="Klicken, um diese Karte auf Live.com anzuzeigen"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SgeSp-U6MDI/AAAAAAAAAqU/xs4ylv4nwzg/map-81507abc725a.jpg?imgmax=800" alt="Kartenbild" width="320" height="240" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;  &lt;p&gt;Mit meinen insgesamt etwa 38 kg Gepäck, verteilt auf einen großen und einen kleinen Koffer, einen Rucksack, eine Handtasche und eine Jacke, bewaffnet nahm ich am Flughafen den Transporter zur Metro-Station und von dort die Metro zur Rodviária. Glücklicherweise gab’s zwei Burschis von etwa 17 Jahren, die mit dem gleichen Flug wie ich gekommen waren und ebenfalls zur Rodoviária wollten, die Mitleid mit mir und meinem ganzen Gepäck hatten und mir daher ihre Hilfe anboten, die ich gerne annahm angesichts der ganzen Treppen und Wege, die zu überwinden waren. Die beiden waren auf dem Weg zu einem Breakdance-Turnier und sahen dementsprechend auch aus wie aus der Bronx, so dass ich doch erst mal zweifelte, ob ich ihnen meine Sachen anvertrauen konnte, aber es stellte sich heraus, dass sie ganz handzahm waren.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Trotz Hilfe bliebe aber auch immer noch genügend Gepäck übrig um mich genügend ins Schwitzen zu bringen, zumal es die Jungs auch recht eilig hatten, weil sie ihren Bus nicht verpassen wollten. Aber ich hatte ja sowieso noch knapp 3 Stunden Zeit bis mein Bus nach Ijuí abfahren würde und somit genügend Zeit zum Ausruhen. Nachdem ich mein Busticket gekauft hatte, genehmigte ich mir also erstmal einen Cafézinho und einen Ananassaft in einer der Lanchonetes (sowas wie ein Imbiss) in der Rodoviária. Über die Rechnung am Ende war ich recht positiv überrascht: R$ 1 (etwa 34 Cent). In Campinas hätte ich wohl das 4-fache oder mehr für das Gleiche bezahlt! Hier im Süden Brasiliens sind die Preise doch um einiges geringer  als in der Region von Sao Paulo.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Nach dieser Stärkung begab ich mich dann zu meinem “Bussteig” um dort die verbleibenden 2 Stunden zu warten. Und irgendetwas scheine ich an mir zu haben, aber die Leute wählten vorzugsweise mich aus, wenn sie irgendeine Auskunft haben wollten. Nicht dass um mich herum dutzende von Brasilianern bereit gestanden hätten…&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Die Busfahrt nach Ijuí dauerte 6 Stunden und führte zunächst durch eine grüne hügelige Landschaft und dann durch eine grün grau-braun hügelige Landschaft: Jede Menge abgeerntete Felder hier und da unterbrochen von ein paar Bäumen und Gebüschen. Erinnert irgendwie an eine Mischung aus den deutschen Mittelgebirgen wegen der Hügel) Mecklenburg-Vorpommern (wegen der großen Felder), nur dass auf den Feldern hauptsächlich nur eine Kulturpflanze angebaut wurde: Soja.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Als ich in Ijuí ankam, war es schon dunkel.&lt;/p&gt;  &lt;div class="wlWriterEditableSmartContent" id="scid:84E294D0-71C9-4bd0-A0FE-95764E0368D9:03666b9c-e7aa-4621-b65f-fd5e35b02585" style="margin: 0px; padding: 0px; display: inline; float: none;"&gt;&lt;a href="http://maps.live.com/default.aspx?v=2&amp;amp;cp=-27.02977%7E-50.53711&amp;amp;lvl=6&amp;amp;style=r&amp;amp;sp=aN.-28.39049_-53.92056_Iju%25u00ed_&amp;amp;mkt=en-us&amp;amp;FORM=LLWR" id="map-d3c230d8-2ec7-4689-9603-90fa1a596223" alt="Klicken, um diese Karte auf Live.com anzuzeigen" title="Klicken, um diese Karte auf Live.com anzuzeigen"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SgeSqk98yxI/AAAAAAAAAqY/7Y3Sem5De0Q/map-cc7b8dcc8574.jpg?imgmax=800" alt="Kartenbild" width="320" height="240" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;  &lt;p&gt;An der Rodoviária wurde ich von Tati und Ane abgeholt. Tati hatte schon ein Auslandssemster in Recklinghausen gemacht und spricht auch Deutsch und Ane ist rein deutscher Abstammung (auch sichtlicherweise) , war aber noch nie in Deutschland und spricht auch kein Deutsch. Die beiden brachten mich zu meiner Unterkunft, der “Pensão do Bosque”, wo ich für R$ 460 (etwa 160€) pro Monat ein kleines Zimmer habe (mit Gemeinschaftsbad, aber 2 Bäder für 3 Mädels sollten eigentlich ausreichen ;) ), meine Wäsche gewaschen und gebügelt wird, und ich von montagmorgens bis samstagmittags vollverpflegt werde (da ich erst am Samstagabend ankam, bekam wurde ich dieses Wochenende auch noch mitverpflegt :)   ).&lt;/p&gt;  &lt;p&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Mehr zu meiner Unterkunft und Ijuí gibt’s die nächsten Tage, jetzt muss ich erstmal wieder ins Bettchen, denn morgen früh kommt mein hiesiger Diplomarbeitsbetreuer Walter Frantz hier in der Pensao do Bosque vorbei.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;* Das Shopping Dom Pedro ist, so sagt die Legende, das größte Shopping Center Lateinamerikas und darüber hinaus nur 5 Autominuten von der UNICAMP entfernt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;** Die Açaí-Frucht ist, wie Guaraná, ein natürlicher Energizer und wird i.d.R als Sorbet mit verschiedensten Beigaben (z.B. Banane und “Granola”, so ähnlich wie Knuspermüsli) gegessen. Hat mir schon einmal gegen einen Megakater geholfen, der mich den ganzen Tag weder aus dem Bett, noch essen gelassen hatte. Nach einer Schüssel gefrorenem Açaí-Fruchtmuß war ich aber wiederhergestellt und auch diesmal tat die Frucht ihre Dienste gegen meine Kopfschmerzen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;***Das sagt Wikipedia über “Pastel”: &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;blockquote&gt;   &lt;p&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;b&gt;Pastel&lt;/b&gt; is a typical Brazilian dish, consisting of crisp &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Pastry"&gt;pastry&lt;/a&gt; with assorted fillings. In Brazil the Pastel is a &lt;i&gt;salgado&lt;/i&gt; (salty snack) primarily sold on the street with a thin pastry envelope containing minced &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Meat"&gt;meat&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Catupiry"&gt;catupiry&lt;/a&gt; and &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Chicken"&gt;chicken&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Shrimp"&gt;shrimp&lt;/a&gt; or another filling and then deep fried. Sweet &lt;i&gt;pastéis&lt;/i&gt; also exist and may contain guava jelly and cheese or other fillings.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-1501611573250744304?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/1501611573250744304/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=1501611573250744304' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/1501611573250744304'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/1501611573250744304'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2009/05/und-noch-mehr-neuigkeiten.html' title='Und noch mehr Neuigkeiten'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh4.ggpht.com/_-tHFBpar9qw/SgeSMSQHaQI/AAAAAAAAAo4/Z3CpPY4eW4o/s72-c/map-ab242693676a.jpg?imgmax=800' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-4279420310979611365</id><published>2009-05-06T05:15:00.000-07:00</published><updated>2009-05-11T18:46:25.817-07:00</updated><title type='text'>Erstes Lebenszeichen</title><content type='html'>Soooo, jetzt, wo ich schon fast eine Woche hier bin, hab ich endlich mal einen ruhigen Vormittag und kann ein paar Zeilen darüber schreiben, wie's mir die letzten Tage hier so ergangen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also, letzten Mittwoch kam ich nach 27 Stunden Reise (Zug von Lüneburg nach Frankfurt, Flug von Frankfurt nach Salvador da Bahia, 4 Stunden Aufenthalt in Salvador, 2 zusätzliche Wartestunden, weil am Flughafen irgendein Wagen unser Flugzeug angefahren hatte und das eben erst einmal repariert werden musste, und dann der Flug von Salvador nach Campinas, womich denn Karinas* Eltern in Empfang nahmen) spät nachts in Campinas, wo ich mein Praktikum in Brasilien gemacht hatte, an.&lt;br /&gt;Vor meine Abreise hatte ich auch nur ganze 2 Stunden geschlafen, weil ich echt ziemlich nervös und außer mir war, v.a. weil mich der Gedanke, Daniel 10 Wochen lang nicht sehen zu können, doch sehr schmerzte und weil ich irgendwie Angst hatte, vergessen zu haben, wie die Dinge in Brasilien funktionieren und mich genauso verloren wie am Anfang meines letzten Aufenthaltes zu fühlen. Aber zumindest Letzteres löste sich sehr bald nach meiner Ankunft in Salvador auf. Wieder in Brasilien zu sein fühlte sich fast ein bisschen an wie nach Hause kommen und auf gar keinen Fall fühlte ich mich fremd und/oder verloren.&lt;br /&gt;Und auch der feine Unterschied zwischen Deutschland und Brasilien wurde mir auch gleich wieder ins Gedächtnis gerufen: Als am Gate für meinen Flug Salvador-Campinas die Meldung kam, dass sich der Flug auf unbestimmte Zeit verspäten würde, hat niemand auch nur ansatzweise genervt reagiert! Natürlich hat sich auch niemand gefreut, aber die Leute nahmen's gelassen, machten ihre Witze über die Situation und niemand hat sich auch nur im Geringsten aufgeregt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gut, am Donnerstag hatte ich denn auch gleich ein recht volles Programm: Mittagessen in der Mensa der UNICAMP (wo ich mein Praktikum gemacht hatte) mit Yulios, der seinen Master an der UNICAMP macht, dann direkt danach Treffen mit Erika (hat im gleichen Labor wie ich Praktikum gemacht und hat dann, bis vor Kurzem, 2 Auslandssemster in Rennes in der Bretagne gemacht, wo ich sie letzten Sommer auch besucht habe, und auch sie hat mich in Lüneburg besucht) und Alessandra (war meine Nachbarin in Campinas und hat von August bis Dezember 08 ein Praktikum in Lübeck gemacht). Danach fuhren Erika und ich ins Stadtzentrum um unserer hochschwangeren Praktikumsbetreuerin einen kleinen Besuch abzustatten (ihr kleiner Sohn ist vorgestern auf die Welt gekommen!).&lt;br /&gt;Auf der Fahrt im Bus ins Stadtzentrum machte ich denn auch gleich Bekanntschaft mit einer Ultraprominenz aus Campinas: Dem Superman der UNICAMP! Im Bus, ganz in der Nähe von Erika und mir, sass ein recht ungepflegter, dicker Mann mit längerem Haar auf den Treppenstufen eines Ausgangs. Zunächst dachte ich er würde mit dem Mädchen, das hinter ihm stand erzählen, was er teils auch tat, aber dann bemerkte ich, dass er hauptsächlich mit sich selbst redete. Irgendetwas darüber, dass er längere Haare haben wollte und sie dann zu einem Pferdeschwanz binden würde und einen schwarzen Hut dazu und eine Sonnenbrille, so dass er aussehen würde wie Michael Jackson. Na ja, irgendwann wandte er sich an mich und fragte mich nach der Uhrzeit und als ich ihm die gesagt hatte, fragte er mich, ob ich den Superman der UNICAMP kenne. Ich verneinte, aber das beirrte ihn nicht. "Das bin ich! Ich bin der Superman der UNICAMP!" sagte er voller Stolz. "Auf meinem Video* gab es schon 5.000 Besucher! Ganz schön viel, was?" Kurz danach stieg er aus und Erika erzählte mir, dass er eben im Supermankostüm über den Campus der UNICAMP läuft und wie Michael Jackson tanzt. Zunächst dachten alle er sei ein Schauspielkunst-Student und würde das alles deswegen veranstalten, aber dann stellte sich heraus, dass er einfach nur einen Knacks hat... Wow, aber ich bin kaum einen Tag in Brasilien und schon lerne ich Superman kennen *lach*&lt;br /&gt;Bis ich denn zurück zu Karinas Haus kam, war es auch schon wieder Abend und Vitor kam ebenfalls bei Karina an (Vitor hat 2006 ein Praktikum in Lüneburg gemacht. Eigentlich wohnt er 200 km von Campinas entfernt, aber er kam denn nach Campinas um Karina und mich wiederzusehen) und noch ein bisschen später holten wir zusammen mit Karinas Bruder Leo Karina von der Rodviária (=ZOB) ab***. Na ja, und eigentlich dachte ich, dass Karina müde von der Reise sei und wir an diesem Abend nichts mehr unternehmen würden, aber da hatte ich ganz vergessen, dass Karinas Batterie fast nie leer wird. So fuhren wir denn in eine Bar, wo Sertanejo**** von einer Liveband gespielt wurde und wo wir zahlreiche Arbeitskollegen von Karina trafen. Die Bar war bis zum Bersten voll. Unter dem Publikum befanden sich auch ein paar echte Cowboys! ...na ja, zumindest dachten sie, sie seien welche... Wie im wilden Westen brach direkt hinter uns dann auch eine Schlägerei los, als wir gerade angekommen waren und uns zwischen den ganzen Leuten durchdrückten. Ein paar Flaschen und Gläser flogen durch die Luft, alle sprangen soweit sie konnten zur Seite, die Band hörte auf zu spielen. Lange dauerte das Ganze aber nicht, die Raufbolde wurden schnellstens von den Securities aus der Bar befördert, die Party konnte also weitergehen. Und das tat sie auch. Erst um halb 6 Uhr morgens kamen wir wieder nach Hause.&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Vitor, ich, Karina und Isa&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/Sgdzxi5n9rI/AAAAAAAAAos/DxJr7J5LMHk/s1600-h/03+Vitor,+Sarah,+Karina+e+Isa.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/Sgdzxi5n9rI/AAAAAAAAAos/DxJr7J5LMHk/s400/03+Vitor,+Sarah,+Karina+e+Isa.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5334359578662926002" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Der Freitag war dann wesentlich ruhiger, was anderes war für mich aber auch nicht möglich nach einer durchfeierten Nacht und nur 4,5 Stunden Schlaf. Wir (=Vitor, Karina, Alessandra et moi) besuchten Karina's Schwester Erika (eine andere Erika), die vor einem halben Jahr mit ihrem Freund Felipe zusammengezogen war, und machten bei ihnen zu Hause ein leckeres Churrasco [Schu-hasko], ein brasilianisches Barbecue. Für mich und Vitor war's das dann auch schon an diesem Tag. Karina hingegen ging am Abend auf eine Hochzeitsfeier...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;...und blieb dort auch bis zum nächsten Morgen. Als sie nach Hause kam, weckte sie Vitor und mich. Wir machten uns alle schnell fertig und holten Erika (Karinas Schwester) ab, denn wir hatten 2,5 Stunden Autofahrt vor uns. Warum? Wir wollten das Wochenende am Strand verbringen und möglichst keine Sekunde davon verlieren! Wir fuhren nach Riviera de São Lourenço, einem "condomínio fechado" (=geschlossene Wohnanlage, in diesem Fall inkl. Strand) bei Bertioga, wo Karinas Onkel ein Ferienhaus hat. Das Haus war echt super, so wie alle anderen Häuser in dem Condomínio auch, hatte einen Swimming-Pool und war so gross, dass man sich mit nur 4 Personen fast verloren darin vorkam. Das Wochenende genossen wir also ganz ruhig und relaxed mit Strand und Churrasco :) Trotz dass es schon fast "Winter" hier ist, war das Meer doch noch recht angenehm und die Lufttemperaturen natürlich auch (hab so gar schon ein f]ganz klein wenig Farbe bekommen :) ). Und der Vorteil an solch einem Privatstrand ist, dass man sich ausnahmsweise mal nicht so sehr um sein Hab und Gut sorgen muss. Und auch im Condomínio haben die Häuser, anders als in den Städten, auch keine Mauern, Zäune und vergitterten Fenster. Den Luxus dieser Sicherheit können sich aber auch nur Leute mit einigermassen viel Geld leisten.&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Unser" Haus von vorne&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/SgdykRn_7bI/AAAAAAAAAoc/b9y2wQHX2gY/s1600-h/02+a+frente+da+casa.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/SgdykRn_7bI/AAAAAAAAAoc/b9y2wQHX2gY/s400/02+a+frente+da+casa.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5334358251175669170" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Unser" Haus von hinten&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/SgdyknJ3m0I/AAAAAAAAAok/IR1UmzZvssY/s1600-h/01+a+parte+de+tr%C3%A1s+da+casa.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/SgdyknJ3m0I/AAAAAAAAAok/IR1UmzZvssY/s400/01+a+parte+de+tr%C3%A1s+da+casa.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5334358256954874690" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Der Weg zum Strand&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/SgdxDSTfCeI/AAAAAAAAAoU/ZbYSATsQqPk/s1600-h/03+o+caminho+pra+praia.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 300px; height: 400px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/SgdxDSTfCeI/AAAAAAAAAoU/ZbYSATsQqPk/s400/03+o+caminho+pra+praia.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5334356584910752226" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Der Strand&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/SgdxDBd2IUI/AAAAAAAAAoM/SX4jfTM_RHQ/s1600-h/08+a+praia.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/SgdxDBd2IUI/AAAAAAAAAoM/SX4jfTM_RHQ/s400/08+a+praia.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5334356580390805826" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Karina, Erika, Vitor und im Hintergrund unser fröhlich bunter Sonnenschirm&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/SgdxDPOAu9I/AAAAAAAAAoE/5In9di_SeaE/s1600-h/09+Karina,+Erika,+Vitor.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/SgdxDPOAu9I/AAAAAAAAAoE/5In9di_SeaE/s400/09+Karina,+Erika,+Vitor.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5334356584082488274" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Vitor, Caipirinha mit Maracuja und Limette (nach dem Trinken muss man sich gut den Mund waschen sonst bekommt man aus dem Zusammenwirken von Limettensaft und Sonne dunkelbraune Flecken um den Mund, die seeehr lange brauchen um zu verwschwinden!), meine Wenigkeit und Karina&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/SgdxCtcOcjI/AAAAAAAAAn8/j0RAHkw4lpo/s1600-h/11+Vitor,+Sarah,+Karina.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/SgdxCtcOcjI/AAAAAAAAAn8/j0RAHkw4lpo/s400/11+Vitor,+Sarah,+Karina.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5334356575015301682" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Am Sonntagnachmittag machten wir uns dann auf den Rückweg, diesmal auf einer anderen Strecke, da Karina, Vitor und ich von São Paulo aus in verschieden Richtungen weiterreisen wollten. Auf dem Weg nach São Paulo kamen führt die Autobahn durch die Stadt Cubatão. "Stadt" ist eigentlich ein Euphemismus für Cubatão, "dreckiger Industriekomplex" wäre passender. Also wenn es eine Hölle für kleine Umweltwissenschaftler gibt, dann weiss ich, wo sie ist... Die "Stadt" Cubatão besteht aus endlos vielen Industrieanlagen, Schornsteinen, Rohren, Flammen, die Raffineriegase verbrennen. Und das alles steht mitten im Atlantischen Regenwald (man hatte die Stadt hier platziert, weil man hoffte der Wald würde als Filter oder Deckel wirken...), von dem auf wundersame Weise trotz des sauren Regens doch noch recht viel steht. Die Luft dort brannte fast in der Lunge... Wen wundert's, dass es hier zu auffällig vielen Fehlgeburten und Missbildungen kommt... Einen ganz netten Eindruck geben folgende Bilder&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://ipt.olhares.com/data/big/119/1196013.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 403px; height: 267px;" src="http://ipt.olhares.com/data/big/119/1196013.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.acpo.org.br/imagens/cubatao/05_2004ultra.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 296px;" src="http://www.acpo.org.br/imagens/cubatao/05_2004ultra.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wie auch immer, in São Paulo trennten sich also unsere Wege: Erika fuhr zurück nach Campinas, Vitor nach Botucatu, Karina nach Vassouras und ich nach Belo Horizonte um Alan Selma und Julia zu besuchen*****&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Montagmorgen kam ich mit einer Stunde Verspätung aufgrund des Feiertagsheimkehrerstaus in Belo Horizonte an, wo mich Selma in Empfang nahm. Nach dem Frühstück fuhren wir in eine Salão de Beleza, wo ich mir für umgerechnet etwa 5 EUR Hand- und Fussnägel machen liess (für den Preis kann man sich das echt leisten und hier ist es bei den Frauen auch Standard sich die Nägel machen zu lassen). Jetzt hab ich French-Fingernägel und bin von meiner Nagelhaut befreit (auch das ist Standard, dass die Nagelhaut entfernt wird. Tut ein bisschen weh und über den Sinn mag man sich streiten...).&lt;br /&gt;Als wir nach Hause kamen, war Julia schon aus der Schule zurück gekommen und erwartete und sehnsüchtig. Nach dem Mittagessen brachten Selma und ich Julia in ihre Englischschule (eigentlich eine private Englischschule, aber da die Besitzerin eine Freundin von Selma ist, bekommt Julia dort 2 Mal pro Woche umsonst Unterricht. Julia hat zwar auch in der normalen Schule Englischunterricht, aber der ist an den öffentlichen Schulen in Brasilien, wie Julias Schule eine ist, sehr wenig effektiv...) und nach dem Englischunterricht fuhren wir zum Mercado Central von Belo Horizonte, einem Gebäude, wo was weiss ich wie viele kleine Lädchen drin sind, die überwiegend regionale Produkte verkaufen (siehe dazu auch den Eintrag über Belo Horizonte, September 2007). Ich mag den Mercado Central sehr gerne, ist viel interassenter als jegliches Shopping Center, wo man eh zum Grossteil immer nur die gleichen Geschäfte sieht.&lt;br /&gt;Joah, und abens bin ich mit Alan und 2 seiner Freunde ein BIerchen trinken gegangen, was sich aber zeitlich sehr beschränkt hat, denn einerseits mussten die drei am nächsten Tag um 6 für die Arbeit aufstehen, andererseits machten die Bars eh schon sehr früh dicht, denn auch in Brasilien gehen nicht besonders viele Leute montagsabends aus (ich würde sogar sagen, dass es weniger sind als in Deutschland!). Einer Bar ging sogar noch nicht mal mehr Bier für uns alle 4.&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 153);"&gt;Nachtrag: Eine der ersten Infos, die ich von Selma nach meiner Ankunft bekam, war, dass Alan zusammen mit ein paar Kollegen eine Pagode-Gruppe gebildet hatte (Pagode = langsamer, romantischer Herzschmerz-Samba). ...dabei hatte mir Alan beim letzten Mal, als ich ihn gesehen hatte, erzählt dass er Pagode absolut nicht abkann (siehe Eintrag zu Belo Horizonte, September &lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 153);"&gt;07). So ändern sich also die Zeiten ;)   Wer Lust hat, kann sich ein Video seiner Gruppe "Quebra Cavaco" anschauen: &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=P2bCuum5wts"&gt;http://www.youtube.com/watch?v=P2bCuum5wts&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 153);"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;S&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;elma, Julia, Alan und ich&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/SgdxCsja6YI/AAAAAAAAAn0/NsIc0Src-DA/s1600-h/01+Selma,+Julia,+Alan,+Sarah.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/SgdxCsja6YI/AAAAAAAAAn0/NsIc0Src-DA/s400/01+Selma,+Julia,+Alan,+Sarah.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5334356574777043330" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;So, das reicht erst mal für heute, den Rest erzähl ich dann die nächsten Tage :)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;* Wer nicht weiss, wer Karina ist, der werfe einen Blick in die älteren Posts, z.B. den über meinen ersten Trip nach Rio (September 2007).&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;** Das besagte Video gibt es hier: &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=Z-3tcCtiRac&amp;amp;feature=related"&gt;http://www.youtube.com/watch?v=Z-3tcCtiRac&amp;amp;feature=related&lt;/a&gt;, aus der Mensa der UNICAMP herausgefilmt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;** *Karina macht zurzeit einen Fortbildungskurs auf Kosten ihrer Firma AmBev  zur "cervejeira" (=Bierbrauerin) inVassouras,  einer Stadt, die 400km von Campinas entfernt liegt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;**** Sertanejo [ssertanehscho]  ist brasilianische Countrymusik. Ein Hörbeispiel gibt's hier: &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=ngdNuH3TuoU"&gt;http://www.youtube.com/watch?v=ngdNuH3TuoU&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;***** In Belo Hroizonte war ich das letzte Mal schon 2 mal. Für Refernzen über die verschiedenen Personen siehe die älteren Einträge (Septembert 2007)&lt;/span&gt;.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-4279420310979611365?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/4279420310979611365/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=4279420310979611365' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/4279420310979611365'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/4279420310979611365'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2009/05/erstes-lebenszeichen.html' title='Erstes Lebenszeichen'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/Sgdzxi5n9rI/AAAAAAAAAos/DxJr7J5LMHk/s72-c/03+Vitor,+Sarah,+Karina+e+Isa.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-5438464370599104510</id><published>2009-04-28T05:15:00.000-07:00</published><updated>2009-04-28T06:39:21.891-07:00</updated><title type='text'>...und schon geht's wieder los!</title><content type='html'>Hallo ihr Lieben,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;nachdem mein nicht wirklich vollendeter Blog (man siehe die ganzen inhaltsleeren Beiträge von meinem letzten Brasilienaufenthalt...) nun ein bisschen mehr als 14 Monate vor sich hingeschlummert hat, wird er nun wieder reaktiviert, denn schon morgen in aller Frühe geht's wieder auf die Südhemisphäre!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für alle, die nicht auf dem neuesten Stand sind: Diesmal bleibe ich nur etwas länger als 2 Monate weg und diesmal geht's auch in eine andere Stadt in einem anderem Bundesstaat, nämlich in die weltberühmte Stadt Ijuí  (etwa 70.000 Einwohner, für brasilianische Verhältnisse also eine wirklich kleine Stadt) in Rio Grande do Sul, dem südlichsten Staat Brasiliens.&lt;br /&gt;Und dieses Reise ist auch pragmatischer motiviert als die letzte: Diesmal führt's mich in das Land der guten Laune zum Zwecke der Datenerhebung für meine Diplomarbeit mit dem wohlklingenden Titel: "Perspektiven der Nachhaltigkeit im Sojaanbau in Rio Grande do Sul, Brasilien: ein Akteursnetzwerkanalyse"  Konkret heißt das, dass ich mit Personen und Repräsentanten von Organisationen, die in meiner Untersuchungsregion in den Sojaanbau und -handel involviert sind, Interviews führe und gegen Ende meiner Zeit dort eventuell auch versuche einen kleinen "Workshop" mit einigen dieser Akteure des Sojaanabaus zu organisieren. Ob letzteres hinhaut, wird sich noch zeigen. Vor allem geht es eben um die Interviews.&lt;br /&gt;Gut, aber bevor's richtig losgeht, mache ich erst mal ein paar Tage lang Abstecher nach Campinas und Belo Horizonte, um alte Bekannte wieder zu sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber noch etwas ist anders als beim letzten Mal: Während ich vor meiner letzten Reise vor Vorfreude fast geplatzt bin, bin ich diesmal doch etwas zwiegespalten. Einerseits bin ich gespannt auf die Zeit dort und freue mich  sehr meine Freunde wiederzusehen, aber andererseits bin ich doch auch etwas wehleidig und unsicher.&lt;br /&gt;Das Wort "Süden" (ich geh ja in den "Süden" Brasiliens) lässt jedem Europäer die Sonne im Herzen lachen. In diesem Fall muss man jedoch bedenken, dass sich diese positive Konnotation auf der anderen Halbkugel ins Gegenteil verkehrt und mit ihr auch gleich die ganzen Jahreszeiten. Heißt soviel wie: während hier die Tage immer länger und wärmer werden, passiert dort das Gegenteil und im Süden Brasiliens wird es auch schon nennenswert kühl im dortigen Winter. Natürlich nichts im Vergleich zu unseren Wintern, aber ohne Heizung, Doppelglasfenster und sonstige Isolierung und mit dem Gedanken um Kopf, dass es hier jetzt schön frühlingshaft-sommerlich ist, wird einem doch nicht ganz so warm ums Herz.&lt;br /&gt;Dazu kommt dann natürlich auch noch der Fakt, dass meine Diplomarbeit und damit 40% meiner Endnote von dieser Reise abhängen. Das lässt eben Zweifel darüber aufkommen, ob ich das wirklich alles so schaffe, was ich mir da vorgenommen habe...  Na gut, aber wollen wir einfach mal ein bisschen Optimist sein und versuchen über den eigenen Schatten zu springen (was sicherlich manchmal notwendig sein wird...)&lt;br /&gt;Und ein weiterer sehr erheblicher Wehleidigkeitsfaktor ist meine seit einigen Monaten existente bessere Hälfte, die ich hier zu Hause zurücklassen muss. Gut, man mag sich sagen, dass 2 Monate und ein paar Tage nun wirklich nicht die Ewigkeit sind, aber sie sind doch durchaus genug um ein paar Tränen darüber fallen zu lassen und einen Stein von gefühlten 2,367 kg im Magen zu haben...&lt;br /&gt;In diesem Zusammenhang hat meine Reise aber schließlich doch auch noch etwas Gutes: Auf dem Rückweg von Ijuí nach Lüneburg Anfang Juli mache ich noch mal ein paar Tage Zwischenstop, nämlich in Vitória, wo ich die Eltern meiner besseren Hälfte dann auch endlich mal persönlich kennenlernen werde (per Skype kennt man sich schon recht gut, aber das Live-Erlebnis lässt sich damit eben nicht ersetzen).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So, genug der einleitenden Worte, die nächsten News gibt's dann, wann auch immer, aus Brasilien!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-5438464370599104510?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/5438464370599104510/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=5438464370599104510' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/5438464370599104510'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/5438464370599104510'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2009/04/und-schon-gehts-wieder-los.html' title='...und schon geht&apos;s wieder los!'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-7441699381174965262</id><published>2008-02-24T15:25:00.001-08:00</published><updated>2008-02-24T17:25:20.608-08:00</updated><title type='text'>... und wieder zu Hause...</title><content type='html'>So, jetzt bin ich also wieder da und freue mich, dass ich endlich wieder alle sehen kann oder zumindest telefonieren kann ohne dabei bankrott zu gehen. Aber trotzdem war und ist es nicht leicht Brasilien und alle meine neuen Freunde zurückzulassen. Irgendwie kann ich es immer noch nicht glauben, dass meine Zeit dort um ist und dass ich alles und alle dort auf unbestimmte Zeit nicht mehr sehen werde, da Brasilien ja nicht gerade um die Ecke liegt, was ich auch, trotz der langen Reise, immer noch nicht so ganz realisiert habe.&lt;br /&gt;Ich fühle mich fast so als ob ich Heimweh hätte... Und dabei hatten irgendwelche Sehnsuchtsgefühle noch gar nicht so richtig die Chance sich zu entfalten, weil mein Leben hier genauso turbulent weiterging wie in Brasilien:&lt;br /&gt;Am Donnerstag lernte ich nach meiner Ankunft in Lüneburg erstmal meine neue Mitbewohnerin Johanna, die seit Anfang Januar in meiner WG wohnt und die ich bis dahin noch nicht wirklich kennenlernen konnte, kennen (wir waren uns irgendwann schon mal vorher in Lüneburg über den Weg gelaufen, aber so richtig gekannt hatten wir uns nicht). Und noch eine weitere Person, die lernte ich kennen, nämlich den Australier Phil, der zur Zwischenmiete in meinem Zimmer wohnt und erst nächste Woche zurück nach Australien fliegt, so dass wir uns bis dahin mein Zimmer teilen müssen, was aber keineswegs schlimm ist, weil ich erstens 2 Zimmer habe und zweitens Phil ziemlich nett ist. Ich kam also nach Hause und irgendwie auch nicht aufgrund der hohen Anzahl an mir unbekannten Bewohnern meines Heims.&lt;br /&gt;Na ja, und dann wollten ja auch erst mal meine Koffer ausgepackt, mein Zimmer, das ich vor meiner Abreise aus-/ umgeräumt hatte, wieder in Ordnung gebracht und die ein oder andere Sache erledigt werden. Und dann war's auch schon Freitagabend und ich musste schon wieder zum Flughafen im Hamburg. Wäre toll gewesen, wenn es zum Rückflug nach Brasilien gewesen wäre, aber diesmal holte ich "nur" jemanden ab, was ja aber auch schön ist. Bei dem Ankömmling handelte es sich um Paula, in deren Kitnet ich die letzten 6 Monate in Campinas verbracht hatte und die sich im Moment noch in London aufhält, so dass wir die relative räumliche Nähe nutzen wollten um uns endlich auch mal persönlich kennenzulernen. Und ich hatte ihr Ankunft auch schon kaum erwarten können, denn trotz dass viel zu tun gewesen war, lag mir das "Heimweh" den ganzen Tag über wie ein Stein im Magen und mir stiegen recht häufig immer wieder Tränen in die Augen. Hier ist alles so grau und ruhig und kalt, auch wenn's noch nicht mal so sehr kalt ist. Irgendwie fühle ich mich hier so ganz anders, also eigentlich so wie immer hier, nur dass ich dieses Gefühl jetzt wahrnehme, weil es eben so lange abwesend war. Ein bisschen Hoffnung gab mir zu sehen, dass der Frühling schon seine Vorboten schickt und schon einige Krokusse und andere Frühjahrsblumen bunte Kleckse in die graue Winterwelt werfen und der ein oder andere Baum schon darüber nachdenkt seine Blätter zu öffnen. Aber so ganz das Gleiche wie der brasilianische Sommer aus dem ich gerade gekommen war, ist es nicht und so war ich froh wenigstens ein bisschen Brasilien um mich herum haben zu können und auch schon wieder Portugiesisch sprechen zu können (es war sowieso noch ziemlich präsent, so dass mir beim Deutschen immer mal wieder ein portugiesischer Ausdruck dazwischen rutschte und dass mir alles was ich aif Deutsch sagte noch mal auf Portugiesisch im Kopf nachhallte. ...sehr seltsames Gefühl).&lt;br /&gt;Als wir in Lüneburg vom Flughafen ankamen, verloren wir auch gar keine Zeit, nahmen, nach einem Schwenk zum Dönermann, nur schnell eine Dusche und gingen dann auch schon los zur Semesterendparty im Vamos auf dem Unicampus, wo ich denn auch schon wieder eine ganze Anzahl von meinen Leuten wiedersah und von wo wir auch erst um 5 Uhr morgens wieder zurück kamen. Kann ja meinen Ausgehrhytmus aus Brasilien nicht so schnell und einfach wieder ablegen ;o)&lt;br /&gt;Und am Samstag ging's dann am Nachmittag weiter nach Hamburg, wo Paula und ich denn Nachmittag, die Nacht und den frühen Morgen zusammen mit Philipp verbrachten und so erst am folgenden Morgen um 9 Uhr wieder zu Hause eintrudelten, zusammen mit Philipp, der es vorzog nach der schlaflosen Nacht ein Nickerchen im 30 Minuten entfernten Lüneburg in meiner Wohnung anstatt im 3 Stunden entfernten Lehr in seiner eigenen Wohnung zu machen. So kam es also, dass ich zur gleichen Zeit 3 Gäste behergte (Phil, Paula und Philipp). Mit dieser Abundanz von Menschen fühlte ich mich auch ziemlich wohl, irgendwie habe ich mich in Brasilien daran gewöhnt viele Menschen um mich zu haben, ob wohl ich dort ja allein gewohnt habe. Aber eigentlich hab ich ja auch gar nicht so viel Zeit in meiner Kitnet dort zugebracht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich war sehr überrascht diese brasilianisch(!)-portugiesische Übersetzung des Anfangs des Gedichts "Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte" in der Europapassage vorzufinden. Ist ja nicht so üblich und so besonders viele Übersetzungen in andere Sprachen gab es in der Passage auch nicht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R8IV0nsD-mI/AAAAAAAAAZI/10epgf982o8/s1600-h/Bild+134.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R8IV0nsD-mI/AAAAAAAAAZI/10epgf982o8/s400/Bild+134.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5170719315925924450" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R8IWT3sD-nI/AAAAAAAAAZQ/JKtcCkzgMkY/s1600-h/Bild+136.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R8IWT3sD-nI/AAAAAAAAAZQ/JKtcCkzgMkY/s400/Bild+136.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5170719852796836466" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R8IWgHsD-oI/AAAAAAAAAZY/aasT_Wg1qPc/s1600-h/Bild+137.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R8IWgHsD-oI/AAAAAAAAAZY/aasT_Wg1qPc/s400/Bild+137.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5170720063250233986" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R8IXBnsD-pI/AAAAAAAAAZg/19ZhgfStgx4/s1600-h/Bild+141.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R8IXBnsD-pI/AAAAAAAAAZg/19ZhgfStgx4/s400/Bild+141.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5170720638775851666" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Es waren zwar 10 oder 12°C aber für jemanden der vorher bei 25 bis 33 Grad gelebt hat, sind auch diese Temperaturen  ganz schön kalt und gewöhnungsbedürftig.&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R8IXQXsD-qI/AAAAAAAAAZo/TqYvak_8TEQ/s1600-h/Bild+147.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R8IXQXsD-qI/AAAAAAAAAZo/TqYvak_8TEQ/s400/Bild+147.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5170720892178922146" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Nun ja, morgen fliegt Paula also wieder nach Hause und eigentlich komme ich glaube ich erst dann so richtig hier an und erst dann und vielleicht auch erst wenn auch Phil weg ist, dann wenn hier in meiner WG bzw. in meinem Zimmer wieder Ruhe einkehrt und mich wieder daran gewöhnen werden muss, nicht mehr so viele Menschen um mich herum zu haben...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube es ist kaum nötig zusammenfassend zu sagen, dass es mit Sicherheit eine meiner besten Entscheidungen im Leben war, dieses halbe Jahr in Brasilien zu verbringen, dass mich diese Zeit unheimlich bereichert hat und dass ich diese Zeit nie vergessen werde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;E de uma coisa eu tenho certeza:&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R8H9SXsD-lI/AAAAAAAAAZA/5fAScRouBWA/s1600-h/Bild+123.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R8H9SXsD-lI/AAAAAAAAAZA/5fAScRouBWA/s400/Bild+123.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5170692339236338258" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-7441699381174965262?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' 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eigentlich den Großteil meiner Zeit rumgetrieben habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;...und da das schon mal jemand etwas umfangreicher und besser gemacht hat als ich und aus Gründen der Arbeitsersparnis ;o)   möchte ich auf diese Seite verweisen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?t=455471"&gt;http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?t=455471&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-3952973850802790362?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/3952973850802790362/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=3952973850802790362' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' 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class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-761457625825190509?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/761457625825190509/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=761457625825190509' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/761457625825190509'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/761457625825190509'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2008/02/botucatu-82-1122008.html' title='Botucatu, 8.2. - 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class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-7744024315842864869?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/7744024315842864869/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=7744024315842864869' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/7744024315842864869'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/7744024315842864869'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2008/02/ubatuba-121-1412008.html' title='Ubatuba, 12.1. - 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2te'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-6725337352513133724</id><published>2008-02-24T15:15:00.001-08:00</published><updated>2008-02-24T15:15:23.646-08:00</updated><title type='text'>Weihnachten in Brasilien</title><content type='html'>&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-6725337352513133724?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/6725337352513133724/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' 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src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-2612253323582791079</id><published>2008-01-28T06:57:00.000-08:00</published><updated>2008-01-30T06:16:45.640-08:00</updated><title type='text'>Mal wieder Rio de Janeiro, 20. – 23.12.2007</title><content type='html'>&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;Der Eintrag ist noch nicht ganz komplett, aber wenn ich ihn dann erweitere werde ich den neuen Teil farglich hervorheben, damit man auf den ersten Blick sehen kann, dass es was Neues gibt und wo denn das Neue ist.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Mittwoch, 19.12.2007&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Eigentlich lohnt es kaum diesen Tag als Teil meiner Reise nach Rio hier aufzuführen, da mich Karinas Eltern erst spät Abends zur Rodoviária, die ich mittlerweile schon fast wie meine Westentasche kenne, brachten und ich mich erst kurz vor Mitternacht – ohne weitere Begleitung – in den Bus begab. Aber dies war eher der entspannte Teil meines Tages und das ist auch der Grund, warum dieser 19.12. hier aufgeführt ist.&lt;br /&gt;Ich verbrachte nämlich den Großteil dieses Tages damit im strömenden Regen durch Jundiaí (sprich: Schundschia-ih), einer Stadt zwischen Campinas und São Paulo, auf der Suche nach dem dortigen Rathaus zu irren. Dort hatte ich mich nämlich in der Secretaria de Abastecimento e Agricultura mit vier Leuten, einem davon von der Secretaria selbst, verabredet um mit ihnen Interviews für mein kleines Praktikums-Projekt zu machen.&lt;br /&gt;Das war eine Sache, die neu für mich war. Ich meine, gereist bin ich ja nun schon einige Male und hab mich auch schon mal allein, heißt ohne Hilfe brasilianischer Freunde, zurechtgefunden (s. Florianópolis), aber bisher war es immer so gewesen, dass ich nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt ankommen musste.&lt;br /&gt;Nach Jundiaí zu kommen war überhaupt kein Problem. Dorthin gibt es alle 15 Minuten von der Rodoviária in Campinas aus einen Bus, für den man das Ticket auch direkt vor der Abfahrt kaufen kann (für längere Reisen sollte man das Ticket immer schon einige Tage vorher besorgen) und wie ich zur Rodoviária per öffentlichem Verkehr komme, hatte ich ja auch schon gelernt (siehe ebenfalls Florianópolis). Aber hier sieht man, dass es sogar den einen oder anderen Vorteil hat, dass es hier keine Züge gibt, auch wenn es generell besser wäre, wenn es Züge und Ähnliches gäbe: In einen Bus passen wesentlich weniger Menschen als in einen Zug und daher muss es eine wesentlich höhere Anzahl an Fahrten geben um den Bedarf decken zu können. Wenn man also einen regionalen Bus verpasst, ist das nicht wirklich schlimm, der nächste fährt ja schon wenig später.&lt;br /&gt;Gut, nach Jundiaí kam ich also problemlos. Nun aber von der Rodoviária in Jundiaí zum Rathaus kommen… Es war gut, dass ich mich rechtzeitig auf den Weg nach Jundiaí gemacht hatte, denn nach meiner Ankunft in Jundiaí vergingen nahezu 2 Stunden, bevor ich am Rathaus ankam. 2 Stunden, in denen ich ich glaube ich durch ganz Jundiaí gefahren bin, von einem (Umsteige-)Terminal zum anderen, immer den Anweisungen der vielen Personen, die ich um Information und Hilfe gebeten hatte, folgend. Und wie gesagt: Es schüttete die ganze Zeit wie aus Kübeln… Na ja, so hatte ich wenigstens Zeit viele Eindrücke über das öffentliche Verkehrssystem von Jundiaí zu verschaffen. Und ich war auch wirklich beeindruckt! Jundiaí scheint Geld zu haben: Die Rodoviária ist nagelneu, im modernen Stil gebaut und gleicht daher einem UFO (zum Vergleich: Die Rodoviária von Campinas sollte mal ein Krankenhaus werden, wurde dann aber eben ein Busbahnhof und sieht von außen aus wie eine vor langer Zeit verlassene Baustelle… ( Im Innern sieht das alles schon wieder ganz anders aus.)) und auch die Busterminals und alle Stadtbusse machten einen super-neuen Eindruck (aber ne Haltestellenansage hatten auch diese neuen Busse nicht… Ist auch ein bisschen schwierig, wenn die Haltestellen keine Namen haben. Und außerdem: Wofür eine Haltstellenansage? Entweder man weiß, wo man aussteigen muss oder man fragt halt den Typen, der zum abkassieren des Fahrgelds da ist).&lt;br /&gt;Wie auch immer, ich kam wenig verspätet und ziemlich nass im Rathaus (prefeitura) bzw. in besagter Secretaria an, wo ich freundlich von Lorival, der in der Secretaria arbeitet, einer der zu interviewenden Personen war und daneben eine der sympathischsten Personen ist, die ich je kennen gelernt habe, in Empfang genommen wurde. Aus meinen vier Interviews waren mittlerweile zwei geworden - zwei der vier Personen, auch noch diejenigen, mit denen ich am ehesten sprechen wollte, hatten sich mittlerweile abgemeldet. Und während ich noch darauf wartete, dass auch mein zweiter noch verbliebener Interviewpartner eintraf, unterhielten sich die anderen Beamten der Secretaria mit mir und erzählten mir von ihren deutschen Vorfahren, oder vom Cousin, der seit 8 Jahren in Deutschland lebt, oder von jemanden, der jemanden kennt, der mal deutsche Schokolade gegessen hat usw. Irgendwie haben hier ziemlich viele Leute zumindest irgendeine Verbindung zu Deutschland.&lt;br /&gt;Gut, irgendwann waren meine Interviewpartner dann auch komplett, so dass ich meine Interviews machen konnte und zwei Interviews sind ja auch immer noch viel besser als gar keins. Für den Rückweg, es regnete immer noch Fäden, organisierte mir Lorival (sprich übrigens: Loriwau) dann auch ein Fahrzeug der Prefeitura inklusive Fahrer und Begleiter, welches mich dann zur Rodoviária brachte. Fand ich sehr nett! Und von der Rodoviária aus war auch alles wieder einfach…&lt;br /&gt;Einige Stunden später saß ich dann, wie anfangs erwähnt, auch schon wieder im Bus und freute mich auf Rio.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Donnerstag, 20.12.2007:&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Als der Bus am Morgen die letzten Kilometer zur Rodoviária über die Schnellstraße durch die nicht ganz so reizenden Gegenden von Rio rollte, war der Himmel grau und es war kalt. So hatte ich Rio bis jetzt noch nicht gesehen. Und die grauen Wolken ließen diese nicht ganz so reizenden Gegenden, die jedes Mal eine Mischung aus Faszination, Neugier, Unglauben und einem unangenehmen Zwicken von Mitleid und schlechtem Gewissen in mir hervorrufen, noch ein bisschen mitleidserregender und faszinierender erscheinen.&lt;br /&gt;Beim Aussteigen aus dem Bus in der Rodoviária wurde mir wenigstens ein bisschen buchstäblich wärmer ums Herz, denn der Himmel war zwar immer noch grau, aber kalt war’s nur im Bus durch die Klimaanlage. Nachdem ich auf dem keine 150 m langen Weg zum Stadtbusterminal einen Taxifahrer davon überzeugt hatte, dass ich, obwohl ich blond bin und mit Akzent spreche, weiß, wie man einen Bus benutzt, auch weiß welchen Bus ich nehmen muss um dort anzukommen, wo ich hin wollte, und daher kein Taxi benötigte, sprang ich einen der beiden schon bereitstehenden Bussen mit der Aufschrift „Copacabana“ und kam eine dreiviertel Stunde später ohne mich ein einziges Mal nach dem Weg oder der Haltestelle erkundigen zu müssen an meinem Ziel an (Bin also, was meine Kenntnisse der Lokalität angeht, schon fast ein Carioca *rofl*), dem „Oceano Copacabana Hotel“, einem Hotel um die Ecke in einer Seitenstraße der Avenida Atlântica, der Straße, die am Strand der Copacabana entlangführt. Ich meldete mich im Hotel an der Rezeption an, nahm den Aufzug zum 14. Stock und nachdem ich dort an einer der Zimmertüren geklopft hatte, öffnete sich diese auch gleich und vor mir stand in ein Handtuch gewickelt meine Mutter.&lt;br /&gt;Diese war gut eine Woche vorher in Brasilien angekommen und hatte zusammen mit einer kleinen Reisegruppe nun schon Salvador da Bahia, die Iguaçú-Wasserfälle sowohl von der brasilianischen, als auch der argentinischen Seite und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Rios gesehen. Und nun wollten wir 8 Tage zusammen in Brasilien verbringen, 4 Tage in Rio und 4 Tage in Campinas.&lt;br /&gt;Irgendwie merkte man gar nicht, dass wir uns 4 Monate lange weder gesehen, noch gesprochen hatten (unsere Kommunikation lief nur über Email). Nur hatte ich in den ersten 5 Minuten ein bisschen Probleme Deutsch zu sprechen…&lt;br /&gt;Beim Frühstück im Hotel lernten wir dann auch prompt noch einen Deutschen kennen, Heiner, um die 60 Jahre aus der nähe von Hamburg, der eigentlich zu Besuch bei einem Freund in einer kleineren Stadt im Staat São Paulo war, dem es dort aber zu langweilig geworden war und der deswegen für ein paar Tage nach Rio gekommen war. Wir schnackten ein bisschen und verabredeten uns dann abends zusammen essen zu gehen.&lt;br /&gt;Wie auch immer, nach dem Frühstück gingen meine Mutter und ich dann an den Strand der Copacabana. Es war zwar so warm, dass man sich problemlos in kurzen Hosen und T-Shirt aus dem Haus wagen konnte, aber so toll ist es nun auch mal wieder nicht sich mit dicken Wolken über dem Kopf an den Strand zu legen. Also machten wir eben einen Strandspaziergang, die Copacabana entlang, ein Stück durch die Stadt und durch den Parque da Garota de Ipanema (Park des Mädchens von Ipanema aus dem dem recht bekannten Bossa-Nova-Lied, das auch Frank Sinatra auf Englisch gesungen hat) bis zur Praia de Ipanema, einen Abstecher zum Arpoador, einem recht großen, begehbaren Felsen am ganz am Anfang der Praia de Ipanema, und dann immer den Strand von Ipanema entlang Richtung Leblon.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Meine Mutter auf dem Arpoador, im Hintergrund die Praia de Ipanema und noch weiter hinten die Praia de Leblon&lt;/em&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5160632934222765586" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R55AT7yHnhI/AAAAAAAAAY4/6Z6j1xM7gXI/s400/02+Rita+no+Arpoador,+Ipanema+no+fundo.jpg" border="0" /&gt;Irgendwie fühlte ich mich jetzt zum allerersten Mal hier in Brasilien wie eine Touristin, so Deutsch sprechend durch die Gegend laufend und durch das Doppelpack blonde Haare, mehr oder weniger blaue Augen und helle Haut ebenso wie durch die seltsame Sprache die Aufmerksamkeit der Leute auf uns ziehend. Und ich mochte dieses Gefühl nicht… Ich ziehe es vor unter Brasilianern zu sein und dort mehr oder weniger als ein ebenso normaler Mensch und nicht als ne hirnlose, geldscheißende Extrawurst angesehen zu werden… Aber was soll man tun? Denn schließlich waren wir Touristen in Rio.&lt;br /&gt;Irgendwann konnten die dicken grauen Wolken ihr Wasser nicht mehr halten und es begann zu regnen… Aber war eh Zeit nen Kaffee zu trinken, was wir denn auch ein bisschen weiter Stadteinwärts taten (Das ist übrigens eines der netten Dinge an Rio: Wenn man am Strand entlangläuft bekommt man gar nichts von der Stadt mit, wenn man mal von den vielen Betonklötzen in der Optik absieht, die aber irgendwie ihren eigenen Charme haben. Wenn man dann aber doch wieder Lust auf Stadt hat, verlässt man einfach den Strand und hat dann wieder alles, was eine Großstadt eben bietet.). Aber auch, nachdem wir den teuersten Kaffe, den ich je in Brasilien getrunken hatte, ausgetrunken hatten, hatte der Regen immer noch nicht aufgehört… Wieder an den Strand zu gehen, war daher nicht drin. Also setzten wir unseren Spaziergang eben unter dem Schutz des Regenschirms, den ich geistesgegenwärtig mitgenommen hatte , eben in der Stadt fort, kamen von Ipanema nach Leblon und als wir dort fast am Ende angekommen waren, schlugen wir auf einer Parallelstraße den Rückweg ein. Als der Regen stärker wurde und wir nach einem trockenen Plätzchen suchten, kam uns ein Gebäude mit der Aufschrift „Leblon Shopping“ gerade recht. Wir traten ein und waren von, dem was wir dort drinnen vorfanden höchst beeindruckt: Das Shopping Center war von innen viel, viel größer, als man es von außen vermutet hätte, und so schick, das es auch in Europa wenig Konkurrenz fände. Es dauerte auch eine ganze Weile bis wir das ganze Shopping-Center erkundet und die aufwendige Weihnachtsdeko und den knuffigen Weihnachtsmann und die hübschen Weihnachtselfen, mit denen man sich gegen ein Entgeld hätte fotografieren lassen können, bewundert hatten.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Meine Mutter beim Pão de Queijo („Käsebrot“, ich bin süchtig danach!) Entdecken im Shopping Leblon&lt;/em&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5160632178308521474" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R54_n7yHngI/AAAAAAAAAYw/y8jJb6PrTIU/s400/04+Shopping+Leblon+-+Rita+com+Pao+de+Queijo.jpg" border="0" /&gt;&lt;em&gt;Und noch zwei Schnappschüsse im Shopping Leblon. Allerdings ist es wie fast immer: auf dem Foto kommt’s nur halb so toll rüber wie in Wirklichkeit…&lt;/em&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5160619194622385650" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R54z0LyHnfI/AAAAAAAAAYo/1jZIUf-1ZRY/s400/05+Shopping+Leblon.jpg" border="0" /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5160615303382015458" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R54wRryHneI/AAAAAAAAAYg/oKWDJGm56Ew/s400/06+Shopping+Leblon+-+decoracao+de+Natal.jpg" border="0" /&gt;Später, der Regen hatte so gut wie aufgehört, setzten wir dann unseren Rückweg fort, immer mal wieder vor dem in der Intensität ständig variierenden Regen Schutz in einer der vielen Einkaufspassagen oder kleine Shopping-Center suchend fort.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Meine Mutter mit einem Weihnachtsmann vor einer Itaú-Bank, die genauso aufwändig weihnachtlich geschmückt war wie die Itaú-Bank in São Paulo (siehe entsprechenden Eintrag)&lt;/em&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5160614371374112210" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R54vbbyHndI/AAAAAAAAAYY/SFqzLCx9nNE/s400/08+Rita+e+Papai+Noel.jpg" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;Wir liefen uns munter, natürlich auf Deutsch, unterhaltend immer weiter und weiter. Als wir an der Stelle ankamen, an der unsere sonst kerzengerade verlaufende Straße eine Kurve machte um den Stadtteil Ipanema in den Stadtteil Copacabana übergehen zu lassen, überholte uns ein junger dunkelhäutiger Mann mit Rastalocken, iPod und hübschem Körper, der schon eine ganze Weile hinter uns hergelaufen war. Nachdem er seinen Überholvorgang abgeschlossen hatte, verlangsamte er wieder sein Tempo bis er ungefähr wieder auf unserem Lauftempo angekommen war. Keine Minute später muss er in die Wechseljahre gekommen sein, denn ihn packte eine derartige Hitzewelle, dass er sich in einer äußerst grazilen Bewegung seines T-Shirts entledigte. Gleich darauf drehte er den Kopf nach hinten um zu schauen, ob wir denn auch schauten. Und natürlich schauten wir, grinsten in uns hinein und witzelten ein bisschen, denn erstens sah er eben wirklich gut aus und zweitens war das Ganze schon irgendwie komisch. Er lief durch die Musik, die aus seinem iPod kam, beswingt weiter, wir eben so. Er schaute sich immer wieder lächelnd nach uns um, um zu sehen ob wir denn auch noch da waren und unsere Aufmerksamkeit immer noch auf ihn gerichtet hatten. Einmal rief er auch einem Typen auf der anderen Straßenseite etwas zu, was ich nicht verstand, denn schließlich war meine Aufmerksamkeit immer noch durch die ganze Situation abgelenkt. An de Stelle, an der die Straße in einer noch stärkeren Kurve abknickte, zweigte eine andere Straße in einem noch spitzeren Winkel ab. Der junge Rastamann schlug den Weg in diese menschenleere Straße ein, immer noch sich ständig nach uns umschauend um sicherzugehen, dass wir immer noch hinter ihm waren. Man war durch die ganze Ablenkung schon wirklich verleitet hinterherzulaufen, aber jetzt kam uns diese Ganze Sache wirklich irgendwie seltsam vor und so sagte ich zu meiner Mutter: „Lass uns mal lieber geradeaus gehen, nicht in die Straße, in die der gerade reinläuft.“ und das taten wir denn auch und während wir auf unserer Straße weiterliefen und der Rastamann in seine Straße einbog, schaute er immer noch nach uns, bis er merkte, dass wir im wirklich nicht folgen würden. Wir liefen weiter und als wir in die nächste Querstraße blickten, dämmerte es uns langsam, was diese ganze Sache eben gewesen war. Diese Straße und wohl auch die Straße, in die der Rastamann gelaufen war, führte in eine Favela… (nur dass wir das durch die ganze Ablenkung bei der Rastamannstraße nicht gesehen hatten) Als ich realisierte, was da eben schlussendlich NICHT passiert war, wurde mir doch ein bisschen anders…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurz nach unserer, ohne weitere Zwischenfälle verlaufenden, Rückkehr war es auch schon Zeit sich im Foyer des Hotels mit Heiner zu treffen um gemeinsam essen zu gehen. …In einem Restaurant, das wieder fast am anderen Ende der Copacabana lag. Ich glaube Bewegungsmangel konnte uns an diesem Tag keiner vorwerfen…&lt;br /&gt;In dem Restaurant, das wir ausgewählt hatten, hielt auch gerade eine Gruppe von Brasilianern einen „amigo secreto“, einen „geheimen Freund“ ab, was die Brasilianer sehr gerne vor Weihnachten meistens mit ihren Arbeitskollegen begehen. Die von den geheimen Freunden besorgten Geschenke wurden an diesem Abend mit viel Fröhlichkeit, Geplapper und lautem Gelächter an die glücklichen Empfänger verteilt. Also, eigentlich irgendwie so wie in Deutschland auch, nur lauter und ausgelassener. Auf einen Deutschen, der Weihnachten mit Tannenduft, Kerzenschein, heißem Glühwein, Rollkragenpullover und gemütlichen und besinnlichen Winter-Weihnachtsglücksgefühlen gewohnt ist, wirkt das Ganze irgendwie mehr wie eine fröhliche Geburtstagsparty. Aber bei den Temperaturen ist es auch einfach schlicht unmöglich besinnlich und gemütlich zu sein, selbst wenn der Himmel von grauen Wolken verhangen ist. Und irgendwie ist das im Kopf und der Gefühlswelt auch gar nicht so einfach klarzukriegen: Überall sieht man diese Weihnachtsdeko, die in punkto Aufwändigkeit US-amerikanischer Deko in fast nichts nachsteht, und meint gleich ein „Stille Nacht, heilige Nacht“ oder wenigstens ein „Jingle Bells“ vernehmen, die Kälte langsam in die Zehen kriechen fühlen und sonstige Sinnesreize, die bei einem Europäischer Weihnachtshormone freisetzen, wahrnehmen zu müssen. Aber nichts dergleichen passiert und so weicht auch nicht die Sommerurlaubs- der Weihnachtsfeierlaune.&lt;br /&gt;Wie auch immer, meine Mutter und ich bestellten zusammen eine für uns viel zu große Pizza. Pizzen sind hier in Brasilien, wie so viele Sachen hier, zum Gemeinschaftsverzehr bestimmt und Gemeinschaftsverzehr heißt normalerweise mehr als zwei Personen, erst recht, wenn es sich um eine große Pizza handelt. Da dies aber meine erste brasilianische Pizza war und da ich durch meine deutsche Begleitung und das viele Deutschsprechen auch wieder etwas mehr in die deutschen, individualistischeren Denkmuster verfallen war, bedachte ich die brasilianische Angewohnheit des Kommunkonsums nicht. Na ja, man lernt ja nie aus, ne?&lt;br /&gt;Als wir später auf der Avenida Atlântica auf der Suche nach einem Plätzchen für ein Käffchen entlang schlenderten, kamen wir an einer Diskothek vorbei, zu der meine Mutter bemerkte, dass sich dort später am Abend junge Damen ansammelten, die etwas andere Dienste anböten. Heiner fühlte sich durch diesen Hinweis dazu veranlasst zu kommentieren, dass die Prostitution hier in Brasilien ja nicht so anrüchig sei, da die Damen hier eben alle Lehrerinnen, Kassiererinnen, Verkäuferinnen etc. seien, die sich eben nur gerne ein bisschen was dazuverdienen wollten. Ich teilte die Meinung nicht ganz, meinte, dass es mit Sicherheit nicht so sei wie in Thailand, wo derartige Dienste großteils von 12-jährigen Mädchen erfüllt würden, aber dass es eben immer noch ziemlich anrüchig sei, da es auch hier genügend Sex-Tourismus gäbe. Heiner antwortete darauf etwas in der Art: „Hmmm, na ja… hmpf.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Freitag, 21.12.2007&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Ein neuer Tag, eine neue enttäuschte Hoffnung auf Sonnenschein, ein neues Frühstück mit brasilianischem Kaffee, der, um den Touristengaumen nicht durch zu viel Neues zu irritieren, versuchte ein europäischer Dünn-Kaffee zu sein, dies doch aber besser hätte lassen sollen, denn brasilianischer Kaffee schmeckt eben am besten (und auch besser als die deutsche Schlabberbrühe), wenn er brasilianisch stark ist und die Touristen kommen auch schon klar damit.&lt;br /&gt;Am Vortag hatte mir meine Mutter davon erzählt, dass sie, bevor ich in Rio angekommen bin, auf Erkundungstour in Hotel gegangen war und beim Begutachten der Dachterrasse mit Swimming- und Whirlpool ein älteres, wie sie vermutete italienisches und im Whirlpool miteinander beschäftigtes Ehepaar aufgeschreckt. Die Frau habe sie zu sich gewunken und irgendwas gerufen, aber sie hatte es doch vorgezogen schnellstmöglich den Ort des Geschehens wieder zu verlassen. Als wir an diesem Morgen beim Frühstück saßen, betrat ein Ehepaar in den 60ern, die Frau allerdings immer noch hochblond und durch einige Operationen in Form gehalten, den Frühstücksraum und meine Mutter zwinkerte mir zu: „Das sind die beiden aus dem Whirlpool!“ Wenig später kam dann auch die Frau des Paares an unseren Tisch und fragte, ob wir Portugiesisch sprächen. Ich erklärte, dass ich Portugiesisch spreche und, mit dem Finger auf meine Mutter deutend, sie aber nicht. „Ach, wo kommt ihr denn her? Wir kommen aus Argentinien.“ „Wir kommen aus Deutschland.“ Sie legte eine Hand auf die Schulter meiner Mutter und erzählte: „Sie wollte vor 2 Tagen den Swimming-Pool benutzen, ist aber, als sie meinen Mann und mich dort gesehen hat, erschrocken. Ich hab ihr zugewunken und gerufen: ‚Komm! Komm ruhig her, kein Problem!’ aber ich glaube sie hat mich nicht verstanden und ist wieder weggegangen.“ „Jaja, sie hat mir schon davon erzählt.“ „Hach, also das wäre wirklich kein Problem gewesen! Wir wollten sie sicherlich nicht verscheuchen!“ „Ach, das ist schon in Ordnung. Sei wollte auch gar nicht in den Pool, wollte sich nur die Dachterrasse anschauen.“ Ja, das sind so die kleinen Missverständnisse ;o)&lt;br /&gt;Von da an sind wir übrigens fast jedes Mal, wenn wir den Fuß aus unserer Zimmertür herausgesetzt haben, auf dieses argentinische Ehepaar getroffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da das Wetter immer noch nicht strandreif war, entschlossen wir uns den heutigen Tag dem botanischen Garten Rios zu widmen. An der Hotelrezeption erfragte ich die Buslinien, die dorthin fahren und machte meine Mutter dann kurz später mit dem Busfahren in Brasilien bekannt (wie das abläuft, lässt sich in den Einträgen aus meiner Anfangszeit hier in Brasilien nachlesen). Meine Mutter fand das durch die Bauart der hiesigen Stadtbusse und den temperamentvollen Fahrstil der Busfahrer erzeugte Rodeofahrgefühl sehr interessant und fand es überhaupt interessant mehr vom normalen Leben in Brasilien mitzubekommen, denn als Pauschaltourist kommt es eher selten vor, dass man sich z.B. im normalen Stadtbus, wie die Einheimischen auch, bewegt. Hat eben doch Vorteile seine ganz persönliche, der Landessprache mächtige und über ein paar Orts- und Sittenkenntnisse verfügende Stadtführerin zu haben ;o)&lt;br /&gt;Wie auch immer, wir verbrachten dann so ziemlich den ganzen Tag im botanischen Garten, der zwar bei Sonnenschein noch wesentlich mehr hermacht, aber auch bei tiefhängenden Wolken und ebenso tief fliegenden Mosquitos äußerst reizvoll ist.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Meine Mutter im Jardim Botânico&lt;/em&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5160612881020460482" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R54uEryHncI/AAAAAAAAAYQ/eQKagwehyUg/s400/10+Rita+no+Jardim+Bot%C3%A2nico.jpg" border="0" /&gt;&lt;em&gt;und hier ich im Café des Jardim Botânico&lt;/em&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5160545419969142178" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R53wt7yHnaI/AAAAAAAAAYA/tvI3Y2cLozQ/s400/16+no+Caf%C3%A9+no+Jardim+Bot%C3%A2nico.jpg" border="0" /&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;An diesem Abend gingen wir ohne Begleitung essen, in einem der in Brasilien zahlreich und in verschiedensten Preisklassen vorhandenen „por quilo“-Restaurants In diesen Restaurants lädt man sich am Selbstbedienungsbüffet so viel auf den Teller, wie man möchte und schreitet dann zu einer Waage, wo Gewicht und gleich auch der entsprechende Preis der selbst zusammengestellten Mahlzeit festgestellt und auf einem Zettel, den man dann in die Hand gedrückt bekommt, notiert werden (Leider erreicht man bei der ganzen Auswahl schneller ein halbes Kilo als man vermutet…). Sodann schreitet man zu einem beliebigen Tisch, nimmt Platz und bestellt seine Getränke, die der Kellner auf eben demselben Zettel notiert (Brasilien ist aus sehr vielen Gründen ein schönes Land. Einer davon ist: Wo sonst auf der Welt findet man vollmilchschokoladenbraune Kellner mit blauen Augen? *schmacht*  ;o)  ). Sehr oft gibt es auch die Option einen festen Preis zu bezahlen um dann so viel essen zu können, wie man will, was meistens für die Herren der Schöpfung interessant ist (1 Kilo koste z.B. R$ 40, das unbegrenzt Essen R$ 30. Wer wenigstens 750 Gramm schafft, für die Mehrheit der Herren kein Problem, ist mit Letzterem besser bedient). Sobald man gesättigt ist, vielleicht hat man sich ja sogar noch Nachschlag geholt, der wieder gewogen und zum Rest dazu addiert wurde, nimmt man seinen Zettel und läuft Richtung Ausgang zur Kasse, wo man seine Rechung begleicht, dann irgendeine Art von Zettel überreicht bekommt, der bestätigt, dass man auch bezahlt hat, und den man wenige Augenblicke später der Person an der Tür in die Hand drückt, die einem daraufhin den Ausgang gewährt, sich bedankt und noch einen schönen Abend wünscht.&lt;br /&gt;Auf unserem Rückweg, wieder auf der Avenida Atlântica, wo ich dann auch noch dies und das bei den auch noch nachts aktiven Straßenhändlern erwarb, trafen wir auf… Heiner. Und da wir uns nun schon getroffen hatten, entschlossen wir uns dazu zusammen noch einen Caipirinha einzunehmen und während wir das taten, erzählte uns Heiner, wie am Vorabend auch, wie schön doch sein Leben und wie glücklich er doch sei, erwarb eine „Feliz Natal“-Weihnachtsmütze mit blinkenden bunten Lämpchen für runtergehandelte R$ 5statt R$ 10 und war ein äußerst schlechter Zuhörer. Nachdem die Caipirinhas ausgetrunken waren, verzogen wir uns ins Hotel und Heiner zog noch weiter um die Häuser&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;&lt;strong&gt;Samstag, 22.12.2007&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;An diesem Morgen trafen wir beim Frühstück… Heiner. Dieser erzählte uns, dass er erst gegen 4 oder 5 Uhr morgens zurückgekehrt sei, da er noch in einer Bar gelandet sei, wo der Türsteher ihn zum „nur mal Schauen“ eingeladen hatte und wo’s dann mit den ganzen „Sambashows“ und den ganzen Mädels doch so nett gewesen sei, dass er festgewachsen sei. Übrigens sei dies, wie er sich nach dem Eintreten erinnert habe, die gleiche Bar gewesen, in der er vor 10 Jahren, als er das letzte Mal in Rio gewesen war, schon mal gewesen war. Mhm…&lt;br /&gt;Wie auch immer, dieser Tag brachte endlich mal nur eine dünne, sehr löchrige Wolkendecke mit sich, so dass wir uns dazu entschieden die Lage zu nutzen, endlich mal einen wirklichen Strandtag zu machen. Am trotz des recht guten Wetters ziemlich leeren Strand (vielleicht waren alle mit Weihnachtseinkäufen beschäftigt) auf unseren Cangas im Sand liegend ließen wir uns im Laufe des Tages von einem Strandbarackenbetreiber reichlich kühles Kokoswasser in der Kokosnuss, das meine Mutter in diesen Tagen in Rio für sich entdeckt hatte, und einen Sonnenschirm zur Miete, den man dann irgendwann auch tatsächlich brauchte, bringen und handelten mit einem Strandhändler aus Bahia um ein Strandhemdchen. Besagter Strandhändler interessierte sich auch gleich, nachdem er herausgefunden hatte, dass ich aus Deutschland komme, brennend dafür, ob ich verheiratet sei, oder, da dies nicht der Fall war, einen Freund habe, was ich denn bejahte um keine weiteren Hoffnungen blühen zu lassen (gekeimt hatten sie ja schon…). Das war übrigens das einzige Mal, das mir solche Fragen hier in Brasilien gestellt wurden, nur um nicht den falschen Eindruck entstehen zu lassen!&lt;br /&gt;Ebenfalls im Laufe des Tages zog ich mir meinen ersten (!) Sonnenbrand, seit ich in Brasilien bin, zu.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;…Fortsetzung folgt.&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-2612253323582791079?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/2612253323582791079/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=2612253323582791079' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/2612253323582791079'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/2612253323582791079'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2008/01/mal-wieder-rio-de-janeiro-20-23122007.html' title='Mal wieder Rio de Janeiro, 20. – 23.12.2007'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R55AT7yHnhI/AAAAAAAAAY4/6Z6j1xM7gXI/s72-c/02+Rita+no+Arpoador,+Ipanema+no+fundo.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-3833249889034382757</id><published>2008-01-17T13:22:00.000-08:00</published><updated>2008-01-17T14:20:38.911-08:00</updated><title type='text'>São Paulo, 14. und 15.12.2007</title><content type='html'>Nun bin ich ja doch schon einige Monate hier und hab auch schon einiges von Brasilien gesehen, aber wie das immer so ist, schaut man sich die Sachen, die nebenan sind erst spät oder auch nie an. Dieser Regel folgend hatte ich bisher nicht viel mehr vom nur 100 km entfernten São Paulo gesehen als den internationalen Flughafen Guarulhos. Dass ich schlussendlich doch noch ein bisschen was von São Paulo kennen gelernt habe, ist meiner Nachbarin Alessandra zu verdanken, deren Familie in São Paulo lebt und die mich zu einem Wochenende in São Paulo einlud. Na ja ein ganzes Wochenende war’s nicht, eher ein Tag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Samstag, 14.12.2007&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Alessandra fährt jedes Wochenende nach Hause nach São Paulo und arbeitet dort den ganzen Samstag im Geschäft ihres Vaters, der ein Lottoannahmestelle (oder wie auch immer man das nennt) besitzt. Da Alessandra also den ganzen Tag beschäftigt war, machte auch ich mich erst Samstagabends auf den Weg nach São Paulo. Alessandra hatte mir zwar alles ganz genau erklärt, wie ich zu ihr nach Hause finden würde, aber eine kleine Blondine (wobei mich die Leute hierzulande im Gegensatz zu meinen deutschen Mitbürgern nicht als klein bezeichnen) alleine im großen, unbekannten São Paulo… Wie auch immer, 4,5 Stunden nachdem ich den ersten Fuß aus meiner Haustür gesetzt hatte, hatte ich die Herausforderung gemeistert und war bei Alessandras Zuhause angekommen, nachdem mich ihre Mutter von der nächsten Bushaltestelle abgeholt hatte. Und es war gar nicht so schwer gewesen. Dass São Paulo über eine U-Bahn verfügt, erleichtert vieles!&lt;br /&gt;Ich war beeindruckt vom Haus von Alessandras Familie! Das ist bis jetzt das coolste Haus, das ich hier schon betreten habe, und auch eines der coolsten Häuser, die ich je betreten habe! Das einzige kleine Manko ist, dass es sehr nah am nationalen Flughafen Congonhas liegt (Alessandra meinte, man konnte, als Ende Juli/ Anfang August der Flugzeugunfall auf dem Flughafen Congonhas passiert ist, das brennende Flugzeug von der Dachterrasse aus sehen…). Aber so sehr störte das auch nicht, um ehrlich zu sein gar nicht. Was eher unbequem war, war der Hausdackel der Familie, der auf den Namen Bilbo hört und dessen Hobby es ist, Personen, die nicht zum Haushalt gehören, anzufallen. Aber mit ein bisschen Vorsorge lies es sich vermeiden, dass er sein Hobby an mir ausübte. So sehr er aber auch Gram gegen Fremde hegt, hatte er doch kein Problem damit, sich auf meiner Jacke, die ich auf der Wohnzimmercouch vergessen hatte, ins Traumland zu begeben.&lt;br /&gt;Wie auch immer, eine Stunde nach meiner Ankunft, die ich damit verbracht hatte mich mit Alessandras ältester, sehr netten Schwester zu unterhalten, kam dann auch Alessandra von der Arbeit nach Hause. Eigentlich hatten wir vorgehabt ein wenig das Nachtleben von São Paulo zu kosten und zusammen mit Alessandras Bruder und einigen seiner Freunde in eine Bar zu gehen, aber irgendwie waren wir ziemlich müde und entschieden uns zugunsten des folgenden Tages ins Bett zu gehen und auszuschlafen. (Die Flugzeuge haben dabei übrigens auch kein Bisschen gestört. Vielleicht hab ich aber einfach nur nen guten Schlaf)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sonntag, 15.12.2007&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Nachdem wir gefrühstückt hatten und Alessandra uns ein Mitfahrgelegenheit für den Abend nach Campinas bei einer Studentin der UNICAMP organisiert hatte (die UNICAMP verfügt über eine eigene Mitfahrgelegenheitsseite!), zogen wir los um São Paulo zu erorbern. Unsere erste Station war die Praça da República. Dort fand ein Markt statt, auf dem wir gleich auch erst mal einige Zeit vertrödelten. Der Markt war geprägt von einer sehr ruhigen Atmosphäre, was wohl von den Wachmännern und dadurch recht hohen Preise verursacht wurde. Trotzdem ergatterten wir beide, Alessandra und ich, je ein Stück zu annehmbaren Preisen.&lt;br /&gt;Von hier aus gingen wir zu Fuss zum Teatro Municipal, einem hübschen Gebäude älteren Semesters. Als ich ein Foto davon schießen wollte, stellte ich fest, dass die wiederaufladbaren Batterien meiner Kamera am Ende ihrer Kräfte angelangt waren und ich keine Ersatzbatterien dabei hatte. Auch die Batterien, die wir daraufhin kauften, reichten auch nur für eine Hand voll Bilder. …Also eben so gut wie keine Bilder aus São Paulo…&lt;br /&gt;&lt;em&gt;…Aber trotzdem hier ein Bild des Teatros&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156573308040741218" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R4_UGlwHgWI/AAAAAAAAAX4/hDxmGof-3VA/s400/01+Teatro+Municipal.jpg" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;und hier noch einfach so ein Foto von Sao Paulo, wie es singt und lacht und aussieht&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156572852774207826" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R4_TsFwHgVI/AAAAAAAAAXw/sXIqwemL7V8/s400/03+Sao+Paulo.jpg" border="0" /&gt;&lt;/em&gt;Wie auch immer, von innen sollte das Teatro Municipal wohl noch hübscher sein als von außen und so beschlossen wir zu versuchen einen Blick hineinwerfen zu können. Wir waren nicht die einzigen, die auf diese Idee gekommen waren und so stand schon eine kleine Frauentraube am Eingang und bettelte den Türsteher an. Dieser tat erst unnachgiebig, meinte man könne das Theater nur betreten, wenn man einer Vorstellung beiwohnen wolle und im Moment ginge das schon mal gar nicht, da gerade eine Vorstellung laufe. Aber nach einiger, eigentlich recht kurzen Zeit, des weiteren Anbettelns, meinte er, er würde mal nachschauen gehen, ob er nicht noch ein paar Eintrittskarten auftreiben könne, so dass wir dem zweiten Teil der Vorstellung beiwohnen könnten (die Pause zwischen erstem und zweitem Teil stand kurz bevor) und somit eben auch das Recht hätten das Theater zu betreten und zu besichtigen. Er verschwand und kam wenig später mit ein paar Eintrittskarten zurück, die er uns in die Hand drückte und uns dann einließ. Es wäre wohl passender, wenn statt „ordem e progresso“ („Ordnung und Fortschritt“) „Sempre tem um jeitinho.“ („Es gibt immer einen Weg“, grob übersetzt) auf der brasilianischen Flagge stünde.&lt;br /&gt;Wir schlenderten also ein wenig durch das Theatergebäude (wirklich nett!) und fragten zwei der Frauen, die auf demselben Wege wie wir in das Theater gekommen waren, ob sie denn nicht ein paar Fotos von uns schießen und uns später zuschicken könnten, wozu sich die beiden auch gerne bereit erklärten. Auf die Fotos warte ich allerdings immer noch… Da wir nun schon mal Eintrittskarten hatten, wollten wir uns auch einen Teil der laufenden Aufführung ansehen (und eigentlich waren die Eintrittskarten völlig überflüssig, denn niemand wollte sie zur Kontrolle sehen). Wir nahmen auf der Empore Platz, das Stück begann. Es war eher ein Konzert, Orchester mit Chor und ein paar Solisten. Als der erste Solist den Mund öffnete und die ersten Töne formte, klappte auch mir die Kinnlade herunter, allerdings lautlos. Das Stück, bei dem es um die Schöpfungsgeschichte ging, wurde auf Deutsch gesungen und zwar mit einwandfreier Aussprache! Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet! Auf einer Leinwand im Hintergrund wurde eine portugiesische Übersetzung eingeblendet. Ich frag mich allerdings, wer dieses Stück geschrieben hat. Der Liedtext war alles andere als melodisch, hörte sich eher an wie ein Nachrichtentext in der Tagesschau und dazu spielten dann ein paar Geigen und sonstige Instrumente eine Melodie, in die sich der Gesang nicht einfügen wollte…&lt;br /&gt;Wir blieben für eine halbe Stunde bei der Vorstellung, brachen dann aber lange vor Ende des Stückes auf, denn schließlich ist ein einziger Tag nicht besonders viel um eine Stadt mit irgendwas zwischen 13 und 18 Millionen Einwohnern (jeder sagt mir da irgendetwas anderes…) bzw. die drittgrößte Stadt der Welt kennen zu lernen. So wanderten wir also über das Viaduto de Chá („Teeviadukt“) und ein paar weitere Straßen zur Praça da Sé (Platz der Kathedrale). Den Weg dorthin mussten wir uns erfragen, was nicht ganz so einfach ist in São Paulo, denn hier flüchten die Leute erstmal wie scheue Rehe, wenn man sie anzusprechen versucht, wohl auch aus gutem Grund. Aber sobald sie nach dem ersten Fluchtreflex wahrgenommen haben, dass zwei junge leicht desorientierte Mädels mit einem Rucksack auf dem Rücken wohl doch nur nach dem Weg fragen und einen nicht in der Luft zerreißen wollen, bleiben sie stehen und geben ausführliche Auskunft.&lt;br /&gt;Die Praça da Sé heisst so, wie sie heisst, weil dort eine ziemlich grosse Kathedrale steht, die man auf den ersten Blick irgendwie der Gotik zuordnen würde. Aber Moment mal, wann war doch gleich die Epoch der Gotik? Das war doch, ganz grob, zwischen 1250 und 1500... Und wann betraten die ersten Europäer brasilianischen Boden? Soweit ich mich erinnere, war das 1500 und ausserdem weit mehr als 1000km nördlich von São Paulo? Also irgendwas passt da nicht... Ein Blick in den Reiseführer klärt die Sache auf: Die Kirche wurde erst Mitte des 20. Jhds. Erbaut. Ist aber echt extrem gut nachgeahmt, zumindest für mein Laienauge. Betreten konnten wir die Kirche nicht, da gerade irgendeine Veranstaltung mit grosser Bühne und so weiter vor dem Kirchenportal stattfand. Die Kraft der Batterien meiner Kamera reichte gerade noch um ein, zwei Fotos zu schiessen, was wir denn auch taten, in nächster Nähe einer Polizistin positioniert, denn auf der Praça da Sé trieb sich alles mögliche und unmögliche Geleut herum.&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156572479112053058" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R4_TWVwHgUI/AAAAAAAAAXo/P6kN0Dsq_wk/s400/05+Praca+da+S%C3%A9.jpg" border="0" /&gt;Von der Praça da Sé aus marschierten wir weiter durch die weniger gut duftende ältere Innenstadt von São Paulo, vorbei an einer grossen Anzeige, die die bis dahin in 2007 von den Brasilianern gezahlten Steuern zählte und eine ziemlich beachtliche, ständig wachsende Zahl zeigte. Brasilien ist das Land mit den weltweit höchsten Steuern. Was die Leute hier ärgert sind nicht die hohen Steuern an sich, sondern dass sie für das ganze Geld keine Gegenleistung bekommen: Die öffentlichen Schulen sind so schlecht, dass die Eltern, wenn sie wollen, dass ihr Kind eine halbwegs anständige Bildung bekommt, und wenn sie es sich leisten können, auf eine private Schule schicken müssen. Die öffentliche Gesundheitsversorgung ist ebenfalls so marginal, dass man, sofern man es sich leisten kann, eine eigene Krankenversicherung abschliessen muss, die einem eine gute Versorgung bezahlt. Die vom Bund und von den Bundesstaaten unterhaltenen Strassen sind in wirklich schlechtem Zustand und meistens trägt nur eine Privatisierung zur Verbesserung bei. Und was tut man auf privaten Strassen? Richtig, wiederum eine Gebühr bezahlen. Die Brasilianer bezahlen also alles doppelt hier, zum einen durch die Steuern und zum anderen noch mal aus dem Privatvermögen, weil die Steuern nicht dorthin gelangen, wohin sie sollen. Eines der wenigen Gebiete, wo die öffentlichen Gelder sinnvoll angelegt werden, sind die öffentlichen Universitäten. Diese sind nämlich generell um einiges besser als die privaten Unis (olha só!), von denen es hier übrigens unendlich viele gibt. Blöd nur, dass es nur für 3% der Schulabgänger Plätze an öffentlichen Unis gibt... Na ja, und was passiert nun aber mit den ganzen Steuergeldern, die die Leute bezahlen, die aber nicht an gewünschter Stelle wieder auftauchen? Nun, das ist eines der ganz grossen Geheimnisse und hat ebenfalls etwas mit dem oben schon erwähnten Ausspruch „Sempre tem um jeitinho“ zu tun, denn der „jeitinho“ kann zwar auch Gutes und Allgemeinnützliches bewirken, dient vor allem aber dazu persönliche Ziele zu erreichen...&lt;br /&gt;Aber zurück nach São Paulo. Das Ziel unseres Weges, der an besagter Anzeige vorbei führte, war die Rua 25 de Março, die Strasse des 25. März. Dass man sich, sofern man diese Strasse zum Ziel hat, seinem Ziel nähert, lässt sich an der zunehmenden Menge von Strassenverkäufern mit ihren kleinen Warentischen und –ständen, der zunehemenden sich über den Asphalt wälzenden und dabei mehr und mehr den Autoverkehr blockierende Menschenmenge und der damit einhergehenden ansteigenden Lautstärke erkennen. Die Rua 25 de Março, und auch angrenzde Strassenarme, ist eigentlich eher ein Irrenhaus als eine Strasse. Hunderte von Strassenverkäufern platzieren sich in 2 oder 3 Reihen auf beiden Seiten der Strasse dicht and dicht und verkaufen billigen Schmuck und Ramsch zu den niedrigsten Preisen, die ich je in Brasilien gesehen habe. Hinter der Strassenverkäuferarmada befinden sich in den Häuserzeilen duzende Geschäften, die ungefähr das gleiche Sortiment haben, wie die Strassenverkäufer, nur mit mehr Auswahl und etwas höheren Preisen. Die Strasse ist immer gut mit Menschen gefüllt, aber so kurz vor Weihnachten war es ein einziges Gewühl und Alessandra und ich mussten aufpassen, dass wir uns nicht verlieren. Um uns ein Geräusch-Wirrwarr aus tausenden handelnden und lauthals Waren anpreisenden Stimmen, überdeckt nur vom Krach der Feuerwerke die fast ständig zu Demonstrationszwecken und um Kunden anzuzuiehen gezündet wurden. Dazu kam auch noch ein nicht ganz so angenehmer Geruchscocktail aus unbestimmbaren Quellen... Es trauten sich sogar einzelne Autos in dieses Menschengewühl, denn schliesslich ist die Rua 25 de Março tatsächlich eine Strasse und nicht, wie man glauben könnte, eine Fussgängerzone, kamen aber nur mit sehr viel Geduld und fast negativer Geschwindigkeit auch am Ende an. Alessandra und ich kauften auch jede Menge Kram (wobei uns einer der Strassenhändler darauf hinwies, dass es besser sei unseren Rucksack auf dem Bauch zu tragen um nicht Opfer von Taschendieben zu werden). Als wir uns gerade zum Kauf von ein paar Ohrringen aus Kokosschale zu R$ 1 das Stück entschieden hatten, jedoch noch nicht bezahlt hatten, raffte der Straßenhändler plötzlich das Tuch, das über seinem Klapptisch lag und auf dem die Ohrringe ausgebreitet waren, mitsammt der Ohrringe zusammen, stopfte es in eine große Sporttasche, die um seinen Hals hing, klappte seinen kleinen Klapptisch zusammen und hatte so seinen Verkaufsstand innerhalb von 2 Sekunden abgeschlagen. Ähnliches und mit ähnlicher Eile taten auch die übrigen Straßenhändler. Der Grund waren ein paar grünbewestete Gestalten des Ordnungsamtes (oder sonst irgendeiner Institution) São Paulos, die plötzlich aufgetaucht waren. 15 Sekunden nach ihrem Auftauchen hatte sich der „Marktplatz“ in eine zwar ziemlich gut besuchte, aber trotzdem ganz normale Straße verwandelt, allerdings nur der Teil, wo sich die grünen Westen befanden. Aber schon weniger als eine halbe Stunde später, war auch alles wieder beim Alten und es wurde wieder gerufen, gehandelt und geböllert.&lt;br /&gt;Ziemlich erschöpft von unserem Aufenthalt auf der Rua 25 de Março, wir waren bei Weitem nicht die ganze Straße abgelaufen, setzten Alessandra und ich uns in die Metro um zur Avenida Paulista, DER Straße São Paulos zu fahren. In der Avenida Paulista befinden sich die Hauptgebäude aller möglichen Banken und noch so einiges mehr, wie z.B. das MASP, das Museu de Arte de São Paulo, welches zu besuchen wir leider keine Zeit hatten… Man merkte hier doch einen deutlichen Unterschied zum alten Zentrum São Paulos, wo wir uns bisher aufgehalten hatten. Zwar gab es auch auf der Avenida Paulista ziemlich viel „movimento“, aber trotzdem wirkte alles ruhiger als im alten Zentrum, schätzungsweise wegen der Weitläufigkeit der Straße. Und auch wurde hier einem nicht ständig auf unangenehme Weise in Erinnerung gerufen, dass man über einen Geruchssinn verfügt. Wir schlenderten also recht gemütlich die Avenida Paulista entlang und hier gibt’s ein paar Eindrücke davon:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Die Avenida Paulista einmal mit Sarah und Hut (den Alessandra am Anfang des Tages erstanden hatte)...&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156572118334800178" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R4_TBVwHgTI/AAAAAAAAAXg/U3gQGqL0YAA/s400/08+Sarah+na+Avenida+Paulista.jpg" border="0" /&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;...und einmal ohne (man beachte bitte die Stadtbusse und Autos, für alle diejenigen, die noch glauben, dass hier nur alte Pferdefuhrwerke rumfahren. Hier in Brasilien ist, meiner subjektiven Einschätzung nach und zumindest in dem Teil, den ich kennen gelernt habe, der Anteil an Neuwagen wesentlich höher als in Deutschland. Hier ein altes Auto zu finden ist echt schon fast ein Kunststück!) Ach ja, und die Häuser sind in Wirklichkeit auch viel höher&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156570847024480546" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R4_R3VwHgSI/AAAAAAAAAXY/3nOPUWerp2I/s400/07+Avenida+Paulista.jpg" border="0" /&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;Kontrast zwischen alt und neu. Neben dem hübschen alten Häusschen befindet sich übrigens ein kleiner, aber äußerst netter Park. Eben war man noch in der Avenida Paulista mit dem ganzen Autolärm und der durch die ganzen Gebäude aufgeheizten Luft, und dann, sobald man den Fuß in de Park setzt, befindet man sich im Urwald: Alles, bis auf die gepflasterten Wege, dicht zugewachsen und einige Grade dunkler und kühler als außerhalb des Parks. Und auch vom Autolärm ist trotz der geringen Größe des Parks fast nichts mehr zu hören. Wenn ich in der Avenida Paulista arbeiten würde, würde ich hier meine Mittagspausen verbringen.&lt;/em&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156564099630858482" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R4_LulwHgPI/AAAAAAAAAXI/Q78223vy_o4/s400/09+Avenida+Paulista+-+Kontrast.jpg" border="0" /&gt; &lt;em&gt;Natürlich hats auch in der Avenida Paulista stark geweihnachtet. Das hier ist ein Filialgebäude der Bank Itaú. Hübsch oder? In Bezug auf Weihnachtsdeko in den Geschäften etc. sind die Brasilianer uns sogar um einiges voraus, auch wenn dickbemantelte Weihnachtsmänner, puschelige Rentiere und drollige Schneemänner immer noch nicht zu Sommerwetter und –temperaturen passen. Ist also nett anzuschauen, aber in Weihnachtsstimmung kommt man, zumindest als Mensch von der Nordhalbkugel, trotzdem nicht.&lt;/em&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156560410253951202" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R4_IX1wHgOI/AAAAAAAAAXA/pmTBhm7coFc/s400/10+Avenida+Paulista+-+Natal+noBanco+Ita%C3%BA.jpg" border="0" /&gt;&lt;em&gt;und noch ein bisschen mehr von dem Weihnachtsschmuck.&lt;/em&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156559860498137298" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R4_H31wHgNI/AAAAAAAAAW4/E7hqMFYs7VA/s400/11+Sarah+em+frente+do+Banco+Ita%C3%BA.jpg" border="0" /&gt;Eine der Banken, die Banco Real, hatte im Innern des Gebäudes sogar eine ganze aufwändige Weihnachtswelt aufgebaut, inklusive echter Weihnachtswichtel, die die Wünsche der zuhauf mit ihren Familien erschienen Kinder aufnahmen. Alessandra und ich schauten uns das Ganze auch an, aber leider war meine Batterie jetzt wirklich am Ende, so dass es keine Fotos gibt.&lt;br /&gt;Es gab auch eine besonders bemerkenswerte Sache an dieser Weihnachtswelt: Das Umweltbewusstsein ist in Brasilien das Umweltbewusstsein stark am Erwachen und so gab es an diversen Stellen des Parcours durch die Weihnachtswelt Umwelttipps à la „Geschenke mit Zeitungspapier einpacken“, „Müll trennen“, „keine Wasser verschwenden“ etc. mit einer passend dazu arrangierten Szene. (weiteres dazu: In Campinas war fast die gesamte Weihnachtsdeko der Stadt aus PET-Flaschenböden und sonstigem Müllmaterial gemacht und auch in São Paulo fanden sich zahlreiche Müllweihnachtsbäume, grüne Sperrholzpyramiden, an die verschiedenste Plastikbehälter und –materialien angeschraubt waren.)&lt;br /&gt;Als wir so ziemlich am Ende der Avenida Paulista angekommen waren, schlugen wir den Weg zum Parque Ibirapuera ein, dem größten Stadtpark São Paulos. Der Weg nahm auch ne ganze Weile in Anspruch, aber dass wir uns dem Park langsam näherten, konnten wir an der zunehmenden Häufigkeit von gutaussehenden und gut trainierten Menschen, hauptsächlich Männern erahnen, die uns ihre vom Joggen verschwitzen T-Shirts in der Hand tragend entgegenkamen. Entsprechend war auch der Park selbst, wo eine ganze Menge flanierender, Sport treibender und „namorierender“* Menschen unterwegs war, in vielerlei Hinsicht sehr nett anzuschauen ;o)&lt;br /&gt;Nachdem wir die vielseitige Schönheit des Parks zur Genüge genossen hatten, wollten wir uns in Richtung Alessandras Zuhause nehmen, was nicht so ganz einfach war, denn trotz ausdauernden Wartens wollte an der Bushaltestelle, an der wir uns positioniert hatten, einfach kein Bus vorbeikommen. Also begnügten wir uns doch vorerst mit Schusters Rappen, nahmen dann an einer anderen Bushaltestelle einen Bus, der ungefähr in die richtige Richtung fuhr, stiegen wieder auf unsere Fußsohlen um. Also wir unterwegs eine Frau, die gerade in ihr Auto stieg, nach dem Weg fragten, bat diese uns an mit ihr mitzufahren, denn sie wohnte ganz in der Nähe von Alessandras Familie. Ich schätze, so was würde einem in Deutschland nicht passieren… Und dabei muss man bedenken, dass sich das Ganze so in São Paulo zugetragen hat, wo die Menschen, wie schon vorher erwähnt, tendenziell vorsichtig sind.&lt;br /&gt;Wie auch immer, zurück bei Alessandra zu Hause angekommen, nahm uns Bilbo in Empfang mit dem Ansinnen mir ins Bein zu beissen. Da Alessandra dies aber nicht zuliess, biss er aus Frust in Alessandras Hosenbein... Wir nahmen dann noch ein kleines Bad im Swimming-Pool, nach der Reinigung des selben (ich hatte noch nie zuvor einen Pool gereinigt), und fuhren dann auch schon wieder, jeglichen Geldes während des Tages durch verschiedenen Kleinkram entledigt, mit unserer Mitfahrgelegenheit zurück nach Campinas.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;* Das portugiesische Verb „namorar“ hat keine genaue Übersetzung im Deutschen, genau wie wir keine speziellen Wörter für „namorado“, dem Freund im Sinne von boyfriend, und „namorada“, der Freundin im Sinnen von girlfriend, haben. „Namorar“ bezeichnet also alle möglichen Aktivitäten, die irgendwas mit Beziehungführen zu tun haben. Das kann also einfach bedeuten, dass man mit jemanden zusammen ist (João namora Ana à João ist mit Ana zusammen), aber das kann auch am See sitzen und sich küssen und alles andere, was man zusammen mit seinem Partner unternimmt, bedeuten.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-3833249889034382757?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/3833249889034382757/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=3833249889034382757' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/3833249889034382757'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/3833249889034382757'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2008/01/so-paulo-14-und-15122007.html' title='São Paulo, 14. und 15.12.2007'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R4_UGlwHgWI/AAAAAAAAAX4/hDxmGof-3VA/s72-c/01+Teatro+Municipal.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-4536692406364264201</id><published>2008-01-16T14:10:00.000-08:00</published><updated>2008-01-17T06:12:02.580-08:00</updated><title type='text'>endlich mal wieder was Neues!</title><content type='html'>Soooo, hab's endlich geschafft den Eintrag über Florianópolis mit ein paar Bildern auszuschmücken! Die dort angekündigte Reise nach Porto Seguro zusammen mit Sandra ist übrigens geplatzt, weil sich Sandra das Knie so verdreht hat, dass sie nur ganz wenig laufen kann und somit nicht reisefähig ist... Schade&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Naja, aber einen Eintrag über São Paulo gibt's demnächst auch, ist so gut wie fertig!&lt;br /&gt;Also, bis demnächst!&lt;br /&gt;Beijos para todos!!!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-4536692406364264201?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/4536692406364264201/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=4536692406364264201' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/4536692406364264201'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/4536692406364264201'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2008/01/endlich-mal-wieder-was-neues.html' title='endlich mal wieder was Neues!'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-6201506974295837993</id><published>2007-12-18T12:20:00.000-08:00</published><updated>2007-12-18T12:30:15.195-08:00</updated><title type='text'>Fröhliche Weihnachten und ein gutes neues Jahr!!!</title><content type='html'>&lt;div&gt;So, ihr lieben, ich fahr morgen Abend denn nach Rio, wo ich meine Mama treffen werde, fahre dann nach ein paar Tagen mit ihr zusammen zurück nach Campinas, wo wir Weihnachten zusammen mit Karina und ihrer Familie verbringen werden und wenn meine Mutter dann wieder aus Campinas abgereist sein wird, fahren Karina, ich und noch ungefähr 15 weitere Personen nach Garopaba, 100 km südlich von Florianópolis, wo wir Neujahr (am Strand!) verbringen werden. Von dort fahre ich dann über Porto Alegre nach Santa Maria im Bundesstaat Rio Grande do Sul, dem südlichsten Staat Brasiliens, wo ich Breno besuchen gehe. Und vorn dort komme ich dann am 8.1. wieder. Bis dahin werde ich also äusserst schlecht zu erreichen sein (falls Bedarf danach besteht).&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Ich wünsche euch allen Frohe Weihnachten und ein supergutes neues Jahr!!!&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;P.S.: So hab ich mein erstes Adventswochenende verbracht:&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5145412461859929810" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R2gtX1wHftI/AAAAAAAAAS4/5weaxSEpHJ0/s400/Megachurras+-+Thamara,+Sarah+e+Carol.jpg" border="0" /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;2-tägige Grillparty mit etwa 60 Personen und Swimming-Pool! Hach, die Vorweihnachtszeit ist doch immer wieder schön ;o)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-6201506974295837993?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/6201506974295837993/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=6201506974295837993' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/6201506974295837993'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/6201506974295837993'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2007/12/frhliche-weihnachten-und-ein-gutes.html' title='Fröhliche Weihnachten und ein gutes neues Jahr!!!'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R2gtX1wHftI/AAAAAAAAAS4/5weaxSEpHJ0/s72-c/Megachurras+-+Thamara,+Sarah+e+Carol.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-4356706201233299688</id><published>2007-12-14T06:44:00.000-08:00</published><updated>2007-12-14T06:50:56.245-08:00</updated><title type='text'>Schwer bei der Arbeit</title><content type='html'>&lt;div&gt;Hier nur ein paar Bildchen von meiner Arbeit (ist ja nicht so, dass ich die ganze Zeit nur in der Gegend rumfahre). Entstanden sind die Bilder am Mittwoch, 12.12., bei meinem Interview mit Ileide (sprich: Ihleiidsche), einer Kleinbäuerin des Assentamento* Vergel, die nach den Prinzipien der Agrarökolgie produziert und Mitglied in dem Agrarökologienetzwerk ist, für das ich hier arbeite. Dieses Interview mit Ileide war mein erstes Interview im Rahmen meines kleinen Projektchens hier.&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5143839833814695554" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R2KXE1wHfoI/AAAAAAAAASQ/ZqRRHz_5vwU/s400/S6300527.JPG" border="0" /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5143840125872471698" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R2KXV1wHfpI/AAAAAAAAASY/erEBF6VGYLs/s400/S6300528.JPG" border="0" /&gt;Na ja, war nicht nur ein Interview. Ileide musste auch ein kleines Diagramm basteln (man muss ja immer auf die Interaktivität achten, ne? ;o) )&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5143840362095672994" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R2KXjlwHfqI/AAAAAAAAASg/rhtk_VtKdhU/s400/S6300529.JPG" border="0" /&gt; &lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5143841062175342274" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R2KYMVwHfsI/AAAAAAAAASw/XQlDklEzuWQ/s400/S6300530.JPG" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;*Assentamento: Gebiete, die von der Regierung in Parcellen von einigen Hektar Grösse aufgeteilt wurden und dann an landlose Familien vergeben werden (ohne, dass diese Besitz über die Grundstücke erlangen), damit diese dort leben und sich durch die Bewirtschaftung des Landes ihren Unterhalt verschaffen können. Eigentlich ne ziemlich gute Sache, nur dass viele der Familien nicht wirklich viel Ahnung von Landwirtschaft haben und das mit der landwirtschaftlichen Produktion deshalb oft nicht so klappt, mal ganz abgesehen davon, dass sie sich von dem Geld, das sie vom Staat bekommen um Saatgut etc. zu kaufen, oft andere Dinge kaufen und zum Schluss nix mehr übrig bleibt, was sie in die Produktion investieren bekommen... Gut, das sind meistens so die Anfangsprobleme. Es gibt einige Projekte, in denen auch ziemlich viele Studenten mitarbeiten und die den Leuten der Assentamentos helfen diese Probleme zu überwinden. Aber es gibt da immer noch seeeehr viel zu tun hier.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-4356706201233299688?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/4356706201233299688/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=4356706201233299688' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/4356706201233299688'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/4356706201233299688'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2007/12/schwer-bei-der-arbeit.html' title='Schwer bei der Arbeit'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R2KXE1wHfoI/AAAAAAAAASQ/ZqRRHz_5vwU/s72-c/S6300527.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-1842346021491316907</id><published>2007-12-14T06:20:00.000-08:00</published><updated>2008-01-17T06:10:15.258-08:00</updated><title type='text'>Florianópolis, 7.-10.12.2007</title><content type='html'>Meine erste ganz allein geplante, organisierte und durchgeführte Reise, ganz ohne brasilianische Hilfe und Begleitung! Aber ganz alleine war ich trotzdem nicht unterwegs: Meine Kumpanin war Sandra aus Frankreich (genauer gesagt aus Rennes!), genauso alt wie ich, ungefähr so lange in Brasilien wie ich und macht auch ein Praktikum an der UNICAMP, allerdings an einem anderen Institut. Wow, es war schon fast seltsam mit einer Europäerin unterwegs zu sein! Aber Sandra ist ziemlich locker und lustig drauf und so hatten wir ne Menge Spaß, auch wenn ich diese Reise als meine bisher ruhigste Reise hier in Brasilien bewerten würde.&lt;br /&gt;Da ich besser Portugiesisch spreche als Sandra (sie hat erst angefangen Portugiesisch zu lernen, nachdem sie in Brasilien ankam), Sandra aber wesentlich besser Portugiesisch spricht als ich Französisch und außerdem eine größere Notwendigkeit besteht, dass sie ihr Portugiesisch verbessert als dass ich mein Französisch verbessere (oder vielleicht auch mein Deutsch!?), haben wir uns fast ausschließlich auf Portugiesisch unterhalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Freitag, 7.12.2007&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Fretagabend: Die erste Reise alleine bedeutete auch, dass ich mich zum ersten Mal selbst darum kümmern musste, wie wir zum Busbahnhof, zur Rodoviária, kommen, was ja aber dank Bus nicht so das Riesenproblem sein sollte. Sandra und ich machten uns vorsichtshalber 1,5 Stunden vor Abfahrt unseres Busses nach Florianópolis auf den Weg. Ich dachte mir: „Das wird ja wohl ganz locker reichen. Wir müssen dann bestimmt noch ne halbe Stunde an der Rodoviária auf den Bus warten.“ …Dabei hatte ich aber den umständlichen Weg der Buslinie, für die wir uns entschieden hatten, und vor allem auch den Freitagabendfeierabendverkehr der 1,5 oder 1,6 Millionen-Stadt Campinas, die über keinerlei U-, S- oder Sonstwas-Bahn verfügt, unterschätzt… Als wir endlich nach einer halben Odyssee an der Rodoviária ankamen, stand unser Bus schon zur Abfahrt bereit. Also schnell einsteigen und schon ging’s los.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Samstag, 8.12.2007&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;9.00 Uhr: Florianópolis nimmt uns nach 14 Stunden Busfahrt gut ausgeschlafen und bei strahlendem Sonnenschein in Empfang.&lt;br /&gt;Mein brasilianischer Ex-Freund wunderte sich immer, warum wir Europäer uns so zieren nach dem Weg zu fragen, während ich mich wunderte, warum er alle 100 Meter jemanden anhalten und nach einem Weg fragen wollte. Nun ja, seit ich in Brasilien bin und erst recht nach dieser Reise, auf der wir Europäerinnen uns ganz allein zurecht finden mussten, weiß ich die Antwort: In Europa braucht man niemanden fragen um irgendwas zu finden. Dort gibt es zahlreiche Schilder und immer mal wieder nen großen Stadtplan, so dass man, wenn man jemanden nach dem Weg oder um Hilfe fragt, quasi zugibt, dass man zu dumm ist, die Hinweisschilder zu interpretieren. Zudem kommt es in Europa auch mal vor, dass jemand ziemlich irritiert oder auch mürrisch reagiert, wenn man ihm nach etwas fragt. Nun, in Brasilien ist (fast) alles anders: Hier gibt’s fast keine Schilder, also bleibt einem gar nix anderes übrig als zu fragen. Allerdings geben die Leute hier äußerst gerne, ausführlich und freundlich Auskunft, so dass man sich auch nicht schämt nach irgendetwas zu fragen, selbst wenn man direkt vor dem fraglich Gegenstand/ Ort stünde.&lt;br /&gt;Na ja, so war es jedenfalls auch nach unserer Ankunft an der Rodoviária von Florianópolis. Kein einziges Hinweisschild darüber, wohin man den laufen muss, wenn man zum Terminal der Stadtbusse möchte (Die Wegbeschreibung unseres Hostels sagte, dass man von der Rodovária aus 3 Blocks laufen muss um zum Busterminal zu kommen. Aber in welche Richtung denn???). Nach ein paar Mal Nachfragen und dazwischen ein kleines Frühstück für R$ 1,20 (etwa 45 ct) pro Person einnehmen, saßen wir dann aber im richtigen Bus, Abfahrt 10.50 Uhr&lt;br /&gt;12.30 Uhr: Ankunft in der Barra da Lagoa in unserem Hostel „Portunhol“ . Die Zwischenzeit hatten wir uns mit folgenden Aktivitäten vertrieben: ziemlich lange im Bus Schwitzen; in einem anderen Terminal in den Anschlussbus Wechseln; den Cobrador (derjenige, der den Fahrpreis im Bus kassiert) Bitten uns bescheid zu sagen, wenn wir aussteigen müssen; Aussteigen; umherirrend unser Hostel Suchen; nach dem Hostel fragen; das brasilianische Pulk-Phänomen erleben (Man fragt eine Person nach dem Weg, die Person weiß selbst nicht ganz genau bescheid, ruft die nächste Person herbei, erklärt dieser das Problem, diese Person ruft evtl. eine weitere Person oder es gesellen sich auch einfach so Personen hinzu, die meinen, dass sie einem hilfreich sein könnten, und bis die Lösung gefunden ist, stehen schon mindestens vier hilfswillige Personen um einen herum); in den nächsten Bus Einsteigen und noch mal das Fahrgeld Bezahlen (Umsteigen ohne zu zahlen geht nur in einem Busterminal); den Cobrador wiederum darum Bitten uns bescheid zu sagen, wann wir aussteigen müssen; selbst angestrengt nach der Bushaltestelle Ausschau halten, weil der Cobrador auch nicht so ganz den Plan hat; am Endpunkt der Buslinie Ankommen; Aussteigen (immerhin waren wir dann schon mal in der Barra da Lagoa, dem Stadtteil, in dem sich unser Hostel befand); diverse ortsansässige Brasilianer nach unserem Hostel Fragen und nur Kopfschütteln Ernten (trotz Pulk-Phänomens); einen Argentinier nach dem Hostel Fragen und die zum Ziel führende Wegbeschreibung von ihm bekommen.&lt;br /&gt;Unser Hostel war wirklich nett, aber nach unserer Ankunft dort wurde mir klar, warum es niemand kannte: Es lag irgendwo ganz versteckt am Ende einer Sackgasse und verfügte zudem mit vier 4-Bett-Zimmern nur über Platz für 16 Gäste (für alle, die das nicht selbst ausgerechnet bekommen ;o) ). Aber dennoch verfügte es, neben seiner Lage in der überaus netten, hübschen und relaxten Barra da Lagoa über alles, was das Herz begehrte: 80 Meter Entfernung zum Strand, supernettes Personal, einen Billard-Tisch, 2 Hängematten, Frühstück von 8 bis 12, eine Küche, in der man sich sein Mittag-/ Abendessen kochen konnte etc. &lt;em&gt;Das Hostel ist das kleine Haus im Hintergrund&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&lt;p&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156180851109101282" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R45vKlwHfuI/AAAAAAAAATA/EfbcOcsFUbc/s400/26+Hostel+Portunhol.jpg" border="0" /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156442646545662082" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R49dRFwHgII/AAAAAAAAAWQ/iiEGLlnYL2g/s400/17+Hostel+Portunhol.JPG" border="0" /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156442878473896082" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R49delwHgJI/AAAAAAAAAWY/HbbSalz2awk/s400/18+Hostel+Portunhol.JPG" border="0" /&gt;&lt;/em&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156444510561468578" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R49e9lwHgKI/AAAAAAAAAWg/kXSpO_jrTg4/s400/25+Hostel+Portunhol.JPG" border="0" /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156445292245516466" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R49frFwHgLI/AAAAAAAAAWo/i66frIS2cXs/s400/28+Sandra+na+rede+no+Portunhol.jpg" border="0" /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156445653022769346" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R49gAFwHgMI/AAAAAAAAAWw/lkBTOL1V9fw/s400/29+Sarah+na+rede+no+Portunhol.jpg" border="0" /&gt;Die temporäre Bevölkerung des Hostels bestand eigentlich nur aus Europäern, unter denen sich auch eine Deutsche und ein Deutscher befanden, zu denen ich aber lieber Abstand hielt und die auch nix davon mitbekamen, dass ich ebenfalls Deutsche bin. Irgendwie hatte ich wirklich überhaupt keine Lust auf Deutsche. (Nix gegen euch, Leute!!! Und es steht auch außer Frage, dass ich mich darauf freue zurück zu kommen und euch wieder zu sehen, aber mal für ne Zeit Abstand zu haben, tut echt gut und das möchte ich im Moment genießen).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie auch immer, gleich nach unserer Ankunft im Hostel rief ich Martin, der in Florianópolis BWL studiert und den ich auf dem Oktoberfest in Blumenau kennen gelernt hatte. 2 Stunden später stand Martin zusammen mit seinem Nachbarn und Freund Diego vor unserem Hostel um uns zum Mittagessen abzuholen. Martin lud Sandra und mich zu einer Seqüencia de Camarão, einer „Krabbenreihenfolge“, also hauptsächlich Krabben in verschiedenen Zubereitungsarten, ein (wir verpflichteten uns dafür später ein paar Bier oder wahlweise Caipirinhas auszugeben). Ich verstand nicht so ganz den Sinn der panierten Krabben, da die Panade beim Schaleabpulen ebenfalls abfiel, bis mir die anderen erklärten, dass man die Schale mitessen könne (auch wenn das in Deutschland nicht üblich ist).&lt;br /&gt;Nach unserem Mittagessen, es war schon ziemlich spät am Nachmittag, fuhren uns Diego und Martin zu der 10 km entfernten Praia Brava, dem „wilden Strand“. Hieran und auch an Sandras und meiner etwas länglichen Busreise, die auch ohne die ganzen Verirrungen länglich gewesen wäre, erkennt man zwei Charakteristika von Florianópolis: 1. Alles ist unheimlich weit voneinander entfernt. Das kommt daher, dass Florianópolis auf der kompletten Ilha da Magia verstreut ist, eine recht große Insel, die Stellenweise nur wenige hundert Meter vom Festland entfernt ist und daher über eine Brücke zu erreichen ist. 2. Da die Stadt eigentlich eine Insel ist, verfügt sie über Strand, Strand, Strand und nochmals Strand.&lt;br /&gt;Die Praia Brava war echt nett, nur ziemlich windig und daher schon fast kalt nur die kleinen, transparenten Geleeklumpen, die sich dort, wo die Wellen ausrollten, sammelten und auch im Wasser herumschwammen, waren seltsam und fühlten sich ziemlich lustig an, wenn man darauf rumlief. Wir rätselten ziemlich lange, was das wohl sein könnte und kamen zu dem Schluss, dass es entweder ein gestrandetes Schiff, das Gelatine geladen hatte, war oder jede Menge Quallen (água-viva auf Portugiesisch, lebendiges Wasser), die es aus irgendeinem Grund in kleinste Stücke zerfetzt hatte. Iin den folgenden Tagen bestätigte sich letztere These. Bleibt nur die Frage, was die Quallen massenweise so auseinander genommen hat. …Mir fällt da irgendwie „Der Schwarm“ ein. (Meine Füße haben übrigens trotz ausgiebigen Kontakts mit den Quallenstückchen keinen Schaden davon getragen). &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Die Praia Brava&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156185249155612418" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R45zKlwHfwI/AAAAAAAAATQ/9Oa1Qb-TskA/s400/02+Praia+Brava.jpg" border="0" /&gt;Sandra und Diego an der Praia Brava&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156184802479013618" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R45ywlwHfvI/AAAAAAAAATI/6kIPKLjop0M/s400/01+Praia+Brava+-+Sandra+e+Diego.jpg" border="0" /&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;Martin, ich und Diego, ebenfalls an der Praia Brava&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156186335782338322" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R450J1wHfxI/AAAAAAAAATY/yrfYf9y0New/s400/01+Praia+Brava+-+Martin,+Sarah,+Diego.JPG" border="0" /&gt;&lt;/em&gt;Nach unserem Strandbesuch erledigten wir alle vier noch unsere Einkäufe in einem Supermarkt (mit Weihnachtsmann), bevor Diego und Martin uns zurück zu unserem Hostel brachten. Wir verabredeten, dass wir später, nach Dusche und Abendessen, zusammen ausgehen würden. Daraus wurde denn aber nix, denn später rief mich Martin an um abzusagen, da Diego zu müde war und leider der einzige war, der über ein Auto verfügte (und mit dem Bus zu fahren war erstens zu weit und umständlich und zweitens bei Nacht auch zu gefährlich, selbst in Florianópolis, welches wie die meisten Städte im Süden Brasiliens, weeeeeeesentlich ruhiger ist als die Städte im Rest Brasiliens). Sandra und ich wollten deswegen aber nicht vom Ausgehen abhalten lassen (schließlich hatten wir nur 2 Abende in Florianópolis), holte uns ein paar Tipps von einem der Leute des Hostels und entschieden uns dann für eine „Tanzbar“ (ich weiß nicht wirklich, wie ich’s nennen soll… Tanzbar klingt so spießig…), die in der Barra da Lagoa lag und in 10 Minuten zu Fuß zu erreichen war und in der eine Liveband Forró spielen würde. Als wir dort ankamen, war noch so gut wie nichts los, aber mit der Zeit wurde es voller und als die Band eine halbe Stunde vor Mitternacht zu spielen begann, wurde der Platz zum Tanzen schon echt knapp, aber trotzdem (oder eher deswegen) war die Stimmung echt nett (Dass Florianópolis ziemlich touristisch ist, bemerkte man an dem recht hohen Anteil an Gringos im Publikum (unter anderem gab es da eine Blondine aus Deutschland und eine Brünette aus Frankreich)), der aber trotz allem immer noch immer vom Brasilianeranteil übertroffen wurde.&lt;br /&gt;Auch das ist recht typisch für Brasilien: Die „Show“, also der Auftritt der Band, beginnt frühestens um 23 Uhr, eher noch irgendwann zwischen 0 und 1 Uhr (und überhaupt beginnt fast alles recht spät. So kommt es auch, dass mich meine Freunde in Campinas häufig unter der Woche zu einer Uhrzeit anrufen und fragen, ob ich noch weggehen möchte, zu der ich schon im Pyjama stecke und Richtung Bett denke. Aber der Pyjama lässt sich ja auch recht unkompliziert wieder gegen normale Kleidung wechseln ;o) )&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sonntag, 9.12.2007&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Nach unserem Frühstück begaben Sandra und ich uns direkt zum unendlich langen Strand der Barra da Lagoa um uns bis zu Martins Anruf die Zeit zu vertreiben. Und hier tauchte ein weiteres brasilianisches Phänomen auf: Brasilianer haben eine andere Einschätzung von zu Fuß zurückzulegenden Wegstrecken als wir Europäer und eigentlich sollte man meinen, dass sie eine bestimmte Strecke für kürzer halten als wir, da sie ja über ein überaus großes Land verfügen, aber das Gegenteil ist der Fall. Wenn man also einen Brasilianer nach dem Weg fragt und dieser antwortet, dass das noch ein ganzes Stück zu laufen ist, kann man rechnen, dass man in 5 bis 10 Minuten angekommen sein wird. (Was mit dem Auto zurückzulegende Strecken angeht ist die brasilianische Einschätzung der europäischen allerdings in etwa gleich, obwohl Brasilien, wenn man Alaska nicht mitzählt, größer ist als die Vereinigten Staaten, wo die Leute äußerst großzügig mit den Entfernungen umgehen. Das mag zum einen an den, anders als in den Staaten, hohen Benzinpreisen hier liegen (der Liter Normal-Benzin kostet etwa R$ 2,40, also etwa 0,90 Euro, aber für einen Brasilianer ist das eben so viel wie für uns 2,40 Euro), und zum anderen daran, dass man hier in der Regel länger braucht um eine gewisse Strecke zurückzulegen (zwischen Campinas und Florianópolis liegen etwa 600 km, für die der unser Bus selbst ohne Stau 12 Stunden gebraucht hätte))&lt;br /&gt;Entsprechend sah dann auch die Populationsverteilung am Strand aus: Im Umkreis von 100 m um die Zugänge am Anfang des Strandes drängten sich die Sonnenschirme dicht an dicht. Jenseits dieser Marke nahm die Populationsdichte schnell ab und wurde quasi non-existent, so dass Sandra und ich bei unserem Strandspaziergang schnell so gut wie alleine am Strand waren, abgesehen von den Strandkrebsen, die mit beachtlicher Schnelligkeit vor uns oder wahlweise vor den auslaufenden Wellen in ihre Höhlen im Sand flüchteten, aus denen sie kurze Zeit später wieder hervorkrochen um wenig später wieder hineinzuflüchten. Dabei bestand überhaupt keine Notwendigkeit für eine effiziente Nutzung des Raumes. Der Strand war so lang, dass Sandra und ich nach mehr als einer Stunde laufen noch immer längst nicht am Ende angekommen waren. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Das Ende des Strandes liegt an dem kleinen Hügel rechts hinten im Bild&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156188569165332258" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R452L1wHfyI/AAAAAAAAATg/Dqr4o1dCXHA/s400/04+Praia+da+Barra+da+Lagoa.jpg" border="0" /&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;Sandra und ich an der Praia da Barra da Lagoa&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156189870540422962" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R453XlwHfzI/AAAAAAAAATo/B551a2D1Pts/s400/05+Sandra+e+Sarah+na+Praia+da+Barra.jpg" border="0" /&gt;&lt;/em&gt;Nachdem wir unser Mittagessen (bestehend aus 2 riesigen Tellern mit Essen und 4 frisch gepressten Fruchtsäften für R$ 16 (etwa 6 Euro)) eingenommen hatten und Martin sich immer noch nicht gemeldet hatte, stimmten Sandra und ich überein, dass er wohl auch nicht mehr anrufen würde. Wäre schließlich nicht das erste Mal, dass ein Brasilianer sagt: „Ich ruf dich dann an.“ und man dann nie wieder etwas von ihm hört. Da wir alleine nicht so richtig wussten, wohin wir gehen sollten und eben auch alles recht weit entfernt war, beschlossen wir die Barra da Lagoa weiter zu erkunden. &lt;em&gt;...wobei wir auf eine brasilianische Variante eines Weihnachtsbaumes stiessen:&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156192078153613122" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R455YFwHf0I/AAAAAAAAATw/GaEBCfLDX2U/s400/08+Natal+no+Brasil.jpg" border="0" /&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;Ein paar Eindrücke aus der Barra da Lagoa:&lt;/em&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156433176142774274" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R49Up1wHgAI/AAAAAAAAAVQ/kstxXH2RIj8/s400/23+Barra+da+Lagoa.jpg" border="0" /&gt; &lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156435070223351842" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R49WYFwHgCI/AAAAAAAAAVg/nw5Sn4uFLXo/s400/16+Barra+da+Lagoa.JPG" border="0" /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156434215524859922" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R49VmVwHgBI/AAAAAAAAAVY/af_TyxN6GCE/s400/24+Barra+da+Lagoa.jpg" border="0" /&gt;Wir ergatterten dabei dies und das bei den Straßenhändlern und Stießen irgendwann auf einen Wegweiser mit der Aufschrift „Psicinas naturais/ natural swimming-pool“. Wir fanden, dass das sehr verlockend klang und da wir eh nichts anderes Wichtiges zu tun hatten folgten wir dem Wegweiser und gelangten wenig später auf eine Trilha, mal wieder. Ich fühlte mich ein wenig auf die Ilha Grande zurükversetzt: bezwinge in Flipflops einen immer bergauf und bergab führenden schmalen, unebenen Pfad. Diesmal war diese Aufgabe aber wesentlich einfacher als auf der Ilha Grande, weil es nicht regnete, der Boden somit nicht in schmierige Pampe verwandelt worden war und wir das Ziel nach 15 Minuten schon erreicht hatten. Während unserer kleinen Wanderung lernten wir auch Tula kennen (Tula war nur ihr Spitzname. Ihren richtigen Namen weiß ich nicht mehr), eine 25-jährige brasilianische Lehrerin, die eigentlich mit ihrer Cousine nach Florianópolis gekommen war, jedoch alleine unterwegs war, weil ihre Cousine es vorzog den Teil von Florianópolis kennenzulernen, der sich innerhalb ihrer Ferienwohnung befand. Wir lernten uns kennen, als Tula versuchte von sich und einer Kuh die auf einer kleinen Wiese neben der Trilha gemächlich wiederkäute, ein Foto zu schießen. Ich bot ihr meine Hilfe an, wir kamen wir Gespräch und wanderten schließlich gemeinsam zur piscina natural (sprich pißiena naturau). &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Hier ein paar Eindrücke von der "Wanderung":&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156192902787333970" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R456IFwHf1I/AAAAAAAAAT4/ZMy6PU9bXLo/s400/10+indo+pra+piscina+natural+-+vaca.jpg" border="0" /&gt;&lt;/em&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156193972234190690" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R457GVwHf2I/AAAAAAAAAUA/y5MGK2ulp24/s400/12+indo+pra+piscina+natural+-+Sandra.jpg" border="0" /&gt; &lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156194629364186994" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R457slwHf3I/AAAAAAAAAUI/HkpVsZX7A04/s400/13+Sarah+e+vaca.jpg" border="0" /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156195144760262530" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R458KlwHf4I/AAAAAAAAAUQ/75tuOWxKhCA/s400/14+indo+pra+piscina+natural+-+Sandra+e+Sarah.jpg" border="0" /&gt; &lt;em&gt;Sandra und Tula&lt;/em&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156198645158608866" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R45_WVwHf-I/AAAAAAAAAVA/1uwY27xD8ks/s400/21+Sandra+e+Tula.jpg" border="0" /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156196136897707938" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R459EVwHf6I/AAAAAAAAAUg/7Igm3K9NYv0/s400/11+perto+da+piscina+natural.JPG" border="0" /&gt; &lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156197859179593682" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R45-olwHf9I/AAAAAAAAAU4/Udn-Zgnp5kU/s400/19+visto.jpg" border="0" /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156199194914422770" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R45_2VwHf_I/AAAAAAAAAVI/W41IbYy3Lls/s400/22+Sandra,+Sarah+e+Tula.jpg" border="0" /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156196845567311794" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R459tlwHf7I/AAAAAAAAAUo/F70MLa8WHrc/s400/16+pedras.jpg" border="0" /&gt; Der Weg zur piscina natural hatte sich wirklich gelohnt!&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156195531307319186" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R458hFwHf5I/AAAAAAAAAUY/34YJ7HThuZs/s400/15+piscina+natural.jpg" border="0" /&gt;Es kostete uns zwar ein wenig Überwindung von den kleinen Felsen in das glasklare, türkisblaue Wasser zu hüpfen, aber als wir erstmal drin waren, wollten wir fast nicht mehr raus. …Gut, war dann auch nicht ganz so einfach über die nassen Felsen wieder herauszukommen.&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156435886267138098" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R49XHlwHgDI/AAAAAAAAAVo/iv58cSmS8pw/s400/18+Sarah+e+Tula+na+piscina+natural.jpg" border="0" /&gt;Auf dem Rückweg erzählte uns Tula vom Projeto Tamar, einem Projekt zum Schutz der Meeresschildkröten, welches beim Fischfang verletzte Schildkröten wieder aufpäppelt und sich für Schildkröten schonendere Fangmethoden einsetzt. Das Projekt hat seinen Hauptsitz in Salvador de Bahia, hat aber daneben auch Stationen in zahlreichen anderen Städten an der Küste, eine eben auch in Florianópolis in der Barra da Lagoa, wo denn auch ein Freundin von Tula gerade ein Praktikum machte.&lt;br /&gt;Am Ende unserer kleinen Wanderung, als wir wieder in der Barra da Lagoa angekommen waren, verabschiedeten wir und von Tula und da wir immer noch keine besonderen Pläne hatten, statten wir der Station des Projeto Tamar einen Besuch ab. Da die Station recht neu war, war sie auch recht klein, aber sehr nett aufgemacht und 5 oder 6 Meeresschildkröten gab es auch zu sehen.&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156436659361251394" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R49X0lwHgEI/AAAAAAAAAVw/NpPUC5Di1hM/s400/27+Projeto+Tamar.jpg" border="0" /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156440000845807698" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R49a3FwHgFI/AAAAAAAAAV4/ehRw1vemSUY/s400/21+Projeto+Tamar.JPG" border="0" /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5156441010163122274" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R49bx1wHgGI/AAAAAAAAAWA/BGR66oRLjtY/s400/22+Projeto+Tamar.JPG" border="0" /&gt;Als wir da so an den Infotafeln und den Meereswasserbecken entlang schlenderten, wer tauchte da auf? Tula, im Schlepptau ihre Cousine Camila und Fernando, ein Paraguayano, der in der Ferienwohnung neben Tula und Camila wohnte. Wenig später gesellte sich auch Ana, Tulas Freundin, die Praktikum beim Projeto Tamar machte, hinzu und da wir alle für den Abend noch nichts geplant hatten und Fernando meinte er wusste einen Ort, wo es am Abend Samba geben würde, beschlossen wir dort alle zusammen hinzugehen.&lt;br /&gt;Sandra und ich kehrten also in unser Hostel zurück um zu Abend zu essen und um uns frisch zu machen und trafen dort auf eine weitere Französin, Nicole, die durch Südamerika backpackte, gerade ihren 2ten Tag in Brasilien und ersten Tag in Florianópolis verbrachte und etwa 28 Jahre alt war. Da auch sie noch nichts für den Abend vorhatte, luden wir sie ein mit uns zum Sambatanzen (versuchen) mitzukommen.&lt;br /&gt;Als wir schon auf dem Weg zum vereinbarten Treffpunkt mit den anderen waren, klingelte mein Handy und …es war Martin. Er fragte, ob Sandra und ich mit ihm und Diego ausgehen wollten und als ich ihm sagte, dass wir uns jetzt schon anderweitig verabredet hätten, sagte er: „Aber… aber…ähm, Diego und ich dachten, dass wir heute Abend mit dir und Sandra ausgehen würden…“ Uuuuuuups… da hatte ich wohl was falsch verstanden, als Martin am Vorabend meinte, er würde mich anrufen, damit wir was zusammen unternehmen… Er hatte dabei wohl an den Abend gedacht, während ich erst mal an den Tag gedacht hatte… Allerdings fiel mir dieses Missverständnis auch erst später auf, so dass ich Martin noch nicht mal erklären konnte, warum wir es augenscheinlich vorzogen mit irgendwelchen wildfremden Menschen auszugehen… Ich bot Martin auch an mit uns mitzukommen, aber da Diego, der Herr über das Auto, keine Lust auf Samba hatte, wurde daraus nix. Aber wir vereinbarten, dass Sandra und ich am nächsten Tag auf unserem Weg zur Rodoviária bei ihm zu Hause vorbeischauen würden.&lt;br /&gt;Wie auch immer, der Abend wurde, nachdem der Rest mit brasilianischer Verspätung am Treffpunkt eingetrudelt war, sehr interessant und irgendwie typisch: Wir riefen ein Taxi, wurden, während wir warteten, von einem sturzbetrunkenen Brasilianer zugetextet, der immer wieder betonte: „I want to liiiiiiiiirrrrrrrn English“, ließen uns dann vom Taxi zu dem Ort fahren, an dem es an diesem Abend laut Fernando Samba geben sollte, kamen dort an, fanden heraus, dass es dort an diesem Abend nirgends Samba geben würde, liefen ein wenig hin und her, überlegend, was wir denn anstatt dessen tun sollten, trafen ein paar Typen aus Florianópolis, die beim Vorglühen waren und im Begriff waren woanders hin zu fahren, wo es denn tatsächlich Samba geben würde, fragten diese Typen, ob sie denn noch Plätze für uns in ihren Autos frei hätten, was der Fall war, und fuhren dann mit ihnen zu der Samba- bzw. Pagode-Party. Der Laden war nicht allzu groß aber überaus gut besucht, so dass nicht wirklich viel Platz zum Tanzen blieb, aber wir hatten unseren Spaß und waren die letzten die gingen. Sandra sorgte mit ihrem ganz und gar unbrasilianischem Affentanz für Erheiterung bei den Brasilianern (ganz unbrasilianisch deswegen, weil brasilianische Frauen in der Regel sehr darauf achten möglichst hübsch bei allem auszusehen und aus Spaß an der Freude dämlich tanzen und hübsch sein passt eben nicht so gut zusammen). Nicole, die andere Französin, war von der brasilianischen Kultur an diesem Abend etwas überrumpelt, von den spontanen Entscheidungen und Geschehnissen, davon, dass wir mit wildfremden Menschen zu einer Party fuhren, von der Fülle der Menschen auf der Party, von der Musik, vom Caipirinha und von vielem mehr, trotz dass sie schon eine ganze Weile durch Südamerika getourt war. Sie meinte Brasilien sei doch ein ganzes Stück anders als die anderen südamerikanischen Länder und sie könne durchaus nachvollziehen, dass die Menschen das Land entweder lieben oder hassen, ohne Zwischenstufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Montag, 10.12.2007&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Nachdem wir gefrühstückt und unsere Sachen gepackt hatten blieb nur noch Zeit für einen weiteren netten Strandspaziergang und ein Mittagessen, bevor wir uns auf den Weg zur Rodoviária machen mussten um unseren Bus zurück nach Campinas zu bekommen. Um noch bei Martin vorbeizuschauen reichte die Zeit nicht, abgesehen davon, dass ich auf seinen Anruf wartete der nicht kam. Oder hatte ich wieder was falsch verstanden und ich hätte ihn anrufen sollen?&lt;br /&gt;Auf unserem Weg zur Rodoviária begleitet Nicole uns ein Stück im Bus, wobei wir ihr auch gleich eine kleine Einführung in das brasilianische Bussystem gaben, das sie bisher noch nicht kennen gelernt hatte.&lt;br /&gt;Während Sandra und ich in der Nähe der Rodoviária noch einen Saft und einen Salgado zu uns nahmen um uns für die Reise zu rüsten, trudelte eine SMS auf meinem Handy ein, von Martin: „Eu espero nunca mais ter o desprazer de te ver ou de ouvir sua voz.“ (Ich hoffe nie wieder die „Unfreude“ zu haben dich zu sehen oder deine Stimme zu hören.) Hoppla, da war jemand aber ganz schön verstimmt (Martin war nämlich auch extra, weil Sandra und ich nach Florianópolis kamen, an diesem Wochenende nicht zu einem Freund von ihm in Blumenau gefahren…) Und ich konnte noch nicht mal wirklich was dazu, dass alles so gelaufen, dass wir nichts wirklich zusammen unternommen hatten… Ein wenig gedrückt (ich mehr als Sandra) stiegen wir dann in den Bus nach Campinas…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis zu diesem letzten Moment war die Reise echt schön und relaxt gewesen, wir waren rundum zufrieden und glücklich und bis auf einen kurzen Schauer hatten wir auch die ganze Zeit Sonnenschein. Die Sache mit Martin klärte sich im Nachhinein auch, nachdem ich ihm später in einer Email alles erklärt hatte.&lt;br /&gt;Sandra und ich gaben echt ein gutes Team ab und so haben wir auch schon unsere nächste Reise zusammen geplant: Im Januar geht’s nach Porto Seguro in Bahia!!!&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-1842346021491316907?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/1842346021491316907/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=1842346021491316907' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/1842346021491316907'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/1842346021491316907'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2007/12/florianpolis-8-10122007.html' title='Florianópolis, 7.-10.12.2007'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R45vKlwHfuI/AAAAAAAAATA/EfbcOcsFUbc/s72-c/26+Hostel+Portunhol.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-547603736979499776</id><published>2007-11-23T03:34:00.000-08:00</published><updated>2007-12-11T06:58:22.050-08:00</updated><title type='text'>Ilha Grande, 15. – 19.11.2007</title><content type='html'>&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;Für alle die diesen Eintrag schon gelesen haben: Weiter unten gibt es noch eine Aktualisierung, eine kleine Sache, die mir noch eingefallen ist.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;…und schon wieder Feiertag, sogar gleich zwei davon, die so lagen, dass ich 6 Tage am Stück frei hatte. Und auch dieses Mal nutzte ich die Gelegenheit mal wieder eine Reise zu machen (die Gelegenheiten muss ich auch nutzen, denn irgendwie ist ein halbes Jahr gar nicht so lang, wie sich das so anhört… meine Halbzeit hier ist seit einigen Tagen vorbei…).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Donnerstag, 15.11.2007&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Zusammen mit Isa(bella), Dani(elle), Leo(nardo) und Mari(ana) machte ich mich also am sehr frühen Morgen auf den Weg zur Ilha Grande, einer, wie der Name schon sagt, ziemlich großen, unter Naturschutz stehenden Insel vor der Küste der Stadt Angra dos Reis im Staat Rio de Janeiro, 500 km von Campinas entfernt.&lt;br /&gt;Wir waren schon einige Stunden lang unterwegs, hatten die mittels der Autobahngebühren gut ausgebauten Schnellstraßen des Staates São Paulo schon längst hinter uns gelassen und waren schon einige Zeit über eine kurvenreiche, recht leere Straße unter grauem, aber wenigstens trockenem Himmel durch das Bergland in der Nähe der Atlantikküste gefahren, als wir um eine weiter Kurve bogen und uns dahinter urplötzlich in einer Nebelmasse wieder fanden. Aber diese Überraschung allein reichte noch nicht, denn 50 Meter hinter dem Anfang des Nebelfeldes lachte uns ein Schild mit der Aufschrift: „Ende des Asphaltes in 100 m“ entgegen und weitere 30 m weiter ein Schild „Grenze zum Bundesstaat Rio de Janeiro“. 70 Meter hinter diesem Schild verwandelte sich dann auch tatsächlich die vorher ziemlich passable Straße in einen, ich würd’s mal „breiten Wanderweg“ nennen, der stetig bergab durch dichte „Mata Atlântica“ (Atlantischen Regenwald) führte. Aus der Piste, oder wie auch immer man das nennen mag, ragten immer mal wieder ziemlich große Steine raus und da es die vorhergehenden Tage recht viel geregnet hatte, war alles ziemlich matschig.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;…hier sieht die "Straße" noch vergleichsweise gut aus…&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&lt;p&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5135998148676530658" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R0a7GsLtseI/AAAAAAAAAK8/iLePHwHM_VY/s400/Ilha+Grande+001.jpg" border="0" /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141225772449495490" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1lNmcTvecI/AAAAAAAAALU/B2zC-BVM59k/s400/01+indo+pra+Ilha+-+rua+de+terra.jpg" border="0" /&gt;&lt;/em&gt;Da wir guter Laune waren, nahmen wir die Situation mit sehr viel Humor, so dass wir auch noch ziemlich viel Spaß dabei hatten, den Berg mit maximal 20 km/h durch den in dichten Nebel gehüllten Atlantischen Regenwald hinunter zu kriechen.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;(ein bisschen dämlich das Bild, aber was soll’s? :o) )&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5135999377037177346" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R0a8OMLtsgI/AAAAAAAAALM/pI2oN20ixE4/s400/Ilha+Grande+006.jpg" border="0" /&gt;&lt;/em&gt;Solche Straßenverhältnisse waren nicht nur für mich, sondern auch für den komplett brasilianischen Rest der Gruppe neu, obwohl 90% der brasilianischen Straßen nicht asphaltiert sind, wie Isa einstreute, die gerade eine Arbeit zu dem Thema gemacht hatte. Nun ja, das hat mich mal wieder daran erinnert, dass ich in Campinas eher im „Elite-Gebiet“ Brasiliens wohne…&lt;br /&gt;Nach etwa einer Stunde hatten wir, nachdem uns langsam schon der Geruch überlasteter Bremsen in die Nase gestiegen war, wieder Asphalt unter den Rädern und es lagen nur noch wenige Kilometer bis Paraty vor uns, einer kleinen, überaus hübschen Stadt am Meer, die von der brasilianischen Kulturbehörde zum Nationalmonument erklärt wurde. Der Stadt ging es so ähnlich wie Lüneburg: Sie gelangte zu großem Reichtum durch die Goldfunde im 18. Jhd. im Nachbarstaat Minas Gerais, die ab Paraty als dem Endpunkt des Caminho de Ouro (Goldweg) nach Portugal verschifft wurden. Nach Brasiliens Unabhängigkeitserklärung 1822 kam der Goldexport nach Portugal allerdings zum Erliegen und eine neue, direkte Verbindungsstraße zwischen Rio und São Paulo an Paraty vorbei lies die Stadt in Vergessenheit geraten. Wie wir aber schon aus Lüneburg wissen, ist so was nicht immer ganz so schlecht, denn so blieb das koloniale Stadtbild Paratys erhalten und bietet heute großes Potential für den Tourismus.&lt;br /&gt;In Paraty machten wir zum mehr als wohlverdienten Mittagessen Halt und drehten danach noch eine sehr kleine Runde durch die Stadt. Sehr klein deswegen, weil es zu regnen begann und wir dann doch das trockene Innere unseres Autos vorzogen.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Leo, Dani, Mari und Isa in Paraty&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141296712424324370" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1mOHsTvfRI/AAAAAAAAAR4/pr7p255rj28/s400/Ilha+Grande+011.jpg" border="0" /&gt;&lt;/em&gt; &lt;em&gt;…und noch ein paar Impressionen aus Paraty&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141296184143346946" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1mNo8TvfQI/AAAAAAAAARw/YuMufaUAXc4/s400/Ilha+Grande+008.jpg" border="0" /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141294925717929186" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1mMfsTvfOI/AAAAAAAAARk/NMWXS6-wc7o/s400/Ilha+Grande+013.jpg" border="0" /&gt;&lt;/em&gt; Also weiter, die letzten 95 km nach Angra dos Reis im Regen hinter uns bringen. Ich nutzte die Gelegenheit um ein Nickerchen zu machen (was gar nicht so einfach auf dem Sitz in der Mitte der Rückbank ist…), wurde aber nach einiger Zeit unsanft aus dem Schlaf gerissen, als wir in voller Fahrt, durch ein recht großes Loch in der Straßendecke fuhren. Da es regnete war das Loch mit Wasser gefüllt gewesen und daher hatte Isa, die am Steuer saß, es nicht gesehen. Na ja, ist ja aber weiter nix passiert …oder? Einige Kilometer weiter, 15 km vor Angra dos Reis, fing das rechte Vorderrad an ungleichmäßig zu laufen… das ist doch nicht etwa…!? Besser mal anhalten und… doch tatsächlich ein Platten, soooo kurz vorm Ziel… Da es immer noch in Strömen regnete und wir alle zwar eine ungefähre Ahnung davon hatten, wie man ein Rad wechselt, aber es niemand so ganz genau wusste, hielten wir es für praktischer den kostenlosen Pannenservice der Autoversicherung anzurufen. Die Dame im Telefoncenter der Versicherung wollte nicht so recht verstehen, dass wir schlichtweg nicht wussten, auf welchem Kilometer der BR 101 zwischen Paraty und Angra dos Reis wir uns befanden (war kein Kilometerschild weit und breit zu sehen), aber dass wir 15 km vor Angra dos Reis auf dem Seitenstreifen problemlos zu finden waren. Sie fragte also noch etwa 10 mal nach dem Kilometer der Straße, bis die Info, dass wir das nicht wussten und es aber trotzdem kein Problem war uns zu finden, in ihr Bewusstsein vorgedrungen war. Aber so ganz zufrieden war sie damit immer noch nicht (wie wäre das wohl gewesen, wenn wir auf unserer unbefestigten Straße ohne jegliche Markierung durch die Mata Atlântica einen Platten gehabt hätten!? „Also, wir stehen hier irgendwo im Wald und haben einen Platten.“ „Auf welchem Kilometer der Straße sind Sie denn?“ „Keine Ahnung. Im Wald eben. Hier gibt’s keine Schilder“ „…aber auf welchem Kilometer sind Sie denn?“…)&lt;br /&gt;Wie auch immer, eine knappe Stunde später kam der Pannenservice angefahren und wechselte unser Rad innerhalb von 5 Minuten, so dass wir unsere Reise endlich fortsetzen konnten. In Angra dos Reis sattelten wir im Hafen auf das letzte and diesem Tag verfügbare Boot zur Ilha Grande um und ließen das Auto in einem wahrscheinlich überteuerten Parkhaus stehen (als Tourist hat man eben nicht immer so die Auswahl und muss den Leuten abkaufen, was sie einem erzählen…). Die einzige Fahrt der großen öffentlichen Fähre zur Insel für 12 Reais hatten wir knapp um einige Stunden verpasst und mussten so für 20 Reais ein kleines privates Boot nehmen, das diesem hier sehr ähnelte:&lt;br /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141294328717475026" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1mL88TvfNI/AAAAAAAAARc/o1QjRyhC9uU/s400/74.jpg" border="0" /&gt;Das Einsteigen in das Boot war ein halbes Abenteuer, denn vom immer noch strömenden Regen war die Kaimauer, von der man herunter in das Boot klettern musste, klitschnass und nicht ganz so griffig. Das Boot verfügte zwar über eine Abdeckung, aber die war weder wasserfest, noch ausreichend groß. Auf alle Sitzplätze auf dem Boot tropfte es also herunter und auch auf den Stehplätzen weiter in der Mitte war man nicht ganz vor dem Regen und schon gar nicht vom Fahrtwind geschützt. So harrten wir also die 1,5 h Fahrt zur Insel möglichst dicht beieinander stehend mit vom hereinschwappenden Wasser immer nasser werdenden Füße aus.&lt;br /&gt;Gegen 20 Uhr, mehr als 14 Stunden nach unserer Abreise in Campinas, kamen wir endlich auf der Ilha Grande am, immer noch bei strömendem Regen. Voll gepackt wie Packesel, müde und durchgefroren von der Bootsfahrt (…ich hätte nie gedacht, dass ich in Brasilien so viel frieren würde…) stapften wir über die unbefestigten, autofreien Straßen der Vila do Abraão, der einzigen größeren Siedlung auf der Insel, zu unserer Ferienwohnung, die über 2 Schlafzimmer verfügte und einen ganz netten Eindruck machte. Wir richteten uns in der Wohnung ein und kochten zum Abendessen das auch hierzulande beliebte 0815-Gericht Nudeln mit Tomatensoße. Das Essen schmeckte irgendwie seltsam… mag wohl an dem Salz gelegen haben, das ich imnächsten Tante-Emma-Laden auf der Insel gekauft hatte… Das war nämlich nicht nur, wie ich glaubte, einfach so Salz im Streuer, sondern mit Shinomoto (irgend so ein japanisches Zeugs) „verfeinertes“ Salz… Mann, Mann, Mann, diese Gringos haben ja auch von wirklich gar nix ne Ahnung ;o)&lt;br /&gt;Gut, aber der Hunger lässt einen ja über so ziemlich vieles hinweg sehen. Und so begaben wir uns gut gesättigt und sehr müde in unsere Betten und träumten von Sonnenschein, nachdem ich vorher noch todesmutig eine Kakerlake, die über die Kühlschranktür lief, zur Strecke gebracht hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Freitag, 16.11.07&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Als wir unsere Augen reichlich spät an diesem morgen öffneten, sahen wir einem grauen Himmel und davon herabfallenden Regentropfen entgegen. Gut, so hatten wir wenigstens nichts dadurch verpasst, dass wir so lange geschlafen hatten. Aber was nun anfangen mit diesem Tag? Über 14 Stunde Reise zu dieser Insel und dann nur im Haus rum sitzen, das geht ja nicht an.&lt;br /&gt;Als Gegenmaßnahme gegen den Regen platzierte Mari ein rohes Ei auf dem Vordach für Santa Clara, die als Gegenleistung für die Opfergabe das Wetter aufbessern sollte. Aber für so etwas braucht man ja doch etwas Zeit, selbst wenn man ein Heilige ist und deswegen entschieden wir uns zunächst dafür Abraão ein wenig besser kennen zu lernen, was nicht wirklich viel Zeit in Anspruch nehmen würde, weil das echt nur ein kleines Dorf ist, und danach zu den Stränden in der unmittelbaren Nähe von Abraão zu wandern. Das ist nämlich das, was man hauptsächlich auf der Ilha Grande macht: Über die mit atlantischem Regenwald bedeckte Insel wandern um zu schönen Stränden zu kommen (wahlweise kann man auch mit einem Boot zu den Stränden fahren, aber sich durch den Regenwald zum Strand zu kämpfen hat irgendwie mehr, oder?)&lt;br /&gt;Wir statteten uns also mit kurzen Klamotten und Flipflops aus (denn nass würden wir bei diesem Regen eh werden und dann ist es doch besser nicht so viel sich voll saugende Kleidung an sich zu haben) und begaben uns über die immer noch unbefestigten, sandigen „Straßen“ Abraãos auf den Weg zu den zahlreichen Souvenirläden, wobei wir unsere trotz Umgebung zum ersten Mal bei Tageslicht begutachteten. Und trotz der dicken grauen Wolken und trotz des daraus sich loslösenden Regens wirkte diese irgendwie wie ein kleines Paradies: keine Autos und somit auch kein Autolärm, Palmen, blühende Sträucher, (trotz des Regens!) entspannt durch die Gegend schlendernde Menschen, kleine Flüsschen, die über den Strand ins Meer mündeten, superhübsche, niedliche Pousadas (Pensionen) und Restaurants und sich im Hintergrund erhebende uneben-dunkelgrüne Berge, von denen sich weiße Nebelschwaden erhoben um sich mit den Wolken zu vereinen.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Also UNGEFÄHR so:&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141293521263623362" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1mLN8TvfMI/AAAAAAAAARU/L6jcNiCCoPk/s400/15+Ilha+Grande+-+Abraao.jpg" border="0" /&gt;&lt;/em&gt;Kaum vorzustellen, dass die Insel ehemals von Kaffeeplantagen fast vollständig bedeckt war! Der Wald, der heute dort wächst ist also kein ursprünglicher mehr, was man schon daran erkennen kann, dass man die ein oder andere für Brasilien exotische Spezies dort findet, wie zum Beispiel den Jaca-Baum (nicht ganz ungefährlich mit seinen einige Kilo auf die Waage bringenden Früchten mit recht harter Schale, die direkt am Stamm wachsen und von dort auch gerne mal runterfallen…). Aber den Kaffeeanbau aufzugeben und wieder Wald zugunsten des Ökotourismus sprießen zu lassen scheint sich ausgezahlt zu haben, denn auf der Insel tummeln sich auch recht viele internationale Touristen , von denen ich in Brasilien bisher ziemlich wenige gesehen habe. (…ohne das schlimm zu finden). Ich habe mir sagen lassen, dass es eine begrenzte Anzahl von Leuten, die sich gleichzeitig auf der Insel befinden können, gibt und wenn diese Obergrenze also erreicht ist, gelangt man nur auf die Insel, wenn andere Leute die Insel verlassen. Und so kommt es auch, dass einem kein einziger 10.000-Betten-Bettonklotz ein Loch in die Hornhaut des ästhetischen Auges bohrt. Alle Gäste sind in eben diesen kleinen, netten, hübschen Pousadas, auf kleinen Campingplätzen oder wie wir in Ferienwohnungen untergebracht.&lt;br /&gt;Wie auch immer, nach etwa 100m Wegstrecke waren wir alle an unseren Kehrseiten bereits vollstens bedeckt mit Sand-Matsch-Spritzern. …aber irgendwie war das NUR bei uns so, obwohl alle anderen Menschen auch mit Flipflops auf eben denselben Straßen wie wir spazieren gingen. Was machten wir falsch??&lt;br /&gt;Nachdem so ziemlich alle Souvenirläden Abraãos (und damit auch gleichzeitig der ganzen Insel) durchgestöbert hatten, hatte es entgegen unserer Hoffnung immer noch nicht aufgehört zu Regnen, was uns aber nicht davon abhalten sollte eine kleine Trilha (Wanderung/ Wanderweg) in Anlauf zu nehmen. Es handelte sich dabei um einen kleinen Rundwanderweg vorbei an verschiedenen „Atraktionen“ wie der Praia Preta (einem Strand mit teils schwarzem Sand), den Ruínas do Lazareto (Ruinen eines ursprünglich im 19.Jhd. als Zufluchtsort für unter Quarantäne stehende Reisende und Immigranten gebauten Zufluchtsort, der in den 1930ern in eine Gefängnis umfunktioniert wurde (…von einer Insel zu fliehen ist nicht allzu einfach. Siehe Alcatraz…) und 1954 aufgegeben und gesprengt wurde), einem alten Aquädukt (welches das Lazaret/ Gefängnis mit Wasser versorgt hatte), einem Wasserfall und ein paar Aussichtspunkten.&lt;br /&gt;Und nach dieser kleinen Wanderung und einer Pause und Stärkung zurück in Abraão nahmen wir noch eine Trilha in Angriff (wir haben ja keine Zeit zu verlieren), an der entlang sich ein paar kleine Strände reihten. Beide Trilhas machten zunächst den Eindruck harmloser Spazierweges, weswegen ich keinen Anlass sah mir wegen meiner reichlich spärlichen Fußbekleidung Gedanken zu machen. Aber später, wenn man schon weit genug gelaufen war um umdrehen zu wollen verwandelten sie sich schmale, durch zahlreiche Wurzeln unebene Wanderpfade durch den dichten Wald, wo man auch schon mal auf allen Vieren über ein paar Felsen klettern musste. Noch dazu kam, dass alles durch den ganzen Regen aufgeweicht war und somit zu einer Rutschpartie wurde, vor allem eben bei etwas mehr Steigung, wovon es recht viel gab. Nun ja, Brasilianer scheinen echt mit Flipflops geboren zu sein, denn während ich mich langsam und vorsichtig vorantastete, balancierte der Rest meiner Gruppe graziös und zügig den Wanderpfad entlang, wenn sie nicht gerade vor Schreck wie angewurzelt stehen blieben, weil sie einen 35 cm langen, fingerdicken Regenwurm, der friedlich und gemächlich über den Pfad kroch, für eine Schlange hielten.&lt;br /&gt;Hier ein paar Impressionen von den beiden Trilhas:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Praia Preta (auch wenn man von preta auf diesem Bild nix sieht)&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141291055952395426" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1mI-cTvfKI/AAAAAAAAARE/d4BwYrhWXgQ/s400/20+Sarah+na+praia+preta.jpg" border="0" /&gt;&lt;/em&gt; &lt;em&gt;Lazarett-/Gefängnisruine …schon ein wenig gruselig dort drinnen…&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141289642908155026" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1mHsMTvfJI/AAAAAAAAAQ8/_cQ3Ns_T0cY/s400/24+ru%C3%ADnas+do+lazareto.jpg" border="0" /&gt;&lt;/em&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141289088857373826" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1mHL8TvfII/AAAAAAAAAQ0/0sP1Oqv6IlU/s400/26+Leo+e+a+mata.jpg" border="0" /&gt;&lt;em&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141288324353195122" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1mGfcTvfHI/AAAAAAAAAQs/mdFinN3d4M4/s400/33+praia+de+Abraaozinho+-+Dani.jpg" border="0" /&gt;Der Monsterregenwurm (und wieder mal gibt das Bild dir Wirklichkeit nur sehr ungenügend wieder…)&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141287572733918306" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1mFzsTvfGI/AAAAAAAAAQk/LHrNC8gsAZc/s400/34+minioca+gigante.jpg" border="0" /&gt;&lt;/em&gt; Nach einer schönen warmen Dusche (war doch irgendwie ganz schön kalt den ganzen Tag im Regen rumzustapfen…) machten wir abends Abraão unsicher, wobei es nicht so viel unsicher zu machen gab. Der lang anhaltende Regen hatte die Luft abgekühlt und irgendwie einen Großteil der sonst allerorts vorhandenen Feststimmung weggespült. Wir gingen also früh wieder nach Hause (Isa und ich versuchten dabei eine Gangart zu entwickeln, bei der man sich nicht nach 5 Schritten schon vollständig mit Matschspritzern eingesaut hat. Aber wie ein Storch im Salat durch die Gegend zu laufen ist auch nicht besonders rumreich…), brachten 6 auf unserer Spüle Ringelreih spielende Kakerlaken um die Ecke und begaben uns zur Nachtruhe. Isa und ich fühlten uns dabei immer noch wie im Regenwald, denn eine Wand in unserem Zimmer hatte sich komplett mit Feuchtigkeit voll gesogen und gab davon reichlich an die Zimmerluft, die Bettwäsche, unsere Kleidung etc. ab...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Samstag, 17.11.07&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Santa Claras Ei war tatsächlich vom Vordach verschwunden, aber Sonne war immer noch keine in Sicht, aber wenigstens auch kein Regen (wie gesagt, das Wetter aufzubessern ist etwas zeitaufwändiger…). Insgesamt aber gute Bedingungen um heute mal eine richtige Trilha zu machen!&lt;br /&gt;Wir entschieden uns für die Trilha nach „Dois Rios“, welches auf der anderen Seite der Insel lag. Ich hatte heute keine Lust mehr darauf mich im Wandern mit Flipflops zu üben und bekleidete meine Füße daher mit Wanderschuhen (ich wusste doch ich würde sie brauchen, als ich sie in Deutschland in den Koffer gepackt habe). Sah zwar irgendwie dämlich aus in Shorts und Spaghetti-Trägertop in Kombination mit den klobigen Wanderschuhen durch die Gegend zu laufen, aber das war es mir wert und außerdem gingen wir ja wandern und nicht auf ne Modenschau (wobei das viele Leute offensichtlich anders sahen, wie ich auf dem Weg nach Dois Rios bemerkte).&lt;br /&gt;Aber meine Wahl zahlte sich schon ziemlich gleich am Anfang aus. Eigentlich gab es einen breiten, mehr oder weniger (eher weniger) gut zu laufenden Fahrweg von Abraão nach Dois Rios, aber dessen Anfang fanden wir irgendwie nicht und fanden stattdessen eine Abkürzung, bzw. die Leute, die wir fragten, lotsten uns zu dieser Abkürzung. Na ja, die Abkürzung war auch tatsächlich kürzer, aber dafür führte sie irgendwo mitten durch den Wald, ging steil bergan und war, man bedenke, dass es viel geregnet hatte, super rutschig. Für mich und Isa, die sich ebenfalls für festeres Schuhwerk entschieden hatte, war es natürlich auch anstrengend die Steigung zu überwinden, aber für uns war es doch um einiges leichter Halt zu finden als für den Rest, der den Flipflops treu geblieben war. Aber froh waren wir trotzdem alle, als die Abkürzung dann doch endlich nach einer dreiviertel Stunde Krakselei auf den richtigen Weg traf. Wenigstens entlohnte der Ausblick für die Anstrengung und Kraft für ein Lächeln hatten wir auch noch über: &lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141287044452940882" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1mFU8TvfFI/AAAAAAAAAQc/uBLb6jFdSTk/s400/06+indo+para+Dois+Rios+-+Isa,+Sarah,+Dani,+Mari.jpg" border="0" /&gt; …mussten wir auch, denn angekommen waren wir noch lange nicht...&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141286593481374786" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1mE6sTvfEI/AAAAAAAAAQU/dvte_g__azc/s400/07+indo+para+Dois+Rios+-+Sarah,+Mari+e+Isa+com+cachoeira.jpg" border="0" /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141285820387261490" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1mENsTvfDI/AAAAAAAAAQM/rdhQOeYijCM/s400/37+sem+vergonha.jpg" border="0" /&gt; &lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141284334328577058" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1mC3MTvfCI/AAAAAAAAAQE/nQKn1fIgCYk/s400/38+indo+para+Dois+Rios+-+piscina+dos+soldatos.jpg" border="0" /&gt;Irgendwann kamen wir aber doch endlich in Dois Rios an, dem so ziemlich verlassensten Ort, an dem ich jemals in Brasilien war. Die Siedlung bestand aus wenigen, recht großzügig verstreuten Häuschen, die irgendwie einen verlassenen Eindruck machten, obwohl die meisten von ihnen bewohnt waren. Der einzige Ort, an dem man etwas käuflich erwerben konnte, war eine kleine Bar. Und was natürlich nie fehlen kann, selbst wenn irgendwo nur 4 Personen leben: Eine Kirche und ein Fussballplatz. Aber irgendwie war dort alles auch so ruhig, und es gab so wenige Menschen dort und von denen, die dort waren, hörte man nichts… Irgendwie war das seltsam… Auch die Handvoll Kinder, die in Dois Rios lebte, konnte an dieser Stille nicht besonders viel ändern (Die Kinder gingen übrigens in Abraão zur Schule, wohin sie jeden Tag mit einem Jeep über denselben Fahrweg, über den wir gekommen waren, gebracht wurden.)&lt;br /&gt;Außer den Häusern, der Bar, dem Fussballplatz und der Kirche gab es jedoch noch 2, nein 3 interessante Dinge:&lt;br /&gt;1. Den Strand natürlich, an dessen beiden Enden jeweils ein Fluss ins Meer mündete. Diesem Umstand verdankt die Siedlung auch ihren Namen: Dois Rios = 2 Flüsse.&lt;br /&gt;2. Ein „Centro de Estudos Ambientais e Desenvolvimento Sustentável” (Zentrum für Umweltstudien und nachhaltige Entwicklung), eine Außenstelle der Uni von Rio, so richtig mit Laboratorien und allem drum und dran, und das an diesem gottverlassenen Ort! Es gibt sicherlich schlechtere Orte um Forschung zu betreiben, vorausgesetzt man betreibt ein Gemeinschaftsforschung zusammen mit einigen netten Leuten, denn sonst würde man wohl doch an Einsamkeit eingehen. Da hilft dann auch der 10 m entfernte Strand nix. Wir unterhielten uns ein wenig mit dem Mann, der Wache schob (der Mari und Dani freundlicherweise Zugang zur Toilette gewährte). Er erzählte uns, dass er in Abraão wohnte und des Öfteren auch mal die Strecke zwischen zu Hause und Arbeit zu Fuß nahm anstatt mit dem Jeep mitzufahren, der die Kinder zur Schule brachte. …genau denselben Weg, den wir uns vorher in etwa 2,5 h abgehechelt hatten… Respekt!&lt;br /&gt;3. Das „Presídio da Ilha Grande“ (Gefängnis der Ilha Grande) bzw. dessen Ruine. ...vielleicht wirkte dieser Ort wegen der Anwesenheit der Gefängnisruine so seltsam… 1903 wurde an jenem Ort eine „Colônia Correcional“ (also „Korrekturkolonie“) eingerichtet. Nach 1931, nachdem der Fahrweg nach Abraão eröffnet worden war, wurde das Ganze dann in „Instituto Penal Cândido Mendes“ (Strafinstitut Cândido Mendes) umbenannt und diente bis 1994 der „Einlagerung“ von Straftätern hohen Gefährlichkeitsgrades. Auch die Gefangenen aus dem „Lazareto“ (s. Freitag) wurden in den 1950ern hierher verlegt. 1994 wurde das Gefängnis dann stillgelegt und von der Regierung des Staates Rio de Janeiro teilweise gesprengt. Die anderen erzählten, dass es von diesem Gefängnis nur einen halbwegs erfolgreichen Fluchtersuch gab, per Hubschrauber. Der Flüchtling starb allerdings bei der Aktion…&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Nach unserer Ankunft in Dois Rios verspeisten wir erstmal unsere mitgebrachten Sandwiches (ich teilte meine mit der schwarzen Hündin) bevor wir die letzten 50 m zum Strand hinter uns brachten.&lt;/em&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141282977118911506" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1mBoMTvfBI/AAAAAAAAAP8/Xllm4B3Fato/s400/40+Dois+Rios+-+Leo,+Isa,+Mari,+Dani.jpg" border="0" /&gt; &lt;em&gt;Der soziale und kommerzielle Mittelpunkt von Dois Rios&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141282405888261122" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1mBG8TvfAI/AAAAAAAAAP0/eXb6KpBJzes/s400/42+Dois+Rios.jpg" border="0" /&gt;&lt;/em&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141281482470292466" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1mARMTve_I/AAAAAAAAAPs/7ROSmgG_Egw/s400/45+indo+pra+praia+de+Dois+Rios.jpg" border="0" /&gt; &lt;em&gt;Jeder bekam hier ein szenisches Bild auf der Schaukel...&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141280494627814370" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1l_XsTve-I/AAAAAAAAAPk/VI5oyssnSCQ/s400/46+praia+de+Dois+Rios+-+Leo,+Isa,+Mari,+Dani.jpg" border="0" /&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;…auch ich:o)&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141279987821673426" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1l-6MTve9I/AAAAAAAAAPc/a4yLkGWNmKI/s400/20+praia+de+Dois+Rios+-+Sarah+na+balanca.jpg" border="0" /&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;Mit Sonne hätte der Strand bestimmt super ausgesehen, aber auch so war er schon ganz nett.&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141276255495093186" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1l7g8Tve8I/AAAAAAAAAPU/DUakUCTAmxc/s400/47+praia+de+Dois+Rios.jpg" border="0" /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141275108738825138" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1l6eMTve7I/AAAAAAAAAPM/yHYZERN5OVM/s400/51+praia+de+Dois+Rios.jpg" border="0" /&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;Aber auch ohne Sonne lässt es sich ganz nett am Strand relaxen, finden Leo, Mari und Dani&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141265784364825506" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1lx_cTve6I/AAAAAAAAAPE/rSxf-dDmm1k/s400/56+praia+de+Dois+Rios+-+Leo,+Dani+e+Mari.jpg" border="0" /&gt;Ein Stillleben&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141265170184502162" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1lxbsTve5I/AAAAAAAAAO8/iNbt0if6Iko/s400/53+chinelos.jpg" border="0" /&gt;&lt;/em&gt; &lt;em&gt;Noch ein Stillleben: Das Ilha-Grande-Überlebenspaket: Flipflops, Wanderschuhe und Strandtuch (Canga)&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141262756412881778" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1lvPMTve3I/AAAAAAAAAOs/sNJCjSD0-cQ/s400/55+chinelos,+sapatos+e+canga.jpg" border="0" /&gt;&lt;/em&gt; &lt;em&gt;Isa und einer der beiden Flüsse, die Dois Rios seinen Namen verliehen&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141261875944586082" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1lub8Tve2I/AAAAAAAAAOk/LMKGps_BAms/s400/57+Isa+ao+lado+de+um+dos+dois+Rios.jpg" border="0" /&gt;Rechts das Schild des Centro des Estudos Ambientais e Desenvolvimento Sustentável (s.o.) und links ein munter in der freien Natur vor sich hinrostender und –gammelnder Kleinlastwagen… irgendwie ironisch…&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141260690533612370" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1ltW8Tve1I/AAAAAAAAAOc/pIZRkizFgWg/s400/59+ironia.jpg" border="0" /&gt;&lt;/em&gt; &lt;em&gt;Die Gefängnisruine&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141259844425055042" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1lslsTve0I/AAAAAAAAAOU/TEm8RNEOoug/s400/60+Dois+Rios+-+pres%C3%ADdio.jpg" border="0" /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141259470762900274" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1lsP8TvezI/AAAAAAAAAOM/lFCiua5l6Xw/s400/32+Dois+Rios+-+pres%C3%ADdio.jpg" border="0" /&gt;&lt;/em&gt; &lt;em&gt;Die auf der Insel allgegenwärtigen herrenlosen Hunde – Dieser hier begleitete uns auf unserem gesamten Rückweg von Dois Rios.&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141258551639898914" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1lracTveyI/AAAAAAAAAOE/j9RS2KRM7ao/s400/36+voltando+de+Dois+Rios+-+Isa+e+Sarah+com+o+cachorro+companheiro.jpg" border="0" /&gt; &lt;/em&gt;Als wir später endlich wieder in Abraão ankamen, wurde es auch schon dunkel und Mari und Dani waren kräftig am Hinken von der Lauferei in Flipflops. Ich für meinen Teil fiel nur uns Bett und schlief direkt ein und wachte erst auf, als die anderen, die sich zwischenzeitlich unter Begleitung lauter Musik frisch gemacht hatten, die Musik abstellten und die Wohnung verließen um das Nachtleben zu genießen. Und diesem Abend scheint es auch echt was los gewesen zu sein, war ja schließlich Samstag und endlich ein Abend komplett ohne Regen. Während sich die anderen also kräftig vergnügten, entschloss ich mich dazu weiter zu schlafen. Heute keine Kakerlake umgebracht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sonntag, 18.11.07&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Endlich: Strahlender Sonnenschein lachte uns entgegen als wir die Fensterläden unserer Ferienwohnung öffneten!!! Danke Sante Clara! (Hat zwar etwas gedauert, aber besser spät als nie ;o) )&lt;br /&gt;Mari und Dani verließen recht früh an diesem morgen (immer noch hinkend) unsere Wohnung, da sie es heute vorzogen eine Bootstour zu machen statt sich zu Fuß fortzubewegen, zum einen weil ihre Füße eben ganz schön malträtiert und so zu nicht besonders viel zu gebrauchen waren, zum anderen weil Dani an diesem Abend schon zurück nach Campinas fahren musste und deswegen rechtzeitig wieder nach Abraão zurück kommen musste um von dort ein Boot zurück zum Festland zu nehmen.&lt;br /&gt;Leo, Isa und ich hatten allerdings längst noch nicht die Nase voll vom Wandern und entschieden uns daher eine Wandertour zum Strand „Lopes Mendes“ zu machen (für den Rückweg kauften wir uns allerdings doch ein Ticket für eines der Boote…). Lopes Mendes liegt wie Dois Rios ebenfalls auf der anderen Seite der Insel, zum offenen Ozean hin, und ist ein 3 km langer weißer Sandstrand, an dem Ayrton Senna zu joggen pflegte, als der Strand noch nicht von den Touristen entdeckt worden war (er fuhr dort angeblich immer mit seinem Jetski hin…). Mittlerweile gibt es zwar mehr Menschen dort, vor allem dadurch dass man bequem mit dem Boot zu einem Nachbarstrand fahren kann und von dort nur noch 15 Minuten nach Lopes Mendes laufen muss, aber trotzdem ist Lopes Mendes immer noch frei von jeglicher menschlicher Infrastruktur, also keine Strandbar, gar nichts, nur Strand und ein 2 oder 3 mobile Getränkeverkäufer, die ihre Ware aus der Kühlbox verkaufen.&lt;br /&gt;Wir unternahmen unsere Wander-Strand-Tour zusammen mit Bruno, den wir auf unserer Luxusyacht, mit der wir vom Festland auf die Insel übergesetzt hatten, kennen gelernt hatten und der auch in Campinas lebte.&lt;br /&gt;Dieser Tag war der schönste Tag unserer Reise, aber irgendwie auch der ereignisloseste. Deshalb hier nur ein Bildchen:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ich, Isa und Leo mit der Bucht der Vila Abraão im Hintergrund – So sieht das alles doch gleich ganz anders aus :o)&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141235427535977202" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1lWYcTvevI/AAAAAAAAANs/QwnO0QAEL0w/s400/66+indo+pra+Lopes+Mendes+-+Sarah,+Leo+e+Isa.jpg" border="0" /&gt; …hier auch zusammen mir Bruno&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141234126160886482" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1lVMsTvetI/AAAAAAAAANc/4I5FY4wz40M/s400/44+indo+pra+Lopes+Mendes+-+Bruno,+Leo,+Sarah+e+Isa.jpg" border="0" /&gt;Wander-Pause am Strand!!!&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141233804038339266" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1lU58TvesI/AAAAAAAAANU/-lO80B6fJ6M/s400/68+indo+pra+Lopes+Mendes+-+Sarah+na+praia+de+Pocos.jpg" border="0" /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141233447556053682" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1lUlMTverI/AAAAAAAAANM/FR_1mA6hMAA/s400/69+indo+pra+Lopes+Mendes+-+Isa,+Bruno+e+Leo+na+praia+de+Pocos.jpg" border="0" /&gt;Und die Füße freuen sich ebenfalls über die Pause.&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141231351612013170" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1lSrMTvenI/AAAAAAAAAMs/8OT1tDzSekQ/s400/70+praia+da+Pocos+-+p%C3%A9s.jpg" border="0" /&gt;Und hier noch ein paar Bilder von den Stränden, an denen wir auf dem Weg nach Lopes Mendes vorbeigekommen sind.&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141230591402801762" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1lR-8TvemI/AAAAAAAAAMk/B17GGhyO-hc/s400/46+indo+pra+Lopes+Mendes+-+praia+de+Pocos.jpg" border="0" /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141230226330581586" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1lRpsTvelI/AAAAAAAAAMc/fFzPMYo_8l4/s400/50+indo+pra+Lopes+Mendes+-+praia+de+Palmas.jpg" border="0" /&gt; Und hier endlich am Ziel unserer Wanderung: Lopes Mendes!&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141229599265356354" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1lRFMTvekI/AAAAAAAAAMU/GE5-YGPvPHA/s400/71+Lopes+Mendes.jpg" border="0" /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141228942135360050" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1lQe8TvejI/AAAAAAAAAMM/uoboFTQto7s/s400/53+praia+de+Lopes+Mendes.jpg" border="0" /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141228637192682018" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1lQNMTveiI/AAAAAAAAAME/gqtTa_6DkH4/s400/74+Lopes+Mendes.jpg" border="0" /&gt;&lt;/em&gt; &lt;em&gt;Ich glaube Leo und ich sind an diesem Strand optimal getarnt…&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141227962882816530" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1lPl8TvehI/AAAAAAAAAL8/aevS41x08og/s400/56+praia+de+Lopes+Mendes+-+Leo+e+Sarah.jpg" border="0" /&gt; Bruno und Leo auf dem Boot auf der Rückfahrt von Lopes Mendes (foto situativa)&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141227700889811458" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1lPWsTvegI/AAAAAAAAAL0/a9sjsTVR1e4/s400/77+no+barco+voltando+de+Lopes+Mendes+-+Bruno+e+Leo.jpg" border="0" /&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;Fertig für den letzten Abend auf der Insel (der auch eher ruhig war)&lt;/em&gt; &lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141227301457852914" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1lO_cTvefI/AAAAAAAAALs/ucEbnBof18Q/s400/64+%C3%BAltima+noite+na+Ilha+-+nossa+casa+-+Mari,+Sarah,+Leo,+Isa.jpg" border="0" /&gt; Heutige Kakerlakenbilanz: 2 Stück sind dem Schlappen zum Opfer gefallen.&lt;br /&gt;(Wir konnten den Vermieter der Wohnung aufgrund der Kakerlaken und der die ganze Zeit feuchten Wand in Isas und meinem Zimmer dazu überreden uns R$ 100 der Miete zu erlassen :o) Isa hatte ihm etwas vorgeweint und was von ihrer Freundin mit Asthma, die in dem feuchten Zimmer schlafen musste, erzählt. Mit der Heultour und ein paar Halbwahrheiten erreicht man hierzulande recht viel…)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Montag, 19.11.07&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Fenster auf und …schon wieder Wolken, die so aussehen, also ob es jeden Moment anfinge zu regnen… Aber macht ja nix, wir fahren ja eh Heim (und nehmen dabei Bruno an Danis Stelle mit). Aber was ist das??? Santa Claras Ei war wieder auf dem Platz aufgetaucht, an dem es Mari am Freitag hingelegt hatte. War das Ei schlecht gewesen!?&lt;br /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141226833306417634" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1lOkMTveeI/AAAAAAAAALk/hzVbXePFDKE/s400/65+o+ovo+reaparecido.jpg" border="0" /&gt;Diesmal schafften wir es auch die öffentliche Fähre zu nehmen und gelangten so bequem mit Sitzgelegenheit, komplett trocken und ohne vor Kälte blaue Lippen für ganze R$ 6 nach Angra dos Reis (zum Vergleich: auf der Hinfahrt hatten wir R$ 20 bezahlt…). Auf der Rückfahrt nach Angra dos Reis fiel mir noch folgender Umstand ins Auge:&lt;br /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5141226489709033938" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R1lOQMTvedI/AAAAAAAAALc/5B_4LziMonM/s400/81+Plataforma+ao+lado+da+Ilha+Grande.jpg" border="0" /&gt;Eine Ölplattform direkt neben der Ilha Grande (Die Hügel im Hintergrund), die zu einem großen Teil unter Naturschutz steht!?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;In Angra dos Reis schauten wir dann noch in einer "Borracharia", einem Reifenladen oder wie auch immer man das nennen möchte vorbei, um unseren platten Reifen reparieren zu lassen. (Ich hab mich die ganze Zeit gewundert, warum es so extrem viele dieser Borracharias in Brasilien gibt, aber nach unserer Anfahrt zur Ilha Grande wurde es mir dann klar, dass bei so vielen unbefestigten Strassen und so vielen Löchern in der Strassendecke schon mal des öfteren ein Reifen platzen dürfte). Wenn einem in Deutschland ein Reifen kaputt geht, wird das meistens wohl recht teuer. Als ich die anderen fragte, wieviel die Sache mit dem Reifen wohl kosten würde, musste ich noch 2 Mal nachfragen, weil ich meinen Ohren nicht traute: R$ 5 bis 10 (1,90 bis 3,80 Euro)!! Das Geheimnis liegt darin, dass man die Reifen hier repariert anstatt sich gleich einen neuen zu kaufen. Und wir hatten sogar noch besonderes Glück im Unglück: Unser Reifen hatte gar kein Loch bekommen, sondern die Felge war durch die rapide Fahrt durch das Loch in der Strassendecke nur so verdellt und verformt, dass sie nicht mehr mit dem Reifen abschloss und die Luft so entwichen war. Dieses Problem löste der Mann der Borracharia für 5 Reais mit ein paar Hammerschlägen, die die Felge wieder in die richtige Form brachten.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie auch immer, diesmal schafften wir den Weg von der Insel nach Campinas (immer noch 500 km) in 10 Stunden, waren also 5 Stunden schneller unterwegs als auf der Hinfahrt.&lt;br /&gt;Fazit: Auch wenn’s viel geregnet hat, war die Reise super, auf jeden Fall erlebnisreich und zum braun werden hat es doch auch gereicht ;o) ! Und die Insel ist auch bei Regen mehr als sehens- und erlebenswert (und bei Sonnenschein eben noch mehr)! Ich, als Uwi, war vor allem von dem Regenwald beeindruckt und konnte mich beim Wandern gar nicht satt daran sehen! Schööööööön!!&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-547603736979499776?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/547603736979499776/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=547603736979499776' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/547603736979499776'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/547603736979499776'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2007/11/ilha-grande-15-19112007.html' title='Ilha Grande, 15. – 19.11.2007'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/R0a7GsLtseI/AAAAAAAAAK8/iLePHwHM_VY/s72-c/Ilha+Grande+001.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-3873085782176298764</id><published>2007-11-14T10:48:00.000-08:00</published><updated>2007-11-14T10:55:09.809-08:00</updated><title type='text'>Noch mehr Rio-Bilder!</title><content type='html'>Heute sind noch ein paar Bilder von meiner zweiten Reise nach Rio "reingekommen", die ich ziemlich cool fand. Geschossen wurden sie von Marcelo (weshalb dieser nicht auf den Bildern auftaucht) mir seiner manuellen Kamera. Zwar altmodisch, aber trotzdem (oder vielleicht gerade deswegen) sind die Bilder nett geworden: &lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5132771000404356738" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RztEB8CHLoI/AAAAAAAAAKk/YXZkID6BjPs/s400/foto3.jpg" border="0" /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5132771116368473746" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RztEIsCHLpI/AAAAAAAAAKs/fR0Xaq33-hg/s400/foto2.jpg" border="0" /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5132771275282263714" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RztER8CHLqI/AAAAAAAAAK0/yB6-_IRCPYM/s400/foto5.jpg" border="0" /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-3873085782176298764?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/3873085782176298764/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=3873085782176298764' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/3873085782176298764'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/3873085782176298764'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2007/11/noch-mehr-rio-bilder.html' title='Noch mehr Rio-Bilder!'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RztEB8CHLoI/AAAAAAAAAKk/YXZkID6BjPs/s72-c/foto3.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-8431960975907373175</id><published>2007-11-13T07:37:00.000-08:00</published><updated>2007-11-29T06:16:38.633-08:00</updated><title type='text'>Carnalfenas</title><content type='html'>Am ersten Novemberwochenende war hier mal wieder ein langes Wochenende (dieses Land ist schon alleine wegen seiner vielen Feiertag liebenswert ;o) ), welches sich überaus dazu eignete wieder mal eine Reise zu unternehmen. Diesmal zog es mich ins Landesinnere, mal wieder in den Bundesstaat Minas Gerais (dessen Hauptstadt Belo Horizonte ist, wohin meine erste Reise führte) in die kleine Stadt Alfenas (sprich: Aufenas), weniger wegen der Stadt selbst als wegen des Carnalfenas, der an besagtem Wochenende in Alfenas stattfand.&lt;br /&gt;Carnalfenas ist eine Micareta, eine Art Karneval außerhalb der Karnevalssaison. Und da Karneval so toll ist, gibt es übers Jahr verteilt in verschiedenen Städten so einige solcher Micaretas. Na ja, und über Karneval in Brasilien gibt’s ja viele Gerüchte, die auch irgendwo die Wahrheit treffen. Das bedeutet Carnalfenas = 4 Tage Dauerparty und um die ganze Sache ganz kurz zusammenzufassen (für alle, die sich die ausführliche Version ersparen möchten): Alter, wie krass!!!!!!! (und dabei reicht so eine Micareta noch nicht mal an den richtigen Karneval heran…)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gut, also Donnerstagmittags nahm ich zusammen mit Guilherme, seiner Freundin Tamiris und Carol (die ich alle erst beim Einsteigen ins Auto kennen lernte… ein Freund von mir, Vitor, hatte mir diese Mitfahrgelegenheit organisiert, fuhr selbst aber in einem anderen Auto mit) in einem Ford Ka die 300 km nach Alfenas in Anlauf und brachten die Strecke in glorreichen 5 Stunden hinter uns (in Brasilien gibt es eigentlich nur im Staat São Paulo und zwischen São Paulo und Rio Autobahnen…). In Alfenas hatte Vitor ein zur Vermietung, also komplett leer stehendes Haus organisiert, wo wir mit insgesamt 20 Leuten aus allen möglichen Teilen Brasiliens übernachteten (Es gab ein einziges Bad in dem Haus, das von jedem mindestens 2 mal am Tag zum Duschen benutzt wurde… aber irgendwie hat das hingehauen, nur dass ich irgendwann am Ende das Gefühl hatte, sauberer in das Bad hineinzugehen als rauszukommen, aber ok.)&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Unser Haus und ein Teil seiner temporären Bewohner: 5 überaus weitläufige Zimmer, Küche, Bad und vollkommene Möbelfreiheit garantierten höchsten Wohnstandard&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5132351137121690402" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RznGKra14yI/AAAAAAAAAJs/kFGJ-o3EZw8/s400/09+nossa+casa.jpg" border="0" /&gt;Theoretisch bewohnten Guilherme, Tamiris, Carol und ich zu viert ein 9 qm Zimmer, das eben genau so groß war, dass vier Isomatten und unser Gepäck reinpassten. In der Realität waren es dann doch 5 Personen, die in diesem Zimmer übernachteten, weil Vitor es als überaus bequem empfand sich des Nachts zwischen uns zu kuscheln und lauthals zu schnarchen… aber ok. Es war sowieso so, dass die Stadt annähernd 24h am Tag von Musik eingehüllt war. Was macht da noch ein wenig Geschnarche aus?&lt;br /&gt;Also, die eigentliche Party fand nur nachts statt, auf einer Art eingezäuntem Feld außerhalb der Stadt, ca 2 km von unserer Bleibe entfernt. Aber tagsüber wurde in der Stadt weitergefeiert. Es gab etliche Leute, die ihre Autos mit Lautsprechern voll gepackt hatten, aus denen ununterbrochen brasilianischer Funk und Axé (Karnevalsmusik) dröhnte, und damit durch die Gegend cruisten. Außerdem war die Hauptstraße am Stadteingang, die sich nur 30 m von unserem Häuschen entfernt befand, ebenso mit Lautsprechern, Fress- und Drinkständen und feiernden Leuten voll gestopft. Also, wie gesagt, fast 24 h am Tag Musik und Party.&lt;br /&gt;Zur Party selbst begaben wir uns meistens gegen 22 Uhr, zu Fuß. Die 2 km zum Fest waren reichlich von Fressbuden und noch viel mehr Getränkeverkäufern gesäumt. Die „Partylocation“, wo sich jeden Tag etwa 30.000 Leute tummelten, war in etwa so aufgebaut wie eine Pferderennbahn: In der Mitte gab es einen Bereich, der „Pipoca“ (Popcorn) genannt wird. Die Eintrittskarten für diesen Bereich sind die günstigsten. Um diesen inneren Bereich herum gibt es dann eben eine recht breite ovale Bahn, dem mittelteueren Bereich, und an einer Seite dieses Ovals einige überdachte Emporen, dem teuersten Bereich. Diejenigen, die sich im Besitz einer dieser superteueren Karten befanden, hatten auch Zutritt zu den anderen beiden Bereichen und die Personen des mittelteuren Bereichs hatten ebenfalls Zutritt zur Pipoca. Damit die Sicherheitsleuten an den Toren zwischen den verschiedenen Bereichen auch sehen konnten, dass man das Recht besitzt in den ein oder anderen Bereich zu gehen, musste man, entsprechend seiner „Klasse“ eine bestimmte Kleidung tragen: Die Leute der Pipoca konnten zum fest gehen, wie es ihnen gefiel, denn sie konnten ja eh in keinen anderen Bereich wechseln. Die Leute des mittleren Bereichs, zu denen ich auch gehörte, trugen ein Hemd, das sich „abadá“ nennt, und die Leute des teuersten Bereichs trugen wiederum ein anderes Hemd, dessen Namen ich nicht mehr weiß.&lt;br /&gt;Unsere Abadás erhielten wir zusammen mit unseren Eintrittskarten für jeden Tag, nachdem wir in Alfenas angekommen waren. Es gab zwei Stück, einen grün-blauen für Donnerstag und Samstag und einen orangefarbenen für Freitag und Sonntag (so dass man die Möglichkeit hatte, das gute Stück zwischendurch zu waschen). Eigentlich ganz praktisch, weil man sich so keine Gedanken darüber machen muss, was man denn jetzt zur Party anzieht. Und für die Männer war das ganze auch richtig einfach: Die mussten nur den abadá anziehen und fertig fesch gekleidet. An den Frauen sahen die Dinger er wie Kartoffelsäcke aus, da es sich bei den abadás um Einheitsmodelle handelte. Aber da kommt dann die weibliche Kreativität ins Spiel: Mit Schere, Nadel, Faden, farbigen Bändern und Ringen wird der Abadá dem weiblichen Körper angepasst, was schon fast in einen Wettbewerb à la wer hat den schönsten Abadá ausartete. Es gab auch professionelle Schneiderinnen, die die Abadás vor Ort fachmännisch umänderten und wahre Wunderwerke vollbrachten (die ich auf den Parties bewunderte). Wir zogen es allerdings vor Geld zu sparen und selbst Hand anzulegen. …Aus mangelnder Erfahrung und Zeit fiel mein Donnerstag-Samstag-Abadá dann auch nicht allzu hübsch aus…&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Hier sieht man Carol und Tamiris in unserem 4- respektive 5-Personenzimmer beim Preparieren ihrer Abadás&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5132353344734880562" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RznILLa14zI/AAAAAAAAAJ0/p2i8ByNelbI/s400/01+Carol+e+Tamaris+preperando+abad%C3%A1.jpg" border="0" /&gt;An den Männern sieht das Ganze dann so aus (um ein Fälschen zu erschweren, verfügten die Abadás über ein reflektierendes „Brustschild“)&lt;/em&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5132354805023761250" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RznJgLa142I/AAAAAAAAAKM/-8rptgOglg0/s400/05+Gui,+George,+Felipe+e+Macab%C3%A9.jpg" border="0" /&gt;&lt;em&gt;Die weibliche Variante sieht dann in etwa so aus. Traditionellerweise kombiniert frau zum umgeänderten Abadá Hotpants und Sportschuhe (um die Füße vor Dreck und Tritten zu schützen). Da ich keine Hotpants hatte, wählte ich eben einen Rock. Auf diesem Bild sehen meine Schuhe noch ansehnlich aus. Jetzt sind sie nicht mehr zu gebrauchen…)&lt;/em&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5132355964664931186" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RznKjra143I/AAAAAAAAAKU/8dvzJE-f2kQ/s400/07+Sarah,+Carol+e+Tamiris.jpg" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Party war der mittelteure Bereich der Abadá-Träger eigentlich (und auch uneigentlich) der coolste Bereich, denn auf dem Oval, das den mittelteuren Bereich bildete, drehte das „Trio Elétrico“ gemächlich seine Runden.&lt;br /&gt;Was ein Trio Elétrico ist, hatte ich schon in meinem Eintrag zur TUSCA im September erklärt. Da gab es nämlich auch eins. Aber da das nun schon eine Weile her ist, hier noch mal: Ein Trio Elétrico ist ein LKW, der ringsum, und in diesem Fall auch ziemlich hoch, mit Lautsprechern bepackt ist. Auf dieser ganzen Soundmaschine obendrauf befindet sich eine Plattform oder eine Art Bühne, auf der eine Band spielt, deren Musik dann eben aus den ganzen Lautsprechern dröhnt, und wo auch ein paar Leute aus dem Publikum rumtanzen (keine Ahnung, wie die dort hochgekommen sind…). Jeden Abend gab es zwei verschiedene Trios mit jeweils einer in Brasilien bekannten Axé-Band (z.B. Chiclete com Banana, Banda Eva, Jammil), die nacheinander für einige Stunden ihre Runden drehten.&lt;br /&gt;Und na ja, um das Trio Elétrico außen herum klebten eben die hüpfenden, singenden, tanzenden, johlenden, abadátragenden Menschenmassen, die zum Größtenteil dem Trio Elétrico hinterherzogen. Wenn man mal, den Anschluss verpasste und das Trio Elétrico schon allzu weit entfernt war, konnte man als Abadáträger, anstatt dem Trio auf dem Oval hinterher zu laufen, auch die Abkürzung durch die „Pipoca“ nehmen. …Nur dass, wie gesagt, die Pipoca eben der Billigbereich ist und dass dies in Brasilien eben mehr bedeutet, als dass die Leute, die dort zugegen waren, nur zu geizig waren mehr zu bezahlen… (bereits in Campinas sagte mir ein Bekannter, noch bevor ich überhaupt wusste, was die Pipoca ist, dass ich da bloß nicht reingehen solle, weil es dort etwas „perigoso“, also gefährlich, sei) Na ja, und als Abadá-TrägerIn war man dann auch für jedermann gut vom Rest zu unterscheiden… So hieß es also beim Durchqueren der Pipoca immer die Beine in die Hand nehmen und von niemandem anhalten lassen, bis man das gegenüberliegende Tor zum Abadábereich erreichte.&lt;br /&gt;Eigentlich ganz schön fies diese buchstäbliche Einteilung in eine Dreiklassengesellschaft, aber ohne diese Einteilung/ Trennung… das würde hier wohl nicht besonders gut gehen… Leider.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider regnete es ziemlich viel, so dass sich das Party-Feld spätestens am dritten Tag in ein Schlammschlachtfeld verwandelt hatte. Dieser Dritte Tag war denn auch wirklich nicht mein Glückstag… zuerst lief ich an einer Pfütze vorbei, in der ein Brasilianer anfing fröhlich drin herumzuhüpfen, was dazu führte, dass ich einige Schlammspritzer abbekam. Als ich ihn anmachte: „He, was soll denn das? Pass ma auf!“ verzog sich sein Gesicht zu einer fiesen Grimasse, er holte aus, sprang so hoch er konnte, löste beim Landen in der Pfütze einen Schlammregen aus und sprenkelte mich so von oben bis unten in Erdbraun. Gut, ich werde mich in Zukunft etwas mehr mit meiner Kritik zurückhalten… Na ja, nach einer sporadischen Dusche mit einem halben Liter Wasser aus der Flasche (es gab nur Dixie-Klos, also keine Waschbecken mit fließendem Wasser…) sah ich so gut wie neu aus.&lt;br /&gt;Eine halbe Stunde später verspürte Carol, mit der ich die meiste Zeit auf der Micareta umherzog, den Drang zur Toilette zu gehen. Wie gut, dass es einen kleinen Hang vor der Toilette gab… und wie gut, dass es immer noch regnete… und wie gut, dass meine Schuhe nicht wirklich Profil hatten… So kam es, dass ich ausrutschte, versuchte mich zu fangen, es nicht schaffte, Carol versuchte mich zu halten und ich schließlich doch auf allen Vieren im Matsch landete und Carol, die ihr Gleichgewicht dann ebenfalls verloren hatte, mit dem Hintern auf mir drauf… (Wie gut, dass ich etwa eine Stunde zuvor an etwa dem gleichen Ort ein paar Typen gesehen hatte, die es nicht mehr zur Toilette geschafft hatten …oder es nicht schaffen wollten… :-S ) Das Ganze muss wohl ziemlich lustig ausgesehen haben, denn während ich verzweifelt versuchte wieder festen Stand zu bekommen, lachten sich zwei Typen, die 2 Meter entfernt vor mir Standen, Tränen in die Augen, und lachten noch mehr, als ich dann endlich meine Bruchlandung hinter mir hatte und Carol auf mir draufsass. Nun ja, wenigstens einer der beiden machte daraufhin ebenfalls Bekanntschaft mit dem nassen Erdreich hehehehehehe ;o) (Dieser war allerdings wesentlich lockerer als sein Kollege aus der Schlammpfütze und so lachten wir am Ende zusammen). Und nach zwei weiteren Halbe-Liter-Wasser-Flaschen, war ich wiederum halbwegs sauber und blieb es dann auch, zumindest so sauber wie jeder andere dort.&lt;br /&gt;Na ja, der ganze Regen, die Duschen mit wirklich eiskaltem Wasser und die nächtlichen nicht mehr ganz so hohen Temperaturen führten dazu, dass ich am nächsten, dem vierten und letzten Tag, krank aufwachte (Ich, als Kälte gewöhnte Deutsche, wurde als einzige krank!). Also konnte ich den letzten Tag nicht mehr mitfeiern, aber ok. Drei Tage lang Party waren auch genug.&lt;br /&gt;Fazit: Wie gesagt: Ziemlich krasse Sache!!!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-8431960975907373175?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/8431960975907373175/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=8431960975907373175' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/8431960975907373175'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/8431960975907373175'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2007/11/carnalfenas.html' title='Carnalfenas'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RznGKra14yI/AAAAAAAAAJs/kFGJ-o3EZw8/s72-c/09+nossa+casa.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-4056195179826990423</id><published>2007-10-31T05:02:00.000-07:00</published><updated>2007-10-31T05:10:53.758-07:00</updated><title type='text'>Nur zwei Bilder</title><content type='html'>Wie schon weiter unten erwähnt, habe ich am Montag und Dienstag (29. und 30.10.) in der Organsitionstruppe eines Workshops/ Kongresses an der UNICAMP mitgearbeitet. Hier sieht man das ganze Team, mit relativ grossem Ausländeranteil (2 Japanerinnen, 1 Amerikaner, 1 Deutsche), am Ende des letzten Kongresstages:&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5127471336227460418" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RyhwA4fV1UI/AAAAAAAAAJc/HjuMzOltpb0/s400/Imagem+001.jpg" border="0" /&gt; &lt;div&gt;&lt;div&gt;Und diese niedlichen kleinen Tierchen leben vor dem Labor, wo ich arbeite. Normalerweise verstecken sie sich, wenn jemand kommt, aber heute morgen hatte ich die Chance ein Foto von ihnen zu machen :o)&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5127471714184582482" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RyhwW4fV1VI/AAAAAAAAAJk/_AkupplvkuI/s400/Imagem+005.jpg" border="0" /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-4056195179826990423?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/4056195179826990423/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=4056195179826990423' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/4056195179826990423'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/4056195179826990423'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2007/10/nur-zwei-bilder.html' title='Nur zwei Bilder'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RyhwA4fV1UI/AAAAAAAAAJc/HjuMzOltpb0/s72-c/Imagem+001.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-4292569223970494333</id><published>2007-10-31T05:00:00.000-07:00</published><updated>2007-10-31T05:02:36.249-07:00</updated><title type='text'>Keine Regel ohne Ausnahme!</title><content type='html'>Man mag es kaum glauben, aber ich habe eine Situation gefunden, in der wir Deutschen sehr viel mehr aus uns herausgehen als die Brasilianer! Normalerweise ist es nämlich schon so, dass ich das Klischee bestätigen kann, dass wir Deutschen um einiges zurückhaltender und viel distanzierter sind als das hiesige Volk (ich musste mir schon mal anhören, dass ich immer wie die König von England wirke… Na ja, es gibt schlimmere Kritik ;o)  )&lt;br /&gt;Nun gut, letzten Freitag (26.10.) bin ich abends mit meiner Chefin Giovanna, ihrem Mann Chico (eigentlich Francisco), Juliana (mit der ich auch nach Guarapari und Rio gefahren bin) und einem befreundeten Ehepaar von Giovanna und Chico in ein Theaterstück gegangen. Das Stück war vielleicht nicht so das allergeeigneste für mich, die sich noch nie ein Theaterstück auf Portugiesisch angesehen hatte. Es handelte sich um ein Stück, dass aus drei ineinander übergehenden Monologen bestand, die von einem bekannten brasilianischen Fernsehschauspieler dargestellt wurden. Meine Ohren brauchten eine Weile bis sie sich an die Sprechweise dieses Schauspielers gewöhnt hatten und als sie das geschafft hatten, war das Stück doch ziemlich cool und auch sehr gut dargestellt! (Es ist meistens so, dass ich mich erst an die Sprechweise jeder Person gewöhnen muss, denn irgendwie variiert die hier ziemlich von Person zu Person)&lt;br /&gt;Am Ende des Stückes begann das Publikum zu klatschen und sich nach und nach zu erheben. „So,“ dachte ich „jetzt gibt’s standing ovations, Pfiffe, begeisterte Rufe, fröhlich strahlende Schauspieler, die 300 mal die Bühne verlassen und aufgrund des anhaltenden Applauses wieder auf die Bühne stürmen um sich erneut freudestrahlend zu verbeugen und dergleichen.“ Aber als sich alle erhoben hatten, stoppte der Applaus, nach insgesamt etwa 20 Sekunden. Daraufhin verbeugte sich der Schauspieler einmal auf eine ganz höfliche Weise und bedankte sich höflich beim Publikum und bei diversen anderen Personen. Danach gab’s weitere zehn Sekunden Applaus vom Publikum, ohne einen einzigen Pfiff oder Ruf, genauso wenig wie bei der vorhergehenden Applausphase, und dann verlies das Publikum auch schon zügig den Saal, überaus wohlwollend über das schauspielerische Können des Schauspielers und die Unterhaltsamkeit des Stückes plaudernd. Es war also nicht so, als ob es denn Leuten nicht gefallen hätte…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ähnliches begegnete mir am Montag (29.10.). Am Montag und Dienstag arbeitete ich im Organisationsteam des „5. internationalen Workshop Brasilien-Japan über Biokraftstoffe, Umwelt und neue Produkte aus Biomasse“ mit. Dieser fand an er UNICAMP statt und wurde zu einem großen Teil von Karinas Vater, einem Dozent der Fakultät für Maschinenbau der UNICAMP, organisiert.&lt;br /&gt;Am Ende des Kongresstages gab es eine kleine Vorstellung dieser Sache mit den japanischen Trommeln, vorgestellt von einer Gruppe brasilianischer Jugendlicher, zum überwiegenden Teil japanischer Abstammung. Es waren zwar „nur“ Jugendliche und „nur“ Brasilianer und keine „echten“ Japaner, aber die hatten es schon ziemlich drauf. Ich fand die Vorstellung ziemlich cool und ziemlich animierend. Aber selbst das konnte das Publikum nicht zu mehr als zu einem mehr oder weniger kräftigen und ziemlich kurzen Applaus bewegen… Wieder kein Pfiff, nichts was einen erhöhten Grad an Begeisterung ausdrücken würde… Vielleicht lag’s daran, dass sich im Publikum einige „echte“ Japaner befanden… Aber der weit überwiegende Teil bestand immer noch aus Brasilianern… Und wieder konnte ich es in meinem Kopf einfach nicht zusammenbringen, wie dieses sonst so enthusiastische und extrovertierte Volk in solchen Situationen so emotionslos bleiben kann...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-4292569223970494333?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/4292569223970494333/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=4292569223970494333' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/4292569223970494333'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/4292569223970494333'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2007/10/keine-regel-ohne-ausnahme.html' title='Keine Regel ohne Ausnahme!'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-6018193158216075892</id><published>2007-10-18T10:25:00.000-07:00</published><updated>2007-10-18T10:26:15.177-07:00</updated><title type='text'>Welt der Kuriositäten</title><content type='html'>Als Giovanna, meine Chefin, und ich uns heute, Donnerstag, den 18.10.2007, unseren Kaffee eingossen, fand sich auf Giovannas Hand ein klitzekleines Insekt. Giovanna als Entomologin identifizierte das stecknadelkopfgroße Geschöpf sofort als „bicho lixeiro“ (sprich bischu lischehro“), als „Mülltier“. Mit bloßem Auge sah das Tierchen so aus, als ob es halbkugelförmig und schwarz mit weißem Flaum wäre.&lt;br /&gt;Mein Verdacht für den Grund des Namens dieses Insekts war, dass es eben in großen Mengen im Müll lebt. Unter dem Mikroskop wurde dann aber der eigentliche Grund für den Namen ersichtlich:&lt;br /&gt;Das Mülltier sieht in Wirklichkeit aus wie ein weißer (!) Ohrwurm, nur dass die Zangen, die der Ohrwurm am Ende seines Körpers trägt, beim bicho lixeiro als Mandibeln am Kopf sitzen. Aber warum heißt das Mülltier jetzt Mülltier und warum hat man zuerst den Eindruck es sei schwarz? Auf dem Rücken trug das Mülltier einen, für die Dimensionen dieses Lebewesens, riesigen Klumpen, der offensichtlich aus den verschiedensten Materialien zusammengesetzt war. Giovanna erklärte, dass das Mülltier andere Insekten frisst und die Reste seiner Mahlzeit dann auf seinem Rücken platziert um sich unter dem ganzen Müll zu verstecken.&lt;br /&gt;Während dieses Mülltier so unter dem Mikroskop rumkrabbelte, konnte ich beobachten, wie es ein kleines Stück Was-weiß-ich-was-das-war fand, dieses mit seinen Mega-Mandibeln ergriff, den Kopf nach hinten lehnte und so das neu errungene Stück seiner Müllsammlung hinzufügte. Fand ich echt kurios…&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-6018193158216075892?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/6018193158216075892/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=6018193158216075892' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/6018193158216075892'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/6018193158216075892'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2007/10/welt-der-kuriositten.html' title='Welt der Kuriositäten'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-2515707708589568345</id><published>2007-10-17T12:29:00.000-07:00</published><updated>2007-10-18T12:16:01.797-07:00</updated><title type='text'>Oktoberfest in Brasilien</title><content type='html'>&lt;strong&gt;Freitag, 12.10. bis Sonntag 14.10.07&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Am Freitag den 12.10. war hier in Brasilien Feiertag (zu Ehren der Staatsheiligen Nossa Senhora de Aparecida) und was bietet sich da mehr an als das lange Wochenende mal wieder zum Reisen zu nutzen? Und was findet im Oktober dem Namen nach statt, sogar hier? Richtig, das Oktoberfest. Und zwar in einer Stadt 600 km südlich von Campinas im Bundesstaat Santa Catarina mit dem unheimlich brasilianisch klingenden Namen Blumenau. …Jetzt dürfte auch schon langsam klar werden, wie es kommt, dass jährlich in dieser Stadt das zweitgrößte Oktoberfest der Welt stattfindet. Der Süden Brasiliens ist nämlich stark von deutschem und auch italienischem Einfluss geprägt, da im 19. Jahrhundert die Einwanderung deutscher, italienischer und polnischer Bauern zum Zwecke der Urbarmachung des Landes gefördert wurde. D.h. jeder, der damals als deutscher/ italienischer/ polnischer Bauer nach Brasilien kam, bekam ein hübsches Stück Land im Süden Brasiliens geschenkt.&lt;br /&gt;So kommt es, dass es hier viel mehr blonde und/ oder blauäugige Menschen gibt als im Rest von Brasilien und dass man auf den Schildern Namen wie „Moser“, „Weiss“, „Vogel“ usw. liest. Das Ganze geht sogar so weit, dass es einige „Kolonien“ gibt, wo die Leute besser Deutsch bzw. Hunsrücker Dialekt sprechen als Portugiesisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie auch immer, am Donnerstagabend begaben sich Karina, Bel, Dani, Isa und ich auf die 10-stündige Busreise nach… nein, nicht nach Blumenau, sondern nach Piçarras, einer kleinen Stadt am Strand, 70 km von Blumenau entfernt. Unser Plan war es nämlich den Tag am Strand zu verbringen und uns ein wenig Farbe zu holen und abends/ nachts auf das Oktoberfest in Blumenau zu fahren. Außerdem hatten wir in Piçarras ein nettes Hotel in 100 m Entfernung zum Strand, das außerdem sehr günstig war, was wahrscheinlich nicht der Fall bei den Hotels in Blumenau war.&lt;br /&gt;Nach unserer Ankunft am sehr frühen morgen am Provinzkaff-Busbahnhof von Piçarras checkten wir im Hotel „July“ ein, wo wir in einer Art Suite unterkamen, in der wir alle fünf Platz hatten. Und nach unserem Frühstück begannen wir den Tag auch gleich mit einer guten Tat, in dem wir einen kleinen Welpen, eine Hündin, vor dem Überfahrenwerden retteten. Die Kleine rannte nämlich vor dem Hotel auf der Straße herum und fand es äußerst amüsant rollende Autoräder zu verfolgen… Karina fing sie ein, was aufgrund der naiven Zutraulichkeit der kleinen Hündin nicht wirklich ein großes Problem war.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Karina mit der kleinen Hündin, die wir originellerweise July tauften.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5122404344934500338" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RxZvnK-9B_I/AAAAAAAAAJU/I_YLYP905pk/s400/01+Picarras+-+Karina+e+July.jpg" border="0" /&gt;Aber was tun mit so einem kleinen Fellknäuel voller Flöhe? Mit ins Hotel nehmen ging nicht und wäre wohl auch nicht die Lösung gewesen, denn mit nach Campinas nehmen wäre noch weniger gegangen (10 Stunden im Bus sind weder für einen Welpen, noch für die mit dem Welpen Reisenden angenehm…). Und Tierheime scheinen hier nicht wirklich üblich zu sein. Einige Leute meinten, wir könnten die Kleine im Zoohandel abgeben. …Nur dass eben Feiertag war und der Zoohandel so nicht geöffnet hatte.&lt;br /&gt;Also blieb die Frage: Was tun? Wir entschieden uns dafür ein hübsches Haus mit Garten ohne Hund zu suchen und „July“ dort im Garten abzusetzen, in der Hoffnung, dass die Besitzer sie entweder behalten oder sich zumindest so lange um sie kümmern würden bis eine andere Lösung gefunden würde. Ich glaube wir haben dann so ziemlich das schönste und gepflegteste Haus in Picarras für July ausgewählt und hoffen, dass unser Plan aufgegangen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach diesem „Ereignis“ trafen dann nach und nach auch noch weitere Freunde, Freunde von Freunden und Freunde von Freunden von Freunden von uns in Picarras ein, so dass wir insgesamt am Ende auf 16 oder 18 Leute kamen.&lt;br /&gt;Den Freitag und den Samstag verbrachten wir dann tagsüber mit der ganzen Meute oder mit Teilen davon am Strand, zumindest teilweise, denn das Wetter spielte nicht die ganz Zeit so mit. Aber es hat gereicht um die Haut ein wenig zu pigmentieren.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und noch ein Strandbild ;o)&lt;/em&gt; &lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5122403997042149346" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RxZvS6-9B-I/AAAAAAAAAJM/1b8pdHYwGvQ/s400/04+Picarras+-+praia.jpg" border="0" /&gt;Da wir eine recht große Gruppe waren, konnten wir es uns leisten abends einen Van inkl. Fahrer zu mieten, der uns die 70 km zum Oktoberfest hin- und auch wieder zurückfuhr. Irgendeiner der Leute aus unserer Gruppe hatte eine CD mit deutscher Musik gemacht, die während der Fahrt zur Einstimmung abgespielt wurde. Auf der CD waren solche Lieder wie „Ein Prosit“, „In München steht ein Hofbräuhaus“, „Rosamunde“, „Geh doch zu Hause, du alte Scheiße“, „99 Luftballons“, „Ein Bett im Kornfeld“, „Viva Colonia“ etc. Also alles „echte“ Oktoberfestmusik ;o)&lt;br /&gt;Das Oktoberfest fand in Blumenau in der „Vila Germânica“, einem nachgestaltetem deutschen Dorf statt. &lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Der Eingang zur Vila Germânica&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5122401853853468562" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RxZtWK-9B5I/AAAAAAAAAIk/E1FNVNa5Rio/s400/07+Blumenau+-+entrada+da+Vila+Germ%C3%A2nica.jpg" border="0" /&gt; &lt;em&gt;Und sogar ein Schützenvereinenhaus gibt's hier:&lt;/em&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5122402279055230882" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RxZtu6-9B6I/AAAAAAAAAIs/r3esOgQiasY/s400/08+Blumenau+-+Sch%C3%BCtzenvereinenhaus.jpg" border="0" /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5122402704256993202" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RxZuHq-9B7I/AAAAAAAAAI0/M69aojtTIcE/s400/10+Blumenau+-+Vila+Germ%C3%A2nica.jpg" border="0" /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5122403180998363074" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RxZuja-9B8I/AAAAAAAAAI8/zqaFIwT9vWU/s400/18+Blumenau+-+Vila+Germ%C3%A2nica.jpg" border="0" /&gt;Hinter den Fassaden der deutschen Fachwerkhäuser versteckten sich drei ziemlich große Hallen mit jeweils einer Bühne und etlichen Ausschankstellen, in denen sich der Hauptteil des Festes abspielte.&lt;br /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5122401308392621954" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RxZs2a-9B4I/AAAAAAAAAIc/hJ4m2JnFNiY/s400/27+Oktoberfest.jpg" border="0" /&gt;Daneben gab es dann noch einen kleinen Teil mit Fahrgeschäften, Souvenirläden und Restaurants in den nachgebauten deutschen Häusern und einen „Biergarten“.&lt;br /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5122400810176415602" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RxZsZa-9B3I/AAAAAAAAAIU/1rMyrBdz9mQ/s400/17+Oktoberfest+-+Bel+e+Sarah+em+frente+do+Biergarten.jpg" border="0" /&gt;Auf den Bühnen der Hallen und des Biergartens spielten echte deutsche, aber auch brasilianische Gruppen, die der Deutschen Sprache mächtig waren, Lieder der guten Deutschen Volksmusik. Glücklicherweise (zumindest empfanden meine Ohren das als Glück) gab es aber auch die ein oder andere Gruppe, die eher Schlager der Art „Über den Wolken“, „Moskau“ etc. spielten, was für meinen Geschmack besser zu ertragen ist. Eigentlich fand ich es sogar ziemlich nett, dass ich auch endlich mal wieder bei den Liedern auf einem Fest mitsingen und ohne irgendwelche Zweifel mittanzen konnte. So hab ich mich dann auch bei einer der Gruppen kräftig amüsiert, indem ich mitgesungen und mitgetanzt habe und durch die Gegend gehüpft bin, bis ich rot wie eine Tomate war und einen Krampf im Bein bekommen hatte. Teils war es etwas seltsam für mich, denn bei dem ein oder anderen Lied, bei denen in Deutschland alle lauthals mitgröhlen und ebenfalls durch die Gegend hüpfen, bewegte sich die Mehrheit der Brasilianer nur äußerst verhalten, eben weil sie Lieder weder kannten, noch verstanden. Aber das wir mir in diesem Fall ziemlich egal. Schließlich kommt es hier nicht allzu oft vor, dass Musik gespielt wird, die ich seit Jahren kenne.&lt;br /&gt;Es gab auch einen Brasilianer, der mit mir mit tanzte – anfangs wohl eher aus einer bestimmten Hoffnung heraus. Da ich die Person war, die die Lieder kannte, schloss er, dass ich wissen müsse, wie man zu dieser Musik tanzt, und imitierte daher so ziemlich alles was ich zur Musik machte *g* Na ja, am Ende wurde seine eigentliche Hoffnung wohl nicht erfüllt, aber ich glaube amüsiert hat er sich trotzdem gut, denn am Ende war er schweißgebadet von der ganzen Tanzerei und wenn er nicht schwarz gewesen wäre, wäre er wohl genauso rot wie ich gewesen.&lt;br /&gt;Importiertes deutsches und auch belgisches Bier gab es ebenfalls (z.B. Löwenbräu, Franziskaner, Leffe) aber eher in der Art, dass man sich am Abend eins davon kauft um es zu genießen, weil es doppelt so teuer wie das brasilianische Bier. Aber was machten die da nur mit dem guten deutschen Bier?! Anstatt es in einem hübschen Glas zu servieren oder doch wenigstens direkt aus der Flasche zu trinken wurde das Bier aus der Flasche in einen 500ml-Plastikbecher umgefüllt und dann daraus getrunken… Das tat in der Seele weh! Jeder dieser Plastikbecher erhielt dann wenigstens noch ein hübsches Etikett mit Infos über die Biersorte und einer Lautschrift, die die Aussprache des Namens des Bieres erklären sollte, aber ziemlich falsch war… (Löwenbräu = Lu-ven-broi, Bellevue (eine belgische Sorte) = Be-le-ví)&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Der Daumen bezieht sich auf die Plastikbecher, nicht auf das Bier&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5122400372089751394" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RxZr_6-9B2I/AAAAAAAAAIM/5BI1owOwvlI/s400/21+Oktoberfest+-+cerveja+alema+no+copo+de+pl%C3%A1stico.jpg" border="0" /&gt;Und rote und weiße Bratwürste gab es auch. Die Weiße schmeckte sogar wie eine weiße Bratwurst aus Deutschland. …die Rote allerdings auch… Also wahrscheinlich alles nur Farbstoff.&lt;br /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5122398258965841730" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RxZqE6-9B0I/AAAAAAAAAIA/RmkK49JlB4k/s400/20+Oktoberfest+-+Bel+e+Karina+comendo+salsicha+alema.jpg" border="0" /&gt;Das was allerdings wohl am meisten konsumiert wurde, war das brasilianische Bier bzw. Chopp (wie schon mal erklärt ist Chopp ein etwas schwächeres Bier).&lt;br /&gt;&lt;em&gt;"Brahma – Das offizielle Chopp/ Bier des Oktoberfests"&lt;/em&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5122397872418785074" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RxZpua-9BzI/AAAAAAAAAH4/LlVNSxLUkGI/s400/16+Oktoberfest+-+Karina+e+Sarah.jpg" border="0" /&gt;Aber dafür gab es davon auf dem Oktoberfest sehr viele verschiedene Sorten und die meisten davon hatte ich bis dahin noch nirgends in Brasilien gesehen. Diese mir bis dahin unbekannten Sorten hatten so Namen wie „Heimat“, „Eisenbahn“ oder „Wunderbier“ (das wohl so hieß, weil ein Wunder geschehen musste um das runter zubekommen…)&lt;br /&gt;Wenn man es nicht durch die den verschiedenen bisher genannten Details daran erinnert wurde, dass man sich tatsächlich immer noch in Brasilien befand bemerkte man es zumindest an einer Sache, die auf keinem brasilianischen Fest fehlt: Der Anbaggerei. Ich selbst war auf dem Oktoberfest nicht ganz so sehr betroffen, denn von meinem Typ gibt es schon genug im Süden Brasiliens. Wenigstens löste ich regelmäßig Erstaunen aus: „Was?? Du bist echt aus Deutschland? So richtig???“ Diejenige, die hier jedoch am meisten „Erfolg“ hatte war Karina, denn Menschen des asiatischen Typs sind im Süden, anders als in Sao Paulo und Umgebung, eine Seltenheit. Wenn Karina an den Typen vorbeilief, flüsterten sich diese zu zu: „Ey, schau mal, ne Japanerin!“ oder „Guck mal, die Japa da!“ Einige riefen ihr auch hinterher „Hey! Do you speak English?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Fest war insgesamt ziemlich gut besucht, da es auch eine gewisse Popularität in Brasilien genießt, und doch auch wirklich ziemlich groß, aber eben bei weitem nicht so groß wie das Original in München.&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5122397442922055458" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RxZpVa-9ByI/AAAAAAAAAHw/bwUIbcZT5R8/s400/31+Oktoberfest.jpg" border="0" /&gt;Unter den ganzen Besuchern fanden sich auch so einige in bayrischer Tracht, oder zumindest Teilen davon, und ich glaube die ein oder andere Person davon war auch wirklich deutsch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Insgesamt fand ich es lustig und auch interessant zu sehen, wie das Oktoberfest hier so gefeiert wird und ich hab mich auf jeden Fall gut amüsiert :o)&lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Donnerstag, 11.10.2007&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Heute war mal wieder der Tag meiner Vorlesung „Umweltwissenschaften“ für Maschinenbau-, Mechatronik und Elektrotechnik-Studenten. Heute hielt ein Gastdozent, aus der Fakultä für Medizin glaube ich, die Vorlesung und zwei Punkte, die er Ansprach, fand ich bemerkenswert genug, um sie hier zu platzieren: Die erste Sache war, dass dieser Dozent die Meinung vertrat, dass Studenten dafür, dass sie studieren, bezahlt werden sollten, zumindest in dem Maß, dass die Grundbedürfnisse gedeckt sind und noch etwas Geld für Ausgaben für Studienzwecke übrig bleibt. Er rechtfertigte diese Auffassung damit, dass die Studenten nach dem Studium viele nützlich Dienste für die Gesellschaft leisten, aber in der Zeit, in der sie studieren, kein Einkommen haben und so auch nichts in ihre Rentenkasse einbezahlen können. So legen sie bzw. auch ihre Eltern nicht nur jetzt während des Studiums, sondern auch im Rentenalter dafür drauf, dass sie der Gesellschaft nützlich sind. Für mich fühlte es sich in Anbetracht der vor nicht allzu langer Zeit eingeführten Studiengebühren in Deutschland etwas ironisch an, dass da jemand vorschlägt, dass Studenten sogar Geld ERHALTEN sollten. Und es fühlt sich erst recht ironisch an, wenn man bedenkt, dass in Deutschland ja immer argumentiert wurde, dass wir Studenten die Gesellschaft so unheimlich viel kosten und später mit dieser Bildung, die die Gesellschaft bezahlt hat, ein höheres privates Einkommen, also einen hohen PRIVATEN Nutzen, erzielen (können) und dass wir deshalb auch was für unsere Bildung bezahlen sollen. Dass wir der Gesellschaft im Gegenzug auch nützlich werden, wurde zwar erwähnt, ist aber irgendwie unter den Tisch gefallen, hatte ich das Gefühl… Die andere Sache war, dass dieser Dozent über das Sozialsystem in Deutschland, das in den Grundzügen auf Bismarck zurückgeht, erzählte. Er erzählte auch, dass sich dass System mehr und mehr dahin verändert, dass man sich selbst mit privaten Anlagen um seine finanzielle Absicherung im Alter kümmern muss. Na ja, und wer verdient an den ganzen privaten Altersvorsorgen? Eben die Banken und Versicherungen und so, so meinte der Dozent, treiben ebendiese jene Entwicklung an um kräftig daran verdienen zu können…&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-2515707708589568345?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/2515707708589568345/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=2515707708589568345' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/2515707708589568345'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/2515707708589568345'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2007/10/oktoberfest-in-brasilien.html' title='Oktoberfest in Brasilien'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RxZvnK-9B_I/AAAAAAAAAJU/I_YLYP905pk/s72-c/01+Picarras+-+Karina+e+July.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-4002238418795764234</id><published>2007-10-08T06:12:00.000-07:00</published><updated>2007-10-16T07:42:56.422-07:00</updated><title type='text'>Guarapari, Rio und Lüneburg</title><content type='html'>&lt;strong&gt;Freitag, 5.10.2007&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Für Juliana und Marcelo war die Nacht ziemlich kurz gewesen: Sie hatten bis um 5 Uhr morgens an ihren Präsentationen zum Thema Agrarökologie gearbeitet (Marcelo hatte seine komplette Präsentation in dieser Nacht erstellt) und um 6.30 Uhr klingelte schon wieder der Wecker. Nach unserem Frühstück packten wir auch schon wieder unsere Sachen und fuhren zur Copacabana zum Symposium. Marcelo und Juliana waren ziemlich nervös, da sie ihre Präsentationen auf Englisch halten mussten.&lt;br /&gt;An dem Hotel angekommen, wo das Symposium stattfand, trafen wir auch endlich Giovanna und Mohamed. Viel Zeit zum Plaudern blieb jedoch nicht, denn die Präsentationen von Juliana, Marcelo und Giovanna sollten in wenigen Minuten beginnen. Also begaben wir uns gleich in den Vortragssaal. Dieser war recht klein und zur Erleichterung von Juliana und den beiden anderen waren nur etwa 10 Zuhörer anwesend. So verliefen denn auch die Präsentationen der drei bis auf ein paar wohl nicht zu verübelnden Verhasplern gut. Unter den Zuhörern befanden sich auch zwei Frauen aus Deutschland, von denen eine recht interessante Fragen und Anmerkungen zu den Vorträgen machte. Ich dachte mir, dass es vielleicht interessant sei, mit dieser Dame zu sprechen. Ich hatte nämlich vor dem Beginn meines Praktikums hier noch nie was von dem Konzept der Agrarökologie gehört, was mich irgendwie wunderte, und deshalb wollte ich gerne wissen wie es mit dieser Sache in Deutschland aussieht. Und diese Dame schien das ein oder andere darüber zu wissen. Die Dame verschwand nach dem Ende der Präsentationen ziemlich schnell aus dem Vortragssaal, aber da eine Kaffeepause im Programm angesetzt war, vermutete ich, dass ich sie dort antreffen würde.&lt;br /&gt;Mit dieser Vermutung lag ich richtig, aber noch bevor ich dazu kam mit dieser Dame zu sprechen, zog ein anderes Gesicht meine Aufmerksamkeit auf sich. Sah ich da richtig oder war das nur eine Verwechslung?? Die Verwirrung schien mir ins Gesicht geschrieben und so fragte mich dir entsprechende Person (auf Deutsch!) „Ja bitte?“ Mir fiel nichts Besseres ein als zu fragen: „Wie ist Ihr Name?“ „Angela Franz-Balsen. Und Ihrer?“ „Sarah Velten. Ich studiere Umweltwissenschaften. In Lüneburg.“ „Ja, Ihr Gesicht kam mir auch bekannt vor.“ (Für alle, die mit diesem Namen nichts anfangen können: Frau Franz-Balsen ist eine meiner Umweltkommunikation-Dozentinnen in Lüneburg). Ich war echt ziemlich vom Hocker aufgrund dieser Begegnung! Ich meine was für ein Zufall ist das denn??? Und der Zufall wird noch größer, wenn man bedenkt, dass das Symposium genau genommen in den Räumlichkeiten von zwei Hotels stattfand. Frau Franz-Balsen hätte zu dem Zeitpunkt also genauso gut in dem anderen Hotel sein können.&lt;br /&gt;Ich hab mich dann auch ein kleines Weilchen mit Frau Franz-Balsen unterhalten, aber da ich wirklich perplex war, hab ich glaub ich ziemlichen Müll von mir gegeben, mal ganz abgesehen davon, dass es mir schon fast ein wenig schwer fiel mich auf Deutsch zu unterhalten… Unter anderem erzählte ich eben auch, was ich so in meinem Praktikum machte, und fragte sie ob sie denn schon mal etwas von Agrarökologie gehört habe (anders als der Name vermuten lässt geht es dabei nämlich nicht nur um Ökologische Dinge sondern auch stark um soziale Aspekte. Hätte also durchaus sein können, dass sie was darüber weiß.) Sie selbst wusste darüber nicht so viel, aber sie stellte mich dann genau der Dame vor, mit der ich eigentlich hatte reden wollen.&lt;br /&gt;Die Dame war eine sehr sympathische Dozentin der Humboldt Universität in Berlin, mit der ich dann auch ein ziemlich interessantes Gespräch hatte. Ich erfuhr, dass es in Deutschland Forschungen und Arbeiten zum Thema Agrarökolgie gibt, dass sich das alles aber zum überwiegenden Teil auf Dritte-Welt-Länder bezieht und die Prinzipien der Agrarökologie in Deutschland selbst so gut wie gar nicht angewandt werden.&lt;br /&gt;Auch für diese Dozentin war das Gespräch wohl ganz interessant, da sie sich vorher etwas falsche Vorstellungen über den Stand der Dinge bezüglich der Landwirtschaft in Brasilien gemacht hatte. Sie dachte z.B., dass es nur sehr wenige, vereinzelte Landwirte gäbe, die biologisch produzierten und dass alles eher Pilotprojektcharakter habe. Ich konnte ihr dann jedoch ein paar Beispiele nennen, an denen man sieht, dass diese Sache tatsächlich schon eine handfeste Bewegung ist, erzählte ihr u.a. vom Kongress der Agrarökologie, von dem ich gerade gekommen war und dessen Ausmaße wesentlich größer waren als die dieses Symposiums über Humanökologie, und diesem kleinen Bauern, von dem wir auf der Fahrt von Guarapari nach Rio Água de Coco gekauft hatten. Am Ende meinte sie, dass sie gerne meinen Praktikumsbericht sehen würde und gab mir ihre Visitenkarte. Jetzt werde ich mir also wirklich Mühe mit dem Bericht geben müssen…&lt;br /&gt;Aber mal ehrlich: Diese ganze Sache erst Frau Franz-Balsen zu treffen, die mich dann auch noch genau der Person vorstellt, mit der ich eigentlich reden wollte, war schon fast unheimlich.&lt;br /&gt;Oh, die Welt ist sehr, sehr klein…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Rest des Tages verbrachten Mario, Marcelo, Juliana und ich dann am Strand der Copacabana. :o) Diesmal war es nur recht „kalt“ in Rio, zumindest so kalt, dass man nicht so richtig Lust hatte in das kalte Meerwasser zu gehen und so war der Strand diesmal auch wesentlich leerer als das letzte Mal, als ich in Rio war. &lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5121944409771673346" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RxTNTa-9BwI/AAAAAAAAAHk/ox8tnB1VFKE/s400/conjunto.jpg" border="0" /&gt;Am Nachmittag starteten wir einen Versuch zur Christusstatue zu kommen. Wie das denn immer so ist, verfuhren wir uns dabei ein wenig, fanden aber einen überaus sympathischen Taxifahrer, der uns eine sehr ermutigende Wegbeschreibung gab: „Also, ihr könnt eigentlich nichts falsch machen: Ihr fahrt, so, so und so und biegt dann dort und dort rechts ab. Wenn ihr dort links abbiegt landet ihr in einer Favela! Aber diese Favela ist nicht gefährlich, sie ist nur ganz klein.“ …Das hat uns echt Mut gemacht… Schlussendlich erwies sich die Wegbeschreibung aber als sehr brauchbar und so landeten wir nicht in der Favela. Nur ganz bis zur Christusstatue kamen wir nicht, da man mit Privatwagen nur bis zu einem Parkplatz 3 km von der Statue entfernt kommt. Da wir keine Lust hatten für den Rest der Strecke ein Taxi zu bezahlen und das Laufen zu lange gedauert hätte, fuhren wir nur bis zu einem Aussichtspunkt unterhalb der Statue. Von hier hatte man auch schon einen tollen Ausblick über die Stadt und auf die Statue und hier musste man sich wenigstens nicht durch Massen von anderen Menschen quetschen.&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5121943572253050594" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RxTMiq-9BuI/AAAAAAAAAHU/emUwZ9oNwvo/s400/38+Mario+com+Pao+de+Ac%C3%BAcar.jpg" border="0" /&gt; &lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5121944186433373938" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RxTNGa-9BvI/AAAAAAAAAHc/SwzlPvAXd88/s400/93+a+galera+com+o+Christo.JPG" border="0" /&gt;Und von hier rollten wir durch die Rush-Hour von Rio wieder gen Campinas. Die Rush-Hour wird für die kleine Straßenverkäufer zum regelrechten Geschäft: Während sich auf einer Art Autobahn in Rio die Autos zähflüssig voranbewegen, laufen die Verkäufer durch die Blechlawine und bieten Snacks und Getränke an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Donnerstag, 4.10.2007&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Heute Morgen verzichtete ich auf das Baden im Meer. Nach nur 3 oder 4 Stunden Schlaf ertrug ich die Vorstellung von kaltem Salzwasser auf der Haut einfach nicht und zog das warme Wasser der Dusche als Aufwachhilfe vor. Außerdem drängte die Zeit, da wir heute weiter bzw. zurück nach Rio de Janeiro fahren wollten, da dort das Symposium der Gesellschaft für Humanökologie stattfinden sollte, auf dem Marcelo und Juliana am Freitagmorgen ihre Arbeiten vorstellen sollten. Trotzdem wollten wir noch mal an diesem letzten Tag des Kongresses für Agrarökologie vorbeischauen um Paquita abzusetzen, Bücher auf dem Kongress zu kaufen und noch den ein oder anderen Vortrag anzuhören, was wir denn auch hinbekamen. Und Zeit für ein Abschiedsfoto in Setiba zu schiessen blieb auch noch.&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Mario, Juliana, ich, Marcelo und Paquita am Strand in Setiba:&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5121941897215805138" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RxTLBK-9BtI/AAAAAAAAAHM/INpRcKm_qwI/s400/15+Praia+de+Setiba+-+Mario,+Juliana,+Sarah,+Marcelo,+Paquita.jpg" border="0" /&gt; Um die Mittagszeit machten wir uns dann auf den Weg zum 500 km entfernten Rio. Die Fahrt nach Rio war schon ein Erlebnis an sich. Nachdem ich jetzt schon ein paar Mal durch Brasilien gefahren war, hatte ich jetzt endlich auch mal die Gelegenheit mir die Landschaft bei Tag anzusehen. Bisher war ich nämlich immer nur bei Dunkelheit gereist. Die zwar einspurige, aber gut ausgebauten Straße schlängelte sich durch weitläufige Ebenen, vorbei an Bananen-, Kaffee- und Kokosplantagen, kahlen, wegen des immer noch ausbleibenden Regens und dem daher spärlichen Grasbewuchs unter Erosion leidenden Hügeln, auf denen diverses Vieh weidete und dicht bewaldeten Bergen. Beim Anblick dieser Berge fiel mir wieder meine Geomorphologie-Vorlesung aus dem 3. Semester ein, wo ich gelernt hatte, dass das Landschaftsbild zum Großteil vom Klima geprägt wird. Die Berge hier haben ganz andere Formen als z.B. die Alpen. Während die Berge der Alpen eher schroffe Oberflächen haben und von der Form her an Pyramiden erinnern, findet man hier nur abgerundete Formen und die Berge sehen eher aus wir Türme. (Auf den Bildern kommt das leider nicht ganz so rüber...)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5121562458330039938" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RxNx66-9BoI/AAAAAAAAAGo/-oNhaWtQM-4/s400/28+indo+pro+Rio+-+paissagem.jpg" border="0" /&gt; &lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5121564657353295538" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RxNz66-9BrI/AAAAAAAAAHA/oNXDRaKzguU/s400/30+indo+pro+Rio+-+monte+estranho.jpg" border="0" /&gt;Eine Kokosplantage:&lt;/em&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5121563428992648850" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RxNyza-9BpI/AAAAAAAAAGw/UKjfwO4aVfg/s400/53+plantio+de+coco.JPG" border="0" /&gt;Auf unserer Fahrt hielten wir an einem der kleinen Stände entlang der Straße an, um uns dort erfrischendes Água de Coco zu kaufen. Verkauft wurden die Kokosnüsse mit dem Kokoswasser von einem kleinen, zahnlosen Bauern, der direkt an der Straße ansässig war und gerade dabei war seinen Verkaufsstand zu vergrößern und zu verschönern.&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5121560980861290082" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RxNwk6-9BmI/AAAAAAAAAGY/0HlhDvzlO24/s400/24+indo+ao+Rio+-+pausa+para+comprar+%C3%A1gua+de+coco.jpg" border="0" /&gt; &lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5121561461897627250" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RxNxA6-9BnI/AAAAAAAAAGg/5S5oKVfjMew/s400/26+Mario,+o+agricultor+e+Marcelo.jpg" border="0" /&gt;Wir waren die einzigen Kunden und so unterhielt er sich mit uns während wir unser Kokoswasser schlürften. Da wir gerade vom Kongress für Agrarökologie kamen, kamen wir natürlich auch auf seine Anbaumethoden zu sprechen. Marcelo fragte ihn, ob er denn Pestizide und dergleichen benutze und zumindest zu meiner Überraschung sagte er: „Nee, das macht einen nur krank. Damit hab ich aufgehört.“ Er erzählte, dass er trotzdem dass er keine Pestizide einsetzte keine Probleme mit Insektenbefall und Krankheiten habe und gute Erträge erziele, dass ungefähr die Hälfte der dort ansässigen Bauern ohne Pestizide und chemischen Dünger arbeite und dass er und die anderen das alles über die alternativen Anbaumethoden von einer lokalen Landwirtschaftsinstitution erfahren habe. In Brasilien tut sich also was! Und für mich persönlich war diese Unterhaltung beeindruckender als jede Präsentation und jeder Vortrag auf dem Kongress. Oder vielleicht war sie auch einfach eine gute Ergänzung aus dem praktischen Leben zu den theoretischen Berichten und Themen des Kongresses.&lt;br /&gt;Nach geplanten, brasilianischen 5, also tatsächlichen 7 Stunden kamen wir in Rio an, wo ich Marcelo zu dem Hotel an der Copacabana lotste, wo das Symposium der Gesellschaft für Humanökologie stattfand. Etwas skurril, dass ausgerechnet die Deutsche die Brasilianer durch Rio lotst, aber ich war eben die einzige von uns vieren, die schon mal in Rio gewesen war… Marcelo und Juliana wollten noch an diesem Abend noch ihre Anmeldung machen, da sie am nächsten Morgen gleich um 8 Uhr ihr Arbeiten präsentieren sollten. Das entsprechende Büro hatte schon geschlossen, aber dafür war im Erdgeschoss ein Empfang für die Teilnehmer des Kongresses im Gange. In der Hoffnung auf dem Empfang Giovanna, meine Betreuerin, die ebenfalls am nächsten morgen eine Arbeit vorstellen sollte, und Mohamed, meinen Chef, der die Präsentation der Arbeiten von Giovanna, Marcelo, Juliana und eines weiteren Herren moderieren sollte, zu treffen stürzten wir uns vergammelt und verschwitzt wie wir nach der Fahrt von Guarapari nach Rio waren auf den Empfang. Giovanna und Mohamed trafen wir nicht an, dafür aber ein paar andere Leute, die Marcelo, Juliana und Mario kannten. Die Bedienungen in ihren weißen Sakos, die auf Tabletts Häppchen und Getränke anboten schien es nicht zu stören, das wir so wenig gepflegt waren und auch schien sie nicht zu interessieren, dass Mario und ich noch nicht mal für den Kongress eingeschrieben waren, also auch gar nichts bezahlt hatten. Ich kam mir ein bisschen wie in einer Filmszene und auch ein wenig dreist vor, aber da die anderen fröhlich zugriffen folgte ich deren Beispiel. Und da wir so fleißig zugriffen, kamen die Ober besonders oft bei uns vorbei. So mussten wir uns wenigstens nicht mehr um ein Abendessen kümmern…&lt;br /&gt;Für unsere Unterkunft hatten wir schon zuvor in der Herberge reserviert, in der auch Karina und ich geschlafen hatten, als wir zusammen in Rio waren. Da diese Herberge aber ein Stück entfernt von dem Hotel lag, wo der Kongress stattfand, und Mario und Marcelo auch gerne eine noch günstigere Unterkunft haben wollten, fragten sie einen Ober, ob es denn in der Nähe eine günstige Unterkunft gebe. Dieser gab uns denn auch eine Adresse und eine Wegbeschreibung und so begaben wir uns auf den Weg zu dieser Herberge. Die Herberge zu finden war nicht ganz so einfach und auf unserer kleinen Irrfahrt machten wir die Erfahrung, wie nah arm und reich in Rio beisammen liegen: Einmal falsch abgebogen aus einer Straße mit Apartmenthäusern für mehr oder weniger Gutbetuchte fanden wir uns in einer obskuren Straße wieder, direkt vor einem Berghang, auf dem eine Favela wucherte…&lt;br /&gt;Nach einiger Zeit und einiger Fragerei fanden wir endlich die Herberge. Der etwas zwielichtige Herbergsvater bot uns Betten für 15 R$ ohne Frühstück in einem gemischten Schlafsaal mit 25 Betten an. Der Schlafsaal und die Betten waren ziemlich siffig, aber noch halbwegs akzeptabel. Ob des günstigeren Preises („meine“ Herberge sollte 25 R$, dafür aber inkl. Frühstück kosten) waren die Jungs geneigt in dieser Herberge zu bleiben. Juliana hingegen war nicht allzu begeistert von dieser Herberge, da sie an diesem Abend noch ihre Präsentation fertig machen musste, und auch ich zog die Herberge vor, in der wir schon reserviert hatten und mit der ich bereits gute Erfahrungen gemacht hatte. Wir wären allerdings kompromissbereit gewesen, wollten aber erst noch die Gemeinschaftsdusche der Frauen unter die Lupe nehmen. Hier bestätigte sich denn auch was wir schon vermutet hatten: Eine der Toiletten war bereits verkotzt und die andere war gerade dabei verkotzt zu werden, von einer splitternackten Frau bei offener Kabinentür… Lecker… Dies überzeugte dann auch die beiden Jungs, dass es sich lohnt ein wenig mehr Geld für die Unterkunft zu bezahlen und so fuhren wir dann doch schlussendlich zu „meiner“ Herberge, wo wir ein sauberes, nettes Viererzimmer bekamen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Mittwoch, 3.10.2007&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Während sich die beiden Jungs noch faul in ihrem Betten rumwälzten begannen Juliana und ich unseren Tag mit einem Bad im Meer und einem weiteren Strandspaziergang. Es gibt echt nix besseres um die Müdigkeit zu vertreiben! Und hab ich schon erwähnt, dass es toll ist das Meer direkt vor der Haustür zu haben? ;o)&lt;br /&gt;Nachdem sich dann auch die Jungs aus dem Bett gequält hatten, begann ein weiterer Tag mit Vorträgen, Präsentationen von wissenschaftlichen Arbeiten und Bücher anschauen. Diesmal bekam ich, wesentlich ausgeschlafener und schon etwas besser an die Vortragsstile gewöhnt, einiges mehr von den ganzen Sachen mit.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Juliana, Marcelo, Mario und meine Wenigkeit auf dem besagten Kongress:&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5121560224947045970" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RxNv46-9BlI/AAAAAAAAAGQ/rLJsaQZVSJI/s400/30+a+galera+no+congresso.JPG" border="0" /&gt;Am Ende des Tages trafen wir auf Paquita, eine Spanierin, die seit Mitte September bei einer Forschungsinstitution, ebenfalls in Campinas, ein Praktikum macht. Da es später an diesem Abend noch ein kleines Konzert einer Reggae-Band in einer Location, die zwischen dem Kongresszentrum und unserer Unterkunft lag, geben sollte und da Paquita über keinen eigenen fahrbaren Untersatz verfügte und so nicht wusste, wie sie dorthin kommen sollte, boten wir ihr an mit zu uns kommen und bei uns zu übernachten, so dass sie mit uns zu dem Konzert fahren konnte. Dieses Angebot nahm Pauita natürlich gerne an.&lt;br /&gt;Nachdem wir in unserem Reihenhäusschen in Setiba einen Caipirinha eingenommen und mit ein paar unserer Nachbarn, die ebenfalls an dem Kongress teilnahmen, geplauscht hatten, beschlossen wir ein nächtliches Bad im Meer zu nehmen (sagte ich schon, dass es super ist, dass Meer vor der Haustür zu haben?). Da Paquita direkt vom Kongress mit zu uns gekommen war, hatte sie keinen Bikini dabei und so boten Juliana und ich ihr an einen von unseren Bikinis auszuleihen. Paquita antwortete mit ihrem fließenden Portunhol (Português mit Espangol/ Espanhol), dass sie keinen Bikini brauche. Und so machte sie die Brasilianer mit dem in Europa recht häufigen, hier aber ungewöhnlichen und eher verpönten Nacktbaden und außerdem Unrasiertsein vertraut. Da es schon dunkel war und wir alle kein Problem damit hatten, dass sie nackt baden gehen wollte, war das keine allzu große Sache, aber wir rieten ihr unter normalen Umständen, also bei Tag und bei stärkere frequentierten Stränden, einen Bikini zu benutzen. Dass dies sinnvoll ist merkte Paquita dann auch später, als sie sich, immer noch nackt, nach dem Baden im Meer mit Marcelo und Mario auf der Terrasse unseres Hauses unterhielt, die dem Strand und der kleinen Straße davor zugewandt war, wo sich noch einige andere Leute aufhielten. Paquita störte sich zwar nicht wirklich an den Blicken der Leute, bemerkte aber eben, dass ihr „Zustand“ für sehr unangebracht gehalten wird.&lt;br /&gt;Nach unserem Meerbad kochte ich was zu essen, während Juliana an einer Präsentation arbeitete, die Jungs unsere Nachbarn besuchen gingen und Paquita sich auf die Suche nach Zigaretten gemacht hatte. Da ich also niemanden hatte, den ich mit Fragen konsultieren konnte, verarbeitete ich alles, was ich in unserem Vorrat, den Marcelo vor unserer Abfahrt eingekauft hatte, fand und für essbar hielt. Das Experiment gelang und alle waren begeistert von meiner Kreation. Marcelo meinte: „Hmm, die Süßkartoffeln sind echt lecker! Wie hast du das hinbekommen? …Das sind doch Süßkartoffeln, oder?“ Und als ich hierauf „Keine Ahnung, kann sein.“ antwortete, sorgte ich auch noch für kräftiges Gelächter.&lt;br /&gt;Einige Zeit später trafen wir am „Pedreira Adventure Park“ ein, wo dass schon erwähnte Reggae-Konzert stattfand. Dieser Adventure Park war wohl mal ein Steinbruch gewesen und wurde danach schätzungsweise zu einem Kletterpark umgewandelt. Jetzt bei Nacht wurden die Felswände mit farbigem Licht angeleuchtet, was ziemlich coole Effekte ergab. Die Location war also echt gut gewählt und auch die Band war gut, aber so richtig die Party war es dann doch nicht, da zu wenige Leute da waren, hauptsächlich eben Kongressteilnehmer und davon auch bei Weitem nicht alle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Dienstag, 2.10.2007:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Nach 1000 km und 12 Stunden Fahrt (mit nur einer Pause) zu viert in einem mit Alkohol betriebenen Auto von der ungefähren Größe eines Opel Corsa kamen Marcelo, Mario, Juliana und ich um 6.30 Uhr bei unserer Unterkunft in Setiba (sprich: Setschiba) an. Setiba liegt im recht kleinen Bundesstaat Espírto Santo und ist ein Nachbardorf von Guarapari, der Stadt, wo der 5. brasilianische Kongress über Agrarökologie stattfinden sollte, welchen wir besuchen wollten.&lt;br /&gt;Als Unterkunft hatten Marcelo, Mario und Juliana ein kleines Reihenhaus mit zwei Zimmern, Küche und Bad direkt am Strand von Setiba organisiert. Die Unterkunft lag zwar etwa 10 km vom Kongresszentrum in Guarapari entfernt, aber dafür war sie unschlagbar günstig (50 R$ (17 oder 18 Euro) pro Nacht für das Haus) und da wir ja unser Mietauto hatten, war die Entfernung auch kein Problem.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Unser Häusschen war das zweite von rechts:&lt;/em&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5118954562777843090" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 364px; CURSOR: hand; HEIGHT: 265px; TEXT-ALIGN: center" height="252" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RwouDa-9BZI/AAAAAAAAAEw/7aQprL8_GDs/s320/14+Setiba+-+o+lugar+onde+a+gente+ficou.jpg" width="345" border="0" /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Und das war der Blick von unserer Haustür aus. Im Hintergrund des ersten Bildes kann man auch Guarapari sehen:&lt;/em&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5118957908557366722" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RwoxGK-9BcI/AAAAAAAAAFI/0RDEuTfpmE0/s400/11+Setiba+-+Praia,+Guarapari+no+fundo.jpg" border="0" /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5118958737486054866" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/Rwox2a-9BdI/AAAAAAAAAFQ/XPn4fVnDeZs/s400/16+Setiba+-+praia+em+frente+da+nossa+casa.jpg" border="0" /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5121559516277442114" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RxNvPq-9BkI/AAAAAAAAAGI/_7PhVv4rm6I/s400/46+Setiba+-+praia.JPG" border="0" /&gt;Nach einer kurzen Erholungsphase, Frühstück und Dusche zogen wir dann auch schon los zum Kongress. Gleich bei unserer Ankunft auf dem Kongress traf ich einmal mehr auf einen der Fühler, die Deutschland in die Welt ausstreckt: Auf der Rückseite des Programmheftes waren die Organisatoren und Unterstützer des Kongresses aufgeführt und unter anderem fand sich dort auch die Kooperation der Föderalen Republik Brasilien – Bundesrepublik Deutschland. …Und für den Abend standen auf dem Programm die „Grupo de Tradições Folclóricas Pommernland“ (Gruppe der folkloristischen Traditionen Pommernland) und danach ein Forró „Deutsch Jäger“, alles jedoch nicht von Deutschen aufgeführt, sondern von Leuten aus dem Süden Brasiliens, wo sehr viele Leute deutsche Vorfahren haben.&lt;br /&gt;Den Tag auf dem Kongress, an dem schätzungsweise 500 Leute teilnahmen, verbrachten wir damit Vorträge anzuhören, Workshops zu besuchen und Poster anzuschauen, auf denen viele Leute ihre wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema Agrarökologie vorstellten.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Marcelo, Juliana und ich auf dem Kongress:&lt;/em&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5119786910259938834" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/Rw0jEa-9BhI/AAAAAAAAAFw/pKmlTyim6Dc/s400/12+Marcelo,+Juliana+e+Sarah.JPG" border="0" /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Auch Marcelo stellte seine Arbeit auf dem Kongress auf einem Poster vor:&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5119779638880306690" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/Rw0cdK-9BgI/AAAAAAAAAFo/arAXEcvY3iM/s400/03+Congresso+da+agroecologia+-+Marcelo+com+o+p%C3%B4ster+do+trabalho+dele.jpg" border="0" /&gt;Von den Vorträgen und den darauf folgenden Debatten bekam ich leider nicht so super viel mit, weil eben alles auf High-Level Portugiesisch vorgetragen wurde und ich zudem eine ganze Portion Müdigkeit mit mir herumtrug.&lt;br /&gt;Nach einem der Vorträge am Vormittag vereinbarten Mario und Marcelo mit der Person, die den Vortrag gehalten hatte, einem Professor der Uni in Rio, einen „Interview-Termin“ für den Nachmittag. Dieses Interview war denn auch so ziemlich das Highlight des Tages, zumindest für meine drei brasilianischen Begleiter. Aus dem Interview wurde ein 1,5-stündiges, wohl ziemlich interessantes Gespräch, welches Mario auch mit der Videokamera aufzeichnete. Dieser Professor schien wirklich viel auf dem Kasten zu haben, denn auf jede Frage, die Marcelo ihm stellte, antwortet er mit einem ganzen Roman und am Ende waren Mario, Juliana und Marcelo ziemlich beeindruckt von ihm. Auch dem Professor schien dieser direkte Dialog mit Leuten, die starkes Interesse an dem, was er zu sagen hatte, zeigten, Spaß gemacht zu haben. Ich selbst hingegen habe leider wirklich nur kleine Bröckchen von dem mitbekommen, was der Professor erzählte, denn während dieser 1,5 Stunden war ich eher damit beschäftigt meine Augen offen und Wirklichkeit und Traumwelt getrennt zu halten… &lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5119778994635212274" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/Rw0b3q-9BfI/AAAAAAAAAFg/9H65066RbYk/s400/16+Sarah,+Marcelo+e+Mario+na+entrevista+com+o+Canrobert.JPG" border="0" /&gt;Nach diesem Interview fuhren wir zurück zu unserer Unterkunft. Als wir dort ankamen, war es schon fast dunkel, aber das hielt Juliana und mich nicht davon ab noch einen kleinen Strandspaziergang zu machen. Es ist soooooooo toll den Strand direkt vor der Haustür zu haben!! :o) &lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5119778389044823522" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/Rw0bUa-9BeI/AAAAAAAAAFY/WtjI7SJbEj4/s400/07+Setiba+-+J%C3%BA+e+eu+na+praia.jpg" border="0" /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5118956920714888626" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RwowMq-9BbI/AAAAAAAAAFA/SDzjKdq2hRU/s400/05+Setiba+-+Praia+em+frente+da+nossa+casa.jpg" border="0" /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5118956607182276002" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 374px; CURSOR: hand; HEIGHT: 257px; TEXT-ALIGN: center" height="260" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/Rwov6a-9BaI/AAAAAAAAAE4/EJyxL2WNxKE/s320/04+Setiba+-+Praia+em+frente+da+nossa+casa.jpg" width="352" border="0" /&gt;Und eigentlich wollten wir uns nach unserem Abendessen noch das Abendprogramm des Kongresses anschauen (s. oben), aber nach unserer Reise und dem ganzen Tag auf dem Kongress zog es uns dann doch eher auf die Matratze...&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-4002238418795764234?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/4002238418795764234/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=4002238418795764234' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/4002238418795764234'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/4002238418795764234'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2007/10/guarapari-rio-und-lneburg.html' title='Guarapari, Rio und Lüneburg'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RxTNTa-9BwI/AAAAAAAAAHk/ox8tnB1VFKE/s72-c/conjunto.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-3104190086819920488</id><published>2007-10-01T07:40:00.000-07:00</published><updated>2007-10-08T06:40:12.032-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;Sonntag, 30.9.2007:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Hab jetzt endlich ein Fahrrad!!!! :o)&lt;br /&gt;Karina hat mir ein Fahrrad geliehen, ein richtig Gutes sogar! Brauchte nur ein wenig Luft in den Reifen und ein Schloss muss ich morgen auch noch besorgen. Solange "übernachtet" das Fahrrad dann eben in meiner Wohnung. (Es gibt zwar einen abgeschlossenen Innenhof in dem Haus, wo ich wohne, aber vor 2 Wochen wurde dort das Fahrrad meines Nachbarn geklaut, trotz dass es angeschlossen war...)&lt;br /&gt;Normalerweise sollte man sich in Brasilien nicht auf dem Fahrrad auf die Strasse trauen, denn die Autofahrer sind solche Erscheinungen nicht gewohnt und na ja, es gilt eben immer noch das Recht des Stärkeren hier... Aber in dem Teil von Campinas, in dem ich wohne und wo sich auch die Uni befindet, ist es möglich sich auf dem Fahrrad zu bewegen. Von meiner Wohnug bis zur Uni gibt es nämlich sogar einen Fahrradweg und insgesamt ist der Verkehr hier ruhiger.&lt;br /&gt;Die Uni wird wahrscheinlich sogar 200 Fahrräder kaufen und in der Moradia, dem Studentenwohnheim platzieren, so dass die Studenten sie gegen ein Pfand benutzen können um zur Uni zu fahren. Bin gespannt, ob das wirklich funktioniert...&lt;br /&gt;Ausserdem hab ich mich heute mit Marcelo, Mario und Juliana, drei Bio-Studenten, getroffen um unsere Reise zu zwei Kongressen zu planen: Am Montagnachmittag fahren wir nach Guarapari im Bundesstaat Espírito Santo zum Brasilianischen Kongress für Agroökologie und am Donnerstag fahren wir von dort nach Rio zum Internationalen Kongress für humane Ökologie. Wir werden ein Auto mieten (bei Europcar...) um die ganze Wegstrecke (ca 2000 km hin und zurück) hinter uns zu bringen. Wird aber ziemlich günstig: Wir haben grosszügig kalkuliert und dabei rausbekommen, dass jeder etwa 150 R$ (50-60 Euro) für die Reise bezahlen werden muss!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Samstag, 29.9.2007&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Heute hat die "Klasse" meiner Samstagsvorlesung über Agroökologie eine Exkursion gemacht. Zuerst haben wir eine konventionelle Agrikultorin besucht, die Zierpflanzen und Avocados produziert. (Die Frau war schon nicht mehr dir jüngste, bewirtschaftet aber zusammen mit nur einem Angestellten und ab und zu der Hilfe ihrer beiden Söhne etwa 12 ha Land!). Danch sind wir dann zu einer anderen Agrikultorin gefahren, die biologisch anbaut und eine ganze Facette von Sachen produziert, zum Verkauf, aber auch zum grossen Teil für den Eigenbedarf. Aber auch sie arbeitet weitgehend alleine auf ihren 7 oder 8 ha Land. Ihr Freund hilft ihr, aber das sie zwei Kinder hat und nebenbei auch noch im Abendkurs an der Uni einer 1 Stunde mit dem Bus entfernten Stadt Psychologie studiert, schafft sie es nicht die ganze Fläche zu pflegen. So hatte sie einen Bereich mit Kaffesträuchern, die alle voll mit vertrockneten Kaffeebohnen hingen, weil die Frau einfach nicht die Zeit dazu gehabt hatte sich um die Ernte zu kümmern.&lt;br /&gt;Ich habe bei den Besuchen der beiden Landwirtinnen viele neue Eindrücke gesammelt, denn die Landwirtschaft hier ist schon sehr anders als in Deutschland. Die Leute arbeiten mit ganz anderen Bedingungen und haben ganz andere Probleme als die Landwirte in Deutschland. Ich verzichte aber mal darauf hier noch näher darauf einzugehen, schon allein, weil ich dass alles selbst noch nicht so ganz verarbeitet habe. Es ist wirklich anders!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Freitag, 28.9.2007&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Heute Abend nach der Arbeit rief mich Karina an und fragte, ob ich Lust hätte zu einer "Choppada" zu gehen. "Choppada? Was ist das denn?" "Choppada ist ein Ort, wo man Choppes (Choppe = Bier aus dem Becher/ Glas) trinkt." Also eine Art Bar, dachte ich mir und sagte: "Ah, verstehe. Ja, klar hab ich Lust!"&lt;br /&gt;Als Karina, zwei weitere Freundinnen von Karina (Isa und Déborah) und ich bei der Choppada ankamen, musste ich feststellen, dass es sich nicht um eine Bar, sondern um eine Party der Fakultät für Medizin handelte. ...hatte dann eben ein bisschen die falschen Kleider an, aber ok.&lt;br /&gt;Choppes gab es aber tatsächlich und davon holten wir uns auch gleich welche. Karina und ich schritten also zur Bar, griffen uns zwei Plastikbecher, die dort bereitstanden, streckten diese der Person entgegen, die hinter der Bar stand, diese füllte die Becher aus einer dieser 600 ml Bierflaschen und danach dreht sich Karina um und ging weg. Moment mal, da fehlt doch noch was... "Ähm, und wie ist da mit Bezahlen!?" "Wir müssen nichts bezahlen, das ist Freibier! Die Mediziner sind eine ziemlich reiche Fakultät und deswegen geben sie manchmal Parties mit Freibier." Ok, dagegen hatte ich nun wirklich nichts einzuwenden ;o)&lt;br /&gt;Es gab nicht nur Frei-Bier sondern auch Frei-Wasser, Frei-Caipirinha, Frei-... Da Isa kein Bier mag, trank sie Caipirinha. Nach zwei Caipirinha, was ja schon recht viel ist, aber sooooooo viel auch nun wieder nicht, war sie schwankend, aber nichtsdestotrotz kräftig dabei sich zu amüsieren, tanzte vor sich hin, auch wenn niemand mittanzte, verteilte Küsschen, sagte jedem, was für ein toller Mensch er doch sei und so weiter... Das Ganze war schon ein bisschen zu viel und so beschlossen Karina und ich Isas Caipirinha gegen Wasser zu ersetzen. Isa trank brav Becher um Becher Wasser, aber irgendwie schien das nicht so sehr zu helfen. Karina und ich verliesen die Choppada schon recht früh (Karina musste am nächsten Tag arbeiten und ich hatte eine Exkursion vor mir), aber am nächsten Tag erzählte uns Isa, dass sie 16 Becher Wasser getrunken hatte und dieser Zustand der grenzenlosen Fröhlichkeit trotzdem nicht aufhören wollte und selbst als sie wieder zu Hause war, konnte sie nicht schlafen und hat einen Freund per MSN zugetextet, obwohl dieser irgendwann gar nicht mehr antwortete, weil er schlafen gegangen war...&lt;br /&gt;Na ja, es war eben die Party der MEDIZINER gewesen... In Isas Caipirinha war also sicher nicht nur Caipirinha dringewesen... Isa ging es am nächsten Tag wieder gut, aber lustig finde ich sowas wirklich nicht... Zum Glück hatte ich nur Bier getrunken, dass vor meinen Augen direkt aus der Flasche eingeschenkt wurde...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-3104190086819920488?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/3104190086819920488/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=3104190086819920488' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/3104190086819920488'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/3104190086819920488'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2007/10/sonntag-30.html' title=''/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-391440065099003648</id><published>2007-09-28T05:26:00.000-07:00</published><updated>2007-09-28T05:32:35.637-07:00</updated><title type='text'>Mittwoch, 26.9.2007</title><content type='html'>Heute war ich den ganzen Tag alleine im Labor und so hab ich den Morgen genutzt, um einen kleinen Ausflug zur Moradia, dem Studentenwohnheim zu machen. Dort hatte ich mich nämlich mit ein paar Biologiestudenten verabredet, um mir ihr Projekt der Kompostierung der Bioabfälle der Moradia anzusehen.&lt;br /&gt;Hier in Campinas und auch in einigen oder anderen Städten gibt es nämlich eine ansatzweise Mülltrennung, nämlich in recyclebaren und nicht-recyclebaren Müll. Biomüll gehört dann normalerweise zum nicht-recyclebaren Müll.&lt;br /&gt;Vor einigen Monaten haben diese Biologiestudenten dann ihr Projekt initialisiert. Um den Biomüll kompostieren zu können, brauchten sie aber natürlich erstmal Platz. Es gab da ein Stück freie Fläche auf dem Gelände der Moradia, auf der Mal ein Gebäude gestanden hatte, wo jetzt aber nur noch ein Haufen Mauersteine und verschiedener Müll rumlagen und das Gras munter vor sich hinwuchs. Diese Fläche haben die Studenten aufgeräumt und neben dem ersten Komposthaufen auch noch einen kleinen Garten angelegt und einen Steinofen gebaut.&lt;br /&gt;Klingt ja alles ganz toll, ist aber nicht ganz so einfach. Die Erde auf dieser Fläche ist nicht besonders gut, weshalb der Garten nicht so richtig wachsen will, und der Steinofen würde eben nur nach Gutdünken gebaut und ist so zwar funktionstüchtig, fängt aber schon an auseinander zu bröckeln. Daneben gibt es, wie es fast immer so ist, ziemlich wenige Studenten, die sich für die Sachen engagieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5115230808952341826" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RvzzUa-9BUI/AAAAAAAAAEI/6dOgNkVg1Is/s400/horta+da+moradia.jpg" border="0" /&gt; Was allerdings ziemlich gut funktioniert, ist die Sache mit dem Kompostieren des Biomülls. Dreimal die Woche holen die Studenten den Biomüll von den beiden Müllsammelstellen der Moradia ab, fügen ihn den Komposthaufen hinzu und „pflegen“ die Komposthaufen. Gerade letzte Woche sind die Studenten des Projekts in die verschiedenen WGs der Moradia gegangen um nachzufragen, ob den in den jeweiligen WGs der Biomüll getrennt gesammelt wird oder nicht und die Quote der WGs, die den Müll trennen, ist erfreulich hoch. Auch haben sich schon einige Abnehmer für den (ersten, bald fertigen) Kompost gemeldet. &lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5115231070945346898" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/Rvzzjq-9BVI/AAAAAAAAAEQ/h4PGSmD5AXs/s400/composteira+da+moradia.jpg" border="0" /&gt;Aber auch hier gibt es Probleme, jedoch eher bürokratischer Natur: Die Fläche, auf der die Studenten ihr Projekt betreiben, war die ganze Zeit ungenutzt, aber jetzt, wo sie erstens wiederhergerichtet ist und zweitens die Fläche in Beschlag nehmen, soll da auf einmal doch wieder was mit der Fläche passieren. Ich hatte auch die Gelegenheit diesen Konflikt hautnah mitzuerleben, denn während ich da war, tauchte der Mensch auf, der die Arbeiten in der Moradia koordiniert und fing an rumzustänkern…&lt;br /&gt;Wie auch immer, ich fand es ziemlich beeindruckend, dass die Studenten mangels öffentlich organisierten Biomüllsammelns und –kompostierens, die Sache selbst in die Hand genommen haben und dass der Großteil der Leute in der Moradia auch noch kooperiert!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier gibt’s mal noch ein Bild von dem Haus, in dem ich wohne (das weiße Haus rechts daneben gehört auch noch dazu). Das mit dem riesigen Zaun vor dem Haus und den Gittern vor den Fenstern ist Standard hier. Man beachte auch den Metallkorb rechts im Bild vor dem Haus. Solche teile stehen hier vor jedem Haus und dienen sozusagen als „Mülltonne“: Man legt da halt seinen in eine Plastiktüte verpackten Müll drauf und ich glaube 3 mal pro Woche kommt die Müllabfuhr vorbei und nimmt die Sachen dann mit. &lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5115231332938351970" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/Rvzzy6-9BWI/AAAAAAAAAEY/PMTnBrvxXQc/s400/minha+casa.jpg" border="0" /&gt;Und dann gibt’s hier noch ein Bild von dem so ziemlich größten und gleichzeitig hässlichsten Insekt, dass ich meinem Leben gesehen hab, eine Art Zikade! (die Münze auf dem Bild ist etwas kleiner als ein 2 Euro-Stück) Und laut sind sie auch noch! Die zirpen nicht etwa niedlich vor sich hin wie unsere Zikaden, sondern klingen eher so wie der Motor eines Motorrollers, auch in etwa der gleichen Lautstärke. Und jetzt stelle man sich vor, dass die hier in Scharen in den Bäumen sitzen… &lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5115231594931357042" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/Rvz0CK-9BXI/AAAAAAAAAEg/OmDJeJ73GzY/s400/Cigarro.jpg" border="0" /&gt;Dieses Individuum saß mal an der Außenwand des Labores, was ihm zum Verhängnis wurde. Giovanna fing es ein und konservierte es im Tiefkühlschrank für die Sammlung.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-391440065099003648?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/391440065099003648/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=391440065099003648' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/391440065099003648'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/391440065099003648'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2007/09/mittwoch-2692007.html' title='Mittwoch, 26.9.2007'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RvzzUa-9BUI/AAAAAAAAAEI/6dOgNkVg1Is/s72-c/horta+da+moradia.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-6457014210041167593</id><published>2007-09-26T08:13:00.000-07:00</published><updated>2007-09-26T08:15:48.726-07:00</updated><title type='text'>Churrasco, Pagode und Gänsehaut</title><content type='html'>&lt;strong&gt;Dienstag, 25.9.2007&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Wow, ich bin schon seit einem Monat hier! Gut, dass ich noch weitere 5 Monate vor mir habe, denn ich habe lange noch nicht genug von diesem Land, auch wenn ich manchmal doch etwas Sehnsucht nach euch Leuten da drüben in Deutschland oder wo auch immer habe…&lt;br /&gt;Na ja, zumindest konnte ich heute ein wenig mit euch mitfühlen, denn heute war es ganz schön „kalt“ hier, irgendwas um die 20 Grad, was sich mit ausreichend Wind doch recht kalt anfühlt, erst recht wenn man sich denkt „Ach, ich bin ja in Brasilien! Das wird schon noch!“ und entsprechend nur mit T-Shirt ausgestattet das Haus verlässt. Ich glaube, heute war das erste Mal seit einem Monat, dass ich Gänsehaut hatte (War es wirklich kalt, oder bin ich nur schon nichts mehr gewöhnt?).&lt;br /&gt;Einige Leute kreuzten an der Uni mit dick gefütterten Jacken auf und Giovanna kochte im Labor Tee zum Aufwärmen…&lt;br /&gt;Ach ja, und jetzt habe ich schon zwei Deutschschülerinnen, neben meiner Nachbarin Alessandra auch noch Karina.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur noch ein kleiner Hinweis am Rande: Die Einträge über Belo Horizonte und Rio de Janeiro sind jetzt auch bebildert!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Samstag, 22.9.2007&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Morgens mal wieder Vorlesung, aber danach waren Karina und ich zum Grillen („churrasco“) in der WG von ein paar Freunden von Karina eingeladen. Die meisten WGs hier teilen sich ganze Häuser, was ziemlich cool ist, da so quasi jede WG über eine große Küche, ein Wohnzimmer und vor allem einen Garten oder zumindest ein Hof verfügt!&lt;br /&gt;Neben den vielen anderen Sachen, die hier anders sind als in Deutschland, finden sich auch beim Grillen unterschiede. Gegrillt wird eigentlich fast nur Rindfleisch und daneben noch ein paar Würstchen. Das Fleisch wird am Stück gekauft, dann kurz bevor es auf den Grill kommt Ort geschnitten, kurz eingelegt und dann auf den Grill geworfen. Die Brasilianer haben einen sehr ausgeprägten Gemeinschaftssinn, der sich u.a. beim Verzehr des Grillgutes äußert. Das fertig gegrillte Fleischstück kommt nicht, wie in Deutschland auf einen individuellen Teller und wird dann von einer individuellen Person ganz individuell verzehrt, sondern wird in kleine, fingergerechte Stücke geschnitten und jeder, der Lust hat, nimmt sich etwas davon. Macht den Gebrauch von Tellern und Besteck überflüssig.&lt;br /&gt;Auch beim Biertrinken äußert sich der besagte Gemeinschaftssinn: Das Bier wird hier gerne in 600 ml-Flaschen gekauft, welche bis zum Gebrauch auf Eis gelagert werden. „Gebrauch“ bedeutet hier nicht, dass sich jemand eine ebensolche auf unter Null Grad gekühlte Flasche Bier nimmt (die Temperaturen, bei denen wir unser „kühles“ Bier trinken, werden hier schon fast als widerlich warm – abgestanden empfunden!) und dann individuell austrinkt. „Gebrauch“ bedeutet hier vielmehr die Flasche zu öffnen und solange allen anderen und sich selbst die Becher wieder auffüllen, bis die Flasche leer ist. Die Flaschen leeren sich so ziemlich schnell, während es schwer ist, den eigenen Becher leer zu bekommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Karina und ich verließen das Churrasco schon relativ früh wieder (um brasilianische 17 Uhr, also um deutsche 17.55 Uhr ;o) ), da wir uns zum Ausgehen auf eine Pagode-Party in Jaguariuna, einer nahe gelegenen Kleinstadt, fertig machen mussten.&lt;br /&gt;Ich war mir nicht ganz sicher, ob meine europäischen Kleider für diesen Anlass geeignet waren, aber Karina und Karinas Schwester Erika befanden eins meiner Kleider für gut (eines der Art, das ich mich in Deutschland bisher noch nicht getraut hatte ohne Begleitung von Jeans zu tragen …oder war es für solche Aktionen einfach nur zu kalt gewesen diesen Sommer!?). Nur meine Schuhe waren nicht Tanzparty-tauglich. Also lieh mir Karina ein paar von ihren Schuhen. Wie gut, dass wir fast die gleiche Schuhgröße haben (sie: 37, ich: 40)… Ich glaube, ich habe solche Schuhe noch nie in meinem Leben für länger als 5 Minuten (im Schuhgeschäft) getragen, fühlte mich aber trotzdem gleich sehr wohl darin, trotz dass sie nur aus einer Sohle, einem 7 cm Pfennigabsatz und einem Zehenriemen der Art Flip-Flop bestanden und eben ein kleines bisschen zu klein waren (letzteres fiel einem Außenstehenden aber wirklich erst beim 4. Blick auf).&lt;br /&gt;Um brasilianische 18.30 Uhr, also um deutsche 20 Uhr, holten zwei Kolleginnen von Karina uns ab. (Karina hat die letzten 4 Monate Praktikum bei der AmBev gemacht und wurde diese Woche fest angestellt und das, obwohl es noch 3 Monate dauern wird, bis sie ihren Abschluss haben wird! Parabens, Karina!!!). Nach einem kurzen Vorglühen in der Wohnung eines weiteren Kollegen von Karina in Jaguariuna ging es zusammen mit noch einigen weiteren von Karinas Kollegen zum Hotel „Duas Marias“, wo das „Event“ stattfand.&lt;br /&gt;Da ich noch nie in meinem Leben Pagode bzw. Samba getanzt habe (Pagode hat den gleichen Rhythmus und so auch den gleichen Tanzschritt wie Samba), hatte ich anfangs ein paar Schwierigkeiten. Aber Karinas Kollegen waren eifrig bestrebt mir den Tanzschritt beizubringen und so dauerte es dann doch nicht ganz so lange, bis ich das mit dem Samba hinbekam. Ob ich es gut hinbekam, ist eine andere Frage, welche ich mir an diesem Abend jedoch nicht stellte, denn es machte einfach zu viel Spaß einfach zu tanzen ohne sich viele Gedanken über Qualitätsfragen zu machen. Und so tanzte ich den ganzen Abend durch, was meinen Füßen trotz aller oben beschriebenen Umstände auf wundersame Weise kein bisschen was ausmachte.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-6457014210041167593?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/6457014210041167593/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=6457014210041167593' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/6457014210041167593'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/6457014210041167593'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2007/09/churrasco-pagode-und-gnsehaut.html' title='Churrasco, Pagode und Gänsehaut'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-5484013041010852713</id><published>2007-09-25T05:57:00.000-07:00</published><updated>2007-09-25T05:58:14.994-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Freitag, 21.9.2007:&lt;br /&gt;Morgens halb 10 in São Carlos – während viele Studenten der Uni São Carlos schon wieder fleißig am studieren waren, erwachten wir langsam wieder zum Leben. Da die Blase drückte, stapfte ich mit meinen schwarzen, ehemals weißen, Flip-Flops und ebenso schwarzen Füßen durch die Eingangstür des Labors, vor dem wir geschlafen hatten, auf der Such nach einer Toilette. Direkt hinter der Tür befand sich eine Ansammlung von Leuten bei der Kaffeepause. Die Konversation derselbigen verstummte, als sie meiner Gewahr wurden und während ich fragte, ob es hier denn eine Toilette gebe, schauten mich einige paar Augen groß und etwas ungläubig an. Ein paar dieser Augen, mittlerweile mit einem etwas besorgten Ausdruck, geleitet mich sodann zur Damentoilette.&lt;br /&gt;Während ich dabei war zu versuchen die eigentlich Farbe meiner Füße wieder zu erlangen, tauchte das Paar Augen wieder auf und sagte: „Komm, trink einen Kaffee mit uns!“ „Oh, vielen Dank, aber meine Freunde warten draußen auf mich.“ „Nein, nein, die Jungs sind auch hier. Komm!“ So fand ich, als ich um die Ecke bog, die ganze Bande zufrieden grinsend, mit dem Laborpersonal konversierend und ihren Cafezinho schlürfend wieder und auch ich bekam meinen Cafezinho. Das Laborpersonal versorgte uns nicht nur mit Kaffee, sondern sagte uns auch, wo wir uns ein Frühstück besorgen und eine Dusche nehmen könnten. Fand ich echt nett!&lt;br /&gt;Nachdem wir unseren Kaffee ausgetrunken hatten, schlurften wir über den Unicampus, teils mit Flipflops, teils barfuss, die Jungs teils ohne T-Shirt, trafen andere Studenten der UNICAMP, die schon wieder am Biertrinken waren, Studenten der USP São Carlos, die sich in die nächste Vorlesung schleppten, und fühlten uns eher wie in einem Ferienclub als wie auf einem Campus.&lt;br /&gt;Gegen halb 2 kamen wir wieder in Campinas an, zumindest ein Teil von uns. Der andere Teil war inklusive meiner Sachen immer noch on the road. Ich war eigentlich ich willens und in der Lage am Nachmittag noch zur Arbeit zu gehen, aber da sowohl meine sauberen Klamotten, als auch mein Schlüssel für meine Wohnung noch ein paar Stunden brauchten um in Campinas einzutreffen, gab ich die Idee auf und verbrachte den Nachmittag wartend bei Osmar und Vitor. Dass ich nicht zur Arbeit kam, war für niemanden dort ein Problem.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Donnerstag, 20.9.2007&lt;br /&gt;Nach ganzen 1,5 Stunden Arbeit und weiteren 1,5 Stunden in der Vorlesung war mein Arbeitstag auch schon wieder zu Ende. Der Grund dafür: Ich bat um einen freien Nachmittag, weil mich ein paar Freunde von Karina gefragt hatten, ob ich nicht mit auf die TUSCA in São Carlos, einer Stadt in etwa 200 km Entfernung von Campinas, fahren wollte. Freizunehmen war überhaupt gar kein Problem! Giovanna fragte mich, wann ich wieder kommen würde und als ich sagte „morgen Vormittag“, meinte sie „Du kannst dir ruhig länger frei nehmen! Gar kein Problem!“  …Tja, hat schon so seine guten Seiten IAESTE-Praktikant in Brasilien und dann auch noch an einer Uni zu sein ;o)&lt;br /&gt;Geplante Abfahrt nach São Carlos war 13 Uhr. Abgeholt haben mich Karinas Freunde um 15.30 Uhr und endgültig losgefahren sind wir dann um 16 Uhr… Brasilien! ;o)&lt;br /&gt;Nach 2 Stunden Fahrt und einige Male Autobahngebühr Bezahlen (die Autobahnen im Staat São Paulo befinden sich in privater Hand) kamen wir dann an der USP (Universidade São Paulo), Campus São Carlos, an.&lt;br /&gt;Die TUSCA ist eine Studentenparty der USP in São Carlos, zu der traditionell die Ingenieursstudenten der UNICAMP eingeladen werden. Eigentlich nicht nur ne Party. Die Party eröffnet die ganze Sache nur und an den folgenden Tagen gibt es dann Wettbewerbe, wo die Studenten der UNICAMP und die Studenten der USP São Carlos gegeneinander antreten, sofern ich das richtig verstanden habe… Nun ja, und die Eröffnungsparty ist nicht einfach nur eine Party. Als wir auf dem Campus in São Carlos ankamen, waren die Leute schon seit etwa 4 Stunden dabei auf dem Campus einzutrudeln, schon mal mit dem Feiern anzufangen und auf das zentrale Ereignis zu warten, den „Corso“.&lt;br /&gt;Der Corso ist ein Umzug der Studenten vom Uni-Campus durch die Stadt zu einem großen Platz, auf dem dann die eigentliche Party stattfindet. Dem Zug der 3000 oder mehr Studenten fährt ein „trio elétrico“ voraus, ein Truck, voll gepackt mit Lautsprechern und ganz oben drauf einer Bühne, auf der eine Band den Leuten mit Samba und Ähnlichem einheizt, während diese tanzend, trinkend, flirtend, feiernd, jubelnd, flirtend die Straßen entlang ziehen.&lt;br /&gt;Ein ganz schönes Getümmel, wie man sich vorstellen kann. Und in diesem ganzen Getümmel hatte sich auch bald die Hälfte unserer Truppe von 9 Leuten, mit denen ich aus Campinas gekommen war, verloren und mir drängte sich immer mehr der Gedanke auf, dass es vielleicht keine allzu gute Idee gewesen war, Flip-Flops als Fußbekleidung ausgewählt zu haben…&lt;br /&gt;Nach etwa 2 Stunden Gelaufe, Getanze, Bier übergeschüttet bekommen, Gefeiere, sich Verlieren, wieder Finden etc. erreicht der Corso sein Ziel. Durch ein einziges, nicht allzu großes Tor drängten nun die Leute, am liebsten alle gleichzeitig, der Party entgegen. Man hatte den Eindruck sie würden wie durch einen Trichter unwillkürlich ins Innere gezogen. Auf dieses Tor folgte ein weiteres, der eigentliche Eingang zum Ort des Geschehens. Und natürlich wollten auch hier alle 3000 Menschen auf einmal durch, was hier jedoch noch schwieriger gestaltete als am ersten Tor, da ein paar Sicherheitsleute kontrollierten, ob man denn schon seinen Eintritt bezahlt hatte. Es gab glückliche Leute, die schon im Besitz eines entsprechenden Armbandes waren, dass als Eintrittskarte diente.  …Wir gehörten nicht dazu. So fand ich mich bald zusammen mit Osmar und Vitor an diesem zweiten Tor,mit einem Schrank von einem Sicherheitsmann vor uns, mit 2500 Leuten hinter uns, die die Party alle nicht erwarten konnten, einem Metallgitter links und einem rechts von uns, die beide auf uns zudrängten, da sich die Leute ohne Armband links und rechts von den Metallgittern versuchten an den Sicherheitsleuten vorbeizudrängen. Der Sicherheitsschrank wollte uns natürlich nicht durchlassen, da wir ja keine Armbänder hatten. Aber wie sollten wir jetzt, dermaßen eingekerkert noch an Karten kommen?? Während Vitor und Osmar recht verzweifelt mit dem Sicherheitsmenschen verhandelten, kamen die 2500 Leute hinter uns und die zwei Gitter neben uns immer näher und ich kam mir mittlerweile vor wie vakuumverpackt. Wohle weniger wegen dem Verhandlungsgeschick als mehr wegen des immer geringer werdenden Raumangebots ließ sich der Schrank schließlich darauf ein unser Eintrittsgeld selbst entgegenzunehmen und uns durchzulassen.&lt;br /&gt;Puh, endlich wieder Luft! Jetzt erstmal ein kühles Bier kaufen! Also entsprechende Bons besorgen (das läuft hier oft so, dass man sicher erstmal Bons kaufen muss und sich danach noch mal woanders anstellen muss, um an das ersehnte Gut zu kommen). Dann weiter zum Bierstand gehen, „três cervejas, por favor“, der Dame die „fichas“, die Bons, in die Hand drücken, die Dame nickt zufrieden, zerreist die fichas und holt drei Bier, Hand ausstrecken und… „Ah! Was ist das denn? Ihr habt ja gar keine Armbänder! Tut mir leid, dann kann ich euch kein Bier verkaufen!“ …Grrrrrr! „Aber wir haben doch Eintritt bezahlt! Der Typ hat uns nur keine Armbänder gegeben!“ …Zwar wahr, aber eben äußerst unglaubwürdig… Aber sempre tem um jeitinho – es gibt immer einen Weg (zumindest hier) – und so ließ sich das Fehlen unserer Arbbänder mit einiger lautstarker Diskussion von Vitor und Osmar mit der Dame kompensieren und für den Rest des Abends scherte sich auch keine weitere Person mehr darum, ob wir jetzt ein Armband hatten oder nicht.&lt;br /&gt;Das trio elétrico hatte sich mittlerweile auch auf dem Platz eingefunden, nur war die Band verschwunden und tauchte auch für 2 Stunden nicht mehr auf. Den Leuten war das aber fast egal und so wurde auch ohne Musik munter weitergefeiert, bis es dann irgendwann wieder Musik gab. …Vielleicht merkte der ein oder andere schon gar nicht mehr, dass die Musik fehlte.&lt;br /&gt;Schon gegen 1 Uhr, mir kam es eher vor wie 3 Uhr, machten zwei Leute meiner Truppe, Wilson und Vitor, und ich uns wieder zu Fuß auf den Rückweg zum Unicampus. Heißhungrig kehrten wir zwischendurch noch bei „Habib’s“ ein (glücklicherweise 24h am Tag geöffnet :o) ), wo wir unerlaubterweise unser To-Go-Essen an einem Tisch des Restaurants einnahmen. Dies rief natürlich die eine Servicekraft und danach den „gerente“, den Geschäftsführer, auf den Plan, die uns baten das Restaurant zu verlassen. Wäre ich mit Deutschen unterwegs gewesen, wären wir wohl sofort aufgestanden und gegangen, aber so blieben wir sitzen und futterten genüsslich vor den Augen des gerente weiter, während Wilson und Vitor mit dem gerente diskutierten bis dieser nachgab und uns gestattete sitzen zu bleiben.    Brasilien!&lt;br /&gt;Eigentlich hatte Isa, eine Freundin von Karina, einen Schlafplatz für sich und mich bei einer Freundin von ihr in São Carlos organisiert. Dumm war nur, dass wir Isa verloren hatten, ebenso wie Ceará, den Fahrer des Autos, in dem sich alle meine Sachen befanden. Blieb also als Schlafplatz noch die Rückbank von Wilsons Auto, das auf dem Unicampus vor einem Labor stand. Wilson wählte den Fahrersitz als Schlafplatz wählte und Vitor und der Rest, der nach und nach eintrudelte, verbrachten die Nacht vor selbigem Labor auf dem Boden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittwoch, 19.9.2007&lt;br /&gt;Heute Nachmittag bin ich mal wieder etwas exkursiert, aber nur im kleinen Rahmen. Zwei Mädels von der UNICAMP und ich fuhren zu zwei Vorträgen in Campinas zu den Themen „Biolandwirtschaft in der Region von Campinas“ und „Haltung von Legehennen in der Biolandwirtschaft“. Ersterer wurde von einer Französin gehalten, die seit 4 Monaten in Brasilien ist und hier eben auch ein Praktikum macht (aber eben nicht an der Uni von Campinas). In diesem Vortrag stellte sie dann die (Zwischen-) Ergebnisse ihrer bisherigen Arbeit in ihrem Praktikum vor (Respekt! Sie hat das echt gut gemacht! Ich würde mir das glaube ich nicht zutrauen so einen Vortrag auf Portugiesisch zu machen und danach noch die ganzen Fragen zu beantworten!). Nach dem Vortrag haben die zwei Mädels und ich noch kurz mit der Französin unterhalten, auf Portugiesisch eben: Ich fand das irgendwie ungewohnt mit einer Nicht-Brasilianerin Portugiesisch zu sprechen, da ich bisher mit allen nicht-deutschsprechenden Nicht-Brasilianern immer auf Englisch geredet habe. Aber geklappt hat die Kommunikation auch auf Portugiesisch einwandfrei. Warum auch nicht? Muss ja nicht immer nur Englisch sein.&lt;br /&gt;Am Abend bin ich dann mit Alessandra und einer Freundin von Alessandra in die Bar gefahren, wo jeden Mittwoch das Treffen der IAESTE-Praktikanten stattfindet (nach 3,5 Wochen hab ich es endlich mal geschafft dorthin zu gehen!). Mein Hauptziel bei der Sache war es, die anderen IAESTE Leute kennen zu lernen, um mit ihnen vielleicht zusammen zu Reisen für uns zu organisieren und eben auch sonst nette Leute zum Ausgehen etc. zu haben. Na ja, wir kamen leicht verspätet in der Bar an und so kam es, dass der Großteil der „Gringos“ (etwas abschätzig für „Ausländer“) schon wieder weg war. Also habe ich statt jeder Menge Ausländer noch mehr Brasilianer und einen Deutschen aus von der TU HAMBURG-HARBURG kennen gelernt habe. Dieser Deutsche konnte auch Portugiesisch sprechen, da er schon zum zigsten Mal in Brasilien ist (und dieses Mal auch schon seit 3 Monaten) und zudem mit einer Brasilianerin verheiratet ist. …Aber so die Riesenreiselust hat er deswegen halt nicht mehr… Na ja, nächste Woche gehe ich früher zu dem Treffen und dann klappt’s vielleicht auch mal mit de anderen IAESTE Leuten…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dienstag, 18.9.2007&lt;br /&gt;Habe jetzt eine Deutschschülerin, nämlich meine Nachbarin Alessandra! Sie hat schon einiges an Deutschunterricht gemacht, was allerdings auch schon wieder ne ganze Weile her ist, und ist auch dabei zu versuchen ein Praktikum in Deutschland zu bekommen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-5484013041010852713?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/5484013041010852713/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=5484013041010852713' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/5484013041010852713'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/5484013041010852713'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2007/09/freitag-21.html' title=''/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-2272814722982193506</id><published>2007-09-18T05:17:00.000-07:00</published><updated>2007-09-25T09:33:41.938-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;Freitag, 14.9.2007&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Musste heute nur den halben Tag arbeiten, da ich morgen (Samstag!) eine Vorlesung über Agroökologie besuchen soll :o)&lt;br /&gt;Abends waren Karina und ich bei einer Freundin von Karina eingeladen, nur so zum Zusammensitzen und Erzählen. Eine der Anwesenden war gerade von ihrem 6-monatigen Aufenthalt in Europa, hauptsächlich London, zurückgekommen und hatte so eine Menge zu erzählen. Ist ganz lustig, die eigene Welt mit anderen Augen zu sehen. Das Mädel hatte übrigens auch Hamburg und Berlin besucht. Hamburg fand sie supertoll und hätte sich nie vorgestellt, dass Deutschland so sein könnte, mit den ganzen Leuten and der Alster, mit den Grünflachen etc. Berlin hingegen fand sie nicht schlecht, aber sie fand es zu erdrückend, dass man an jeder Ecke auf die (nicht zu angenehme) Geschichte gestoßen wird. „Überall findet man irgendwelche rekonstruierten Sachen oder Denkmäler an den Holocaust oder Ähnliches“.&lt;br /&gt;Aber das Gespräch drehte sich auch um Schönheits-OPs und ich war baff, wie selbstverständlich die Leute hier damit umgehen. Das machen die Leute hier halt einfach mal so. Die eine oder andere Anwesende hatte auch schon eine wie auch immer geartete Schönheits-OP hinter sich. Kostet ja auch nur 5000 R$ (um die 1.800 Euro) so eine Brustvergrößerung. Is ja quasi nix...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Donnerstag, 13.9.2007&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Man merkt, dass ich jetzt schon ne Weile hier bin. Es passiert nicht mehr jeden Tag was Neues ;o)&lt;br /&gt;Heute habe ich mal eine richtige brasilianische Studenten-Party erlebt! Nach ausgiebigen „esquentamentos“ (Vorwärmparties) in den diversen WGs rollte die halbe Uni in Richtung Campinas Hall zur „Festa Brega“. Ich bin mir sicher, dass es auch einen deutschen, oder zumindest eingedeutschten, Ausdruck für diese Art von Fest gibt,, aber leider fällt er mir nicht mehr ein… Also „Festa Brega“ ist eine Art Kostümparty, mit kitschigen Kleidern, die nicht zusammen passen etc.&lt;br /&gt;Da mein Reisegepäck für diese Art von Party nicht gerüstet war, habe ich mir zu diesem Anlass ein paar alte Kleider von Karinas Mutter ausgeliehen und zudem noch jede Menge Schmuck-Krims-Krams von Karina und ihrer Schwester. Am Ende war ich damit mit Sicherheit eine der Leute, die am meisten „brega“ waren.&lt;br /&gt;Nun ja, schon allein das Ankommen und das in der Schlange stehen gestaltet sich wesentlich lebhafter als auf einer deutschen Party. Schon allein dort sind alle Leute am Abfeiern. Ich hatte das Gefühl in einen Hexenkessel zu laufen.&lt;br /&gt;Gut, allzu viel Gelegenheit Erfahrung mit dem Schlange stehen zu sammeln hatte ich nicht, denn Karina hatte es geschafft, sich selbst, Luis und mich auf die Gästeliste der Party zu bringen und so wurden wir recht schnell zu einem Seiteneingang dirigiert und bekamen dort eintrittsfrei Zugang ins Innere, wo die Menschenmassen schon am Wogen waren.&lt;br /&gt;Man darf sich die Campinas Hall nicht so wie eine von unseren Tanztempeln vorstellen. Es gab zwar eine größere Halle, aber die war ziemlich offen gestaltet und dort spielte sich auch nur ein Teil des Geschehens ab. Der Ort des Geschehens wurde erweitert durch eine Art Gartenanlage mit kleinem See, Brücken, Pavillons und weiteren Tanzflächen dazwischen verstreut. Und das alles voll mit Leuten.&lt;br /&gt;Auch hier gab es mal wieder das Drei-Augen-Phänomen, dass darin besteht, dass mich alle Welt anschaut, als ob ich von einem anderen Planeten käme oder wahlweise drei Augen hätte. Einige wiegten sich auch in der Sicherheit, dass eine wie ich ja gar nicht in der Lage sein kann Portugiesisch zu sprechen und so plappern sie einem irgendwelche Sachen ins Gesicht oder alternativ direkt hinter dem Rücken. Ich hab sie mal in dem Glauben gelassen, dass ich nichts verstehe… Die andere Seite des Drei-Augen-Phänomens ist, dass es keine 10 Minuten dauerte, bis ich die erste Aufforderung zum Forro-Tanzen erhielt. Da es aber etwas enttäuschend ist mit mir Forro (sprich: Foho mit offenem O) zu tanzen – bin noch nicht allzu geübt darin - war ich nach 2 Liedern wieder allein. Aber dank des Drei-Augen-Effekts stand der Nächste 5 Minuten später auf der Matte usw&lt;br /&gt;In all dem Getümmel und Getanze und zwischen den mit fortschreitender Zeit sich häufender in einander verschlungenen Paare (ich erinnere an die Sache mit den lediglich 3 Worten vor dem Küssen) hatte ich dann auch ziemlich schnell Karina verloren und fand sie auch für den Rest des Abends nicht wieder… Irgendwann gegen halb 5 Uhr morgens traf ich dann wieder zu Hause ein, nachdem mich Deborah, eine Freundin von Karina und gleichzeitig meine Nachbarin, mich von der Party mitgenommen hatte.&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/Rvk3_q-9A7I/AAAAAAAAABA/o-NBrAD9e1U/s1600-h/festa+brega+130907+(2).jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-2272814722982193506?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/2272814722982193506/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=2272814722982193506' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/2272814722982193506'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/2272814722982193506'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2007/09/freitag-14.html' title=''/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-7599888718353175351</id><published>2007-09-12T08:49:00.000-07:00</published><updated>2007-09-26T08:12:25.621-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;Montag, 10.9.2007&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Heute ist ausnahmsweise mal nichts Besonderes passiert. Hab nur ne Mail von Dirceu in meinem Postfach gefunden. Irgendwie hatte er kein Glück mit dem per Anhalter nach Rio fahren gehabt, musste sogar eine Nacht auf der Straße schlafen. Das erklärte, warum ich nichts mehr von ihm gehört hatte…&lt;br /&gt;Vielleicht nutze ich die relative Ereignislosigkeit des Tages um mal wieder ein paar Impressionen des Alltagslebens loszuwerden, z.B. zum Thema öffentliche Busse. Wie gesagt, Busfahrpläne gibt’s nicht, also muss man jemanden fragen, der sich auskennt. Wenn man also endlich weiß, welchen Bus man zu nehmen hat, stellt man sich an einen „ponto de ônibus“ und sobald der Bus der entsprechenden Linie am anrücken ist, hält man sein Händchen raus um ihn zum Anhalten zu bewegen. Anders als die Mehrheit der deutschen Busfahrer warten die Busfahrer hier aber auch mal ein paar Momente lang, wenn sie sehen, dass da jemand noch auf den letzten Drücker angerannt kommt. Nachdem man die Tür passiert und Stufen in den ziemlich hohen Bus erklommen hat, lässt man den Fahrer rechts liegen. Der ist nämlich wirklich nur zum Fahren da, oder auch für Infos über die Busroute. Bezahlt wird bei einer zweiten Person, die mit ihrer Kasse an einem Drehkreuz sitzt. Ich find das System ziemlich gut, da es einerseits sicherstellt, dass niemand schwarzfährt, und außerdem ein schnelleres Weiterfahren des Busses ermöglicht, da der Fahrer sich eben nicht erst noch ums Abkassieren kümmern muss. Na ja, Arbeit ist hier eben ein gutes Stück billiger… In Deutschland wäre es wohl nicht möglich jeden Bus mit 2 Personen zu besetzen. …wobei man sich mal vorstelle, wie viele Arbeitsplätze dadurch geschaffen würden ;o)&lt;br /&gt;Ums Bezahlen kommt man hier also auf gar keinen Fall herum, es sei denn man ist über 65 Jahre alt, behindert oder ein Schulkind auf dem Schulweg. Für diese Personengruppen ist der öffentliche Verkehr komplett umsonst. Die Busse sind, anders als sich der ein oder andere eventuell vorstellen mag, sauber, recht neu und eher selten überfüllt. Und das Buspersonal gibt immer gerne Infos und sagt einem bescheid, wenn man aussteigen muss (gibt ja keine Bushaltestellenansage).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sonntag, 9.9.2007&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Auf den Caipi am Vorabend zu verzichten hatte sich ausgezahlt! Aufwachen ohne Matschbirne! …aber auch immer noch ohne Stimme. Unsere letzten Stunden in Rio nutzen wir dazu, noch mal Sonne, Strand und Meer an der Copacabana zu genießen, diesmal zusammen mit dem netten Mädel, mit dem wir unser Hotelzimmer geteilt hatten. Die Leute in unserem Hotel waren ziemlich entspannt und hatten somit kein Problem damit, dass wir unser Gepäck währenddessen noch in unserem Zimmer ließen, und auch nicht damit, dass wir nach dem Strand am Nachmittag noch mal eine Dusche im Hotel nahmen. Das Hotel war echt ein Glücksgriff!&lt;br /&gt;Um 5 Uhr nachmittags saßen wir dann also wieder im Bus, der wieder Richtung Campinas rollte.&lt;br /&gt;Fazit: Auch wenn ich es im ersten Moment nicht ganz nachvollziehen konnte, Rio de Janeiro ist wirklich die cidade maravilhosa!!!! Ich wollte gar nicht mehr weg von hier und ich glaube ich muss noch mal hierher kommen! …schon alleine, weil sich meine Stimme noch irgendwo in Rio rumtreibt ;o)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Samstag, 8.9.2007&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;8.30 Uhr der Wecker klingelt und mein Kopf auch… Caipirinha „von der Straße“ ist wohl nicht so das Allerbeste… Auch meiner Stimme scheint der Vorabend in Kombination mit dem leichten Husten, den ich mir letzte Woche zugezogen habe (Husten! Hier! In Brasilien! …schätze, dass das an der sehr trockenen Luft lag… und ist ja auch immer noch Winter ;o) ), zu anstrengend geworden zu sein, weshalb sie sich mal ne Auszeit genommen hat und ein Reibeisen als Vertretung zurückließ. Dank dem brasilianischen Kaffee beim Frühstück und dem Sonnenschein war ich aber schnell wieder fit, zumindest was meinen Kopf anging, und so konnten Karina und ich unseren zweiten Tag in Rio mit einer Fahrt zum Jardim Botânico, dem botanischen Garten, beginnen. Auf unserer Karte sah der botanische Garten nicht wirklich groß aus, aber trotz dass wir einige Stunden dort verbrachten, haben wir nicht alles davon gesehen. Dass tolle hier ist, dass hier alle Pflanzen, die man in unseren botanischen Gärten nur im Gewächshaus antrifft, unter freiem Himmel betrachten kann! Echt super :o) &lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5114527477992850658" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RvpzpK-9BOI/AAAAAAAAADY/ApyRq85GDyE/s400/26+alameda+de+palmeiras+-+Jardim+Bot%C3%A2nico.jpg" border="0" /&gt; Hier noch ein Bild von einem sehr gelungenen Modell einer mit Pollen bestückten Biene in der Orchideen-Ausstellung des Jardim Botânico:&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5114527941849318642" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/Rvp0EK-9BPI/AAAAAAAAADg/T_GXmfqOZgY/s400/38+modelo+de+uma+abelha.jpg" border="0" /&gt; &lt;div&gt;Nach dem botanischen Garten wieder Strand, diesmal der Strand von Leblon, der die Verlängerung des Strands von Ipanema darstellt. Hier sind wir dann erstmal eingeschlafen… war wohl doch etwas früh gestern Abend gewesen ;o) Nachdem Aufwachen mussten wir uns auch schon wieder auf den Weg machen, da wir noch auf den Corcovado wollten, den Berg, auf dem die Christus-Statue steht. Vorher aber noch ein água de coco zur Stärkung und Erfrischung. Meine Güte, ist da viel água de coco in so einer Kokosnuss drin! Ein halber Liter oder mehr! Hab ich mir vorher irgendwie nie so vorgestellt… &lt;/div&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5114528483015197954" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/Rvp0jq-9BQI/AAAAAAAAADo/N3zgBTSa-tc/s400/47+Sarah+e+Karina+-+Praia+de+Leblon.jpg" border="0" /&gt;Da Leblon nicht wirklich der Touristen-Strand ist, war es nicht ganz so einfach einen Weg von dort zum Fuß des Corcovado zu finden. Keiner der Cariocas, die wir nach einer Buslinie dorthin fragten, konnte uns eine Auskunft geben, denn keiner von ihnen war jemals dort gewesen… altbekanntes Einheimischen-Phänomen ;o) Na ja, nach einer Weile haben wir dann doch noch den richtigen Bus gefunden. Eigentlich war diese Verzögerung sogar unser Glück, denn im Bus trafen wir eine Mutter mit ihrem erwachsenen Kindern (Sohn und Tochter), die auch gerade auf dem Weg zum Corcovado waren. So arrangierten wir ein Taxi für uns alle zusammen und bezahlten für die Hin- und Rückfahrt 16 R$ (6 Euro) pro Person statt 36R$, die wir für eine Fahr mit der Bergbahn hätten hinlegen müssen :o) Auch das Timing war gut, denn wir kamen kurz vor Sonnenuntergang an der Statue an (Dämmerung und Sonnenuntergang sind hier eine Sache von insgesamt einer halben Stunde). War ganz schön frisch da oben in 709 m Höhe. Der Sonnenuntergang war allerdings etwas enttäuschend, da die Sonne exakt hinter der einzigen Bergkuppe unterging, auf der einige Funktürme standen… &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Die Aussicht über Rio war jedoch phänomenal!&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5114529256109311250" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/Rvp1Qq-9BRI/AAAAAAAAADw/I6JLxnOdgK8/s400/43+Karina+e+Sarah.jpg" border="0" /&gt;Hier die Aussicht vom Corcovado aus auf den Pão de Açúcar und den Strand von Botafogo (wie gesagt: war schon am Dunkelwerden):&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5114530076448064802" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/Rvp2Aa-9BSI/AAAAAAAAAD4/0S_6Rd1dsh4/s400/44+Borafogo+e+Pao+de+Acucar.jpg" border="0" /&gt;Über die Statue kann ich nur sagen, was jeder andere auch sagt, der schon dort war: Hübsch erst recht im Licht des Sonnenuntergangs, aber irgendwie gar nicht so groß, wie sie von unten und im Fernsehen aussieht. Wusste aber gar nicht, dass sich im Innern der Statue eine kleine Kapelle befindet. &lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5114530750757930290" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/Rvp2nq-9BTI/AAAAAAAAAEA/UtKKoyHUxfU/s400/39+Sarah+e+o+Christo.jpg" border="0" /&gt;Der Sohn unserer „Taxi-Sharing-Familie“ studierte in Rio, kannte sich also etwas aus und schlug vor am Abend mit uns in eine Sambaschule im Stadtteil in Tijuca zu gehen! Das Angebot nahmen wir natürlich begeistert an! Samba in Rio!!!…Nur wurde nichts daraus, da unsere SMS-Kommunikation mit dem jungen Mann etwas fehlschlug. Schade :o( Aber davon ließen wir uns den Abend nicht vermiesen und zogen wieder gen Lapa., was auch gut war. Dieser Abend war sogar noch besser als der Vorabend. Die Musik hier geht echt ins Blut! Und als recht exotisches Gespann genossen Karina und ich einige Vorteile. :o) Wir lernten nicht nur noch mehr Leute kennen, sondern bekamen auch noch den Eintritt in eine Disko erlassen, sogar zweimal, da wir die Disko verließen, später wiederkehrten und es hier nicht dieses System mit Stempel und so gibt. Einmal drin heißt also normalerweise immer drin oder noch mal bezahlen.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-7599888718353175351?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/7599888718353175351/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=7599888718353175351' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/7599888718353175351'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/7599888718353175351'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2007/09/montag-10.html' title=''/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RvpzpK-9BOI/AAAAAAAAADY/ApyRq85GDyE/s72-c/26+alameda+de+palmeiras+-+Jardim+Bot%C3%A2nico.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-8519343584607136731</id><published>2007-09-11T09:20:00.000-07:00</published><updated>2007-09-26T07:56:50.257-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Freitag, 7.9.2007&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Nach 7 Stunden Fahrt (im bequemen, aber zu gut klimatisierten Reisebus… zum Glück hatten wir einen Schlafsack dabei!) kamen Karina und ich bei strahlend blauem Himmel in &lt;strong&gt;Rio de Janeiro&lt;/strong&gt; an. Das was ich bei der Einfahrt nach Rio gesehen hatte mich nicht gerade begeistert und hatte meine Zweifel an der Sicherheit unseres Unterfangens weiter gesteigert… Mir wurde nicht ganz klar, warum Rio als die „cidade maravilhosa“, die wunderbare Stadt, bezeichnet wird…&lt;br /&gt;Wie zu erwarten war, war kein Dirceu zu sehen, als wir den Bus verließen…Selbst wenn er dort gewesen wäre, hätten wir ihn wahrscheinlich nicht gefunden, da sich die Menschen im Ankunftsbereich des Busbahnhofs fast stapelten. Also Plan B: Telefonkarte kaufen und die Kontakte, die wir Donnerstagabend noch schnell herausgesucht hatten abklappern. Erstes Hostel: Belegt. Zweites Hostel: Freie Plätze!!! Wir konnten fast nicht glauben, dass wir so schnell eine Unterkunft gefunden hatten!&lt;br /&gt;Schon viel besserer Stimmung stiegen wir also in den Bus, den uns die Dame unseres Hostels gesagt hatte und baten die Cariocas (= Einwohner von Rio) im Bus uns bescheid zu sagen, wenn wir an unserer Haltestelle ankommen (Haltestellenanzeigen oder irgendwelche schriftlichen Verzeichnisse über Busrouten gibt’s in Brasilien so gut wie gar nicht. Aber dafür gibt hier jeder bereitwillig Auskunft, wenn man fragt). Hier ergaben sich schon ein paar „Sprachprobleme“ aufgrund des Unterschieds in den Akzenten der Cariocas und Paulistas (Einwohner der Staats Sao Paulo, wie Karina es ist). Karina fragte auf Paulista-Art die Frau, die neben ihr saß: „Você pode me avisar quando a gente chega a Catete? A gente tem que descer lá.” (Kannst du mir bescheid sagen, wenn wir in Catete ankommen. Wir müssen dort aussteigen (wörtlich: runtergehen).) Die Frau antwortete: „Ah, entao vocês podem saltar comigo.“ (Ah, dann könnte ihr zusammen mit mir aussteigen (wörtlich: springen)). Was Karina zunächst verstand, war: „Ah, entao vocês podem assaltar comigo.“ (Ah, dann könnt ihr ja zusammen mit mir einen Überfall machen.“) …hehehehe&lt;br /&gt;Schon auf der Fahrt zum Hotel gefiel mir die Stadt immer besser (sah jetzt wesentlich freundlicher aus!). Nachdem wir zusammen mit der Carioca-Dame aus dem Bus „gesprungen“ waren, fragten wir einen Mann auf der Straße nach dem Weg zu der Straße, in der sich unser Hotel befand. Während der uns antwortet, gesellten sich noch zwei weitere Leute dazu um uns ebenfalls bei der Lösung unseres Orientierungsproblems behilflich zu sein. Das fand ich sehr sympathisch und war gleich noch mehr von der Stadt eingenommen. Spätestens jedoch nach unserer Ankunft im Hotel waren meine anfänglichen Zweifel verflogen und einer grenzenlose Freude darüber gewichen, dass alles, trotz der Komplikationen vom Vorabend, so gut klappte.&lt;br /&gt;Unser Hotel befand sich im Stadtteil Flamengo, einen Häuserblock von einer U-Bahnhaltestelle und zwei Häuserblocks vom Strand von Flamengo entfernt in einer netten Straße, in der sich auch ein paar hübsche alte Häuser befanden. Eines dieser netten Häuschen war unser kleines, sehr familiäres Hotel, welches von ein paar Frauen geführt wurde. Für 25 R$ (etwa 9 Euro) pro Nacht inkl. Frühstück, Bettwäsche und Handtuch kamen wir in einem kleinen, sauberen Zimmer mit abschließbaren Schränken und einem großen Kühlschrank, welches wir uns mit einem weitern Mädel unseres Alters teilten, unter und bekamen sogar gleich noch Frühstück angeboten!&lt;br /&gt;Nach dem Frühstück erkundigten wir uns bei der Dame an der Rezeption über Busverbindungen etc. zu verschiedenen Zielen in der Stadt. Neben freundlichen und ausführlichen Infos erhielten wir auch noch eine sehr praktische Straßenkarte von Rio. Mit Karte, Infos und Sonnenmilch Faktor 30 bewaffnet zogen wir sodann los, vorbei an einem wunderschönen Park, zum Strand von Flamengo, der von Unmengen sonnenanbetender Homo sapiens brasilienses bevölkert war . Hier verweilten wir ein bisschen, genossen die Sonne auf der Haut, den Blick aufs Meer und auf den Zuckerhut (Pão die Açúcar) und ein kühles Bier (…und das um 10 Uhr morgens… tstststs). &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5114525807250572482" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RvpyH6-9BMI/AAAAAAAAADI/kDmCaQ5a8u0/s400/1+Sarah+e+Karina+-Praia+de+Flamengo.jpg" border="0" /&gt;Wir hatten viel Zeit und so entschlossen wir uns zu Fuß zur Copacabana zu laufen. Wir schlenderten also gemütlich im am Strand von Flamengo entlang und bogen an dessen Ende gemütlich erzählend in Richtung Straße ab, nicht merkend, dass wir geradewegs über einen recht provisorischen Fußballplatz liefen, auf dem auch gerade ein Spiel zugange war, welches von einer ganze Schar30 bis 40-jähriger männlicher Fußballbegeisterter verfolgt wurde. Als wir, eine wirklich hübsche japanischstämmige Brasilianerin und eine blonde, blauäugige Deutsche, beide im Bikini, fröhlich plappernd und Eis lutschend, uns zusehends der Szene näherten, drehten sich mehr und mehr Köpfe zu uns. Immer noch in unser Gespräch vertieft und mit dem Eis beschäftigt, verfolgten wir unseren Weg schnurstracks weiter. Erst als wir uns schon fast vor der Männerhorde befanden und die ersten auf uns bezogenen Kommentare fielen, fiel uns auf, dass wir gerade in ein Testosteron-Becken gesprungen waren. Zum Umdrehen oder Route Ändern war es jetzt zu spät. Also setzten wir unseren Weg unter wachsender Begeisterung unserer „Fans“ fort. Das Fussballspiel setzte aus, mit jedem Schritt den wir machten nahm die Lautstärke der Äußerungen unseres „Publikums“ zu, Applaus setzte ein, wurde lauter, Pfiffe mischten sich unter die Geräuschkulisse und schließlich mündete alles in „Gostosa! Gostosa!“-Rufen aus den Kehlen des „Männerchors“. Nicht ganz so erfreut von unserem spontanen Fanclub machten wir uns so schnell wir möglich aus dem Staub und bekleideten uns, kaum außer Sichtweite, wieder mit unseren Röcken. …Que vergonha! (Wie peinlich)&lt;br /&gt;Nach dieser kleinen Show-Einlage setzten wir unseren Weg fort, vorbei am Strand von Botafogo, nahmen schlussendlich doch noch den Bus und kamen an der Copacabana an. Aus Gründen der Bequemlichkeit, Einfachheit und Sicherheit brachten wir unsere Sachen in einem Schließfach unter (da die Copacabana DER Touristenstrand ist, gibt es dort so was), badeten ausgiebig in der Sonne und im Meer, das hier doch ne ganz schöne Zugkraft besitzt, weswegen ab und an der Rettungshubschrauber ausrücken muss um die Leute aus dem Wasser zu fischen. Später spazierten wir, vorbei an unzähligen Straßen-/ Strandhändlern mit den verschiedensten Waren, an der Copacabana entlang nach Ipanema (vom Ende der Copacabana aus muss man nur etwa 400 Meter durch die Stadt laufen um dort hin zu gelangen).&lt;br /&gt;Rios Strände sind wirklich nichts für Einsamkeitsliebende. Jedoch beeinträchtigen die Menschenmassen am Strand den Erholungseffekt keineswegs. Mag daran liegen, dass selbst an der Copacabana immer noch 90% der Besucher Brasilianer sind, die relaxed in der Sonne liegen, keine Mäuerchen um „ihren“ Platz bauen, sich nicht gegenseitig wegen irgendwelcher Kleinigkeiten anschnauzen und im Gegenteil immer ein Späßchen auf der Lippe haben. Auch die vielen Händler, die sich durch die Badetuch-Landschaft schlängeln und alles Mögliche, angefangen von gekühlten Getränken, über Eis am Stiel, Keksen, Sandwiches, Armbändern und Ohringen bis zu Bikinis und „Cangas“ anbieten, stören keineswegs denn anders als in vielen stark vom Tourismus beeinflussten Gebieten, sind sie nicht aufdringlich, laufen einfach nur durch die Reihen und rufen ins Leere, dass sie dies und das und jenes verkaufen. Es kann schon mal vorkommen, dass ei Händler einen direkt anspricht, aber mit einem Kopfschütteln und einem „Obrigada!“ wird man sie schnell und ohne weitere Diskussion wieder los. So tragen diese Händler sogar zum Wohlbefinden bei! Wenn einen nach irgendwas gelüstet, muss man einfach nur ein paar Minuten warten bis der entsprechende Händler vorbeikommt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Bild hier haben wir gegen Abend an der Copacabana aufgenommen. Deswegen ist der Strand relativ leer.&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5114526674833966290" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/Rvpy6a-9BNI/AAAAAAAAADQ/7rLMIeASgEA/s400/11+Copacabana.jpg" border="0" /&gt;Was mich überrascht hat, war dass es auch an den Stränden von Rio, der Stadt mit dem höchsten Aufkommen an Schönheits-OPs, doch ziemlich viele dicke Menschen gibt. Aber irgendwie macht auch das nichts aus. Einerseits wohl, weil es immer noch eine ganze Menge von „Gostosos“ und „Gostosas“ zu sehen gibt, aber andererseits auch weil hier ein Klima der Toleranz und des Selbstbewusstseins herrscht; vielleicht auch, weil sich niemand vollends entblößt. Zwar sieht man nur mikroskopisch kleine Bikinis und keinen einzigen Badeanzug, aber im Gegenzug gibt es niemanden, der ganz auf Badekleidung verzichtet. Niemand stört sich an den Unperfektheiten, weder die Leute selbst, noch ihre Mitmenschen. Diese Atmosphäre greift auch sehr schnell auf einen selbst über, so dass man erst gar nicht auf die Idee kommt sich den Aufenthalt am Strand zu vermiesen, indem man sich seiner tatsächlich oder fiktiv vorhandenen Problemzonen schämt.&lt;br /&gt;Da die Copacabana so beliebt bei Touristen ist, ist sie auch sehr beliebt denjenigen, die die Trotteligkeit der Touristen gerne ausnutzen. Daher bevorzugen viele Cariocas eher andere Strände. Diesmal bin ich nicht in eine entsprechende Situation geraten, habe mir das nur von verschiedenen Leuten, u.a. Cariocas, sagen lassen. Dass ich selbst hier nichts von dieser Schattenseite mitbekommen habe, mag daran liegen, dass ich mehr oder weniger bewusst die Wege, mit denen man entsprechende Situationen vermeidet, genutzt habe. Zum einen gehört dazu nur das allernötigste mit an den Strand zu nehmen. Das allernötigste bedeutet 15 bis 20 R$, Sonnenmilch, den Bikini und die Kleider am Körper und eine Canga, ein großes buntes Tuch, dass einerseits als Unterlage dient und andererseits auch als Hüfttuch oder Strandkleid verwendet werden kann. Tausendmal praktischer als ein Badetuch! Diese Ausrüstung ist absolut ausreichend und hat den Vorteil, dass man keine Tasche mitnehmen muss, welche wiederum Aufmerksamkeit auf sich zieht. Es ist also besser erst gar keine Tasche dabeizuhaben, denn selbst wenn man höllisch darauf aufpasst, hilft das nicht viel. Denn anstatt fingerfertig und unbemerkt die Wertsachen aus der Tasche zu ziehen, fordern die entsprechenden Leute mit vorgehaltenem Messer heraus. Da helfen auch die ganzen Menschenmassen um einen herum nix, denn helfen wird in solch einer Situation niemand. Schließlich möchte keiner den Strand mit einem schlecht platzierten „Bauchnabel-Piercing“ verlassen. Wer keine Tasche hat, kann nicht viel dabei haben und lohnt also nicht des Aufwandes.&lt;br /&gt;Die zweite Strategie zur Vermeidung von Zwischenfällen ist Anpassung, also nicht als Ausländer auffallen, indem man das macht, was auch die Brasilianer machen. Am ersten Tag wurde ich noch von 95% der Leute als Ausländerin eingeschätzt, aber am zweiten Tag hielten mich schon 70% der Leute für eine Brasilianerin, trotz dass ich wie ein Stück weiße Schokolade aus der ganzen Masse von Vollmilch und Zartbitter heraussteche (dank des Kulturmixes in Brasilien ist es auch für eine Blondine möglich als Brasilianerin durchzugehen). Zur Tarnung gehört zum einen das Outfit: Flipflops, brasilianischer Minibikini (hat auch den Vorteil, dass man auf einer größeren Fläche braun wird) und Canga statt Badetuch. (Bikini und Canga hab ich für je 10 R$ (etwa 3,50 Euro) am Ende meines ersten Tages in Rio am Strand erstanden). Zum anderen gehören aber auch gewisse Verhaltensweisen dazu: Entspannt, zufrieden und ohne Eile gehen, kein oben ohne am Strand und auch schon gar kein FKK, sowie kein Umziehen am Strand, wie es in Deutschland üblich ist. Auch wenn die Badekleidung nass ist, zieht man einfach die Kleider drüber. Über Blasenentzündung und dergleichen braucht man sich bei den Temperaturen hier auch keine Gedanken zu machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun ja, genug der allgemeinen Dinge!&lt;br /&gt;Nach unserem Tag am Strand nahmen Karina und ich die erstaunlich neue, moderne und großräumige U-Bahn um zum Hotel zurückzukehren, wo wir uns für das Nachtleben vorbereiteten. Wir hatten Glück mit unserem Hotel, denn es lag nicht nur nah an der U-Bahnstation und am Strand, sondern auch gerade mal 10-15 Minuten zu Fuß vom Party-Viertel Lapa entfernt. Da wir uns recht früh auf den Weg nach Lapa machten, war es auch kein Problem, den Weg zu Fuß zu bewältigen. Es war jedoch gut, dass wir uns bei verschiedenen Leuten nach dem Weg erkundigt hatten, denn wenn wir den nach der Karte kürzesten Weg genommen hätten, wären wir durch eine kleine Favela, die man auf den ersten Blick nicht als solche erkennen konnte, gelaufen.&lt;br /&gt;In Lapa reiht sich eine Bar an die andere. Aus den offenen Fenstern und Türen strömt Live-Musik oder auch abgespielte Musik der verschiedensten Rhythmen und Stile auf die Straße, auf der die Menschen entlang strömen. Wieder reiht sich ein Händler an den nächsten, diesmal hauptsächlich mit Essen und Süßkram und natürlich allen möglichen Getränken. Nach einem Rundgang durch das Viertel landeten Karina und ich in einer kleinen Disko im ersten Stock eines der Häuser, hauptsächlich weil der Eintritt bis Mitternacht umsonst war. Als wir die Disko betraten, stellten wir fest, dass wir neben dem Personal die einzigen Anwesenden waren… wir entschlossen trotzdem zu bleiben, mal ein Bier zu trinken und abzuwarten. Und tatsächlich, nach 5 Minuten begann sich die Disko langsam zu füllen. So lange die Tanzfläche noch zu leer und die Musik noch zu amerikanisch war, bezogen wir Stellung an einem der offenen Fenster und beobachteten das Treiben unter uns auf der Straße. Auffallend war die Menge an Männern auf dem Platz vor der Disko. Es waren so viele, dass sie sich aneinander kuscheln mussten. …oder war das etwa gewollt? ;o) Aber zwischen ihrer maskulinen Kuschelei fanden die Herren auch ab und zu mal Zeit uns Kusshändchen zuzuwerfen. Selbst schwule Brasilianer können es also nicht lassen mit Frauen zu flirten ;o)&lt;br /&gt;Zu späterer Stunde, als es auf der Tanzfläche dann doch ziemlich eng war, gab es eine wirklich heiße Showeinlage von ein paar Tänzern zu brasilianischem Funk (Rio ist nämlich nicht nur die Stadt des Karneval und des Samba, sondern auch des brasilianischen Funnks). Meine Güte, können die Leute tanzen! Na ja, zum Ende der Showeinlage wurde es schon eher eklig, ziemlich obszön (auch wenn alle Kleider anbehalten wurden), aber eben nur am Ende.&lt;br /&gt;Wir lernten einige Leute kennen. Ein paar davon haben mich etwas schockiert, denn hier reden viel Typen drei Worte mit dir und meinen dann: „Kann ich dich küssen?“ oder sogar „Ich küsse dich jetzt“. Hoppla! Ein bisschen schnell, oder? Na ja, die Begegnung mit dieser Sorte war dann eher von kurzer und für sie von erfolgloser Art.&lt;br /&gt;Am Ende des Abends nahmen wir dann ein Taxi zurück zum Hotel, nachdem uns fünf verschiedene Leute gesagt hatten, dass es keine gute Idee sei zu Fuß zu gehen, auch wenn das Hotel nicht weit entfernt liege…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Donnerstag, 6.9.2007&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Heute hab ich zum ersten Mal an einer Vorlesung teilgenommen! Es handelte sich dabei um eine Pflichvorlesung über cienciâs ambientais, Umweltwissenschaften, für Maschinenbau-Studenten, damit die auch mal einen Einblick in die Materie bekommen. Find ich ziemlich sinnvoll!! Gehalten wurde die Vorlesung von meinem „Chef“ Mohamed.&lt;br /&gt;Ich saß da also in einem mittelgroßen Hörsaal voll mit Männern, zwischen die ab und zu mal ein (gutaussehendes!) Mädel eingestreut war. Das Thema des Tages war „urbane Ökosysteme“. Mohamed erzählt also munter vor sich hin über die Vor- und Nachteile einer Stadt, über die Veränderungen, welche die Städte im Allgemeinen in den letzten 200 Jahren durchgemacht haben: „…Nicht nur die Städte hier in Brasilien haben sich drastisch verändert, sondern auch die Städte in Europa, auch in Deutschland, von wo wir heute Besuch haben.“ Den Blick zu mir wendend fährt Mohamed fort: „Das ist Sarah. Sie kommt aus Deutschland und macht für die nächsten 6 Monate ein Praktikum hier am Institut für Biologie.“ Alle Köpfe drehen sich neugierig zu mir um. „Sie spricht Portugiesisch. Also passt auf, was ihr sagt.“ Ein hämisches Grinsen erscheint in den Gesichtern. „Und ihr Freund ist Brasilianer. …ein sehr starker Brasilianer!“ Alle Köpfe drehen sich wieder weg von mir… „Sei herzlich willkommen, Sarah!“ Danke!&lt;br /&gt;Sonst erscheint mir noch erwähnenswert, welches Bild Mohamed in dieser Vorlesung von Europa gemalt hat. Er erläuterte, wie es dazu kam, dass die europäischen Länder Kläranlagen und dergleichen entwickelt und installiert haben (nämlich dadurch, dass wir an unserem eigenen Dreck fast erstickt sind) und woran es liegt, dass es so was in Brasilien noch fast gar nicht gibt (nämlich daran, dass es in Brasilien einfach unheimlich viel Oberflächenwasser gibt und so die Notwendigkeit dafür, das Wasser „nach Gebrauch“ wieder zu reinigen, noch nicht so erkannt wurde). Wie auch immer, am Ende dieses Abschnitts meinte Mohamed, dass Europa heute ein sauberer und gesunder Kontinent sei, dank dieser Entwicklungen. Na ja, ich fand das etwas zu glorifizierend. Klang fast so, als ob es alle diesbezüglichen Probleme in Europa gelöst seien… Sicherlich haben wir in diesem Bereich den anderen Regionen der Welt etwas voraus, aber trotzdem ist Europa nicht komplett „sauber“ und „gesund“…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viel später an diesem Tag ging es für Karina und mich los nach Rio de Janeiro. Allerdings gab es da ein paar Komplikationen… Eigentlich war geplant, dass wir in Rio Dirceu treffen und bei einem Freund von ihm, der in Rio wohnt, übernachten. Dirceu selbst wollte per Anhalter nach Rio fahren, da er nicht genug Geld hat um mit dem Bus zu fahren (und mir war das Per-Anhalte-fahren spätestens nach dieser Erfahrung am Freitag in Belo Horizonte doch etwas zu riskant, weshalb ich den Bus vorzog). Nun, ich hatte Dirceu am Dienstag und nochmals heute morgen eine Email geschrieben und ihm gesagt, wann Karina und ich in Rio ankommen würden und dass er mir doch bitte die Kontaktdaten seines Freundes geben soll, falls wir und aus irgendeinem Grund in Rio verpassen sollten, weil Dirceu selbst kein Handy (und auch kein Telefon zu Hause) hat. …heute Abend war dann immer noch keine Email von ihm angekommen… Also Krisensitzung mit Karina. Zuerst fuhren wir zum Studentenwohnheim um Dirceus Mitbewohner zu fragen, ob sie denn irgendwas wüssten. Die wussten aber nur, dass er sich schon am Mittwoch auf den Weg gemacht hatte, hatten aber auch keine Ahnung wer dieser Freund von Dirceu war. Also zurück nach Hause und einen Freund von Karina, der bei seiner Tante in Rio wohnt angerufen. Doch auch dieser plante an diesem langen Wochenende zu vereisen und das Haus seiner Tante war auch schon „belegt“. Also auch Fehlanzeige… Blieb also noch die Internetrecherche nach Hospitality Club-Kontakten und Hostels. Allerdings sollte der nächste Tag ein Feiertag sein und was das für die Verfügbarkeit von Unterkünften bedeutet, ist ja allseits bekannt. Nichtsdestotrotz machten wir uns mit den Kontakten im Gepäck auf den Weg, immer noch der Hoffnung, dass Dirceu am Busbahnhof in Rio auf uns warten würde (hatte ihm ja geschrieben wann wir ankommen…)&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-8519343584607136731?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/8519343584607136731/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=8519343584607136731' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/8519343584607136731'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/8519343584607136731'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2007/09/freitag-7.html' title=''/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RvpyH6-9BMI/AAAAAAAAADI/kDmCaQ5a8u0/s72-c/1+Sarah+e+Karina+-Praia+de+Flamengo.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-7933267843850935490</id><published>2007-09-06T15:35:00.000-07:00</published><updated>2007-09-28T05:34:47.819-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;Mittwoch, 5.9.2007&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Wie viel Zufall ist das denn, dass zum einen mein Handywecker nicht klingelt, trotz dass er angeschaltet war, und zudem auch noch die Batterie der Wanduhr in meiner Wohnung um 06.40 Uhr den Geist aufgegeben hat??? …Wurde dann heute eben etwas später bis ich auf der Arbeit angekommen bin, was aber kein Problem war, da ich ziemlich frei in meiner Zeiteinteilung bin.&lt;br /&gt;Vielleicht war es auch höhere Fügung, denn es wurde ein langer Tag heute und so war ich wenigstens ausgeschlafen :o)&lt;br /&gt;Bin heute nämlich mit Giovanna und ihrem Mann Francisco („Chico“) zu zwei Meetings bezüglich eines der Projekte in der Region von Campinas/ São Paulo gefahren. Eines dieser Meetings fand in einer recht ländlichen Stadt statt. Es war nicht ganz einfach den Meetings zu folgen, da die Leute natürlich alle Portugiesisch sprachen und vor allem Dingen aber, weil ich die Hintergründe nicht kannte.&lt;br /&gt;Und als ich da so in einem der Meetings saß und versuchte der Unterhaltung zu folgen, sah ich draußen auf der Straße immer mal wieder irgendwelche Leute mit ihren Pferden die Straße entlangfetzen (im Tölt!! ... für alle, denen das was sagt ;o) ). Und auch in Belo Horizonte hab ich ab und zu mal ein Pferdefuhrwerk gesehen. Also, es gibt diese Dinge hier tatsächlich noch, sie sind aber eher eine Sache der armen Leute bzw. des „interior“, der ländlichen Gegenden.&lt;br /&gt;Na ja, als ich dann nach einem Abendessen mit Giovanna und Chico im „Habib’s“, einer arabischen Fastfood-Kette, zurück nach Hause kam, war es schon 11 Uhr nachts…&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Dienstag, 4.9.2007&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Mehr Leute, mit denen ich zusammenarbeiten werde, kennen gelernt, mehr gelesen, mehr organisatorischen Kram erledigt und zum ersten Mal die Mensa hier getestet!&lt;br /&gt;Letzteres ist aufgrund der Unterschiedlichkeit zu dem was ich aus Lüneburg kenne einer Beschreibung wert:&lt;br /&gt;Also, man hat da diese Chipkarte, auf die man Geld drauf lädt (in meinem Fall ist schon Geld für jeweils Mittag- und Abendessen als Teil meiner Praktikumsvergütung drauf). Die Bezahlung des Essens erfolgt gleich am Eingang der Mensa, in dem man die Karte in einen von diesen Automaten mit Drehkreuzschranke steckt und erst eingelassen wird, wenn der entsprechende Betrag (2 R$ pro Mahlzeit, etwa 75 ct) von der Karte abgebucht ist. Ohne Karte und ohne Guthaben auf der Karte, kommt man also nicht rein. Hinter dieser Schranke befindet sich dann eine Reihe von Waschbecken zum Händewaschen, was ich recht intelligent finde. Nachdem man sich also die Hände gewaschen und geduldig in der Schlange gewartet hat, nimmt man sich eines dieser Tabletts mit Fächereinteilung, die den Einsatz eines Tellers entbehrlich machen. Mit diesem Tablett läuft man dann an der Essensausgabe entlang: 1. Station: Bohnen (feijão), 2. Station: Reis (arroz) 3. Station: Fleisch/ Fisch, was eben gerade angeboten wird. Danach kann man sich noch beliebig viele Brötchen (pão francês) aufladen und dann weiter zur Salatbar gehen, wo es außerdem noch mehr arroz e feijão zum Nachladen nach Belieben gibt. Auch Getränke stehen in beliebiger Menge zur Verfügung (Wasser, Saft, Tee, Kaffee). Nach der Tablettrückgabe nach dem Essen bekommt man am Ausgang noch ein kleines Eis oder einen sonstigen Nachtisch in die Hand gedrückt.&lt;br /&gt;Gut, das Essen ist halt Mensaessen, also durchaus essbar aber nichts Besonderes, aber auf jeden Fall bekommt man ne ganze Menge für sein Geld!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Montag, 3.9.2007&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Mein erster Arbeitstag!&lt;br /&gt;Zuerst lernte ich meine Betreuerin Giovanna kennen, die mir zuerst die Projekte vorstellte, die im Moment in „meiner“ Arbeitsgruppe des Instituts für Biologie der UNICAMP laufen und besprach mit mir, was ich denn während des Praktikums machen werde. Ich fand alles Projekte ziemlich interessant und so haben wir abgesprochen, dass ich bei jedem Projekt mal mitarbeite, dass ich aber auch die Möglichkeit habe mich auf ein Projekt zu konzentrieren, wenn mir eines besonders gut gefällt, oder auch ein eigenes Projekt zu entwickeln, wenn mir was entsprechendes einfällt. Außerdem werde ich an zwei Vorlesungen teilnehmen. Eine davon findet jeden zweiten Samstag statt…&lt;br /&gt;Dann hab ich erstmal Lesestoff bekommen um mich in eines der Themen (Agroökologie) einzuarbeiten. War etwas anstrengend, da alles auf Portugiesisch geschrieben war und ich vorher noch nie einen größeren portugiesischen Text gelesen hatte, schon gar keinen wissenschaftlichen… Aber man gewöhnt sich dran und gut für meine Sprachkenntnisse ist es obendrein ;o)&lt;br /&gt;Nach dem Mittagessen in einem der Restaurants der Uni, in dem das Essen nach Gewicht bezahlt wird und ich das Gewicht meines Teller etwas unterschätzt hatte…, lernte ich meinen eigentlichen Chef, Prof.Mohamed Habib, kennen. Supernette Person!!! Ist nur halt in diverse administrative Angelegenheiten der Uni eingebunden, weswegen ich ihn wohl nicht allzu oft zu Gesicht bekommen werde.&lt;br /&gt;Und dann gab’s wieder einige organisatorische Angelegenheiten zu erledigen… Immer diese Bürokratie! Aber wenigstens hab ich dann auch meine Mensa-Karte bekommen :o)&lt;br /&gt;Nach der Arbeit sind Karina und ich zum Busbahnhof gefahren um unsere Bustickets nach Rio für dieses Wochenende zu kaufen (Freitag ist Feiertag :o) ).&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sonntag, 2.9.2007&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Endlich mal ein ruhiger Tag! Das einzige Erzählenswerte, das heute passiert ist, war mein Umzug in meine „kitnet“ direkt nach meiner Rückkehr nach Campinas. Jetzthab ich also endlich mein eigenes Heim hier :o)&lt;br /&gt;Und Abends gab’s dann lecker Sushi bzw. Sashimi bei Karinas Familie. Sehr brasilianisch...&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/Rvk24q-9A5I/AAAAAAAAAAw/MWiJ9kRkdx0/s1600-h/minha+kitnet.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5114179199094817682" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; CURSOR: hand" height="265" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/Rvk24q-9A5I/AAAAAAAAAAw/MWiJ9kRkdx0/s400/minha+kitnet.jpg" width="374" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Samstag, 1.9.2007&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Im Vergleich zu gestern ein recht ereignisloser Tag ;o)&lt;br /&gt;Vormittags fuhren Alan, Gabí, Julia und ich zum Praca de Papa, einem Platz, von dem aus man eine ganz nette Aussicht über die Stadt hat. An dieser Stelle soll Papst („Papa“) Johannes Paul II nämlich vor lauter Entzückung „Que belo horizonte!“ (Welch schöner Horizont) ausgerufen haben. So erhielten gleichzeitig die Stadt und der Platz dieses Aufrufes ihren Namen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Bild hier sieht man Julia, Alan und Gabi auf der Praça de Papa.&lt;br /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5114523165845685378" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RvpvuK-9BII/AAAAAAAAACo/lJ58nYkCwyo/s400/71+Julia,+Alan+e+Gabi+na+Praca+de+Papa.jpg" border="0" /&gt;Danach fuhren wir zu einem weiteren Aussichtspunkt und genossen den noch schöneren Ausblick bei Popcorn und Água de Coco.&lt;br /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5114523668356859026" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RvpwLa-9BJI/AAAAAAAAACw/OUX6wdAC078/s400/77+Sarah+e+a+mirante.jpg" border="0" /&gt;Wenige hundert Meter von diesem Aussichtspunkt entfernt befindet sich die Rua de Amendoim („Erdnussstraße“). Angeblich fahren in dieser Straße die Autos bei abgeschaltetem Motor bergauf. Karinas Vater meinte, dies werde durch Magnetismus ermöglicht, Alan meinte es sei schlichtweg eine optische Täuschung und ich sage es funktioniert einfach gar nicht. …zumindest hat es das nicht, als wir es ausprobierten…&lt;br /&gt;Bevor ich mich dann später am Abend wieder auf den Weg nach Campinas machte, besuchten wir Nachmittags noch den Parque Municipal, der nicht nur ein einfacher Park ist, sondern auch ein paar kleine Attraktionen wie Eselreiten, Ruderbootfahren und diverse kleine, halbantike, aber gut funktionierende Fahrgeschäfte beherbergt. Hat mir sehr gut gefallen dieser Park.&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5114523960414635170" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/Rvpwca-9BKI/AAAAAAAAAC4/AUD2vDj0BI0/s400/85+Parque+Municipal.jpg" border="0" /&gt;Nach einem kurzen Schwenk vorbei an der Praça Sete fuhren wir auch schon wieder zurück (war dann eh auch schon wieder Dunkel...).&lt;br /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5114524681969140914" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RvpxGa-9BLI/AAAAAAAAADA/-BlGDuCxQ-I/s400/91+Praca+Sete.jpg" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;Insgesamt fand ich die Zeit in BH super, vor allem Dingen auch wegen der Leute dort, und vielleicht besuche ich Alan und seine Familie noch mal dort. Hab ja noch ein wenig Zeit :o)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8152226282682546975-7933267843850935490?l=sarahnobrasilde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/feeds/7933267843850935490/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8152226282682546975&amp;postID=7933267843850935490' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/7933267843850935490'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8152226282682546975/posts/default/7933267843850935490'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://sarahnobrasilde.blogspot.com/2007/09/mittwoch-5.html' title=''/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02862422479487413829</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/Rvk24q-9A5I/AAAAAAAAAAw/MWiJ9kRkdx0/s72-c/minha+kitnet.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8152226282682546975.post-431175536296720464</id><published>2007-09-05T07:55:00.001-07:00</published><updated>2007-09-26T07:40:03.956-07:00</updated><title type='text'>Freitag, 01.09.2007</title><content type='html'>Vielleicht erzähle ich jetzt erst mal was über Belo Horizonte selbst: Die Stadt ist zwar erst 100 Jahre alt, zählt aber schon 3 Millionen Einwohner und ist damit fast so groß wie Berlin. BH liegt in 800 m Höhe in einem Talkessel, umgeben von Bergketten. Dass die Stadt relativ hoch liegt ist ein Glück, denn hier wird es ganz schön warm und würde noch wärmer, wenn die Stadt eben ein paar hundert Meter tiefer läge.&lt;br /&gt;Was mich hier besonders fasziniert hat, waren die Straßen. Aufgrund der Lage in den Bergen kann BH was die Steigung der Straßen anbelangt locker mit San Francisco konkurrieren! Meine Güte, ich hab noch nie so eine große Anzahl von so steilen Straßen gesehen! Das war teils wie in einer Achterbahn. Die Straßen werden halt einfach geradeaus gebaut, egal ob da jetzt gerade ein Berg steht oder nicht! Na ja, hier müssen sich die Leute eben keine Gedanken darüber machen, wie sie im Winter bei Glatteis mit dem Auto den Berg hochkommen wollen…&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;Auf dem Bild hier lässt sich die Steigung der Strasse leider nicht besonders gut erkennen, aber man kann sie evtl. erahnen, wenn man den Baum links im Bild betrachtet.&lt;/div&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5114519437814072338" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RvpsVK-9BBI/AAAAAAAAABw/-OqQirYVt2I/s400/16+montanha+russa.jpg" border="0" /&gt; Insgesamt ist BH wohl ärmer als Campinas, wo ich mein Praktikum absolvieren werde. Hier hab ich dann auch zum ersten Mal Favelas gesehen, aber nur beim Vorbeifahren vom Auto aus (einen Spaziergang dort ist wenig ratsam, wenn man Lochfraß in seinen Kleidern vermeiden möchte…). Da die Favelas an den steilsten Hängen in der Stadt liegen, sind sie ziemlich gut sichtbar. …und wenigstens hat das Wohnen in den Favelas einen Vorteil: Von dort hat man mit Sicherheit einen schöneren Blick auf die Stadt als von jeder wohlhabenden Gegend aus…&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5114519725576881186" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/Rvpsl6-9BCI/AAAAAAAAAB4/jBtaVU_Z0iQ/s400/17+favela.jpg" border="0" /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Wie auch immer, Alans und meine erste Unternehmung nach dem Frühstück an diesem Freitagmorgen, war der Besuch des „Mercardo Central“ in BH. Hierbei handelt es sich um eine Markthalle mit zwei Stockwerken (oben parken, unten shoppen), in der sich viele, viele kleine Geschäfte, „Lanchenetes“ (wo man recht günstig ne Kleinigkeit zu Essen und natürlich Getränke bekommt) etc. befinden. Das Ganze ähnelt ein klein wenig einem türkischen Basar, ist aber besser organisiert und wesentlich angenehmer, da hier einen niemand anhaut, dass man sich doch mal bitteschön den Laden der entsprechenden Person anschauen und bitteschön auch was kaufen soll. Die jüngeren Leute hier bevorzugen jedoch großteils eher die schicken Shopping Center im amerikanischen Stil, wenn sie Einkaufen gehen möchten, auch wenn dort alles dreimal so teuer ist…&lt;br /&gt;Mir hat der Mercardo Central jedenfalls gefallen und ich hab mir dort auch die ein oder andere nette Sache gekauft :o) …Nur die Tierabteilung hat mir das Herz zerrissen… kleine Welpen, Vögel, Kaninchen und was weiß ich nicht alles in kleinen, übereinander gestapelten Käfigen… sicherlich war das alles noch nicht ganz so schlimm, wie auf einem orientalischen Markt (sofern meine Vorstellungen darüber der Wahrheit entsprechen), aber ich hätte trotzdem am liebsten alle Käfigtüren geöffnet…&lt;br /&gt;Nach dem Mercardo Central ging’s noch schnell zum Praça de Estação, dem Bahnhofsplatz. Das hübsche Bahnhofsgebäude ist heute ein Museum, weil der Schienenverkehr in Brasilien nicht wirklich von großer Bedeutung ist. Ein paar Fotos schießen und dann wieder nach Hause zum Mittagessen. &lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5114520365527008306" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RvptLK-9BDI/AAAAAAAAACA/vk4Dd6aKgl4/s400/26+Praca+de+estacao.jpg" border="0" /&gt; Nachmittags hatte Alan ein Vorstellungsgespräch bei Fiat, weswegen ich dann mit Selma und Julia (Alans Mutter und Schwester) loszog. Zuerst hatte Selma einen Termin für eine Wohnungsbesichtigung. Fand ich ganz interessant mal zu sehen, wie das hier in Brasilien abläuft. Aber eigentlich ist es mehr oder weniger das Gleiche wie in Deutschland: Der Makler versucht alle Vorzüge herauszustellen und die Mängel zu relativieren, gar als Vorzüge darzustellen oder einfach zu verschweigen. Die Wohnung war sehr groß, aber trotzdem relativ günstig. Mag daran gelegen haben, dass die Straße, in der das Haus lag, nachts voll von Prostituierten und anderen, noch viel zwielichtigeren Gestalten war, was der Makler natürlich nicht erwähnt hatte (er begründete den günstigen Preis mit der Mobilfunkantenne auf dem Dach des Gebäudes), was uns aber ein an der Straße ansässiger Mann steckte (worüber der Makler nicht besonders erfreut war). Also kam die Wohnung dann eher nicht in Frage…&lt;br /&gt;Nachdem diese Sache erledigt war statteten wir dem Museu de Mineralogia einen kurzen Besuch ab (der Staat Minas Gerais, in dem BH liegt hat immense Vorkommen an diversen Bodenschätzen!). &lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5114520777843868738" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RvptjK-9BEI/AAAAAAAAACI/2jjiZjyMNW4/s400/32+Museu+de+Mineralogia.jpg" border="0" /&gt;Danach gingen wir weiter zum benachbarten Praça de Liberdade. Selma ist von Beruf Fotografin und nutzte die Gelegenheit und das nette Ambiente des Praça de Liberdade um Fotos mit mir/ von mir zu schießen (Wann bekommt man denn in Brasilien sonst mal so viele blonde Haare vor die Linse?).&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Auf dem Bild sieht man Julia und mich auf der Praça de Liberdade mit dem Palácio de Liberdade im Hintergrund.&lt;/div&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5114521074196612178" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/Rvpt0a-9BFI/AAAAAAAAACQ/tVoeEqJojxg/s400/41+Julia+e+Sarah+em+frente+do+Pal%C3%A1cio+da+Liberdade.jpg" border="0" /&gt; Na ja, ebendiese blonden Haare und das muntere Herumwerkeln sowohl mit meiner Digi-Cam, als auch mit Selmas professioneller Kamera zog die Aufmerksamkeit einiger Straßenkinder auf uns, was um ein Haar schlecht für uns ausgegangen wäre… Unser Glück war es, dass sich die Kids etwas auffällig verhalten hatten und derjenige, der den „Job“ übernehmen sollte, noch ziemlich jung und unerfahren war. So haben wir, hauptsächlich Selma und Julia, bemerkt was vor sich ging und konnten die Sache vereiteln kurz bevor die Sache losgehen sollte. Glücklicherweise standen ein paar Polizisten ganz in unserer Nähe (wobei man denen hier auch kein zu großes Vertrauen entgegenbringen sollte…). Denen erzählte Selma, was vor sich gegangen war und bat sie in unserer Nähe zu bleiben, bis Alan uns abholen würde. Einfach zurück zum Auto zu gehen, was ich ehrlich gesagt getan hätte, wäre fatal gewesen, da die Kids die Sache natürlich nicht aufgaben, nur weil der erste Versuch gescheitert war. Während wir auf einer Bank in der Nähe der Polizisten sitzend auf Alan warteten trieben sie sich noch ne ganze Weile in unserer Umgebung herum und leider ist diese Sache ernster zu nehmen, als es vielleicht bisher klingen mag. Oft stehen die Straßendiebe hier unter Drogeneinfluss und reagieren dann eben auch schnell mal über… Aber ist ja noch mal alles gut gegangen und die ganze Sache war auch ziemlich lehrreich für mich!&lt;br /&gt;Der Rest des Tages oder besser Abends war dann wesentlich angenehmer. Zuerst fuhren Alan, Gabriela (Alans Freundin) und ich zu einem Aussichtsturm. &lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5114521709851772002" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 221px; CURSOR: hand; HEIGHT: 304px; TEXT-ALIGN: center" height="304" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_-tHFBpar9qw/RvpuZa-9BGI/AAAAAAAAACY/JErVlvhTZag/s400/59+torre,+altavila.jpg" width="173" border="0" /&gt; &lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;So eine Aussicht wie von hier habe ich noch nie gesehen! Es war schon längst dunkel und der Turm befand sich an einem Berghang am Rand der Stadt, die sich wie ein riesiges, bis zum Horizont reichendes Lichtermeer unter uns ausbreitete. Maravilhoso!!! &lt;/div&gt;&lt;div&gt;...Leider lässt sich sowas mit einer 0815 Kamera nie so richtig einfangen...&lt;/div&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5114522036269286514" style
